supertramp2 am 10 Jun 2018 17:26:21 Liebe Forumsnutzer, würdet Ihr einen etwa zehn Jahre alten Ducato mit 250.000km Laufleistung für einen ersten Wurf zum Wohnmobilselbstausbau in Betracht ziehen, wenn er für etwa 5.000 Euro zu haben ist? Oder kann soetwas einfach keinen Sinn machen? Wie der Wagen vorher genutzt wurde, weiß der Verkäufer angeblich nicht. Immerhin ist er nicht so teuer und man könnte ja mal ein bißchen rumprobieren, und wenn er dann irgendwann hops geht, was ja wohl jederzeit passieren könnte, kann man einige Teile der Innenausstattung sicherlich immernoch für einen neuen Ducato recyceln, nicht? Vielleicht fährt er ja auch bis 500.000 durch. Man könnte ja auch den TÜV mal draufschauen lassen [*]. Für einen neuwertigen Ducato müsste ich etwa das Fünffache hinlegen und bei der aktuellen Dieselproblematik kann man den Wertverfall innerhalb der nächsten Jahre ja schlecht einschätzen. Außerdem fühlt es sich auch etwas besser an, in Sachen Umbau erstmal bei einem günstigen Wagen zu üben. Darf ich Euch da mal um einen Ratschlag bitten? Danke und Grüße Alex [*] --> Link
Elgeba am 10 Jun 2018 17:35:28 Wenn der Verkäufer nach der Kilometerleistung nicht weiß wie das Fahrzeug genutzt wurde kann ich nur sagen lass es,dann stimmt da noch einiges nicht und ob der Tacho den wirklichen Kilometerstand anzeigt weiß auch niemand.
Gruß Bernd
Jagstcamp-Widdern am 10 Jun 2018 17:56:34 man kann mit dem km - stand kaufen, dann sollte aber eine wartungshistorie vorliegen, also serviceheft und im anschlusz reparaturrechnungen....
allesbleibtgut hartmut
JoFoe am 10 Jun 2018 17:59:01 Moin Alex , deine Angaben zu dem Duc sind nicht gerade viele. Nur beim kurzen Surfen im Netz habe ich einige gefunden mit bedeutend weniger auf dem Tacho und auch noch günstiger . Und den ein oder anderen auch mit einer belegbaren Laufleistung. :mrgreen:
skysegel am 10 Jun 2018 18:06:30 Überschlag mal die Kosten für den von dir geplanten Ausbau, dann kannst du dir überlegen, ob das in einem vernünftigen Verhältnis zueinander steht. Wenn du einen Ausbau machst, den du ggf. rausschrauben und in den nächsten wieder einbauen kannst, mag das auch die Entscheidung erleichtern. Nach dem, was ich hier und anderswo aber so an Selbstbauten gesehen hab, wird das nicht so ohne weiters funktionieren.
Ulli
Pechvogel am 10 Jun 2018 18:16:05 Ob 5000,- für einen 10 Jahre alten Duc mit 250.000 km ein gutes Angebot ist oder nicht hängt bestimmt von ganz vielen einzelnen Faktoren ab ( Reifen, Bremsen, allg. Zustand, TÜV, .... ).
Und ob man, wenn der Duc mal verreckt, wirklich bei einem neuen Projekt Teile von dem alten verwendet?? ( oder willst du so 'Modular' bauen dass man den Ausbau quasi als Ladung von einem Duc in den nächsten 'schieben' kann ).
Der Duc-Motor KANN ( bei entsprechender Pflege ) aber noch ein paar 100.000 km halten.
Grüße Dirk
gespeert am 10 Jun 2018 18:56:54 Was kannst Du handwerklich? Das Angebot klingt interessant, aber Rahmen ok? Fahrwerk halbwegs ok? Maschine noch ueberholbar? Bei juengeren Motoren ist das nicht mehr so einfach moeglich! Dasselbe mit dem Getriebe, generell wichtige Komponenten schonmal sammeln.
Dann ist ein vermeintliches, wenige Jahre altes Schnaeppchen aus dem Kurierbetrieb am Ende richtig teuer!
Hole Dir genaue Infos zu dem Wagen ueber entspr. Fachbetriebe! Wer ist der Auftraggeber des Verkaeufers? Fahrzeughistorie erforschen!
gespeert am 10 Jun 2018 19:05:10 Wenn die Maschine keine Misshandlungen erfahren hat, koennen die km kein Problem sein. Falls der Tacho noch nicht zurueckgedreht wurde, und der jetzige Verkaeufer vielleicht auch schon gelinkt wurde. Gehe deswegen mit den Daten mal zum Haendler!
Eines meiner jetzigen Fz. hat keine belegbare Historie da es vor einem Autohaendler stehend ausgeraeumt wurde. Handbuch usw. alles weg, sogar teure Abdeckungen im Motorraum wurden geklaut. Und den Batteriekasten musste ich auch wechseln, die xxxx versuchten die Batterie zu klauen und rissen dabei Stehbolzen aus. Aber die Karre war guenstig.
supertramp2 am 10 Jun 2018 21:27:47 Vielen Dank für Eure Antworten! Die Ratschläge werde ich befolgen. Aber das Risiko kann man sicherlich nicht wegdiskutieren. Was mache ich denn zum Beispiel, wenn irgendwo in Italien der Motor den Geist aufgibt, ich mit Sack und Pack dort festhänge und der Wagen dann schrottreif ist? Wie kriege ich ihn dann wieder zurück und was kämen dabei wohl für Kosten auf mich zu?
Dethleff 1 am 10 Jun 2018 21:34:30 wenn du bei einen Autofahrerclub Mitglied bist dürfte es kein großes Problem sein dein Fahrzeug wieder nach Hause bringen :wink:
gespeert am 10 Jun 2018 22:27:25 Wenn Du das Fz und die Technik geprueft und gewartet hast (Motorsteuerung, Oelpumpe neu, Duesen geprueft, Druckverlustpruefung, Ventilschaftdichtungen neu), duerfte da nix ohne Vorwarnung hochgehen. Hole Dir den Versicherungsschutzbrief, ist guenstiger wie ACDC. :lol:
rkopka am 10 Jun 2018 23:50:36 Dethleff 1 hat geschrieben:wenn du bei einen Autofahrerclub Mitglied bist dürfte es kein großes Problem sein dein Fahrzeug wieder nach Hause bringen :wink:
Aber nur, wenn eine Reparatur nicht den Zeitwert überschreitet (oder so). Da gabs doch hier schon einige Threads, wo die Besitzer Probleme hatten, ihr Schätzchen wieder nach hause zu bekommen. RK
Gast am 11 Jun 2018 06:36:57 supertramp2 hat geschrieben:Was mache ich denn zum Beispiel, wenn irgendwo in Italien der Motor den Geist aufgibt, ich mit Sack und Pack dort festhänge und der Wagen dann schrottreif ist? Wie kriege ich ihn dann wieder zurück und was kämen dabei wohl für Kosten auf mich zu?
Wenn er in Italien den Geist aufgibt, findet sich an jeder Straßenecke eine Fiat Werkstatt ;)
Gast am 11 Jun 2018 06:38:39 Dethleff 1 hat geschrieben:wenn du bei einen Autofahrerclub Mitglied bist dürfte es kein großes Problem sein dein Fahrzeug wieder nach Hause bringen :wink:
Wenn das Fahrzeug eine Lkw Zulassung hat, wird man nur mit Schwierigkeiten auf Anhieb einen Automobilclub finden. Dazu müsste erst mal der Ausbau fertig sein, damit das Fahrzeug als Womo umgeschrieben werden kann. Kleiner Tipp: ACE und ADAC nehmen privat gennutzte leichte Lkws auf, wenn man sie ganz lieb darum bittet.
Gast am 11 Jun 2018 06:45:23 Der km Stand ist nicht das Problem. Das Problem könnte sein, dass viele verschiedene Fahrer nicht besonders vorsichtig mit dem Ducato umgegangen sind, ihn ziemlich derb behandelt haben. Hinzu kommt, dass er möglicherweise im stressigen Stadtverkehr gefahren wurde, vielleicht noch ein verdeckter Unfallschaden (oder mehrere). Kann auch gut sein, dass er regelmäßig überladen wurde. Alles Unwägbarkeiten. Wenn Euch die 5000 € nicht weiter jucken, könnt Ihr Euch auf das Fahrzeug einlassen, und das Risiko wagen, allen anderen rate ich vom Kauf ab. Tipp: auf mobile de und anderen Webseiten findet man viele von dem betreffenden Modell, in unterschiedlichen Höhen und Längen, vielleicht mit besserer Aussage bezüglich der bisherigen Nutzung und lückenlosen Papieren/Scheckheft usw.. Unbedingt dran denken, dass beim Ducato der Steuerriemen nach 200.000 km (?) gewechselt werden muss. Das ist eine teure Angelegenheit. Wenn die Unterlagen nicht vollständig sind, würde ich mich nicht darauf verlassen, dass es erledigt wurde ... und andere Dinge vielleicht auch nicht.
teuchmc am 11 Jun 2018 09:18:48 Moin! Ohne Wartungshistorie sind solche KM-Stände für Jemanden ohne Kfz-Sachverstand ein Risiko. Man kann es natürlich auch wie gespeert machen, in dem man die Karre "durchschraubt". Ohne (fast)komplette Eigenleistung wird det aber so teuer, daß man sich dann auch einen besseren,evtl.teueren Kasten zulegen kann. Der Motor wird nach nem Kundendienst evtl.mit ZR-Wechsel das Teil sein, was die geringste Ausfallquote wahrscheinlich hat.Da gibts solch Sachen wie Getriebe,Lenkung,Fahrwerk,Elektrik etc. welche ein größeres Ausfallpotential bei dem Km-Stand haben. Sonnigen weiterhin. Uwe
gespeert am 11 Jun 2018 19:36:02 Durchschrauben ist etwas uebertrieben. Einige wichtige Punkte sollte man halt pruefen!
