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Neue Regeln bei der HU seit Mai 2018


mikeno am 09 Jun 2018 11:32:56

habe heute folgenden Link vom ADAC geöffnet:

--> Link

*************************
Dort finde ich den Unterpunkt: Hauptuntersuchung im Ausland
*************************

Was heißt das? Ist es jetzt etwa möglich die Hauptuntersuchung bspw. in Spanien machen zu lassen?
Wer kann aufklären?

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

peter1130 am 09 Jun 2018 12:09:21

Das kann ich mir kaum vorstellen. Denn dann würden wohl viele im Ausland prüfen lassen :D

rtiker am 09 Jun 2018 12:32:21

peter1130 hat geschrieben:Das kann ich mir kaum vorstellen. Denn dann würden wohl viele im Ausland prüfen lassen :D

In Frankreich würde ich den TÜV (CT) aber lieber nicht machen. Es ist ein großer Irrtum zu glauben andere Länder schauen nicht so genau hin. Die französische CT umfasst eine genau vorgeschriebene Prüfprozedur von 133 Punkten die auch penibelst abgearbeitet wird --> Link

peter1130 am 09 Jun 2018 13:42:24

Das es Länder gibt die auch genau nachgucken glaube ich. Bei vielen anderen Ländern dürfte aber das Gegenteil der Fall sein.

Winzling am 09 Jun 2018 20:14:20

mikeno hat geschrieben:Ist es jetzt etwa möglich die Hauptuntersuchung bspw. in Spanien machen zu lassen?


Nein. bzw. Jein - der TÜV Rheinland hat Kooperationen mit span. Prüfstellen, dort kann man eine Prüfung nach dt. Gesichtspunkten durchführen lassen. Plakette oder amtl. anerkannten Prüfbericht gibt es (noch) nicht.

Da das aber recht teuer ist, und man einem span. KfZ-Betrieb mehr trauen kann als einem "funcionario" (ugf.: Beamter).... :wink:




Grüße

Micha1958 am 09 Jun 2018 20:57:42

Die Untersuchung im Ausland dient ja in erster Linie zur Vorbeugung vor Strafe bei Wiedereinreise nach D oder dem Verfall eines Versicherungsschutzes bei abgelaufenem TÜV.

Dazu ist eine Bescheinigung der Mängelfreiheit im Ausland schon von Vorteil wenn der TÜV dort ablaufen sollte.
Besser natürlich wäre vor Abreise hier noch die HU durchführen.

Gruß Micha

Winzling am 09 Jun 2018 23:15:34

Hallo Micha,

Micha1958 hat geschrieben:Die Untersuchung im Ausland dient ja in erster Linie zur Vorbeugung vor Strafe bei Wiedereinreise nach D oder dem Verfall eines Versicherungsschutzes bei abgelaufenem TÜV.



Eine völlig unnötige Angst.

Ich wünschte die SuFu beim ADAC würde korrekt funktionieren, irgendwo ist dort eine Seite versteckt, die das erklärt.

Kurzfassung:
Mit Einreise verlängert sich der abgelaufene TÜV "normalerweise" um 14 Tage evtl. nur 8 Tage. Eine Bestätigung der Einreise stellt jede Polizeidienststelle aus. Sofern das Fz. "auf den ersten Blick" i.O. ausschaut wird das keine Probleme geben. Noch besser ist es bereits einen TÜV-Termin gebucht zu haben.

Versicherungen können sich nur auf erkennbare Schäden berufen, die zum Unfall führten, nicht auf den überfälligen TÜV.
Allerdings lohnt die Ausrede "Bin kein Kfzler, habe das nicht bemerkt" nicht, dann hätte man einen Fachmann fragen müssen.


Grüsse

Micha1958 am 10 Jun 2018 00:12:10

Jo Winzling,
dann bleib mal 2-3 Monate oder länger im Ausland und fahr dort mit wochenlang abgelaufenem TüV.
Viel Spaß dann bei der Erklärung Du konntest ja nicht weil Du ja nicht in D warst.
Bei einem Unfall schauts nochmal anders aus falls ein Mangel nachgewiesen werden kann.

Ist sicher die Ausnahme aber dafür ist die *HU im Ausland* eine Möglichkeit.

Ich würde mich übrigens freuen wenn Du mal bei Gelegenheit Dein Profil bissel füllen würdest. Das wäre höflich und fair. :)

Gruß Micha

Winzling am 10 Jun 2018 02:37:17

Hallo,
Micha1958 hat geschrieben:dann bleib mal 2-3 Monate oder länger im Ausland und fahr dort mit wochenlang abgelaufenem TüV.
Viel Spaß dann bei der Erklärung Du konntest ja nicht weil Du ja nicht in D warst.


Nicht ich - das Fahrzeug!

Ich verstehe nicht wieso auf diese unbestreitbare Tatsache so viel Einspruch incl. Häme kommen muss? Sogar 3x die gleichen Einsprüche in 4 Wochen. Unter Auslandsdeutschen ist das eines der angenehmsten Rechte und es wird reichlich ausgenutzt. Nicht nur Monate, ganze Jahrzehnte. Ich wollte das mal zählen und fotografieren bei einem entsprechenden Treffen, es waren einfach zu viele.

