ich bin dabei ein altes Fiat Ducato 280er Alkovenwohnmobil zu reanimieren. Gerade versuche ich unter anderem die Elektrik in den Griff zu bekommen.
So schaut vereinfacht die derzeitige Verkabelung Starterbatterie - Trennrelais - Aufbaubatterie - Ladegerät aus:
Erste Frage: sollte die Sicherung (die 25A im Bild) nicht idealerweise schon vor dem Trennrelais sitzen?
Zum zweiten: die beiden Ladekabel sind derzeit als 6mm² ausgeführt, dabei ist die Leitungslänge zur Aufbaubatterie zwischen den Vordersitzen derzeit ca. 3-4m, nach hintem zum EBL rund das Doppelte. Soweit ich mich bisher rumgelesen habe, ist das vielleicht gerade noch ausreichend, aber mehr wäre wohl besser.
Wenn ich nun ohnehin an die Verkabelung ran muss, stellt sich für mich die Frage: warum braucht es eigentlich zwei Kabel, die von der Aufbaubatterie bzw. dem Ladegerät nach vorne laufen? Das braucht es doch nur, weil das Trennrelais bei abgestelltem Motor das Laden der Starterbatterie verhindern würde, oder?
Aber dann müsste es doch auch klappen, wenn ich das Trennrelais zum Laden der Starterbatterie mit der Ladespannung beaufschlage - dann macht es auf und ich kann die Starterbatterie über dieselbe Leitung laden, über die im Fahrbetrieb die Aufbaubatterie geladen wird - oder mache ich da einen Denkfehler?
Um die Ladespannung nicht direkt auf D+ zu geben (hat vielleicht unerwünschte Wirkungen auf andere Verbraucher, wie Radio?) und beim Laden der Starterbatterie die Aufbaubatterie nicht parallel mit dranhängen zu haben (ggf. supoptimale Ladung einer der Batterien), habe ich mir folgende prinzipielle Schaltung mit zwei weiteren Relais überlegt:
Was sagen die Elektrologen dazu - funktioniert das?
Für mich hätte das den Vorteil: ich könnte die beiden bereits liegenden 6mm²-Leitungen dann zu einer parallelen Ladeleitung für beide Richtungen zusammenschalten und hätte immerhin rechnerisch 12mm² ohne den ganzen Bodenbelag aufreißen zu müssen und die Trennwand weiter zu perforieren.
Als Hintergrund, was ich eigentlich insgesamt vorhabe: ich will bei Landstrom nicht mehr über das alte EBL laden, da es nur Konstantspannung kann, sondern in der Nähe der Aufbaubatterie ein handelsübliches Ladegerät mit moderner Ladecharakteristik platzieren. Neben die Aufbaubatterie (derzeit 100Ah) soll noch eine Backup-Batterie mit rein, die sonst nur nutzlos bei mir rumsteht (derzeit eine noch halbgute 90Ah-Starter), aber nicht dauernd parallelgeschaltet, sondern über Auswahlschalter, da beide Batterien zu unterschiedlich. Auf das Dach kommen noch ~150/200Wp Solarpower. Über weitere Auswahlschalter, die entsprechende Relais ansprechen, will ich je nach Situation eine der drei Ladeoptionen auf eine der drei (bzw. zwei) Batterien schalten können (natürlich nicht gleichzeitig, sondern nur eine 1-1 Verbindung zur selben Zeit). Für diese Saison langt es mir, wenn ich das dann händisch über Kippschalter auswählen kann. Für die nächste Winterbastelei würde mir vorschweben, dass ich dann einen Arduino dazu bringe, die Verbindungen je nach Stromangebot und Batteriezustand selber zu schalten. Daher auch gleich Relais rein, statt rein mechanischem Batterieumschalter.
Was sagen die erfahreneren Mobilisten und Elektrologen dazu? Macht das Sinn?
Viele Grüße.

