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Wie weit darf ich meine Versorgungsbatterie entladen?


HolidayOnWheels am 15 Sep 2017 10:19:08

Ich rüste die Tage mein Wohnmobil von einer 90Ah Batterie auf 2x 100Ah auf. In meinem TEC-Wohnmobil gibt es eine Anzeige, die über 4 LEDs den Ladezustand anzeigen kann.
Nun die Fragen:
1. Wie weit darf ich meine Batterien maximal entladen, ohne dass sie vorzeitig altern/beschädigt werden etc? Es handelt sich hier um 2x 100Ah AGM-Nassbatterien mit max. 750 Zyklen.
2. Kann ich die LED-Anzeige überhaupt sinnvoll zur Ladestandsanzeige nutzen, wenn vorher eine 90Ah angeschlossen war?
3. Welche Kapazitätsanzeige macht hier alternativ Sinn und wer kann mir hier ggfls. etwas leicht zu Installierendes empfehlen?

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rkopka am 15 Sep 2017 10:33:42

HolidayOnWheels hat geschrieben:Ich rüste die Tage mein Wohnmobil von einer 90Ah Batterie auf 2x 100Ah auf. In meinem TEC-Wohnmobil gibt es eine Anzeige, die über 4 LEDs den Ladezustand anzeigen kann.
...
1. Wie weit darf ich meine Batterien maximal entladen, ohne dass sie vorzeitig altern/beschädigt werden etc? Es handelt sich hier um 2x 100Ah AGM-Nassbatterien mit max. 750 Zyklen.

50% ist die allgemeine Aussage.

2. Kann ich die LED-Anzeige überhaupt sinnvoll zur Ladestandsanzeige nutzen, wenn vorher eine 90Ah angeschlossen war?

Ja. Die mißt einfach nur die Spannung und die ändert sich ja nicht.

3. Welche Kapazitätsanzeige macht hier alternativ Sinn und wer kann mir hier ggfls. etwas leicht zu Installierendes empfehlen?

Kommt auf die Geldbörse an. Die HK Exello(?) sind billig und geben eine Anzeige über Funk. Wenn es etwas genaues, verläßliches sein soll, muß man teurer kaufen.

RK

Heimdall am 15 Sep 2017 10:38:39

1. Bis ca. 50%. Leider hast du keine BleiCrystal Batt. oder LiFeYPo gekauft die könntest du bis 100% entladen.
2. Diese LED Anzeigen sind nur "Schätzeisen",
3. Batteriecomputer z.B. von Votronic, Victron, Büttner usw.

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xbmcg am 15 Sep 2017 10:50:45

1.) je weniger, je besser - du DARFST die Batterien entladen bis der Tiefentladeschutz im EBL sie ausschaltet - das wäre so be i 40-50% der Kapazität je nach Entladestrom.
2.) Nein, die LED sind sinnlos, wenn sie Gelb anzeigen, ist die Batterie schon fast leer, und kurz darauf kommt rot und das EBL schaltet aus.
3.) es gibt viele Batteriemonitore, die die geladene und verbrauchte Energie zählen, vorausgesetzt der Shunt ist an der richtigen Stelle verbaut und die eingestellten Parameter korrekt.

Zu den komerziellen Produkte käme noch der BluBattery / BluSolar aus dem Forum dazu, eine einfache Spannungsanzeige reicht nicht aus - sie funktioniert als Indikator nur bei Batterien in Ruhe (ohne eingeschaltete Verbraucher oder Ladequellen). Die Batteriemonitore sind da genauer, aber auch nur so gut, wie man sie einstellt. Die Batterien verlieren ja langsam an Kapazität, so dass statische Werte für die Nennkapazität auf Dauer ungenauer werden.

HolidayOnWheels am 15 Sep 2017 11:08:00

Kk die 40-50 Prozent wären doch dann nicht unbedingt ein Problem oder? Also wenn der EBL sowieso abschaltet ?

reisemobil.online.cx am 15 Sep 2017 11:12:31

Hallo "HolidayOnWheels",
eine Anzeige, die über 4 LEDs den Ladezustand anzeigen kann reicht nicht aus. Investiere in eine Anzeige mit mindestens einer Nachkommastelle, das muss nicht teuer sein. Alternativ, wenn du kein weiteres Anzeigepanel mit eventuell erforderlichem Loch im Möbelbau willst, gibt es auch Bluetooth Lösungen --> Link . Wenn die Anzeige bei Belastung (Licht/TV) 12,0V steht ist Stromsparten angesagt.

