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Hallo Zusammen, ich mache gerade meinen Sprinter "Schlechtwegetauglicher" unter anderem schaue ich was möglichst nicht beschädigt werden sollte bei Furten (Island). Dabei gehts bei meinem WoMo nicht um extreme Furten (geht mit dem Teil ja eh nicht), sondern einfach nur darum dass elektronische Bauteile, natürlich Luftansaugung und Achsen (Manschetten?), Getriebe nicht durch den Kontakt mit Wasser beschädigt werden können. Ich habe für VW T6 diese Getriebeentlüftung gefunden: --> Link ... -kopieren/ Kennt jemand etwas vergleichbares für unsere Sprinter? Wie legt man denn die Achsentlüftung höher? Wo findet man Entlüftungsventile für die Differentialsperre? Wie habt Ihr das gelöst? Oder braust Ihr einfach durch? :-) Bin über alle Erfahrungen und in diesem Fall auch Meinungen :-) sehr dankbar! Gruß, Stefan Entlüftungen höherlegen war schon immer Bastelei, da gibt es kaum fertige Lösungen. Eine Differentialsperre hat keine Entlüftung. Das Differential hat eine Entlüftung und die sitzt oben auf, kleines Hütchen das sich anheben lässt, meist geschraubt, das musst du entfernen bzw so modifizieren dass du deine Entlüftungsschlauch wasserdicht anschließen kannst. Beim einfedern muss das ganze natürlich auch funktionieren. Entlüftungen findest du an Differential und Getriebe. Bei 4x4 noch am Verteilergetriebe und an der Vorderachse. Um die Achsmanschetten würde ich mir keine sorge machen. Einfacher: Wasser ist schwerer als Öl, am Ende des Urlaubs kurz die jeweiligen ablassschrauben öffnen und das unten angesammelte Wasser ablassen bis Öl kommt. Oder gleich alle Öle wechseln. Kurzfristiges Wasser im Öl sollte keine Probleme machen Hier noch etwas Lesestoff, geht unter anderem ums selbe Thema. Ich plane auch nach Island mit meinem Camper zu fahren. --> Link --> Link Schnorchel wird vermutlich nicht nötig sein wenn du keine extremen Furten durchfahren willst, aber wenn Schnorchel, dann bitte beim Furten die Ablauföffnung im Luftfilterkasten verschließen. Ach mal den Unterboden genau ansehen. Hier sind oft sehr viele Durchführungen z.B. in die Fahrerkabine von Kabeln etc. welche lediglich Spritzwasser sicher sind. AT Reifen sind auch sehr zu empfehlen, erstens wirst du dir damit keinen Platten fahren, zudem können diese dank der stabilen Karkasse mit weniger Luftdruck gefahren werden. Deine Inneneinrichtung wird es dir danken Ich fahre da einfach durch. Das bisschen Wasser muss mein Sprinter aushalten können. Und zuhause lasse ich sowieso die Öle wechseln und das Wasser ab. Der Schnorchel ist ja eigentlich dazu da, dass der Motor staubfreie Luft höher oben ansaugt. In Furten wird es kaum stauben. Für meine Saharareisen habe ich statt eines Schnorchels immer einen Zyklonfilter eingebaut, denn der funktioniert wenigstens. Schaut aber halt nicht so expeditionsmässig aus. Gruss Flatus . Sebastiane: Danke für Deine Infos Flatus: Das ist ein sehr hilfreicher Hinweis mit dem Zyklonfilter, wie hast Du das gelöst? Wo sitzt Dein Zyklon, ist das ein richtiger Vorfilter? Magst Du mal genauer erzählen? Danke schon einmal und Gruß, Stefan Hallo, also die Furten in Island, die Du mit dem Sprinter erreichst, sollten bei "normalen" isländischen Wetterbedingungen keinerlei Probleme darstellen (10 bis 30cm). Da ist nicht mehr Wasser für das Fahrzeug zu erwarten als ein paar hundert Kilometer auf deutschen Autobahnen im stärkeren Regen. Du darfst nur ca. sechs Wochen im Jahr ins richtige Hochland und wenn da zu viel Wasser ist, sperren die Ranger die entsprechenden Abschnitte. Aber und hier ein Tipp an alle Islandreisenden mit dem Wunsch zu furten: Schraubt das vordere Kennzeichen fest an. Der spittliche Kunststoffrahmen bricht früher oder später bei einer Bugwelle und dann ist das Kennzeichen weg. Damit muss man das Fahrzeug in Deutschland neu zulassen!! Wir haben uns über die relativ vielen Fahrzeuge ohne vorderes