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Bretagne und Normandie, Kuzbericht über Erfahrungen 05,06,17


Alter Hans am 06 Jul 2017 19:02:22

Von Anfang Mai bis Ende Juni 2017 hatten wir mit unserem kleinen Reisemobil Nordwestfrankreich auf National- und Nebenstrassen bereist mit Schwerpunkt an den Küsten. Von Nantes bis Etretat. Vom Allgäu aus ca 4000 km Rundreise. Summe der Mautgebühren auf Autobahnen ca 30 € (Klasse 2).
Wir waren fast ausschliesslich auf Campingplätzen (öfters mit ACSI).Durchschnittspreis pro Nacht ca 18 €, meist mit Strom.
Neben den in den Campingführern ACSI und ADAC genannten Plätzen gibt es noch rel. viele Cp daneben, nicht immer betreut und auch mal ohne Strom und Wasser (also eigtl. ein Stellplatz)
Es gibt an den Küsten sehr viele Cp, meist schön und günstig gelegen, Sanitär etwas spärlich, häufig nicht nach Frau/Mann getrennt, oft unpraktisch, aber meist einigermassen sauber. Alle Parzellen waren recht groß (80-100 m²). Strom fast immer auf 6 A begrenzt und recht teuer (3,50 bis 6 €/Nacht).
An touristischen Brennpunkten abends öfters ganz voll belegt. Aber überall Ausweichmöglichkeiten durch viele Stellplätze und viele Möglichkeiten frei zu stehen; allerdings fast nie direkt am Meer.
Das Campingpersonal war fast immer sehr freundlich und sprach sehr gut Englisch und manchmal etwas Deutsch.
Vor allem in der Bretagne häufig gepflegte pools am Platz. Brötchenservice überwiegend vorhanden.
In Städten öfftl. Nahverkehr zum Zentrum ausreichend und preiswert. Fahrradfahren hier war uns nicht angenehm. Ebenso nicht auf den D Strassen über Land. Getrennte Radwege gibt es nicht oft.
Wunderschöne Klippenwege für Wanderer.
Der Fahrstil in F hatte uns gut gefallen: nicht übermässig schnell, sehr wach, rücksichtsvoll und meist rel. wenig Verkehr. Das Strassennetz in ordentlichem bis guten Zustand. Manchmal schmal (auch Nationalstrassen), aber nicht so wie in Cornwall. Mitunter km weit kerzengerade mit vielen Kuppen und Mulden da Strassenbau mit minimalen Erdbewegungen ausgeführt wurde. Dadurch häufig schlechte bis keine Sicht auf den Gegenverkehr. Das wird entschärft durch entsprechende durchgezogene Linien auf der Fahrbahn die unbedingt beachtet werden sollten. Sehr gute Wegweisung, auch zu Cp.
In Tourismusgegenden Infrastruktur gut, auf dem freien Land oft sehr ärmlich und aussterbend. Dort auch kaum Möglichkeiten zu tanken oder einzukaufen. Wir tankten immer an Supermärkten (viel billiger) und bezahlten mit Visa oder Mc problemlos. Scheckkartengebrauch ist in Frankreich häufiger als bei uns in BrD.
Die Menschen waren überwiegend freundlich und hilfsbereit. Touristen neben Franzosen sehr viele aus GB und NL.

Soviel mal für heute.


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Energiemacher am 06 Jul 2017 19:20:26

Hallo Hans,

wir waren vor ein paar Tagen auch an der Normandieküste unterwegs von Le Treport - Mont Saint Michelle, allerdings hatten wir nur 8 Tage Zeit. :-)

Auch Mont Saint Michelle konnten wir nicht bei Sonne sondern (tagsüber) nur im Regen ablichten. Am Abend jedoch sind wir nochmal aufgebrochen und konnten ohne viel Gedränge die Insel in Ruhe und trocken besichtigen.