Gruß Michael

mv4 am 15 Sep 2017 11:16:41

die 50% sind nicht das Problem... die 40% schon... in beiden Fällen sollten die Batterien auch schnellstens nachgeladen werden. Je tiefer du die Batterien entlädst desto kürzer wird ihre Lebenszeit.

und wie Michael schon schreibt... ein Voltmeter ist immer gut. Damit gibt es kein Rätselraten mehr.

Nögel am 15 Sep 2017 15:50:26

Zu Erfassung der Daten würde ich das BlueBattery --> Link empfehlen.

Hiermit kannst Du die Batterie-Einspeisung, den Ladezustand, sowie die Solareinspeisung erfasst.

Neben den aktuellen Stand, werden die Tageszusammenfassung mit höhst und tiefs Werten angezeigt.
Und alles wird als Griffig von den letzten 30 Tagen auf dein Handy dargestellt.

xbmcg am 15 Sep 2017 17:19:24

Die 40% schafft man bei schleichender Entladung der AGM Batterie, bevor das EBL anschaltet (z.B. wenn man eine LED-Lampe aus versehen brennen läßt nach dem Abstellen).
Da der Strom sehr klein ist, bricht die Spannung der Batterie sehr wenig ein und sie wird tiefer entladen, als z.B. beim Einsatz eines starken Verbrauchers beim Campen
(Heizung / Wechselrichter). Dann schaltet das EBL viel früher ab.

Du solltest nicht warten, bis die Batterie 50% erreicht hat, bevor Du nachlädst - AGM Batterien haben kein Memory-Effekt, Du kannst sie jederzeit wieder laden.

rodiet am 15 Sep 2017 17:24:55

Ich habe BlueBattery seit einer Woche im Einsatz und bin voll zufrieden damit.

PS: Mit BlueBattery konnte ich feststellen, das eines von meinen beiden Solarpanelen schwächelt. Ersatz besorgt und nun ist alles wieder i.O.

fattony am 15 Sep 2017 19:04:53

reisemobil.online.cx hat geschrieben:eine Anzeige, die über 4 LEDs den Ladezustand anzeigen kann reicht nicht aus. Investiere in eine Anzeige mit mindestens einer Nachkommastelle, das muss nicht teuer sein.

Genau, ich habe mir z.B. dieses Teil eingebaut: --> Link
Voltmeter und 2x USB-Steckdose in einem, funktioniert einwandfrei :top:

Rockerbox am 15 Sep 2017 20:00:49

Das ist - mit Verlaub - aber auch nicht viel mehr als ein "Schätzeisen" ..... um eine einigermaßen vernünftige Aussage zum Lade- / Entladezustand der Batterie zu haben kommt man um einen Batteriecomputer mit Shunt nicht herum. Und die kosten auch nicht mehr die Welt.

thomas56 am 15 Sep 2017 20:20:22

Rockerbox hat geschrieben:Das ist - mit Verlaub - aber auch nicht viel mehr als ein "Schätzeisen"

Meins hatte eine Abweichung zur Batteriemessung von 0,1V. Das kann man noch ohne Taschenrechner hinkriegen. Jedenfalls hatte ich meine Spannung auch während der Fahrt immer immer unter Beobachtung.

Rockerbox am 15 Sep 2017 20:31:39

thomas56 hat geschrieben: Jedenfalls hatte ich meine Spannung auch während der Fahrt immer immer unter Beobachtung.


Und was sagt dir der Spannungswert während der Fahrt über den Ladezustand der Batterien?

fattony am 15 Sep 2017 20:32:49

Rockerbox hat geschrieben:Das ist - mit Verlaub - aber auch nicht viel mehr als ein "Schätzeisen"

Das kann ich - mit Verlaub - so nicht stehen lassen :)
Es ging um die Anzeige der Spannung für wenig Geld, und das macht das Teil absolut zuverlässig (mit einem Multimeter verglichen).