Kennzeichen gewundert, bis unseres ebenfalls weg war. Zum Glück schwamm es am Ufer. Ja ich weiß, beim furten langsam durchfahren, aber wenn eine Furt nicht aus Steinen sondern aus schwarzem Lavasand besteht, braucht man etwas Schwung und dann bleibt die Bugwelle nicht aus. Einen schönen zweiten Advent Grüße von Peter Danke für die Infos, Peter, was meinst Du, wäre es ein total abwegiger Gedanke auch mit 2WD zu Furten? Ich meine nicht die 40-50cm oder langen Furten. Ich möchte auch kein Offroad fahren, nur in einige Hochlandpisten auch mal reinstechen können. Ist das eine Illusion ohne Allrad und zu riskant? Bodenfreiheit habe ich, AT Reifen auch. Hat jemand Erfahrung mit Furten ohne Allrad? Sind die F-Pisten eigentlich grundsätzlich NUR für 4x4 zugelassen, oder gibts auch Hochlandstrecken, wo das im Ermessen des Betrachters liegt? Gruss, Stefan Auf F-Pisten ist nur 4x4 erlaubt - deshab sind es ja F-Pisten. :) Am Beginn einer F-Piste wird auch noch per Piktogramm darauf hingewiesen, dass nur 4x4 erlaubt ist: ![]() Du kannst natürlich auch mit einem 2x2 dort hineinfahren. Du machst das dann auf eigene Gefahr und eigene Kosten, falls Dir von offiziellen Stellen geholfen werden muss, weil Du steckengeblieben bist oder aufgesetzt hast und nicht mehr aus eigener Kraft feikommst etc. Das könnte in Island richtig unangenehm teuer werden. Auch Dein Schutzbrief könnte im Schadensfall die Leistung verweigern. Konnte leider nicht mehr editieren, deshalb ein Nachtrag: Es gibt Pisten, die früher mal F-Strecken waren, diesen Status verloren haben und nun auch offiziell mit normalen PKW oder Reisemobilen befahren werden dürfen, wie z.B. die 35. Das heißt jedoch nur, dass es dort keine Furten mehr gibt. Über die Qualität der Strecke sagt das reineweg nichts aus. :D Danke, ich hatte früher gedacht, OK dann fahre ich eben nicht die Allrad Hochlandpisten, wird schon genug übrig bleiben. Jetzt habe ich mir zwecks Reiseplanung aber eine gute Landkarte gekauft und gesehen, dass praktisch so gut wie ALLE Pisten die in Richtung Inland gehen "F" Pisten sind.... das bedeutet ohne 4x4 bleibt nur die 35 und Ringstraße? Echt jetzt???? Stefan Ja, das siehst Du richtig. Letztlich musst Du selbst entscheiden, welches Risiko Du für Dich, Dein Fzg. und Deinen Geldbeutel eingehen willst. Ich habe Leute getroffen, die ohne Allrad im Hochland unterwegs waren. Allerdings eher mit Fahrzeugen, die sie selbst aus- und aufgebaut haben und bei denen sie jedes Detail kennen. Man kann von der Ringstraße aus viele schöne Abstecher machen. Lass Dich da nicht entmutigen. Soo detailliert sind die Karten nicht. :) Es gibt genügend Staßen auf Island ohne F. Aber ins Inland rein sind die Straßen durchwegs F-Straßen außer der 35. Du solltest aber vor der 35 durchaus Respekt haben, denn da sind mehr als 50km Wellblechpiste zu bewältigen. Die Straßen mit dreistelligen Zahlen im übrigen Island sind durchwegs Gravelroad und auch ganz "lustig" zu befahren - besonders wenn es regnet und die Straße schlammig ist. Auf eines möchte ich beim Furten noch hinweisen. Außer den abgerissenen vorderen Kennzeichen ist es bei Furten zweckmäßig, wenn man den Kühlerventilator mit einem Schalter abstellen kann, damit kein Wasserschlag entsteht, d.h. dass sich nicht der Kühlerventilator durch das eintauchen ins Wasser in den Kühler hineinfrisst. Übrigens: wenn das Kennzeichen weg ist, dann sage in Deutschland bei der Zulassungsstelle, dass dir das Kennzeichen gestohlen wurde (nicht dass es verloren wurde) - sonst musst du das Fahrzeug tatsächlich neu anmelden. Und das kostet. Im übrigen bewegen sich die Bergungskosten auf Island bei den F-Straßen durchwegs im 5stelligen €-Bereich, denn da muss mit schwerem Gerät geborgen werden. Das wird dann teuer! Hier eine kleine Furt im isl. Hochland, ca. 40cm tief: ![]() Viel problematischer sind die Furten mit milchig-grauen Schmelzwasser von den Gletschern wo man die Tiefe und die darin liegenden Steine/Felsen nicht erkennen kann. Wenn du unbedingt ins Hochland von Island möchtest und kein geeignetes Fahrzeug hast -mein Tipp: fahre mit den öffentlichen Allrad-Linienbusse ins Hochland, z.b. zur Askia oder nach Landmannalaugar. Habe die Ehre Gogolo
