Sonntag, 24.09.2006
Jetzt haben wir dem Meer den Rücken gekehrt. Die letzten 15 Tage war es unser ständiger Begleiter.
Von Oostende bis zum Mont St. Michel lernten wir mit Ebbe und Flut zu rechnen, schliefen wiar am Abend mit dem Geräusch der Brandung ein, erwachten wir am Morgen mit dem Schrei der Möwen.
Von Plage zu Cap, von Cap zu Phare, von Phare zu Baie führten unsrer Etappen am Ärmelkanal entlang nach Südwesten bis zur Baie de Mont St. Michel.
Den Galubensberg des heiligen St. Michael verliessen wir am Samstagmorgen und fuhren erst mal nach Avranches. Dort machten wir einen kleinen Stadtbummel und einen großen Einkauf.
Vom ehemaligen Donjon aus hatten wir noch mal einen herrlichen Blick über die Baie de Mt. St. Michel.
Dann entlang der Bucht wieder gegen Norden bis zum Städtchen St. Pair s/mer zur Übernachtung.
Am heutigen Morgen dann nach Granville.
Auch dort ein Bummel durch die alte "Haute Ville" mit Blick auf die Bucht, die bretonische Küste und die Kanalinsel Jersey.
Dann verlassen wir das Meer endgültig. Gerade setzte Ebbe ein.
40 km sind wir noch ins Landesinnere gefahren um uns auf dem Bauernhof eines "France-Passion" Gastgebers mit Ziegenkäse für den Heimweg zu versorgen.
Wir lassen den Sonntag ausklingen zwischen Ziegen, Schafen, Hunden und einer neugieriegen jungen Katze.
Dienstag, 26.09.2006
Schön wars auf dem Ziegenbauernhof "La Manchevrette" Und feinen Ziehgenkäse haben wir eingekauft. Hatten wir uns ja extra ausgesucht.
Dann gings auf nach Chartres. Die Kathedrale wollte ich mir anschauen. Ein eindrucksvolles Bauwerk. Der Abstecher hat sich gelohnt.
Am Abend standen wir in Ablis am Sportplatz. Die Kirche des Ortes ist aus dem 12. Jahrhundert und es gibt dort eine ebenso alte Abtei.
Am heutigen Morgen noch dem Frühstück, also wie bei uns üblich fast um 11 starten wir dann zur Fahrt um Paris. Wir machen uns kompliziert, was über die Peripherique einfacher gegangen wäre und fahren durch Versailles, was uns immerhin einen Blick auf das Schloss des Sonnenkönigs beschert über St. germain en Laye, Argenteuil, Bobigny, Champigny schliesslich zurück ins Val du Marne. Das Ganze kostet uns 3 Stunden.
Fragt mich nicht warum ich nicht einfach die Peripherique gefahren bin.
Endpunkt der heutigen Etappe ist Villiers-Cotterets. Klingt nach nichts. Dachten wir auch.
Im Park eines heruntergekommen Schlosses finden wir einen ruhigen Übernachtungsplatz und den Ausgangspunkt für einen kleinen Abendspaziergang. Das Chateau gehörte einst Francois dem I, Vater von Henri II. der mit Katherine des Medici verheiratet war. In den noch erhaltenen Teilen befindet sich ein Altenpflegeheim.
Villiers-Cotterets ist Geburtsort von Alexandre Dumas (Die 3 Musketiere)
und Alexandre Dumas (dem jüngeren; Die Kameliendame) Also sind wir doch auf interessante literarische Spuren gestossen!
Ach ja und nebenbei ist hier der Hauptsitz von VW-France. Das haben wir am Ortseingang bereits mitgekriegt.
Und der Park neben dem Chateau ist als Parkplatz beschildert und ein idealer Übernachtungsplatz.
Mittwoch, 27.09.2006 Trier
Von der Geburtsstadt von Alexandre Dumas zur Geburtsstadt von Karl Marx.
402 km.
So legten wir heute eine etwas längere Strecke Heimweg zurück. Über Charleville-Mezier bis zur Entsorgung in Montherme zum letzten Einkauf auf französischem Boden im Tal der Meuse, zurück nach Charleville-Meziers und über Sedan nach Belgien in Richtung Arlon.
Dort auf die Autobahn und durch Luxemburg hindurch zum billigen Diesel nach Wasserbillig. Für 0,879 wird vollgetankt und dann gehts zur Übernachtung auf den
Stellplatz in Trier.
Morgen gehts dann durch den Hunsrück und am Rhein entlang (Federweisser wird noch eingekauft) über Worms nach Hause.
Ende