robter am 25 Jan 2018 13:50:46 Hallo,
ich bin ganz neu hier im Forum und habe mich extra registriert, um diesen Beitrag zu posten, in der Hoffnung, dass mir hier geholfen wird.
Normalerweise bin ich im T4 Forum unterwegs, da ich selbst einen VW T4 fahre, den ich zum Camper umgebaut habe und auf dem ich nun eine PV Anlage installieren möchte.
Ich stehe vor der Anschaffung eines Ladereglers und einem Solarmodul. Entweder ein neues 12V 150Wp Modul, oder ein gebrauchtes, da ich gesehen habe, dass es bei eBay z.T. sehr günstige Module gibt, die aus anderen, deinstallierten Anlagen stammen. Doch meistens sind dies angebotenen Module 24V Module. Das bringt mich zu meinem Verständnis Problem:
Wenn ich ein 24V Modul mit einem MPPT Laderegler an eine 12V Batterie anschließe, regelt er er ja die Spannung auf die für meine Batterie passende Spannung herunter (sagen wir mal ~13,7V). Soweit so gut. Der Knackpunkt: Wie genau ändert sich dabei die Stromstärke?
Ich habe woanders gelesen, dass die Ampere dann "verdoppelt" werden. Stimmt das? Wie funktioniert das genau?
Wenn wir mal die x-beliebigen Angaben eines Moduls als Rechengrundlage nehmen:
Leistungsklasse: 185 Wp Max. Spannung: 1000 V Nennspannung bei STC (Vmpp) 36.50 V Nennstrom bei STC (Impp) 5.5 A Leerlaufspannung bei STC (Voc) 44.90 V Kurzschlussstrom bei STC (Isc) 5.1 A
Ist dann folgende Rechnung korrekt? 5.5A bei 36,5V ≈ (36,5V/13,7V) x 5,5A = 14,65A bei 13,7V
Oder wie würde man das ausrechnen? Formel?
Abschließend folgende Überlegung, und das ist der Punkt, der mir die letztendliche Entscheidungsfindung näher bringen soll: Macht es mehr Sinn ein 24V Modul per MPPT-Regler (teurer) an einer 12V Batterie zu betreiben oder macht es mehr Sinn ein 12V Modul mit einem PWM-Regler (günstig) zu betreiben?
Über Hilfe und Antworten würde ich mich wahnsinnig freuen. Nach Möglichkeit fügt mir auch weiterführende Links zu Informationen diesbezüglich hinzu oder nennt eure Quellen.
Ich danke Euch im Voraus für eure Antworten. Beste Grüße
Trashy am 25 Jan 2018 14:06:21 Ganz einfach. Es wird das Produkt aus Spannung und Strom zur Verfügung gestellt. Zum Kopfrechnen: Aus 24 Volt und 10 Ampere. Das entspricht 240 Watt. Diese 240 Watt stehen deiner Batterie zur Verfügung. Bei 12 Volt wären das 20 Ampere. Spannung x Strom. So funktioniert der Mppt. Verluste und ob deine Batterie soviel akzeptiert mal außer 8 gelassen. Dein Panel macht bei 24 Volt angenommen 100W dann kommen nach der Umwandlung auf 12 oder 13,7...oder auch wieder 100W raus jedenfalls fast....Schwund ist überall
WomoTechnikService am 25 Jan 2018 17:28:29 robter hat geschrieben:Abschließend folgende Überlegung, und das ist der Punkt, der mir die letztendliche Entscheidungsfindung näher bringen soll: Macht es mehr Sinn ein 24V Modul per MPPT-Regler (teurer) an einer 12V Batterie zu betreiben oder macht es mehr Sinn ein 12V Modul mit einem PWM-Regler (günstig) zu betreiben?
Ich habe selbst seit Herbst eine Reihenschaltung von Modulen und dadurch auch die höhere Spannung, es macht Sinn... wenn bei wenig Sonne oder bewölktem Himmel nur wenig Solarleistung da ist, würde bei einem 12V Modul die Spannung z.B. 10 Volt betragen und der Regler würde keinen Strom liefern, hat das Modul jetzt 24V, so liegen am Reglereingang jetzt aber 20 Volt an und der MPP macht daraus die 13,... und lädt die Batterie. LG Peter
gespeert am 25 Jan 2018 19:40:46 Ja ist moeglich, siehe Post Peter.
Vorsicht mit dem Angebot aus der Bucht! Gehe mal auf SecondSol und sehe Dich nach passenden Modulen um.
rolfblock am 25 Jan 2018 20:06:10 Vielleicht hilfreich mal zu überlegen, welche Energien hier geschaukelt werden. Ein Modul mit 240 Wp liefert ca 200 W in unseren Breiten oder in Italien, wenn die Sonne drauf scheint. Bewölkung ist durchaus der Leistung abträglich, wir reden von bis zu 90 % weniger. Bei Regen und Sauwetter erreichen wir auch problemlos die Nulllinie. Es geht also um die 10 % zu retten. Wir sprechen hier von Strömen um die 2 A.
Schön, wenn es 2 A sind, sonst sind es 1 A oder gar nix. Und was helfen uns die 2 Ah/h zwischen den Regenschauern mit Null Ertrag. Und was schaffen die 72 Zellen in Serie, alle gleichmäßig verschattet, mehr als die 36 Zellen, gleichmäßig verschattet, bei Sauwetter?
A bissl was geht imma!
Aber es sollte sich auch lohnen. Eine Anlage umzubauen lohnt sich nicht!
Trashy am 25 Jan 2018 21:05:54 Naja, 2Ah hier und 2 Ah da reichen nicht zum Betrieb von irgendwas, halten aber über die Arbeitswoche durchaus die Batterie bei Laune schützen vor Entladung und laden sogar etwas. Das finde ich schon recht viel. Das 24 V Panel erzeugt mit einem MPP Regler immer noch Strom, wenn das 12V Teil schon aufgegeben hat. Da der Regler ja kein StepUp kann brauche ich 1V Differenz für die Ladung. Bei eingestellten 14,7 also rund 16 Volt. Das schafft das 24V Panel auch noch bei schlechten Bedingungen und es gibt die netten 2Ah. Das 12 V Panel hingegen macht nichts mehr. Deshalb habe ich mir auch 24VPanele bestellt.
petrophaga am 03 Feb 2018 13:15:51 Hallo zusammen Ich bin neu in diesem Forum hier und seit einigen Wochen schlage ich mich mit Datenblättern und Preislisten von Solarmodulen und Reglern herum denn auf Das Dach meines Clever Kastenwagens muss eine Solaranlage. Vielleicht kann ich hier etwas Aufklärung betreiben, was den Unterschied zwischen 24V und 12V Modulen betrifft. Die Spannung am Modul hängt nicht von der Einstrahlung ab sondern nur von der Anzahl der Zellen und der Temperatur der Zellen. Üblich sind 36 Zellen was 18 V ergibt oder 72 Zellen dann hat man 36V. Von der Einstrahlung hängt aber der mögliche Strom ab. Bei ziemlich bedecktem Himmel sind es dann eben nur noch 10%..20% des Nennstromes. Das reicht, wenn die Batterie fast voll ist und für eine LED oder Handyladen reicht es meistens auch noch. Was anderes ist aber die Temperatur. Im Süden kann es auf dem Dach ganz schön warm werden. Ich hab's nie gemessen aber ich schätze, dass es schon 60..80 Grad sind. In den Solarmoduldatenblättern steht ein Temperaturkoeffizient und wenn der z.B. -0,35 %/Grad ist dann bedeutet das, dass die Modulspannung bei 80 Grad um 19,25 % zurückgeht, also statt 18 V hat man nur noch 14,5 V und das tut weh. Hat man dann noch, so wie ich, einen Kompressorkühlschrank, der genau dann wenn's warm ist...:-(
rolfblock am 03 Feb 2018 15:38:29 ich schätze mal due bist zu pessimistisch, was die Temperatur und die Auswirkung angeht. Der Kompressor wird mit 14 V problemlos laufen und seine 45 W vom Budget abziehen. Die Batterie wird auch mit 14 V reichlich geladen, nur nicht ganz voll. Also alles nicht so schlimm. Gegen Abend wird es wieder kälter und alles wieder gut.
