rump
luftfederung
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Batteriecomputer-die RICHTIGE Einstellung ist wichtig 1, 2


avm75 am 20 Mär 2018 22:06:19

Auch hier Hallo crossover :wink:

Ich will mal versuchen, auf Deine Fragen einzugehen:
crossover0480 hat geschrieben:Als EBL habe ich einen Nordelettronica NE186 300W Lader. (...) Derzeit ist er auf dem ersten, 14,7V und dann 13,8V Erhaltungsladung eingestellt.

Ich kenne das Ladegerät zwar nicht, meiner Erfahrung nach kannst Du aber bei der derzeitigen Einstellung bleiben.

Bei den Einstellungen des BMV kann ich Dir wahrscheinlich besser helfen, daher konzentriere ich mich mal darauf :wink:
crossover0480 hat geschrieben:Die Batteriekapazität habe ich mit C20 angegeben (220Ah).

Passt, das war aber von den Einstellungen auch die leichteste Übung... :wink:

crossover0480 hat geschrieben:"Spannung wenn Aufgeladen": ??

Wahrscheinlich die wichtigste Einstellung, denke ich. Ich habe da ja selbst so meine Erfahrungen sammeln dürfen/müssen.
Victron hat geschrieben:Charged Voltage (Voll-Ladungs-Spannung)
Die Batteriespannung muss über diesem Spannungswert liegen, damit die Batterie als voll aufgeladen angesehen wird.
Der Parameter Voll-Ladung sollte stets leicht unterhalb der Spannung am Ende des Ladevorgangs des Ladegerätes liegen (für gewöhnlich 0,2 V oder 0,3 V unterhalb der "Erhaltungs-" Spannung des Ladegeräts).

Hier gibt‘s unterschiedliche Meinungen, der eine interpretiert obenstehende Information aus der Bedienungsanleitung so, dass bei einer Ladeschlussspannung von 14,7V hier 14,4 oder 14,5V eingestellt werden muss. Andererseits ist die Erhaltungsspannung des Ladegerätes ja „nur“ 13,8V. Demnach wären 13,5 oder 13,6V einzustellen. Zu guter Letzt verweist Victron selbst auf Kapitel 3.7 der Bedienungsanleitung, die Empfehlungen für die Einstellungen. Hier werden 13,2V genannt.
Ganz unlogisch ist das auch nicht. Erst wenn das Ladegerät von U1 auf U2 umschaltet, also auf 13,8V, ist die Batterie voll. Für Dein Ladegerät wäre hier also z.B. 13,5V richtig. Gleichzeitig liegt hier auch die Crux in der Sache: Denn nur der Spannungswert alleine sorgt nicht für die Synchronisierung des BC. Hier kommt der zweite Wert in‘s Spiel, der „Schweifstrom“:
crossover0480 hat geschrieben:Schweifstrom: wirklich 4%?

Victron hat geschrieben:Tail Current (Schweifstrom)
Nachdem der Ladestrom unter den Wert des eingestellten Schweifstroms (ausgedrückt als Prozentsatz der Batteriekapazität) abgefallen ist, gilt die Batterie als voll aufgeladen.
Anmerkung:
Einige Batterieladegeräte stoppen den Ladevorgang, wenn der Strom unter einen voreingestellten Schwellwert abfällt. Der Schweifstrom muss höher als dieser Schwellwert sein.

In Deinem Fall bedeutet das bei der Einstellung: Der BC synchronisiert genau dann, wenn die Batteriespannung über 13,5V liegt, und gleichzeitig weniger als 8,8A Strom fließen. Hier gibt‘s jetzt zwei Probleme: Zum einen nimmt die BK auch zum Ende der Ladung noch recht hohe Ströme auf, meine beiden kleinen 72Ah schlucken zu Zeitpunkt der Umschaltung des Boosters auf U2 noch immer um 10A. Hier musst Du ein bisschen probieren. Das größere Problem entsteht beim Laden durch Solar. Je nach Größe der Solaranlage kann es sein, dass schon in der I-Phase die Batteriespannung über 13,5V steigt, aber nur ein kleiner Strom fließt, weil es z.B. leicht bewölkt ist. Es gibt bei der Solarladung mehrere solche Konstellationen, die immer wieder dazu führen, dass entweder zu früh synchronisiert wird, oder eben auch gar nicht, obwohl die Batterie voll ist. Die Tatsache, dass der BC auch noch die Einstellung einer Zeitdauer verlangt, für die die eingestellten Werte vorherrschen sollen, erleichtert das Ganze nicht.
Victron hat geschrieben:Charged detection time (Zeit f. Ladezustand-Erkennung)
In dieser Zeit müssen die Parameter für Voll-Ladung (Spannungswert bei Voll-Ladung und Schweifstrom) erfüllt werden, damit die Batterie als aufgeladen angesehen wird.

