charlie48 am 25 Jan 2018 00:19:05 Hallo, Ich habe im Aufbau 2 Gelbatterien, von denen die eine in einem Kunsstoffbatteriekasten im Boden sitzt, sie ist also quasi außerhalb. Die andere steht auf dem Deckel des Batt-Kastens, aber innerhalb des Womo, unter dem Bett im Stauraum. Es handelt sich also unter Umständen von der Umgebungstemperatur um unterschiedliche Temperaturverhältnisse. An welcher der beiden Batterien ist der Temperaturfühler richtigerweise zu befestigen? Wichtig ist noch, dass es sich bei dem Regler um einen Solarregler handelt und also die Nachttemperaturen keine Rolle spielen. Auch betreiben wir kein Wintercamping, so dass extreme Unterschiede nicht gegeben sein werden. Was meint ihr? Gruß Albert
IchBinsWieder am 25 Jan 2018 00:49:28 mmmh .... entweder falsch/richtig oder richtig/falsch.
Die Frage ist: Wie groß ist der Temperaturunterschied zwischen den beiden. Das würde ich mal messen. Ich würde den wärmeren Ort nehmen, weil gerade Gel empfindlich auf zu hohe Spannungen reagiert. Das ist dann für die kältere nicht ganz so optimal, aber immer noch besser als wenn die wärmere ausgast.
berny2 am 25 Jan 2018 01:04:32 charlie48 hat geschrieben:Ich habe im Aufbau 2 Gelbatterien, von denen die eine in einem Kunsstoffbatteriekasten im Boden sitzt, sie ist also quasi außerhalb. Die andere steht auf dem Deckel des Batt-Kastens, aber innerhalb des Womo, unter dem Bett im Stauraum. Es handelt sich also unter Umständen von der Umgebungstemperatur um unterschiedliche Temperaturverhältnisse.
Hallo Albert, falls der Temperaturfühler überhaupt vorgeschrieben ist, würde ich ihn wohl an der oberen Batterie befestigen.
gespeert am 25 Jan 2018 06:03:13 Der Fuehler muss an die Batterie, deren Waermeableitung am Meisten behindert wird!! Oder die sehr kalt werden kann! Also die in der Kiste Im Endeffekt darf das System nicht ueberlastet werden. Evtl. sind aber auch zwei Sensoren noetig.
IchBinsWieder am 25 Jan 2018 10:26:33 gespeert hat geschrieben:Der Fuehler muss an die Batterie, deren Waermeableitung am Meisten behindert wird!!
da bin ich bei dir. gespeert hat geschrieben:Oder die sehr kalt werden kann!
Ob das eine gute Idee ist? Die Batterie, die wärmer steht würde dann die angehobene Spannung ebenfalls abbekommen .... Folge: ungewünschte Gasung Ich würde erstmal messen ... vielleicht sind die Unterschiede gar nicht so groß und du machst dir unnötig einen Kopf.
rkopka am 25 Jan 2018 14:05:48 gespeert hat geschrieben:Oder die sehr kalt werden kann!
Wurde schon angesprochen - nein ! Im Endeffekt darf das System nicht ueberlastet werden. Evtl. sind aber auch zwei Sensoren noetig.
Nur müßte dann das Gerät auch entsprechend damit umgehen können. Eine einfache Mittelwertbildung geht auch nicht. Solange es draußen kälter ist, ist die Sache klar, die innere Batterie wird wärmer sein. Bei höheren Temperaturen ohne eine Klimaanlage wird es aber unten am Boden wohl immer noch kühler sein als innerhalb des Womos, also ist auch innen besser. Mit einer Klimaanlage dagegen gibt es keine so eindeutige Lösung mehr. RK
rolfblock am 25 Jan 2018 19:48:19 Manchmal hilft es umgekehrt zu denken. Anstatt, wo ist der Fühler am besten, wo ist der Schaden am geringsten. Und damit sind wir bei der Abwägung "nicht voll geladen" gegen "überladen". Nicht voll geladen führt auf lange Sicht zu Sulfatierung, nicht schön. Überladen führt zu Wasserverlust, auch nicht schön. "Nicht voll" ist allerdings im bewohnten Womo ohne permanenten Landstrom der Normalfall. "Überladen" dagegen führt je nach Batterietyp zu irreversiblen Wasserverlusten. Daher würde ICH den Sensor an die wärmere Batterie anklipsen. Du darfst es aber auch anders machen, wenn du z.B. AGM und Gel gemischt betreibst. Es gibt so viele Kombinationen, da gibt es immer mehrere Lösungen die fast gleich optimal sind. Und im Fehlerfall sagt man beim Schafkopf: Mit Geld kann man alles wieder gut machen.
