Nachdem ich mein neues TTgo Naviprogramm bekommen habe , war eine
Testfahrt nach Italien angesagt. Am 25. 10 Start nach Treviso.das ich mir schon immer anschauen wollte. Fahrtstrecke ausschließlich Landestraßen.das klappte schon mal vorzüglich und wir erreichten entspannt unser Tagesziel Treviso.
Der angepeilte Platz am Stadion in der Via del Castello d`Amore, entpuppte sich zwar nicht als Liebsschloß war aber am Rande des großen Parkplatz ein richtiger Stellplatz mit Entsorgung. Der Zug fuhr in 200m Entfernung vorbei aber das machte nichts . Die Navigation zum Platz führte über einige Nebengassen über zig Ecken aber es traf punktgenau. Die Enfernung zum Stadtzentrum ist ca. 600m, also auch zu Fuß durchaus verkraftbar. Im Stadtinneren kann man auch hervorragend das Fahrrad benützen. Am nächsten Morgen wollten wir natürlich den
berühmten Fischmarkt Buranelli e Peschiera anschauen, aber von
pitoresk oder außergewöhnlich habe ich nicht viel bemerkt , solche Märkte
gibt es zu hunderten in Italien, das einzige außergewöhnliche ist ,das er sich auf einer kleinen Flußinsel befindet. Nach dem Pflichtbesuch div. Kirchen und einer Stadtumrundung brachen wir am späten Vormittag in Richtung Castelfranco auf. Treviso ist sicher einen Abstecher wert ,die vielen Kanäle innerhalb und außerhalb der Stadtmauer sind sehr stimmungsvoll.
Nachdem Hochnebel aufkam und somit die Orientierung nochmals erschwert ist ,war ich richtig froh über das brave Navi denn das Herausfinden auf eine der Hauptstraßen wäre sonst wohl wieder einmal zum Fiasko geworden.
Nach einem kurzen Stadtbummel in Castelfranco und einem Mittagsessen-Flopp, weiter nach Asolo, hier war die Welt wieder in Ordnung,der Stellplatz
am Fuße der Altstadt ist einfach zum gernhaben , für mich ein "Kraftort "
Entsorgung/Strom -7€ , wobei der nebenberufliche Platzwart der telephonisch herbeigerufen werden muß um den Schlüssel für die Schranke zu übergeben und zu kassieren, sich für meine Frau als ergiebiges Objekt zum ausprobieren der in langen Kursabenden angeeigneten Italienischkenntnisse erwies da er nur italienisch sprach.
Er erzählte u.a. von einer Gruppe deutscher Reisemobilisten die sich heuer auf dem PKW-Parkplatz vor dem Stellplatz breitmachten, Markisse und das übliche. Nachdem alle Versuche diese Leute dochnoch zum Verlassen des Pakplatzes (WOMO/WA-Verbot)
scheiterten , rief er die Carabineri diese kassierten dann von jedem Mobil satte € 80.-, der erhoffte Spareffekt dieser Typen hat sich dadurch drastisch ins Gegenteil gekehrt. Ich muß gestehen,das ich eine leichte Schadenfreude nicht unterdrücken konnte.
Am Nachmittag war natürlich ein Bummel durch das einnehmende Städtchen angesagt ,mit abschließender Weinverkostung am Piazza Centrale, Sonnenuntergang vom Feinsten inbegriffen.
Nach ruhiger Nacht ,Weiterfahrt Bassano del Grappa mit dem üblichen
Programm .Besichtigung des Städtchen Marostica da mich das Schachfeld interessierte ,ein hübscher Ort mit einer imposanten Buganlage im Hintergrund. Leider holte uns der Hochnebel aus der Tiefebene ein und es war nicht mehr so wunderhübsch. Darauf
beschlossen wir die Heimreise über Südtirol zu machen und auch noch Riva del Garda mitzunehmen. Die kürzeste Strecke war also in Richtung Thiene - Schio, allerding eine durchgehende Kette von Industriezentren,Kreisverkehre,Kreuzungen und andere Schikanen,öd und alles bei trüben Hochnebel. Hinter Schio ging es eine langezogene
fast unbewohnte Schluchtengegend hoch die immer steiler wurde - 14% und ich mir mit Schaudern vorstellte, hier eine Panne zu haben was bei der Dauerbelastung des Autos ja nicht so abwegig wäre. Glücklichwerweise traf dies nicht ein und wir erreichten den Passo Pian delle Fugazza,1160m.
Hier wurden wir mit strahlenden Sonnenschein und leuchten gelben
Laubbäumen belohnt ,es war mehr als ein Licht am Ende des Tunnels.
Die langezogene Abfahrt nach Rovereto am Sonnenhang in der Nachmittagsonne war eine Genusspartie erster Güte.
In Torbole machten wir einen ausgedehnten Strandbummel bis zum
Rivatunnel, es war nicht mehr viel los ein CP hatte noch offen und war schwach belegt. Ün am ebenfalls mittelvollen Stellplatz in Riva.
Am nächsten Morgen eine flotte Radpartie auf dem Monte Brioni bis zum
Sender , mit den üblichen herrlichen Tiefblicken erfreute das Gemüt.
Gegen Mittag bummelten wir wieder nur auf Bundesstraßen über Dro,
Trento, Strada del Vino nach Kaltern zum See. Die umliegenden Weinstöcke boten durch ihr sattes Gelb einen wundervollen Anblick.
Der große Pkpl. am See war rappelvoll mit WOMOS ,sogar der BusParkplatz wurde in Beschlag genommen, der neuangelegte Stellplatz vorm CP wurde nicht allzustark genützt, wahrscheinlich waren die 15.-€ etwas abschreckend , VS/Dusche/Strom incls. allerdings. Das neuangelegte Schwimmbad u.Freizeitzentrum
hat auch ein Restaurant mit einer tollen Terasse direkt am Wasser ,
wo man auch tadellos essen (noch besser trinken )kann.
Inzwischen fand ich dann am Pakplatz noch eine freigewordene Lücke
und konnte in den "legaleren " oberen Bereich wechseln.
Am nächsten Tag bummelten wir über Girlan,Bozen,Brixen, Lienz
gemütlich nach Hause.
Es war eine gemütliche und durch die eindrucksvolle herbstliche
Vegetation und das milde Klima wohltuende Reise zu der mein neues TTgo navi nicht unerheblich beigetragen hat.
schulze