Aber Gegenfrage - die StVZO gilt ausdrücklich nur in Deutschland, wo ist das ausl. Gesetz welches einem deutschen Kennzeichen einen gültigen TÜV-Aufkleber vorschreibt? Die nötigen Papiere sind international vereinbart, der Amtsstempel auf dem Kennzeichen auch, aber TÜV? Es gibt da etwas, hat aber auf die Problemstellung hier keinerlei Auswirkungen.
Besonders Spanien würde sich bedanken, da ist die Verkehrspolizei eine (bzw. 12) separate Einheit, die angehenden Polizisten machen eine 6 monatige Schulung. Da hört der Neuling in 2 Unterrichtsstunden, dass andere Staaten andere Papiere haben, sogar abnehmbare/änderbare Kennzeichnen - das gibt es in Spanien nicht. Also interessiert nur ob das Fz. länger als 6 Monate in einem Jahr im Land war, dann hätte es nämlich umgemeldet werden müssen. DAS rappelt so richtig in der Staatskasse, und es hat schon einige Deutsche erwischt, die sich verplappert haben. Wohlmerklich _verplappert_ - jeder andere Weg das zu beweisen, ist in der Realität nicht umsetzbar.

Was hälst du also davon statt Spott zumindest die Möglichkeit einzuplanen, dass ich aus reichlicher Erfahrung und genauer Kenntnis der Gesetze meine Infos ziehe, aber bestimmt nicht alle Zusammenhänge hier ausbreite. Mündlich dauert der Vortrag ca. 30 Minuten, also genau die Zeit, die es dauert 2 Polizisten eine Tasse Kaffee zuzubereiten und trinken zu lassen.... nicht nur in Spanien, und nicht nur einmal - ist ja nicht schwer die Bedeutung dieses Aufklebers zu erraten. Schriftlich gäbe das ugf. 10 Seiten; oder 50 mit einer Beschreibung der Hintergründe. Ist ja auch ein Recht bei dem man selbst in Spanien mal richtig stolz sein kann ein Deutscher zu sein :mrgreen: Wir haben Reisefreiheit, so weit, dass eine amtliche Verfügung uns nicht zwingen darf zurück zu kommen.

Auch wenn das Resultat einfach ist, der Weg dahin ist etwas komplexer.

Grüße

OT:
PS: Ist deine letzte Frage nicht ausreichend per KN beantwortet?

Auch wenn das Resultat einfach ist, der Weg dahin ist etwas komplexer.

Winzling am 10 Jun 2018 03:20:41

Wichtiger Nachtrag!

Ich gehe von einem Fahrer in einem verkehrstüchtigen Fahrzeug aus, der Deutschland mit gültigem TÜV verlassen hat, und den Kaffee nicht über die Polizisten gießt. An jeden Ausnahmefall habe ich bestimmt nicht gedacht.

Beim ADAC findet sich alles incl. aktueller Nachrichten (das im anderen Fred erwähnte Italien-Problem), ich find's nur momentan nicht. Nur ein Zitat "Ist VOR der Urlaubsreise der TÜV abgelaufen, kann es ebenfalls zu Problemen kommen. Ungarische, tschechische und polnische Polizeibehörden verhängen in diesen Fällen immer wieder hohe Bußgelder oder legen sogar das Kfz still." Tank- und Reparaturquittungen könnten also wichtig werden.

UND!!!!

Gesetze ändern sich, einiges befindet sich bei der EU im Gespräch, nicht alles kommt in der Presse. Dieser Freifahrtschein für Deutsche ist jetzt immerhin 69 Jahre alt, und ich habe länger nichts von Dobrindt gehört.

Wenn der mitbekommt was wir so dürfen, quengelt der solange bis er wieder Verkehrsminister ist. :twisted:

rtiker am 10 Jun 2018 12:42:09

Das Problem mit abgelaufenem TÜV im Ausland betrifft besonders Trucker, da diese oft monatelang im Ausland unterwegs sind. Deshalb gibt's hier --> Link fundierte Auskunft

Micha1958 am 10 Jun 2018 12:50:52

Fundierter Beitrag, Rob. :gut:

Gruß Micha

Gast am 10 Jun 2018 14:18:40

In Spanien würde ich gern zur itv fahren. Auf dem Land, wo jeder jeden kennt, ist die Prüfung easy.

Winzling am 10 Jun 2018 20:01:24

Hallo,
rtiker hat geschrieben: fundierte Auskunft


es fehlt zwar der Hinweis auf die Fristverlängerung nach Wiedereinreise, auch der Tipp sich das bestätigen zu lassen, desweiteren ist man keinesfalls "auf Nummer Sicher" mit einem ausl. Gutachten im Falle eines Unfalls, aber offensichtlich ist der Artikel glaubhafter als das was ich geschrieben habe. Danke.

Grüße

Winzling am 10 Jun 2018 20:24:41

Hallo,

Junio hat geschrieben:itv (...) ist die Prüfung easy.


ich empfinde den TÜV schon als Partner in der Beurteilung des Zustandes meiner Fahrzeuge, sowie für die Abwägung welche Teile in den nächsten Monaten zu Problemen führen könnten.

Die ITV ist demgegenüber nur ein Kostenfaktor. 2007 hatte ich einen "Prüfer" dessen Vorbildung aus einem Werkstattpraktikum bestand. Da ich nicht einen funktionierenden Rückspiegel hatte, war der Erhalt der Plakette ohne Wiedervorführung zwar praktisch, aber dann kann der Staat sich die technische Kontrolle auch gleich ganz sparen.

Wie gering die Standards bei der ITV sind, wissen auch die Versicherer.... und der halbe Rest der Welt. Dementsprechend hilfreich wäre deren Gutachten, falls es zum Unfall durch eine Funktionsstörung kommt, die der Fahrer hätte bemerken müssen.

Grüße

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