Ich widerspreche dir ungerne, hatte selbst so einen Fall auch noch nicht, bin aber der Meinung, dass es genau umgekehrt ist, denn wenn man das Kennzeichen als gestohlen deklariert, muss es ja in die Fahndung eingegeben werden, und eben dann bekommt man bei der Zulassungsstelle eine neue Nummer zugeteilt (denn die alte ist ja offiziell geklaut). Es bestünde dann die "Gefahr", dass es Ärger gibt, wenn bei einer Kontrolle festgestellt wird, dass das Kennzeichen gestohlen wurde. Sagt man aber, dass es im Ausland verloren ging, besteht eher die Chance, ein vorderes neues Kennzeichenschild mit der alten Nummer zu erhalten, bzw. abgestempelt zu bekommen. Oder irre ich mich diesbezüglich? Gruß Martin Es kann natürlich auch umgekehrt sein - ich habe es auch nur "gehört" und bin wegen des Verlustes eines Kennzeichens gottseidank ohne eigene Erfahrung. Ich weis nur: bei einer Variante gibt es Schwierigkeiten, bei der anderen nicht. Vielleicht ist hier jemand, der kompetent und zuverlässig antworten kann. Aber wahrscheinlich hast du, Martin, Recht, denn es ist logischer. Habe die Ehre Gogolo Danke für die Infos! Also wie jetzt; auch die kurzen und flachen Furten nicht ohne Allrad? Hat jemand eigene Erfahrungen damit? Danke und Gruß, Stefan Wenn es eine F-Straße (ob mit oder ohne Furten) ist, dann ist Allrad vorgeschrieben. Punkt. Du kannst aber entgegen des Allrad-Gebotes auf eigenes Risiko auch ohne Allrad fahren, aber: die Ranger werden sich beim abkassieren freuen solltest du erwischt werden oder liegen bleiben. Du kannst auch entgegen der Vorschriften innerhalb geschlossener Ortschaften mit 100kmh fahren - du kannst, aber du darfst nicht. Habe die Ehre Gogolo Hallo Gogolo, danke schon klar - ich möchte nicht verboten auf F Strecken unterwegs sein, es geht mir um etwas anderes; nämlich herauszufinden ob für die beschriebenen Furten (am Ende egal wo auf der Welt, ich hatte mal das Beispiel Island angeführt, weil das ein aktuelles Reiseziel ist) auch ohne 4x4 ohne allzugroße Sorgen und Kopfzerbrechen zu machen ist? Dazu erhoffe ich mir 2WD´ler die da Erfahrungen haben? Geht? Was geht, was nicht? Geht gar nicht? Mal schauen... Vielen Dank und Gruß, Stefan Moin Stefan, Ich würde eine (unbekannte) Furt mit einem 2 WD grundsätzlich nur durchqueren, wenn ich erstens entsprechendes Berge-Equipment an Bord habe und zweitens mindestens ein weiteres Fahrzeug dabei ist. Wenn ich mich allein festfahre und dann erst Hilfe holen muß, könnte ein Totalverlust sehr wahrscheinlich sein. Als Erst-Durchfahrer würde ich das Bergegeschirr auch vor der Durchfahrt anbringen. Gruß Bruno
Wenn ich da an die dortigen Speedbreaker(Bumper) denke....da sind 30 km/h schon zu viel. Gruß Bernd Moin, selbst erlebt habe ich es auch noch nicht, aber ein Kumpel hat sein vorderes Nummernschild in Island verloren, hat explizit darauf hingewiesen, dass es in Island in nem Fluss liegt und hat eine neue Nummer zugeteilt bekommen. Einfach das Plaste-Ding weg und 4 Schrauben rein und Ruhe ist... Zum Furten: Die Luftansaugung ist beim Sprinter um einiges höher als sämtliche Durchführungen und Abläufe vom/ in den Innenraum. Grüße Michael Richtig tief im Wasser --> Link Wichtig sind hochgelegte Entlüftungen,das Kennzeichen einfach bei einem Allrad so anbringen dass es nicht am nächsten Dreckhaufen liegenbleibt und gut Tolles Video :daumen2: :daumen2: :daumen2: :daumen2: :daumen2: Absolut sehenswert Habe die Ehre Gogolo
Finde ich auch .. :ja: der "Unterwasser-Schaltvorgang" des Fahrers hat was .. :D Hab ich so tief noch nie gesehen... Wahnsinn, wirklich super ! Gruß Micha |
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