charlie48 am 26 Jan 2018 00:08:33 Hallo, vielen Dank für die zahlreichen Hinweise. Werde den Fühler an die Batterie im Innenraum anschließen, die dürfte in jedem Fall die wärmste Umgebung haben. Grüße Albert
volki am 26 Jan 2018 11:15:15 Ich habe auch einen Temp-Fühler an einer Aufbau-Batterie, der "füttert" seine Messung in eine Calira-EB: EVS 30/20-DS/IU oder EVS 30/30-DS/IU. Wie ich das verstanden habe, wird nur die Innen-Erwärmung der Batterie, durch den Lade-Vorgang, gemessen und berücksichtigt. Ich glaube kaum, dass die Aussentemperatur, während eines "stunden-langen" wärmenden Ladevorgangs, die Innen-Temperatur der Batterie gross beeinflusst oder dass die Aussentemperatur die Höhe der Innen-Erwärmung verschiebt. .
IchBinsWieder am 26 Jan 2018 11:35:03 volki hat geschrieben:Ich glaube kaum, dass die Aussentemperatur, während eines "stunden-langen" wärmenden Ladevorgangs, die Innen-Temperatur der Batterie gross beeinflusst oder dass die Aussentemperatur die Höhe der Innen-Erwärmung verschiebt.
Eine ausgekühlte Batterie wird man nicht durch die Ladung auf ein normales Maß bringen können. Das wird ganz sicher so sein, sonst würde die Einbeziehung kaum Sinn machen. Die Außentemperatur hat schon einen Einfluß auf die Batterietemperatur ... dennoch ist es richtig am Pol zu messen, denn da wird am schnellsten die innere Temperatur festgestellt.
rkopka am 26 Jan 2018 11:39:59 volki hat geschrieben:Wie ich das verstanden habe, wird nur die Innen-Erwärmung der Batterie, durch den Lade-Vorgang, gemessen und berücksichtigt.
Die tatsächliche Innentemperatur wird man bei normalen Batterien nicht messen können. Die Batteriepole sind da wohl noch am nächsten dran. Ich glaube kaum, dass die Aussentemperatur, während eines "stunden-langen" wärmenden Ladevorgangs, die Innen-Temperatur der Batterie gross beeinflusst oder dass die Aussentemperatur die Höhe der Innen-Erwärmung verschiebt.
Die "Innenerwärmung" vielleicht wenig, die "Innentemperatur" schon. Die Verlustleistung des Ladevorgangs erwärmt die Batterie. Damit wird sie ausgehend von der Anfangs- und Außentemperatur (außen auf die Batterie bezogen) zusätzlich erwärmt. Also ist diese Außentemperatur immer die Ausgangsbasis. Solange die Erwärmung nicht viel stärker ist als die Außentemperatur (Feuer) oder es eine extrem gute Isolierung gibt, wird sie immer nur ein Teil der Faktoren sein, die die Temperatur bestimmen. Und für die Ladeendspannung ist immer die tatsächliche Temperatur des Batterieinneren relevant. Außerdem hat man beim Ladeende kaum noch Strom, daher wird die Erwärmung immer mehr abnehmen. Im Ruhezustand (fast voll, nur ein wenig Erhaltungsladung) ist die Außentemperatur alleine relevant. RK
Gast am 26 Jan 2018 15:22:20 Nachdem ich diesen Tread schon eine Weile verfolge, ergibt sich für mich eine Frage.
