xcamping
hubstuetzen
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Batteriecomputer Büttner MT 4000 IQ, 62 und doch leer?


ARuhl am 04 Mai 2017 18:29:31

Hallo

Ich habe in meinem Hymer T 678 CL einen Spannungswandler Waeco Sinpower 1800W, Spitzenleistung 3200W, 2 Aufbaubatterien mit je 95 AH und einen Batteriecomputer von Büttner (MT4000IQ). (Alles vom Wohnmobilhändler eingebaut)
Fahrzeughalter 1,75 Jahre.

Nun zu meinem Problem. Wir haben jetzt den 3. Tag an dem wir "frei stehen" und sich zwischendurch auch gefahren. Der Batteriecomputer zeigt 62% 11,9 V und 117 Ah an. Beim Einschalten des Föhns (1300Watt) geht der Spannungswandler innerhalb von einer halben Sekunde aus und der Batteriecomputer zeigt nur noch 6 V an, eine Sekunde später zeigt er wieder 11,9 V, aber der Spannungswandler ist aus.

Eine Nachfrage beim Wohnmobilhändler ergab keine verwertbare Antwort. Er sagte, dass der Computer falsch zählen würde, die Batterien leer wären, somit falsch anzeigen würde und nach dem voll aufladen bestimmt wieder alles ok wäre.

Ich kann das nicht verstehen, wenn ich noch 66 % habe, dann muss ich doch noch etwas nutzen können. Außerdem wo würde dann der Sinn in einem Batteriecomputer liegen, wenn er sich verrechnet nach noch nicht mal ganz 3 Tagen.

Ist es wirklich das Problem? Wann ist eine Batterie voll und wann ist eine Batterie leer?

Danke schon mal im Voraus.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

gordan am 04 Mai 2017 18:42:39

Mit 11,9V sind deine Batterien leer, egal was dein Batteriecomputer zeigt. Wie und warum, kann viele Grunde haben!?

Grüße Gordan

kontrakatze am 04 Mai 2017 23:06:57

Ich glaube das Problem ist der Fön mit seiner hohen Leistung. Der Batteriecomputer kann nur die genutzten Ampere zählen und kommt so auf die rechnerisch verbleibenden 117Ah. Die Batterien haben ihre Leistung von 95Ah das Stück aber nur bei einer konstanten und recht geringen Belastung über 10 oder 20 Stunden (steht in der Regel auf der Batterie). Ist die Last, wenn auch nur kurzfristig, höher sinkt die nutzbare Kapazität der Batterie stark. Die chemischen Prozesse in der Batterie benötigen einfach Zeit. Kurz, bei hohen Strömen ist die tatsächliche Kapazität der Batterie sehr viel geringer, als bei niedrigen Strömen. Sie regenerieren sich nach einer gewissen Zeit zwar ein wenig, aber nicht nennenswert.

1800Watt bei den 12 Volt welche die Batterie liefert würden ca. 108 Ampere Strom benötigen (grob bei Gleichstrom Watt = Volt x Ampere). Da machen die meisten Batterien die Grätsche. Daher denke ich, Batteriecomputer ok, Batterien hoffentlich auch noch, sind aber trotzdem leer. Schnell wieder laden, sonst nehmen sie Schaden.

Anbei sind 108 Ampere ziemlich heftig und ich würde definitiv darauf achten, ob die Kabelleitungen nicht zu heiß werden. Bei uns erwärmen sich die Stecker schon nach kurzer Zeit deutlich, wenn ich unseren Kompressor für die Reifen anwerfe um den Luftdruck zu erhöhen und der zieht "nur" 15 bis 20 Amprere!

Anzeige vom Forum


suennele am 05 Mai 2017 00:02:08

Hallo,

Siehe --> Link
ist ähnliches Problem, gleiche Ursache. Hoher Strom reduziert mögliche Ah.

Allzeit sichere Fahrt.
Lg

ARuhl am 05 Mai 2017 08:29:03

Guten Morgen,

Danke für die schnellen Antworten. Ich habe jetzt gerade auch noch mal mit Büttner telefoniert.

Die Antwort stellt für mich den Sinn des Batteriecomputers in Frage.

Der Batteriecomputer zeigt laut Anleitung den die Restkapazität in % an. Jetzt stehen ja 62% bei mir. Also bin ich davon ausgegangen, dass ich noch 62 % nutzen kann. Die Anzeige zeigt laut Beschreibung die Restkapazität wie eine Tankuhr an. Somit sind meinem Verständnis nach noch 62 % zum Nutzen da. Laut der Aussage von Büttner ist das nicht so. Bei 62% wäre und 11,9 V wäre jetzt alles leer.