Das ganze gibt es auch noch mit farblicher Abstufung, für alle die mit dem angezeigten Wert nicht viel anfangen können: --> Link



Wer ganz genau wissen will wie viel er seiner Batterie entnommen und nachgeladen hat, der kommt natürlich nicht um einen Batteriecomputer mit Shunt herum, aber wenn man das dann nicht selbst einbauen kann dann ist man beim Händler schnell mit mehreren hundert Euro dabei. Wer aber nur mal 1-2 Nächte autark steht, der braucht ja nicht immer das volle Programm um den Ladezustand ablesen zu können...

Rockerbox am 15 Sep 2017 20:36:01

Was hatte ich geschrieben?
Und wie lautete die Frage des TE?

Ich zitiere mich selbst gern nochmal:
Das ist - mit Verlaub - aber auch nicht viel mehr als ein "Schätzeisen" ..... um eine einigermaßen vernünftige Aussage zum Lade- / Entladezustand der Batterie zu haben kommt man um einen Batteriecomputer mit Shunt nicht herum.

Ich sprach nicht von einer Spannungsanzeige!

Aber egal, soll jeder machen wie er will.

rkopka am 16 Sep 2017 13:59:08

Wenn wir schon bei "genau" sind. Wie brauchbar ist die Anzeige eines BC eigentlich ?

Ich habe den billig Exello und der zählt einfach die Ah rein und raus. Damit habe ich jeden Tag mit Ladung etwa 10Ah mehr am Abend als vorher. Ladung einer vollen Batterie, die verpufft ? Ladeverluste ? Da der Shunt direkt an der Batterie hängt, sollten andere Verbraucher/Lader ja keinen Unterschied machen, da alles darüber geht. Auch eine Ungenauigkeit des Shunts wäre egal, weil die +- gleich sein sollte. Höchstens noch, wenn die Elektronik +- unterschiedlich genau mißt. Mir reicht es im Moment um im Urlaub Entladung am Abend und Ladung am Tag zu vergleichen um ein mögliches Problem zu erkennen. Aber der Prozentwert bringt mir fast nichts.
In einer anderen Diskussion kam ein BC vor, der einfach bei einer gewissen Spannung die vorhandene Ladung auf den eingestellten Sollwert setzt. Dafür bei 70% der Ladung plötzlich abschaltet, evt. weil die Batterien schon hin sind. Das ist ja sicher auch nicht unbedingt präzise, aber wohl eine einfache Lösung.
Bessere BC rechnen wiederum auch die Selbstentladung mit.

RK

Solarcomputer am 15 Nov 2017 03:14:31

rkopka hat geschrieben:Wenn wir schon bei "genau" sind. Wie brauchbar ist die Anzeige eines BC eigentlich ?

Das hängt von vielen Parametern ab. Grundsätzlich weicht die Genauigkeit mit der Zeit ab. Ein BC synchronisiert sich immer auf die letzte Vollladung. Die Volladung kann recht zuverlässig anhand der Ladespannung und des zugehörigen Stromes erkannt werden. Die folgende Entladung ist dann in der ersten Zeit recht genau, driftet aber mit den Tagen langsam weg sofern keine Volladung zwischenzeitlich erfolgt ist (also mehrere trübe Tage ohne Landstrom und Fahren). Als Daumenregel würde ich maximal 5% Abweichung pro Tag annehmen. Mit genauen Einstellungen (zB Peukert-Faktor, Ladeeffizienz, etc.) kommt man etwas besser hin.