Als Starterbatterie ist in meinem Womo diese Batterie eingebaut: Bosch L5 013 90Ah EFB VRLA
Außerdem zwei Aufbaubatterien: VARTA LA95 Professional AGM 840 095 085 Versorgungsbatterie 95Ah
An dem EBL 101 möchte ich als Zusatzlader das Ctek MXS10 anschließen und die Ladespannung auf AGM einstellen.
Nun meinen Fragen: Wird bei dieser Konstellation die Starterbatterie (Blei- Säure) dann nicht mit einer zu hohen Spannung geladen? An welcher Batterie sollte der Temp.- Fühler vom MXS 10 befestigt werden?
kintzi am 26 Jan 2018 15:39:19 Eine "gesunde" Batt. erwärmt sich nie merklich, auch das "köcheln" von Nassen ist keines sondern Gasen bei fast Normaltemp. Kranke Batts erwärmen sich deutlich, wie man es von den 2A u. 3A NiMh u. Li-Zellen in den Kleingeräten kennt. Bei den großen BS-Akkus, um die es hier geht, kann es bei den Nassen (aber weder Gel noch AGM) gegen Ende der Nutzungszeit durch "leitende" Abschlammung bei der Ladung zur "Heizung" kommen. Ein sogenanntes Thermal runaway tritt bei den heutigen Akkus u. der korrekten IUoU-Ladetechnik nicht mehr auf. Träte sie auf, hätte ich schon lange v. den Ladegerätkonstrukteuren eine automat. Laderabschaltung bei zwingender Batt.-Temp.-Messung an den Polen verlangt. Diese Metallpole repräsentieren am ehesten wegen der guten Wärmeleitung die Batt-Innentemp. Wozu dann eigentlich die Thermoregulation der Ladespannung ? Die Batt.-Temperatur hängt entscheidend von der Temperatur der Umgebungsluft ab, deren Inneres verzögert die Luft-Temperatur annimmt. Je feuchter die Luft, umso schneller wegen dem größeren spez. Wärmeinhalt der feuchten L., je trockner, langsamer. Über Nacht/12h nimmt aber jede Batt annähernd die Temp. der Umgebungsluft an. Die temp.-abhängige Spannungsnpassung dient unterhalb v. 20 °C nur der Vollladung, liegt diese bei Kälte nicht einige Zehntel Volt über der normalen Schlußspannung, geht bei SoC v. 90-95% die Welt nicht unter. Aber über ab 27-30°C wird die normale Ladeschlußspannung besonders bei Gel u. AGM wegen der nicht unendlichen Gasrekombinationskapazität evtl. schon kritisch, wegen des Überdrucks unwiederbringlicher Knallgasverlust durch Ventilöffnung u. das berühmte "Austrocknen". Bei Nassen nicht so kritisch, man darf halt das Nachfüllen nicht vergessen u. muß bei "unterbettmontage" das Rauchen unterlassen ! :razz: Also muß der Fühler,wie schon wiederholt gesagt, an den Batt-Standort mit der höheren Umgebungs-Temp. Gr. Richi
kintzi am 26 Jan 2018 15:47:16 Antwort f. Petri: meist nein , da Spannung v. Lader mit St.-Batt durch Kabel meist abfällt, sodaß die 14,7V vorne garnicht ankommen. Zur Sicherheit, wenn Lader in Volladen-Modus an St.-Batt Spannung messen, 13,8- max 14,4V zulässig, besser 13,8 V. Wenn zu hoch, kann man sie auch mit einem passenden Widerstand runtertrimmen, da Strom rel. gering. Gr. Richi
Gast am 26 Jan 2018 20:03:37 Vielen Dank, Richi, für die ausführliche Erläuterung. Also muß der Fühler,wie schon wiederholt gesagt, an den Batt-Standort mit der höheren Umgebungs-Temp.
Ja, das ist mir klar ich dachte nur, die Starter Batterie würde wegen der eigentlich zu hohen Ladespannung als erste Batterie warm werden. Wenn das so wäre und der Fühler reagiert, dann würde die Ladespannung für die Aufbaubatterie ebenfalls verringert, oder? Richi, Du sagst: Wozu dann eigentlich die Thermoregulation der Ladespannung ?