Taunuscamper am 03 Feb 2018 17:44:13 Hallo "Petrophaga", Die ein oder andere Seite Informationsmaterial solltest du noch einmal studieren! Wirst dann feststellen, dass die Spannung bei beiden Modularten zwischen 0 und Maximalvolt schwanken kann. Kommt auf die einfallende Lichtmenge an, immer noch!
rolfblock am 03 Feb 2018 18:40:55 Taunuscamper hat geschrieben:Hallo "Petrophaga", Die ein oder andere Seite Informationsmaterial solltest du noch einmal studieren! Wirst dann feststellen, dass die Spannung bei beiden Modularten zwischen 0 und Maximalvolt schwanken kann. Kommt auf die einfallende Lichtmenge an, immer noch!
Stimmt ein bischen. Aber doch nicht so ganz. Bei stockdunkler Nacht => 0 V Beim Licht einer Feuerwehrlampe nachts => bis zu Voc Merke: Sobald auch nur ein bischen Licht einfällt, wird bereits die Leerlaufspannung erreicht. Merke dazu: Nur der Strom ist von der Lichtmenge abhängig! Die Spannug ist NICHT von der Lichtmenge (was ist das eigentlich. Lichtenergie? Leuchtdichte?, Energie/Fläche?) abhängig.
Taunuscamper am 03 Feb 2018 18:59:44 Da lügt mein Victron Solarregler mich aber schamlos an, der variiert nämlich durchaus zwischen 0 bis weit über 40V! Diese hat er in den letzten 2 Monaten oftmals nicht mal erreicht! Morgens um 6 sind es auch schon mal 10V und eine halbe Stunde später 22!
Gast am 03 Feb 2018 20:11:20 Jürgen,
Eine Solarzelle ist kein lineares Bauelement. Das Ohmsche Gesetz gilt NICHT!
Mit einem Solar Regler kannst du nie die Leerlaufspannung messen, unter Belastung stellt sich eine Spannung ein, welche von der momentanen Belastung, der Temperatur und der Einstrahlung abhängt.
Grüße, Alf
Taunuscamper am 03 Feb 2018 21:24:48 Sorry at all! Ist natürlich richtig. Hatte wieder schneller geschrieben als gelesen/ verstanden und den Beitrag nur auf den Ertrag der Zelle bezogen. Nicht erkannt, dass es erstmal um das halbleitertheoretische Verhalten der Solarzelle ging!
xbmcg am 05 Feb 2018 16:43:03 Solarzellen sind Stromquellen, keine Spannungsquellen. Die Spannung variiert nur wenig je nach Einstrahlung, der Strom ist in etwa proportional dazu.
Deshalb ist es ein Märchen, dass man so viel mehr rausholt in einer Reihenschaltung bei wenig Licht. Wenn keine Elektronen angeregt werden, fließt kein Strom. Bei einer Reihenschaltung muss der Strom durch beide Module durch, das schwächste Glied gibt den Ton an.
Wir reden hier auch nur von einem Modul und einem Regler. Bei der kleinen Leistung ist das so ziemlich egal was man nimmt.
gespeert am 05 Feb 2018 23:02:26 Nicht ganz! Bei Hausanlagen kann ein Stringfehler schonmal unentdeckt bleiben. Beim Womo ist jeder Fehler ein Problem!
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