Macht das einen Sinn, wenn es wie eine Tankuhr sein soll?

willi_chic am 05 Mai 2017 08:49:42

ARuhl hat geschrieben:Macht das einen Sinn, wenn es wie eine Tankuhr sein soll?

ja

wenn die Tankuhr Deines Autos sagt da sind noch 30 Liter drin kommst Du
- bei sparsamer Fahrweise auf der Autobahn noch 300 km weit
- im Gelände vielleicht noch 120 km....

die Kapazitätsangabe von Bordbatterien ist meist für C100 bei Entladeschlußspannung von 1,8 V/Zelle definiert, also bei Deinen 190 Ah wärem das 1,9 A Entladestrom
1300W sind rund 120 A, also Entladung mit C2, und da liegt die Nennkapazität Deiner Batterie etwa bei noch 100 Ah (nagelt mich bitte nicht auf die 2. Nachkommastelle fest, ich hab die Batterie noch nie gesehen...)

Batterien sind angewandte Elektrochemie, und die chemischen Prozesse funktionieren nicht unendlich schnell, was dazu führt daß die Energiewandlung Zeit braucht, und deshalb die Spannung erstmal in die Knie geht.

also: Tankuhr ja, aber bitte die Randbedingungen kennen und beachten

grüße klaus

xbmcg am 05 Mai 2017 09:33:06

Wenn Dich das so verwirrt, dann stell eine kleinere Kapazität ein (statt der 190Ah stellst Du die nutzbare Kapazität von 90Ah ein)
Dann zeigt Deine "Tankuhr" auch 0% an, wenn der Tiefentladeschutz anspringt.

Es nützt nichts, die tollsten Messinstrumente zu verbauen, wenn man die Messwerte nicht interpretieren kann.

Du weißt schon, dass AGM Batterien eine Nutzkapazität von 50% der Nennkapazität haben?
Wenn sie tiefer etladen werden (was natürlich möglich wäre), dann sinkt ihre Lebenserwartung dramatisch.

Deine "Tankuhr" zeigt die Batterie-Kapazität an und nicht die nutzbare Kapazität. Die Unterscheidet sich von Batterietyp zu Batterietyp.
Die Spiralzellen-AGM kannst Du bis auf 30% entladen und LiFeYPO4 bis auf 20%, ohne dass sie Schaden nehmen.

Hättest Du GEL Batterien, würde Dein Tiefentladeschutz noch früher anspringen, wenn Du den Wechselrichter nutzt, weil die GEL
Akkus einen höheren Innenwiederstand haben und die Spannung deshalb unter Last stärker einbricht.

xbmcg am 05 Mai 2017 09:53:08

ARuhl hat geschrieben:Wann ist eine Batterie voll und wann ist eine Batterie leer?


Eine 100Ah AGM Batterie ist voll, wenn sie geladen wird und dabei der Ladestrom auf unter 1A sinkt, die Ladeschlussspannung 14.8V erreicht ist und für 2 Stunden
gehalten wird. Danach kann die Batterie mit 13.8V dauerhaft einer "Erhaltungsladung" ausdesetzt werden, der Ladestrom ist dann fast 0A.

Wenn man alle Ladegeräte und Verbraucher abschaltet und die Batterie nach 2-3 Stunden misst, hat eine volle AGM-Batterie 12.8V.
Wenn man nicht so lange warten will, kann man auch kurz einen starken Verbraucher einschalten (wenige Sekunden), um die Oberflächenspannung vom Laden
zu eliminieren und eine ordentliche Messung vorzunehmen.

Eine AGM Batterie ist "leer" im Sinne der 50% Regel (Siehe oben), wenn Sie OHNE Last eine Spannung von 11.8V hat. Jedes 0.1V dazwischen entspricht in etwa
10% der nutzbaren Kapazität - bei einer 100Ah Batterie wären das 5Ah Beispiel: Du misst ohne Verbraucher 12.4V, das entspricht in etwa eine Rest-Kapazität von 30Ah.
Wenn Du 2 100Ah Batterien hast, würdest Du also 60Ah Restkapazität haben / 40Ah verbraucht haben.

Das Problem ist die Messung ohne Last. Die "Tankuhr" zählt die verbrauchten Ah und kann Dir auch unter Last den Füllstand anzeigen.

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

EBL und Wechselrichter gehen in den Unterspannungsschutz
Wahl eines Ladeboosters - Büttner MT-LB 45
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt