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Hallo Freunde, ich habe seit kurzer Zeit ein Problem. Beim WoMo Reisen (permanenter Stromverbrauch) driftet eine Zelle plötzlich langsam nach unten ab, 3 Zellen haben z.B. noch je 3,14V und die 4te geht Richtung UVP (bei mir 2,7V) Was könnte die Ursache sein? cu HJK Welche Zellen?...Welches BMS System? Du musst dein System etwas ausführlicher darstellen, sonst wird das schwierig zu helfen. Ja, da hast Du natürlich recht. Mein System besteht aus 4 300Ah Zellen von Synopoly mit dem 123SmartBMS. Zusammengebaut habe ich es ähnlich den System vom User Jack Schmidt. Desweiteren habe ich einen MPPT Regler von Morningstar, 580 Watt auf dem Dach und einen 3000er Kombiwechselrichter von Victron. Das System, was OVP und UVP "Abschaltung" betrifft funktioniert soweit gut. Eingebaut ist es seit etwa 8 Monaten. Davor habe ich auch eine Initialladung mit Labornetzteil über2 Tage durchgeführt. Soviel also zu meinem Akkusystem. Hallo cu hkj, Du hast doch selbst die Antwort gegeben. Die Zelle ist nicht balanciert. Vermutlich sind alle Ladegeräte so eingestellt, dass das BMS nie ins balancieren kommt. Lösung: Labornetzteil auf 15 V, 0.5 A einstellen und eine längere Zeit nachladen. Grüße, Alf Hallo Alf, ich muss es wohl anders beschreiben. Wenn die Zellen voll geladen sind, sind alle Zellen gleich. Das BMS fängt bei 3,5V an zu balancieren. Alles gut. Nun wird Strom entnommen (z.Zt. kommt so gut wie keine Solarladung vom Dach). die Spannung sinkt. Soweit gut, alle Zellen sind noch gleich. Ab ca. 3,1V Einzellenspannung beginnt die 4. Zelle nach unten abzudriften und zwar bis zur UVP (2,7V) und das System schaltet ab, Ich hoffe, dass ich jetzt die Situation besser beschrieben habe. Wer hat eine Idee? cu Hans Jürgen
Hallo Hans Jürgen, das habe ich schon verstanden. Was die Frage ist balanciert wirklich schon die eine schwache Zelle? Deine Aussage "Sind alle Zellen gleich". Wenn du dir die Ladekurve ansiehst (Winston-Homepage) oder die vielen Ausführungen von Lisunenergie hier im Forum liest, erkennst du, dass sich die Spannung der Zellen beim Laden bis zu 100% praktisch nicht ändert. Woher willst du also wissen, dass die Eine wirklich voll ist? Du musst zur Kontrolle ob Alle voll sind, alle Zellen ins Balancieren bekommen. Das ist es, was ich vorschlug. Erst wenn wirklich auch die "schwache" Zelle beginnt zu balancieren und die Balancerspannung hoch genug ist, sprich wenn sie abgesichert definitiv voll ist. Dann wieder testen. Kannst du sehen, ob die eine Zelle beim Laden balanciert? Vermutlich melden sich hier dazu noch die eigentlichen Fachleute mit eigener Erfahrung ... Grüße, Alf Es kommt auch drauf an, wann die Zelle nach unten driftet: Wenn du 90% entladen hast, kann es durchaus sein, dass die Zellen relativ weit auseinanderdriften. Das wäre fast normal. Wenn du allerdings erst 60% entladen hast und das passiert, dann ist die Zelle defekt. "Woher willst du also wissen, dass die Eine wirklich voll ist? Kannst du sehen, ob die eine Zelle beim Laden balanciert?" Ich habe zum eine eine Android/Bluetooth App, die mir in Echtzeit Gesamt/Einzelzellen Spannung sowie die Stromstärke anzeigt und zum anderen eine Batteriecomputer mit Panel, der das gleiche macht. Deshalb sehe ich immer genau, was momentan los ist. Außerdem haben die Platinen eine LED, die beim Balancieren anfängt zu leuchten! In der Vergangenheit war ja auch alles in Ordnung, sprich wenn überhaupt, dann nie mehr als 2mV Unterschied zwischen den Zellen, die sich dann aber wieder angeglichen haben. Hallo HJ, wie ist denn dein SOC wenn die eine Zelle abfällt? Also wieviel Ah hast Du entnommen? Ich hab zwar keine Sinopoly, sondern Winston, aber wenn die mal leicht driften, dann entweder kurz vor Vollladung oder bei SOC unterhalb von 20% Gruß Thomas
Kannst Du dazu nähere Angaben machen, wie Du das gelöst hast? Du kannst Dir die Spannungen und die Stromstärken der einzelnen Zellen anzeigen lassen? Das würde meinen Spieltrieb wieder ein bischen befriedigen :mrgreen: Gruß Thomas
Hat er doch im Eingangspost beschrieben, er hat das --> Link... LG Peter Hier haben wir mal den klassischen Fall, den ich immer beschreibe. Nicht die gesamte Spannung ist entscheidend, sondern die einzelne Zellspannung. Je nach Zellquallität und Zellhersteller verhalten sich die Zellen im unteren und oberen Bereich unterschiedlich . Man nennt das Spannungssteifheit. Es ist ein Irrtum das alle Zellen gleich sein müssen ! Es geht rein logisch nicht! Man kann zwar die Zellen versuchen anzugleichen und im mittleren Bereich so was von gleich machen ,aber durch kleinste Unterschiede entsteht in den Grenzzonen ein Drift. Es gibt Firmen, die versuchen das Problem mittels aktiven Balancer zu lösen. Aber das funktioniert auch nur sehr begrenzt und kann sogar das Phänomen verschlimmbessern. (Sinnloses hin und her schieben der Kapazität) Lade den Akku bis zur Balancerspannung voll, und warte bis alle Zellen dies erreicht haben. Danach entlade mit ungefähr 0,5 c . Jetzt schaust Du was noch drinnen ist. Ein weiterer Grund kann ein defekter Balancer oder eine schlechte Zellverbindung sein. Wenn Du sehr kleine Verbraucher hast, dann ist bei 3,12 Volt der Akku schon so gut wie ganz leer ! Hier muss mal dringend nachgeladen werden ! Das Bms hat eigendlich Klemmen für festen Draht ! Wie hast du das im Fahrzeug gelöst ? Liebe Grüße sonnentau 3
Das eine Zelle defekt ist halte ich für unwahrscheinlich. Möglich ist auch ein Balancer defekt. • Zuerst Spannung per Hand überprüfen, im geladen zustand und vor UVP. • Um einen Defekt auszuschließen, den Balancer von der vermeidlichen defekten Zelle mit einer guten Zelle tauschen. Geht der Fehler mit? Bei meinen Test (habe davon Berichtet) war der Akku bei 12,82V zu 90% leer. Du schreibst (3x3,14+2,7V) = 12,12V, bei mir waren schon bei 12,4V über 100% entnommen. Ist der Akku auch einfach nur leer? Also erst einmal Danke an der Teilnahme meines Problems. Es scheint zum einen wirklich ein Balancer-Problem zu sein. Das sog. OUT-Board an meinem BMS-System balanciert nicht mehr und hat auch noch andere "Zicken" Ich werde jetzt erst einmal auf Ersatz warten und dann aber auch noch einen Kapazitätstest der betreffenden Zelle machen. Ich werde berichten...
Das stimmt, fester Draht hat im Kfz nichts verloren. Ich habe Litzen genommen und mit den kleinsten Aderendhülse bestückt, die möglich waren.
Das ist interessant. Das werde ich nochmal ganz genau testen. Vielleicht waren die Zellen doch "leerer" als gedacht. Dann muss ich meinen Solarlader mal auf die Finger schauen... cu Hans Jürgen Übrigens, so sah mein Akku kurz nach Zusammenbau aus. Es sind mittlerweile ein paar Änderungen erfolgt. ![]() cu Hans Jürgen Dafür das alle auf meine Kisten geschimpft haben, werden diese sehr oft gebaut ! :mrgreen: Bloss die Art der Verdrahtung ist nicht deine Handschrift! Gibt es da mit gelben/blauen Adernendhülsen steckbare Verbindungen?? Im Foto sieht man das nicht so genau. Fragend, Andreas
Das sind Kabel, die mit 12V-Heizfolien verbunden sind (noch provisorisch). Mein alter "Clou" steht auch im Winter bei sehr tiefen Temperaturen im Freien. Da ich z.Zt. 600 Watt Solar habe und somit auch im Winter etwas Strom in die Akkus fließt, werde ich die Akku über ein Thermostat "anheizen"; so zumindest der Plan. Nötig weil meine Sinopoly-Zellen nicht bei Minus Temperaturen geladen werden sollen.
Hallo Lars, eigentlich habe ich die Kiste selbst geplant. Aber im Prinzip hast Du natürlich recht. Die Grundidee einer Kiste stammt von Dir, dafür vielen Dank. Auch für alles andere hier in der Forumsrubrik für LiFePo4, dass Du (natürlich auch viele andere) hier mit Deinem Einsatz und Wissen zur ersten Anlaufstelle von vielen Menschen gemacht hast, die mit der "neuen" Akkutechnik "schwanger" sind. Das Wissen dass man sich hier holen kann ist eigentlich unbezahlbar! Nochmal - VIELEN DANK! Vielleicht trifft man sich mal irgendwann, ich würde mich sehr freuen. cu Hans Jürgen Hallo Hans Jürgen, Ich versuche ja immer wieder Altagslösungen zu finden,die auch leicht nachzubauen sind. Es freut mich auch wenn dies Nachahmer findet. Vielleicht hast Du auch Lust Erfahrungen über Sinopoly mitzuteilen. Ich kenne zwar einige Unterschiede aber über eine Langzeiterfahrung fehlen mir hier auch die Erfahrungen. Falls Du noch Ersatzteile vom 123 BMS benötigst melde dich . Es ist komplett neu und ich habe es nicht benutzt. Natürlich für die Hälfte des Preises. Noch eine kleine Anmerkung zum Soc der Anzeigen. Durch die großen Shunts ist bei kleinen Strömen keine Messung möglich ! Hier hilft Max die Spannung. Diese sollte 12,5 Volt nicht unterschreiten. Falls Du einen Defekt des Balancer festgestellt hast ,würde ich Dir empfehlen die Akkus noch mal parallel zu schalten. Dort auf 3,7 Volt laden. Das ist die beste Möglichkeit für eine Zellschonende Anpassung.
Darf man ungleich geladene Zellen wirklich paralell schalten? Grüße, Alf Ja wenn nicht gerade eine leer und die andere ganz voll ist . So, heute ist das Balcancer-Board von 123smartBMS eingetroffen. Bei der Gelegenheit habe ich auch festgestellt, dass die beiden Relais auf dem Board jetzt richtig funktionieren; die hatten vorher nämlich auch nicht immer richtig ausgelöst!
Nach meinen jetzigen Messungen, habe ich festgestellt das die Sinopoly Zellen erst bei ca. 12,3V fast leer sind. Ich hatte bei Entladungsströmen zwischen 100A-200A nach 2 Stunden 280 Ah entnommen. Das heisst, die Sinopoly-Zellen haben echte 300Ah, wohin gegen die "Winstons" ja wohl oft ein bisschen mehr haben. Ansonsten kann ich berichten, das während der gesamten Entladung die Zellen total parallel waren (+/- 1mV). Erst ganz am Schluss lief die eine Zelle minimal aus dem Ruder. Ich werde hier nochmal eine Initialladung der Zellen vornehmen. Abschließend möchte ich allen nochmal dringend ans Herz legen, sich eine gute OVP/UVP für die Einzellzellen zu installieren. Ohne diese wäre mir die eine Zelle in den gefährlichen unteren Bereich (bei mir 2,65V) abgedriftet und damit definitiv defekt! Lars (Lisunenergy) betet uns das schon lange vor, wie ich nun weiß - zu Recht! Warum letztendlich meine Zellen so entladen waren, liegt wohl an meinem Solarregler (Morningstar Tristar MPPT), der bei niedrigen Entladeströmen nicht richtig nachlädt. Lars kann dazu mehr berichten... Vielleicht kann er mal die optimalen Einstellungen einstellen :-) cu Hans Jürgen Hi. der Solarregler lädt nicht richtig nach wenn der Entladestrom der Batterie gering ist?! Wie ist das gemeint?
Bei einigen Bleiladegeräten und Solarladeregler kann folgendes passieren : wenn der Regler auf Erhaltungsladung geht benötigt dieser eine eingestellte Spannung um wieder los zu laden.(Under Voltage Reconnect ) Bei Blei ist das kein Problem, da die Spannung schnell absinkt. Bei Lithium ist jetzt folgendes Problem: durch die hohe Ruhespannung und kleiner Verbraucher sinkt die Spannung sehr langsam ab. Der Bleiregler merkt es nicht und der Akku wird sozusagen leer . Erst bei Wechselrichterbetrieb schaltet der Regler wieder zu . Moderne Lifepo4 Regler und Ladegeräte kennen das Phänomen und schalten eher wieder zu, oder haben einen Zeittimer verbaut. Aufgefallen war es bei einem User der im Urlaub seine neue Victron Lifepo4 bei 12,2 Volt mit 100 % am Battmonitor beobachtet hatte. Ah ok, interessant für diejenigen die Lithium Akkus haben aber Ladetechnik für Blei benutzen. |
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