Kann ich daraus ableiten, in dem Fall keinen Fühler zu verwenden? Diese ganze Konstellation gefällt mir nicht so recht. Dann gehe ich mit dem Ladegerät besser nicht an den EBL, sonder direkt nur an die Aufbaubatterien. Ist meine Überlegung so richtig?
berny2 am 26 Jan 2018 20:16:23 Petri40 hat geschrieben:Kann ich daraus ableiten, in dem Fall keinen Fühler zu verwenden? Diese ganze Konstellation gefällt mir nicht so recht.
Würde mir ebenfalls wegen der Gefahr von Fehl-/Falschfunktionen nicht gefallen.
basste315 am 26 Jan 2018 20:24:11 Petri40 hat geschrieben:Dann gehe ich mit dem Ladegerät besser nicht an den EBL, sonder direkt nur an die Aufbaubatterien. Ist meine Überlegung so richtig?
Ja, ich habe das CTEC MXS 10 einfach direkt an die Aufbaubatterien zusätzlich gehängt und nicht über den EBL 101. Weiterer Vorteil: das CTEC kann jederzeit ohne Installationsaufwand herausgenommen werden (im Winter oder für andere Batterien). Ich bin zwar kein Fachmann, aber so hat es funktioniert ....
Gast am 26 Jan 2018 20:53:24 Der Anschluss am EBL ist ja vorgesehen, Stecker vom MXS rein und fertig ist man.
Der EBL befindet sich unter dem Fahrersitz, also zur Starterbatterie weniger als 1 m. Das wäre auch der kürzeste Weg zur Verlegung des Temp.- Fühlers. Dieser soll jedoch an die Aufbaubatterie, weil sich dort der wärmeren Standort ist.
Die Aufbaubatterien befinden sich unter dem Beifahrersitz und sind schlecht zugängig. Der kpl. Sitz muss abgebaut werden.
Das ist ja schön und gut, wenn sich am EBL dieser Anschluss für ein Zusatzladegerät befindet. Genutzt werden kann dieser nur sinnvoll, so mein Fazit, wenn alle Batterien gleichen Typs sind.
Ja, ich werde den Lader direkt an die Aufbaubatterien anschließen, quasi parallel zum Solarregler. Danke für die Anregungen. Manchmal denkt man selbst eben nicht weit genug.
kintzi am 27 Jan 2018 15:06:05 An Batt direkt ist halt blöd mit dem Anschluß "Untersitz", obwohl eigentlich egal, Strom wird , wie mir bekannt, einfach durch EVS durchgeleitet. Bei Schaudt kriegst Du übers Netz Pläne per pdf, und schau Dir die Verdrahtung des Hilfsanschlusses f. Zusatzlader an. Und messe einfach an St.-Batt die Spannung, wenn Lader auf dem ersten U von IUoU ist (Absorption), sollte max. 14,4 V... Ansonsten Ladeanschluss mit guter Hardware (verpolungssicheren Stecker, Sicherung, 6-10 mm² Kabel) fachgerecht an Batt installieren , so kannst Du den Lader ohne Sitzausbau abhängen. Gr. Richi
Gast am 28 Jan 2018 13:38:39 Ansonsten Ladeanschluss mit guter Hardware (verpolungssicheren Stecker, Sicherung, 6-10 mm² Kabel) fachgerecht an Batt installieren ..
So hab ich es jetzt installiert. Ein Batterieanschlusskabel mit dem entsprechender Kupplung lag dem Ladegerät bei. Der Rückbau des Sitzes, um an die Batterieklemmen zu gelangen, war viel einfacher als gedacht. Ein kleines Loch in die Seitenverkleidung aus dem das Ladekabel nach außen geführt wird, dort wo die Kupplung leicht zugängig ist. Weiterer Vorteil: das CTEC kann jederzeit ohne Installationsaufwand herausgenommen werden…
Genau, so kann ich das Ladekabel notfalls auch mal leicht in den EBL stecken um die Starterbatterie nachzuladen und einen ständigen Platz für den Lader hab ich auch gefunden. Gut, wenn mal darüber gesprochen wird. Danke!
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