Vater hielt es aber so, dass beim Kauf eines Diesels, diesem grundsaetzlich ein neuer Steuerriemen verbaut wurde, ausser die Werkstatt konnte dies 100% belegen, dass dieser im regulaeren Zyklus gewechselt wurde.
selbstschrauber am 11 Jun 2018 20:22:55 Unser erster T 3 war ein Ex-Firmenwagen, der in seinen vorherigen 12 Jahren bei 3 Firmen als Alltagsschlampe gelaufen war. Km-Stand war nur 5-stellig, vmtl mehrmals überrundet. Den Wagen bekamen wir mit 1 JAhr TÜV für eine DM und viel mehr war er eigentlich auch nicht mehr wert. Nach 5 Jahren Nutzungszeit hatten wir so ziemlich alles erneuert und repariert was denkbar ist. Los gings es mit dem Motorschaden, dann kam ein Bruch eines Achsteiles an der Vorderachse, danach diverse Blecharbeiten (Rostschäden), Lichtmaschine, Benzinpumpe, diverse Kabelbrüche, abgefallener / gebrochener Schalthebel, defekte Heizbirnen, abgefallener Auspuff, Anlasser, Radlager, Ölkühler, Motorraumdichtung, Schiebetürmechanik, Gurte, Sitze, gerissener Kupplungszug usw usw. Ärgerlich waren die Defekte im Urlaub, weil diese immer Urlaubszeit kosten und idR nur viel teuerer als zu Hause repariert werden können. Klar, hat schon was, wenn man auf dem Campingplatz unter dem Auto liegt und den Auspuff wechselt und die Ehefrau 1 Stock höher gemütlich liest, aber eignetlich stelle ich mir Urlaub anders vor. Das gebrochene Achsteil war eine gefährliche Sache, weil der Wagen total einseitig zog und das Rad nur noch von der Lenkung halbwegs in der Spur gehalten wurde. Das Auto war immer nur gefahren worden und nie pfleglich behandelt worden, im Grunde mechanisch verbraucht. Heute würde ich so einen Wagen nicht mehr haben wollen, als Student wars ok. Die Campingeinrichtung haben wir dann in den Nachfolger umgebaut, da es das gleiche Modell nur 12 Jahre jünger war, ging das mit wenigen Anpassungen. Da haben wir die Ausstattung nochmals 5-6 Jahre genutzt, bis wir zuviele Kinder für einen Vw Bus hatten.
Also machbar ist es, nur ob es bei der Laufleistung noch sinnvoll ist?
LG
Selbstschrauber
Syncromat am 11 Jun 2018 20:33:30 Ein Scheckheft wird völlig überbewertet,vor allem wenn es keine Garantie mehr gibt.Wichtiger sind Belege über regelmäßige Wartungen,da kann man auch die wirkliche Laufleistung rausfinden. Aber wie hier schon erwähnt wurde,für den genannten Preis bekommste sicher etwas besseres.Leere Kastenwagen sind ohnehin nicht der Verkaufsschlager.
gespeert am 11 Jun 2018 20:33:48 So ne Kiste ist der worst case. Wir nutzten sowas als Schlachtfahrzeug oder zum Ueben fuer uns Kinder.
Sollte der TE zwei linke Haende haben oder sicher gehen wollen, ist ein fachkundiger Schrauber beim Besichtigungstermin Pflicht.
lachshuhn am 11 Jun 2018 22:16:20 Hallo, Erst einmal was ist das für ein Ducato Motor Radstand Hochdach usw. Generell sind 250 Tkm nicht viel aber auch nicht wenig. Du bekommst aber für 8500 Euro schon Ducatos mit weniger als 140Tkm. Schau Dir das Auto an nimm einen Fachkundigen mit und wenn der Wagen I.O. Ist dann Kauf hin. Du kannst auch bei einem Auto mit 100Tkm Pech haben und bei einem über 300Tkm Glück. Die Maschinen sind eigentlich sehr robust und laufen bei guter pfleg weit über 500Tkm. TÜV und Checkheft ist zweitrangig. Der TÜV kann Dir auch nicht sagen ob der Motor heile ist da musst du selber schauen und Erfahrung haben. Und reparabel ist alles wenn du natürlich wegen jeder Kleinigkeit in die Werkstatt must, ja dann wirds sehr teuer und ich empfehle Dir ein Neuwagen zu kaufen und nach Garantieablauf dem wieder zu verkaufen. Gruß Frank
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