Das grössere Problem ist der Langzeitdrift. Der BC muss einen recht grossen Messbereich erfassen können, aber dennoch bei zB im Standby-Betrieb (wenn kaum Verbraucher an sind) den Null-Strom erfassen können. Weicht dieser Null-Strom (Offset) zB um 0,1 A ab, so sind das pro Tag 2,4 Ah als Fehler. Steht jetzt das Wohnmobil zB 4 Wochen ohne Ladegerät, so kann dieser Fehler schnell einen Grossteil der Batterieladung Bedeutung. Der Fehler kann in - oder + Abweichen, sodass die Batterie entweder "magisch" ge- oder entladen werden. Daher ist es wichtig dass dieser Null-Strom genau abgeglichen ist. Ich hatte zB einen Marken-BC bei mir vorher eingebaut und der Null-Strom hat sich dann zwischen Sommer und Winter Temperatur bedingt stark verschoben. Somit war die Anzeige im Winter ohne weiteren Abgleich für mich unbrauchbar geworden. Das war dann auch der Startschuss für die Entwicklung von BlueBattery. Dort habe ich eine magnetische Strommessung (statt eines Shunt-Widerstandes, der temperaturabhängig arbeitet) und die Abweichung in meiner Gefriertruhe -22 Grad zu +30 Grad ist zu vernachlässigen :)

rkopka hat geschrieben:Ich habe den billig Exello und der zählt einfach die Ah rein und raus. Damit habe ich jeden Tag mit Ladung etwa 10Ah mehr am Abend als vorher. Ladung einer vollen Batterie, die verpufft ? Ladeverluste ?

Nun, das ist eben nicht nur einfach addieren und subtrahieren. Beim Entladen schlägt der Peukert-Effekt zu, d.h. die Ladungsabnahme (Restkapazität) hängt von der entnommenen Stromstärke ab. Auf der anderen Seite ist das Laden auch nicht ideal, hier geht ein Teil des Ladestroms in Wärme und "Gas-Aufspaltung" über. Der Ladewirkungsgrad ist also nicht 100%, sondern etwas darunter, üblich ist bei neuen AGM Batterien ca 95%, bei LiFePo4 sind es 98%. Beide Effekte zusammen machen durchaus 10Ah pro Tag aus, da ist dann die Genauigkeit eines einfach Zählers schnell schlechter als 10% pro Tag, bei einem starken Strömen, zB Wechselrichter, schlägt der Peukert-Faktor erheblich zu, sodass das Ergebnis dann vollkommen unbrauchbar wird.

Viel Sonne
Kai

thomas56 am 15 Nov 2017 08:44:19

Solarcomputer hat geschrieben: bei einem starken Strömen, zB Wechselrichter, schlägt der Peukert-Faktor erheblich zu, sodass das Ergebnis dann vollkommen unbrauchbar wird.


werden denn die Ladegeräte dadurch irgendwie beeinflusst, oder ziehen die ihr Programm wie gewohnt durch?

fattony am 15 Nov 2017 08:49:07

Ich bestimme meinen Ladezustand ja bisher nur über die (Ruhe-)Spannung und hab mich dabei bisher immer an diese Grafik gehalten:



Bei GEL würde eine Entladung von 50% demnach 12,3V entsprechen, und daran versuche ich mich zu halten.

Wie genau die ist kann ich aber natürlich auch nicht beurteilen...

jochen-muc am 15 Nov 2017 09:20:05

Was ist ein Shunt ?

Lancelot am 15 Nov 2017 09:21:48

jochen-muc hat geschrieben:Was ist ein Shunt ?

--> Link)
:)

marlboroman am 15 Nov 2017 09:46:15

Lancelot hat geschrieben:--> Link)
:)



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Trashy am 15 Nov 2017 10:03:18

Ein Shunt ist ein niederohmiger elektrischer Widerstand, der zur Messung der elektrischen Stromstärke verwendet wird (Messwiderstand). Der Strom, der durch einen Shunt fließt, verursacht einen zu seiner Stärke proportionalen Spannungsabfall, der gemessen wird.

Direkt verlinken geht wohl nicht.
Also kopieren.

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=5&cad=rja&uact=8&ved=0ahUKEwjnss2ukMDXAhWCfRoKHTKkCacQFghAMAQ&url=https%3A%2F%2Fde.wikipedia.org%2Fwiki%2FShunt_(Elektrotechnik)&usg=AOvVaw0ICrDLrRa8nMjzaZc-yYtd

rkopka am 15 Nov 2017 10:41:09

--> Link (es war nur die Klammer verrutscht)

Die oben erwähnte magnetische Strommessung geht von den Magnetfeldern aus, die der Strom erzeugt, was den Vorteil hat, daß viel weniger Wärme am Meßelement abfällt. Stichwort Hall-Sensor --> Link.

thomas56 hat geschrieben:werden denn die Ladegeräte dadurch irgendwie beeinflusst, oder ziehen die ihr Programm wie gewohnt durch?

