Eifelwolf am 21 Feb 2017 22:26:14
Paulchen war in den 1980/1990er Jahren mein treuer Begleiter, allerdings nicht an einem Sprinter, sondern an diversen T 3. Die Basis ist aber ja die gleiche. Zunächst: Paulchen ist, nach heutigen Maßstäben, etwas in die Jahre gekommen. An Paulchen ist vieles aus Stahl, daher massiv, aber eben auch schwer. Bei den Reifenschienen und insbesondere den Rahmenhaltern muss man schauen, ob sie an das gewünschte Rad überhaupt passen. Gerade der Rahmenhalter ist eher für dünne Fahrradrahmen aus Stahl alter Machart konzipiert und kann ggf. bei einem großdimensionierten Alu-Rahmen nicht passend sein. Das sollte man vorab checken!
Beschädigt hat Paulchen nie meine T 3. Er ist durchdacht! Die Halter, in den der eigentliche Träger eingehakt wird, sind zum Autoblech hin gepolstert. Bei Beschädigungen des Polsters muss man natürlich reagieren. Die Montage/Demontage war einfach, bedingte (zumindest damals) mehrere Handgriffe – ich schätze rückblickend den Zeitaufwand auf gute 5 Minuten. Mein Träger hatte als Diebstahlsicherung ein (werksseitig vorgesehenes) normales Vorhängeschloss, da musste man etwas Vorsicht walten lassen, da dieses je nach Befestigungsstellung den Lack am Auto hätte abscheuern können.
Verschlissen habe ich Paulchen in all den Jahren nicht bekommen. Dafür ist er einfach zu robust. Lediglich der Lederriemen, mit dem man den klappbaren Teil des Trägers hochgeklappt am Halter festzurrt, wurde mal von mir erneuert. Und mal was Farbe, und etwas Hartwachs für die Pflege. Trotzdem rosteten irgendwann die Befestigungsschrauben und die verschiebbaren Radschienen. Nachteil halt von Stahl.
Resümee: Paulchen ist sicherlich auch heute noch ein treuer Begleiter, aber eben schwer und bedarf etwas Pflege. Moderne, qualitativ hochwertige Alu-Konstruktionen sind ggf. eine überlegenswerte Alternative.