Grüße
Thorsten


PS: Ich bin schon etwas neidisch auf deine Reisedauer :wink:

Julia10 am 07 Jul 2017 08:47:07

Hallo Hans,

danke für die sachlichen, kurz und bündig zusammengefaßten Informationen :) :) :)


Julia

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kedi3001 am 07 Jul 2017 08:51:06

Hallo Hans,

vielen Dank für die interessanten Tipps, die für uns sehr wertvoll sind.
Schön, dass Du so viel Zeit hattest, alles zu erkunden.

LG
Conny

Alter Hans am 07 Jul 2017 17:07:24

Zweiter Teil,
Thorsten, den Abend hatten wir auch genossen.
hier mein Foto - ohne Stativ aufgenommen.



Nun weitere Infos:
Strassen: In Ortschaften nervig durch viele brutale Höcker quer über die Strasse um v=30 km/h zu erzwingen (das klappt gut), viele Fahrbahnverschwenkungen und -verengungen. Viele Kreisel, aber recht große. Zu den vernünftigen, von unseren abweichenden, Blinkregeln wurde in anderem Faden viel geschrieben.
Rushhour regelmässig um 12 Uhr herum, nachmittags ab 15/16 Uhr.
Strassenkarten neben Navi waren zur Planung erforderlich. Beim Navi sind die hinterlegten Karten ein wenig schlechter als in BRD. Wir fuhren mit 1:700.000 sowie Michelinblättern 1:200.000 für die ganz kleinen Strassen.
Einkaufen:
Supermarktketten gibt es schätzungsweise 10 verschiedene von unterschiedlicher Qualität. Einige Läden waren zwar groß und mit gutem Sortiment, aber in traurigem Zustand. Preisniveau ähnlich BRD. Gemüse- und Obstqualität nur als Bioprodukte gut. Sonst manchmal sehr mässig.
Es gibt aber spezielle Frischemärkte dafür. Käseeinkauf ein Genuss. Wurst dagegen kaum und die billigen "Maschinen"baguettes aus den Supermärkten fanden wir grausam. Beim Bäcker kauften wir "Baguette traditionelle", "B.artisanale" oder Bio. Die schmeckten. Ein ganz spezieller Tip: fleur du sel von SergE De Lettre aus Guerande (das teure). Wusste nicht dass Salz so gut schmecken kann. Auch gibt es wunderbare Plätzchen, rel. zuckerarm: "Galettes".
Beim Weinkauf in der Preisklasse 3,5 bis 5 € taten wir viele Missgriffe in den Supermärkten.
Natürlich Meeresfrüchte in großer Auswahl und fast überall. Leider kann ich dazu nichts sagen.
Restaurantbesuche qualitativ sehr unterschiedlich (bei unterem Preisniveau). Da war aber dreimal wirklich gutes dabei. Service immer sehr gut. Bezahlt wird idR am Tresen.
Diesel 1,10 bis 1,18 €/l bei Supermärkten. Sonst teilweise über 1,30.
Maut auf Autobahnen Klasse 2 (Womo mit H kleiner 3m) ca 15 Ct/km.

Wenns jemand hilft freuts mich.
Viel Spass in Nordwestfrankreich!

leoline am 07 Jul 2017 20:17:14

Danke Hans, das war wirklich sehr informativ! Gut und übersichtlich zusammengefaßt, das kann man sich merken. Steht noch auf unserer todo-Liste. ;D

AngeloMichel am 07 Jul 2017 21:53:35

Komme auch gerade von drei Wochen Burgund, Perigord, Bretagne und Normandie zurück.
Die im Beitrag genannten Hinweise fassen es recht perfekt zusammen, danke nochmal dafür.
Ich bin froh, nicht in der Hauptsaison reisen zu müssen - das wird bestimmt auf vielen CPs eng.
Vielleicht noch als Ergänzung: Zumindest in der Vorsaison haben viele CPs bzw. deren Betreiber Mittagspause von 12 bis meist 15 Uhr.
Oft hängt ein Schild an der Rezeption - sinngemäß: Wenn Rezeption geschlossen, bitte einen freien Platz suchen und sich einrichten ("installer").
Und dann halt zur genannten Öffnungszeit anmelden. MANCHMAL aber ist die Schranke zu, und man steht baum- und schattenlos davor.
Im ACSI-Katalog sind oft die Hinweise über die Zeiten angegeben. Bitte ggf. beachten!