Die Fähigkeit der BK, hohe Ströme auch zum Ende der Ladephase aufzunehmen, tun ein Übriges dazu.
Da wirst Du ein bisschen experimentieren müssen und dadurch eine Einstellung finden, mit welcher der BC zuverlässig und regelmässig synchronisiert. Sonst zeigt er Dir irgendwann nur noch Unfug an. Wenn ich gerade neu eingebaut hätte, würde ich zunächst den empfohlenen Wert, also 13,2V, einstellen und mich von da aus an die richtigen Werte heran tasten. Der BC zeigt ja an, ob bzw. wie oft er synchronisiert, d.h. man kann sehr schnell fest stellen, ob die Werte taugen.
Ich habe mich inzwischen dazu entschieden, den Sync bei Solarladung zu vernachlässigen, hauptsächlich, weil ich den Sync nur entweder/oder hinbekommen, also entweder bei Ladung durch Solar, oder eben durch den Booster. Egal wie lange wir stehen, ob die Sonne scheint oder nicht: Am Ende fahren wir wieder nach Hause oder weiter zum nächsten Ziel. Und bei einem 45A-Booster und unserer Batteriekapazität sollten am Ende einer Fahrt die Batterien wieder voll sein. Wenn nicht, auch ok. Hauptsache der BC synchronisiert wirklich nur, wenn die Batterien wieder voll sind.

crossover0480 hat geschrieben:Der Peukert-Exponent: Also ich glaube da habe ich in der Schule gefehlt. So ungefähr 1 Jahr. Oder mehr. :wink: Könnt ihr mir da helfen?

Hier habe ich 1,08 eingestellt. Das habe ich mal ausgerechnet. Soweit ich weiß, haben alle BK-Kollegen mit BC diesen Wert eingestellt.

crossover0480 hat geschrieben:Der Ladewirkungsgrad: Eingestellt sind 95%, ist ein Ladeverlust von 5% realistisch? 500A Shunt mit 50mV Spannung Shunt.

Mit diesem Wert kannst Du ggf. ein wenig spielen um die Synchronisation noch sicherer zu gewährleisten. Ich habe immer noch 95% eingestellt.

crossover0480 hat geschrieben:Strom Schwellwert: ist bei 0,1A eingestellt.

Victron hat geschrieben:Current treshold (Schwellwert Strom)
Fällt der gemessene Stromwert unter diesen Schwellwert, wird er mit Null angenommen.
Mithilfe des Strom-Schwellwerts kann der negative Einfluss sehr kleiner Ströme auf die Langzeitanzeige des Ladezustands in "verrauschten" Umgebungen eliminiert werden. Wenn z.B. längerfristig ein Wert von + 0,0 A anliegt und druch Rauscheinfluss bzw. kleine Offsets ein Wert von -0,05 A vom Batteriemonitor ermittelt wird und dies vom BMV fälschlicherweise so ausgelegt werden kann, dass die Batterie aufgeladen werden muss. Wenn in diesem Fall der Strom-Schwellwert auf 0,1 A gesetzt wird, rechnet der BMV mit 0,0 A, damit Fehler eliminiert werden.
Ist der Wert dagegen auf 0,0 A eingestellt, wird diese Funktion ausgeschaltet.

Würde ich so stehen lassen, bzw. habe ich so stehen lassen.

crossover0480 hat geschrieben:Sollte ich den Relaismodus aktivieren?

Ich habe beide SOC-Werte für das Relais auf 0% gestellt, habe aber am Relaisausgang auch nichts angeschlossen. So ist das Relais bei mir immer offen und die angezeigt Restlaufzeit des BC stimmt. Serienmäßig sind 50% eingestellt, dadurch zeigt der BC Dir die Zeit an, bis ein Ladezustand i.H. 50% erreicht ist. Im Prinzip kannst Du also einstellen, was Du willst, z.B. auch 30%, wenn man aber eh nichts schaltet mit dem Relais...

Ich hoffe, der kleine Aufsatz hilft Dir ein wenig weiter.
Ansonsten nochmal fragen :wink:

LG und viel Spaß beim tüfteln
André

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

crossover0480 am 21 Mär 2018 11:18:44

Wow, danke fuer diese Erklaerungen und Auflistung. Ich habe zwar die Definitionen in der Bedienungsanleitung gelesen, so ganz waren mir die Zusammenhaenge noch nicht klar.

Ich werde deine Erlaeuterungen und auch deine Ratschlaege beruecksichtigen und ebenso eintragen.

Mit dem Lader bleibe ich bei der derzeitigen Einstellung.

Dafuer habe ich natuerlich mal ein positiv vergeben. Das ist echt prima!

So long und noch eine schoene Woche!

Markus

UlrichC am 27 Dez 2020 16:12:41

Hallo Allerseits,

ich hoffe ihr hattet ein frohes Weihnachtsfest und wünsche euch einen guten Start im neuen Jahr 2021.

Ich bin leider noch nicht sicher, wie genau ich meine Werte einzustellen habe. Meine Installation:
- Victron Energy Smart Shunt 500A
- 2x 12V 160Ah LiFePo4 Smart Battery
- Victron Energy Solarladeregler MPPT 100/50 (aktuell 2x 195Wp Solarplatten in Reihe)

Smart Shunt:


Solarladeregler:


VRM Portal:
--> Link

Derzeit ist leider nicht genug Sonne, dass der Solarladeregler die Batterien aufladen könnte. Man erkennt, wenn ich externen Strom anschließe, dass die Batterien aufgeladen werden und diese dann bei erreichen von 14,2V über ein paar Minuten auf 100% SOC springen. Dabei ist zu erkennen, dass der Stromfluss abgenommen hat.

Meine Fragen:
- Wie sind die genauen Werte bei LiFePo4 einzustellen? (Verbesserungen zu meinen Werten?)
- Habe ich irgendwo Fehler?

Grüße
Ulrich

Anzeige vom Forum


UlrichC am 28 Dez 2020 10:33:22

Ich sehe gerade, dass es einen separaten Bereich für LiFePo4 gibt. Ich werde dort meine Frage erneut stellen.

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Benötige Vega Power Gel Erfahrungen
Ladegerät nachträglich einbauen erweitern
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt