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Unsere Tour in die Normandie im September 2006 1, 2


Kater58 am 18 Dez 2006 22:27:49

Ein belegtes Sandwich ersetzte heute unser Frühstück und beim Einkauf danach ertanden wir eine ganze Tranche Thunfisch fürs Abendessen.

Am Abend standen wir dann am Cap La Hague, ungefähr einen Kilometer vom Meer entfernt auf dem dort angelegte Womo-Stellplatz.

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Kater58 am 18 Dez 2006 22:33:42

Küste und Leuchtturm sieht man vom Womo aus und ein wolkenloser Himmel lässt für die nächsten Tage hoffen.

Donnerstag, 21.September 2006

Wir wollen uns vom Meer nicht trennen und folgen der "Route des Caps" von Auderville bis zum Cap Carteret. Immer so nahe an der Küste wie möglich. Dadurch kommt heute eine Strecke von 143 km zusammen, teils auf schmalen Küstenstrassen durch malerische Dörfer in typischer Steinbauweise.



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Kater58 am 18 Dez 2006 22:37:09

Begleitet werden wir den ganzen Tag durch einen strammen Südwind, der uns ordentlich durchbläst, der aber angenehm warm ist.
Am Cap Carteret steigen wir aus um den Rundblick aufs Meer und die Kanalinseln zu geniessen.

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Kater58 am 18 Dez 2006 22:41:08

Endpunkt der Etappe ist heute Gouville s/Mer.
Und immerhin schaffe ich es ein wenig zu schwimmen bevor die Flut einsetzt.
Danach hab ich wenigstens das Gefühl mir den Coq au Vin verdient zu haben, den es heute Abend zum Essen gibt.

Aretousa am 18 Dez 2006 23:24:30

Es sollte Pflicht werden, in diesem Forum allen Mitgliedern den Winter mit solch schönen Reiseberichten zu verkürzen.
In Cateret standen wir 2 Monate vor euch- wir lieben die Gegend und wundern uns immer darüber, nachts völlig alleine zu sein.
Aretousa

Kater58 am 19 Jan 2007 13:25:00

Freitag, 22.09.2006 Tag- und Nachtgleiche

Mit dem Mt. St. Michel erreichen wir heute wohl den Wendepunkt unserer Reise.
Es hat geregnet heute Nacht und es regnet am Morgen noch immer. Ein Baguette besorge ich in Gouville-Bourg mit dem Fahrrad.
Nach dem Frühstück gehts weiter nach Granville. Wir brauchen Frischwasser, doch leider ist die Versorgung im Moment ausser Betrieb. Also entsorgen wir unsere Toilette, bzw. deren Inhalt und verlassen Granville unbesehen. Wir waren ohnehin schon mal da. In St. Paix s/Mer holen wir das mit dem Frischwasser nach.
Wir beschliessen danach, da das Wetter sich wieder aufgemacht hat direkt und gleich zum Mont St. michel zu fahren und uns dann morgen Avranches und Granville noch mal anzusehen, bevor es dann am Sonntag langsam auf den Heimweg geht.
Den Mont St. Michel hatten wir 2001 bereits besucht. damals waren wir über den Damm gelaufen und hatten Schritt für Schritt die sich verändernde Ansicht genossen.

Kater58 am 19 Jan 2007 13:26:43

Diesmal fahren wir auf den Womo-Platz und investieren die 8 Euronen um dort auch einmal zu übernachten.
Es lohnt sich auf jeden Fall.
Und die Tatsache, daß wir in der Tag- und Nachtgleiche da sind beschert uns einen besonders hohen Flutstand.
den Besuch des Mont. St. Michel zu beschreiben spar ich mir, denn jeder von Euch kennt das ja aus eigener Erfahrung.
Mittlerweile sitze ich vorm Womo, beobachte die einsetzende Flut und schreibe die paar Zeilen, während nebenan eine Partie Petanque gespielt wird.
Ausserdem gibts heute Abend wieder Moules!

Kater58 am 19 Jan 2007 13:27:43

Sonntag, 24.09.2006

Jetzt haben wir dem Meer den Rücken gekehrt. Die letzten 15 Tage war es unser ständiger Begleiter.
Von Oostende bis zum Mont St. Michel lernten wir mit Ebbe und Flut zu rechnen, schliefen wiar am Abend mit dem Geräusch der Brandung ein, erwachten wir am Morgen mit dem Schrei der Möwen.
Von Plage zu Cap, von Cap zu Phare, von Phare zu Baie führten unsrer Etappen am Ärmelkanal entlang nach Südwesten bis zur Baie de Mont St. Michel.
Den Galubensberg des heiligen St. Michael verliessen wir am Samstagmorgen und fuhren erst mal nach Avranches. Dort machten wir einen kleinen Stadtbummel und einen großen Einkauf.
Vom ehemaligen Donjon aus hatten wir noch mal einen herrlichen Blick über die Baie de Mt. St. Michel.
Dann entlang der Bucht wieder gegen Norden bis zum Städtchen St. Pair s/mer zur Übernachtung.
Am heutigen Morgen dann nach Granville.
Auch dort ein Bummel durch die alte "Haute Ville" mit Blick auf die Bucht, die bretonische Küste und die Kanalinsel Jersey.
Dann verlassen wir das Meer endgültig. Gerade setzte Ebbe ein.
40 km sind wir noch ins Landesinnere gefahren um uns auf dem Bauernhof eines "France-Passion" Gastgebers mit Ziegenkäse für den Heimweg zu versorgen.
Wir lassen den Sonntag ausklingen zwischen Ziegen, Schafen, Hunden und einer neugieriegen jungen Katze.

Dienstag, 26.09.2006

Schön wars auf dem Ziegenbauernhof "La Manchevrette" Und feinen Ziehgenkäse haben wir eingekauft. Hatten wir uns ja extra ausgesucht.
Dann gings auf nach Chartres. Die Kathedrale wollte ich mir anschauen. Ein eindrucksvolles Bauwerk. Der Abstecher hat sich gelohnt.
Am Abend standen wir in Ablis am Sportplatz. Die Kirche des Ortes ist aus dem 12. Jahrhundert und es gibt dort eine ebenso alte Abtei.
Am heutigen Morgen noch dem Frühstück, also wie bei uns üblich fast um 11 starten wir dann zur Fahrt um Paris. Wir machen uns kompliziert, was über die Peripherique einfacher gegangen wäre und fahren durch Versailles, was uns immerhin einen Blick auf das Schloss des Sonnenkönigs beschert über St. germain en Laye, Argenteuil, Bobigny, Champigny schliesslich zurück ins Val du Marne. Das Ganze kostet uns 3 Stunden.
Fragt mich nicht warum ich nicht einfach die Peripherique gefahren bin.
Endpunkt der heutigen Etappe ist Villiers-Cotterets. Klingt nach nichts. Dachten wir auch.
Im Park eines heruntergekommen Schlosses finden wir einen ruhigen Übernachtungsplatz und den Ausgangspunkt für einen kleinen Abendspaziergang. Das Chateau gehörte einst Francois dem I, Vater von Henri II. der mit Katherine des Medici verheiratet war. In den noch erhaltenen Teilen befindet sich ein Altenpflegeheim.
Villiers-Cotterets ist Geburtsort von Alexandre Dumas (Die 3 Musketiere)
und Alexandre Dumas (dem jüngeren; Die Kameliendame) Also sind wir doch auf interessante literarische Spuren gestossen!
Ach ja und nebenbei ist hier der Hauptsitz von VW-France. Das haben wir am Ortseingang bereits mitgekriegt.
Und der Park neben dem Chateau ist als Parkplatz beschildert und ein idealer Übernachtungsplatz.

Mittwoch, 27.09.2006 Trier

Von der Geburtsstadt von Alexandre Dumas zur Geburtsstadt von Karl Marx.
402 km.
So legten wir heute eine etwas längere Strecke Heimweg zurück. Über Charleville-Mezier bis zur Entsorgung in Montherme zum letzten Einkauf auf französischem Boden im Tal der Meuse, zurück nach Charleville-Meziers und über Sedan nach Belgien in Richtung Arlon.
Dort auf die Autobahn und durch Luxemburg hindurch zum billigen Diesel nach Wasserbillig. Für 0,879 wird vollgetankt und dann gehts zur Übernachtung auf den Stellplatz in Trier.
Morgen gehts dann durch den Hunsrück und am Rhein entlang (Federweisser wird noch eingekauft) über Worms nach Hause.


Ende

Beduin am 19 Jan 2007 13:52:10

Schee war´s. Danke dir.
Bin vermutlich eine der wenigen die noch nicht am Mont. St. Michel war :?
Werde ich aber vermutlich nachholen.
Gibt ja so grobe Pläne in den Osterferien nach Frankreich zu fahren :)

Aretousa am 19 Jan 2007 22:59:05

Tus- du wirst es nicht bereuen-Ina
und Lothars Bericht ist doch wirklich superklasse und sehr appetitanregend
Lena

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