Normalerweise gehen die Ladegeräte nur über die Spannung und nebenbei manchmal noch über die Zeit als Begrenzung. Solange sie nicht wirklich die geladene Kapazität messen und miteinbeziehen, ist das egal.

RK

Lancelot am 15 Nov 2017 10:50:41

marlboroman hat geschrieben:Suche nach „Shunt (Elektrotechnik“ in anderen Artikeln.

... oder dort drauf klicken ...

Solarcomputer am 28 Aug 2019 10:36:32

Zur Info hier der Spannungsverlauf eines Solartages. Hier sieht man gut, dass eine Spannungsanzeige zu einem beliebigen Zeitpunkt des Tages schwer zu deuten ist. Wogegen der Tagesverlauf der Spannung schon etwas mehr an Information bereit hält. Dagegen ist die anzeige des SOC doch erheblich einfacher abzulesen:

Spannungsverlauf:


Solarstrom:


Ladestand SOC (190 Ah = 100%)


☀️Kai

Daten sind mit BlueBattery D1 aufgezeichnet --> Link

HollandSued am 30 Aug 2019 11:20:59

Guten Morgen

Hoffe ich bin mit meiner Anfrage bei dem Thema halbwegs korrekt gelandet...

Bei mir im WoMo ergibt sich die folgende, für mich nicht erklärbare, Situation:

WoMo (verbaut ist 2x100Wp in Reihe, Victron MPPT 75/15, BMV712, IP22 und 220AH Gel mit Bj 03/2018.) steht aktuell in der Halle und hat nur recht wenig Licht durch vereinzelte, halbwegs transparente Dachplatten beim Bauern. Also was damit im Grunde zu vernachlässigen ist.

Die ganze Elektrik und die "stillen Verbraucher" verursachen wohl eine Entnahme von (gestern geprüft) 83Ah innerhalb 21 Tagen.
Wären 3,95 Ah/d = 0,165 AH/h = 0,17Ah/d - was durchaus im Rahmen des üblichen liegen dürfte?! (Oder??)

Da ist dann Standby vom Radio, EBL und den HydStützen wohl für verantwortlich. Seit den Stützen ist es mehr geworden, was ich aber durch den Einbau eines Batterietrennschalters abstellen möchte.

Was mich an dieser Sache nun irritiert ist, daß die Spannung innerhalb dieser 21 Tage von den üblichen 12,8V auf 12,15V absackt, obwohl lediglich nur etwas mehr als 1/3 (37,7%) der NennKapa "verbraucht" sind.

Liege ich falsch in der Annahme, daß sich doch bei diesen konstant geringen Verbräuchen die Spannung nicht wirklich "bewegen" sollte?!
Normalerweise knickt diese doch eher bei kurzen, hohen Strömen ein und pendelt sich anschließend wieder auf höhere Werte ein....
zB liegen 12,8V an, die E&P legt los und zieht beim einfahren mal schlappe 65-80Ah für Sekunden, die Spannung geht auf 12,4/12,5/12,6 runter und sobald die E&P dann "fertig ist", geht der Volt Wert wieder auf 12,8V...

Also warum / wodurch ist es nun so, daß bei ca 1/3 Entnahme die Voltzahl im Keller ist?!

Würde mich freuen, wenn man mir diesbzgl mit einer "nichtelektrikerverständlichen" Erklärung gedanklich weiterhelfen könnte :-)

Vorab DANKE schön.

thomas56 am 30 Aug 2019 11:37:29

Ich denke du gehst von einer 100% Batteriekapazität aus aus und wenn die Batterie nicht gerade nagelneu ist, wird sie keine 100% mehr haben. Wenn dem so ist,
verschieben sich natürlich auch die Prozente der Entnahme und die 83% sind nicht mehr nur knapp 1/3!