Und noch ein gewaltiger Unterschied - vor allem in Bretagne und Normandie - zu unseren Kreiseln in D:
Ich habe selten so schöne und gepflegte Kreisel, oft mit herrlichem Baumbestand, gesehen. Ein- zweimal bin ich ein paar Mal rumgefahren, alleine zum Anschauen (war aber auch seeehr wenig los). Wenn ich mir dagegen manche Kreisel bei uns anschaue..... Schotterflächen!
Gruß
AngeloMichel

Ganzalleinunterhalter am 08 Jul 2017 22:46:01

Danke Hans für die treffende Zusammenfassung Deiner Frankreichtour

AngeloMichel hat geschrieben:.
Ich bin froh, nicht in der Hauptsaison reisen zu müssen - das wird bestimmt auf vielen CPs eng.

Letztes Jahr 3 Wochen in der Hauptsaison zwischen Camaret sur mer und Mont Saint Michel unterwegs - nur einmal einen CP mit " Complet" Schild erwischt. Ansonsten immer freie Plätze gefunden.

Alter Hans am 09 Jul 2017 11:32:43

Weitere Ergänzung:
Jährliche Öffnungszeiten der Cp häufig nur Anfang/Ende April bis Ende September! Also Vorsicht bei Planungen von Herbstreisen.
Ganzjährig geöffnet hatten wir nur einen Platz angetroffen und der war in den Vogesen.
Wir hatten 18 Cp in Bretagne und Normandie besucht, sowie 9 Plätze bei Hin- und Rückfahrt durch Elsass, Burgund, Loiretal. Einige weitere angeschaut.
Im Ganzen gesehen waren wir sehr zufrieden mit den Cp.

Fazit der Reise: sehr schön mit herrlichen Landschaften, viel Bauernland mit riesigen Monkulturen, aber gut bewirtschaftet, viele schöne Rinder im Freien, Kathedralen, Meeresküsten und interessanten (kleineren) Städten. Pannen- und unfallfrei mit sparsamen Dieselverbrauch (8,4 l/100 km). Auch der Lebensunterhalt war nicht besonders teuer.
Wetter meist hervorragend schön. Einige Tage sehr heiss. Viele Menschen hatten schon im Meer gebadet.
Weitgehend entspanntes Fahren möglich trotz der nervigen Ortsdurchfahrten. Viele kleine Strassen auf max 3,5 t beschränkt.
Da wir kein Smartphone o.ä. besitzen (den Laptop hatten wir nur drei oder viermal angeworfen obwohl auf vielen Plätzen -oft freies- WLan vorhanden war), hatten wir auch keine Apps zur Verfügung. In unserem Alter steht das auch nicht mehr auf der Prioritätenliste.
Das Navi wollten wir dagegen nicht missen.

Sehr empfehlenswerte Gegend fürs Womoreisen!

Heraline am 09 Jul 2017 15:17:18

Komme auch gerade zurück (3 Wochen - hauptsächlich Gegend Côte d'Armor).

Das mit dem Salz aus Guerande kann ich nur ganz dick unterstreichen! Habe deswegen letztes Jahr extra die Salzfelder eingeplant und angeschaut. Aber nicht nur das fleur de sel ist klasse sondern auch das ganz normale in den blauen Steuern! Und ebenfalls ja: auch ich hab nicht gewusst, dass Salz so gut schmecken kann!

Connie

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