Solarcomputer am 30 Aug 2019 15:32:53

Deine Rechnung ist soweit nachvollziehbar, nur bei den Einheiten hast du dich etwas vertan:

83 Ah in 21 Tagen sind 3,95 Ah pro Tag.
Ein Tag at 24 Stunden (h), daher:
3,95 Ah / 24 h = 0,165 A (also ein Strom, keine Ladung).

Das Problem ist jetzt, dass die gemessene Spannung keine Ruhespannung ist, denn dazu müsstest du alle Leitungen kappen und 1 Stunde warten.
Das nächste hat Thomas bereits angesprochen, die Batterie hat bestimmt keine 100% Kapazität mehr, von daher liesse sich auch durch die Ruhespannung nicht direkt auf eine Kapazität, sondern nur auf einen Ladestand in % kommen.

Ich denke mal die 83Ah hast du vom BMV abgelesen. Über diesen langen Zeitraum addieren sich auch kleine Messfehler, von daher ist diese Angabe mit einer Abweichung zu betrachten. Gehen wir hier von einer Messabweichung von 50 mA aus, liegt die entnommene Menge im Bereich +/-25 Ah (0,05 A * 24 h * 21). Achtung beim BMV gibt es auch eine Schwellstromeinstellung, damit das Messgeräte auch mal längere Zeit 0 anzeigt, diese liegt üblicherweise bei 50 mA. Damit wäre bei einem impulsartigen Ruhestrom mit Phasen < 50 mA, noch ein weitere Messabweichung möglich. Die Batteriecomputer sind nicht sehr Aussagekräftig bei längeren Beobachtungszeiträumen, da eben kleine Abweichungungen (Drift) sich erheblich auswirken.

Bei der Spannungslage der Batterie ist auch zu beachten, dass eine Batterie eine Selbstentladung hat, je älter je mehr, Blei mehr als Lithium und bei hohen Temperaturen mehr als bei niedrigen.

Am besten du versuchst den Ruhestrom mal direkt zu messen und durch gezieltes Abschalten den einzelnen Verursachern zuzuordnen. Zum Abstellen über längere Zeit würde ich immer einen Hauptschalter bevorzugen, der möglichst alle Systeme trennt. Manche mögen zB den Solarregler aussehen vor lassen, aber in einer dunklen Scheune zieht auch der einen kleinen Ruhestrom.

☀️Kai

HollandSued am 02 Sep 2019 11:40:00

Hallo und Danke für die schnelle Rückmeldungen!

Wenigstens bin ich da nun etwas beruhigter unterwegs; vorher im anderen WoMo mit der Bleikristall Batt war das etwas "übersichtlicher".
Die BK ging da deutlich später in die Knie und hatte bei der Entnahme noch stabilere Voltwerte zu bieten.

Die Gel ist nun aufgeladen und nun reicht das diffuse Licht in der Halle sogar aus um hier und da mal ein paar 0,xx A über die PV einzuschieben, nachdem ich die E&P und DVD/Radio durch herausnehmen der jeweiligen Sicherung (in aktueller Ermangelung eines Batterietrennschalter) aus dem Verkehr gezogen habe.

Nun mal schauen was geht :-)

HollandSued am 26 Sep 2019 08:33:01

Kurz zum Abschluß noch die Info zu Radio und E&P "abklemmen"

Das war schon ein deutlicher Schritt in die richtige Richtung - eine erhebliche Reduzierung des Standby Verbrauchs; dazu noch 12-15° Grad weniger als beim ersten Zyklus.

Zudem jetzt noch einen Batterietrennschalter verbaut und damit hat das Ganze dann de facto ein Ende!
Nun ist die + Zuleitung zur Batt galvanisch getrennt und der Drops ist gelutscht - das Abklemmen im Winter hat damit auch ein Ende gefunden.

Den in "stärker" baue ich nun noch für die StartBatt ein und dann ist auch da alles im grünen Bereich.
Sollte man trotzdem mal kurz aufladen müssen in der Winterpause: Knopf drehen, laden, Knopf drehen :-)


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