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In einem anderen Forum ist gerade berichtet worden, dass der immer tolerierte Wildcamp am pk 25 an der Dakhla Lagune geräumt worden ist, desgleichen der beliebte freie Platz in der Palmerai in Tafraoute. Es scheint daher, dass man allgemein versucht, alle Freisteher auf Campingplätze bzw. Herbergen zu verweisen. Mit dem gerade entdeckten Mord an den beiden Frauen am Topkal im Atlas hat das offenbar nichts zu tun, da es angeblich schon seit November eine Verordnung gibt, welche das Wildcampen einschränken soll. Im Hinblick auf die Palmerai in Tafraoute haben zudem offenbar die Betreiber der Campingplätze in Tafroute interveniert, damit die Freisteher auf ihre Plätze kommen. Diejenigen, die im Augenblick gerade im Marokko sind, sollten hier mal berichten, wenn auch woanders freie Plätze geräumt worden sind. So, nun bin ich selbst schon seit einem Monat in Marokko. Die Situation sieht jetzt doch etwas anders aus. Am Atlantik sieht man überall Freisteher, ohne dass offenbar eine Räumung erfolgt. In Esaouira aber kann man auf allen drei bewachten Parkplätzen nicht mehr übernachten. Schade. In Tafrout habe ich ca. 250 Freisteher gesehen. Dass ďie vor kurzem erfolgte Räumung auf Initiative der Campingplatzbetreiber erfolgt ist, ist unwahrscheinlich. Selbst ein Prozent der Freisteher könnte man nicht auf die drei Campingplätze verweisen, da diese - zumindest jetzt im Februar - voll sind. Wahrscheinlich haben die Geschäftsinhaber protestiert, da bei 250 frei stehenden Womos eine Räumung zum Verlust von 500 Touristen geführt hatte. Also alles beim alten. Wir sind jetzt (Dez./Jan./Febr.) in Marokko immer sehr viel frei gestanden. Ohne Probleme. Lediglich bei den Bunten Steinen von Tafraoute gab es (nicht bei uns) Schwierigkeiten mit der Polizei aufgrund der terroristischen Vorfalls. Denn bei den Steinen hatten wir einen tollen Standplatz ganz oben in der eingezäunten Oase gegen ein kleines Bakschisch von ein paar Zigaretten für den dortigen Wächter. Alle anderen Womos wurden dort von der Polizei vertrieben. Habe die Ehre Gogolo ...wir wurden im Dezember '18 mehrfach von der Polizei energisch zur Anfahrt von CP+SP aufgefordert. In Layoune (El Aaiún) wurde uns auch eindringlich von einer Fahrt nach Smara (erfolgreich) abgeraten. Es wurde immer auf die Sicherheitslage hingewiesen. Wenn wir in Layoune auf die Weiterfahrt bestanden hätte, wäre ein Polizist mit uns mitgefahren. FG Ronald Bin im April in Tafraoute auf dem bekannten Freistehplatz bei der Palmerie mehrere Tage gestanden, obwohl die Camps bereits ziemlich leer waren. Marokko Dez.2018 bis Ende Februar 2019. Die Verordnung ist kein Gesetz. Die Polizei wird angewiesen unter dem Hinweis unter der Tötung und Köpfung von Touristen aus Sicherheitsgründen nicht freizustehen. Die Polizei ist auch darauf bedacht ihren Landsleuten ein paar Dirham zukommen zulassen und schickt sie auf angeblich bewachte Parkplätze. Zu 90 % entfernt sich der Parkplatzbewacher bei Einbruch der Dunkelheit und tauchen am Morgen wieder auf. War auf keinem CP in Marokko. Einmal bin ich mit zwei Französischen Womo der Aufforderung der Poilzei nachgekommen vor dem Polizeirevier zu übernachten. Der Parkplatz war 200m vom SP entfernt und der Platz war einfach schöner. :D Auf einer Anhöhe standen ca.50 Womo die alle einen Abstand von 20 bis 30 Meter hatten. Herrlicher Blick auf den Ort. Mir fallt der Ort nicht ein. Die einheimischen brachten Wasser und Scheinaufseher machen Abends ihre Runde um 10 Dirham zukassieren. 3 CP ein paar hundert Meter tiefer gelegen waren zu 20 % belegt. Die CP konnten dem Ausblick und der Weite der Anhöhe nichts entgegen setzten. Es kam die Polizei und forderten alle auf wegen der Sicherheit die CP in Anspruch zunehmen. Sie kam alle Stunde in Folge vorbei sodass es noch beim vierten Besuch noch 11 Womo waren die stehen geblieben sind und ich als einziger Deutscher mitten drin. Die meisten waren Franzosen und konnten auch gut sich mit den Polizei verständigen. Sie haben sachlich kundgetan stehen zu bleiben. Sie kamen auch erneut zu mir. Fazit: Sie zogen ab und man hat sie nicht mehr gesehen. Ich blieb noch die ganze Woche. Jeden Tag kamen neue Womo dazu das am Ende es wieder ca.50 an der Zahl waren. Die CP waren weiterhin zu 50% nicht ausgelastet. In den 90 Tagen klopfte viermal die Polizei in der Nacht am Fenster. Der Hinweis auf die Sicherheitslage war schnell beendet, das zähnende Fletschen meines Schäferhundes überzeugte die Beamten. Aber mehrmals geben sich Marokkaner als Polizisten in Zivil aus um dich auf einen bewachten Parkplatz zulocken. Die Frage nachdem Ausweis oder der Griff nachdem Handy zum Anruf der Polizei hat den Spuk schnell beendet. Werde im Dez.2020 zum Wiederholungstäter. Grüßle Grüßle
Genau umgekehrt wird ein Schuh Der Campingplatzbesitzer lässt dem chronisch unterbezahlten Polizisten einige Scheinchen zukommen damit er die Touris ordentlich melken kann. Leider ist es in diesen Ländern immer noch so das der Staat zwar Dienstposten und Uniformen verteilt aber kein adäquates Gehalt.
Darf denn ein CP-Besitzer die Touris so einfach "melken"? Ist das nicht verboten ? :wink: Gruß Peter Moin, bei CP Preisen von 5-7 € pro Nacht ohne Strom kann man nicht von "melken "sprechen, und natürlich kann man noch freistehend,bekommt dann aber auch oft Besuch, fast überall ist jemand der interessiert ist oder was anzubieten hat,immer freundlich. Auch bei Restaurants ist das übernachten normal,vor einigen Tagen standen wir mit herrlicher Aussicht auf einer Blumenwiese, um uns herum Ziegen Schafe Esel Hühner......und die Tajine war sehr gut. Momentan sind wir auf dem CP Hakkou eine Flussoase im Ziz Tal,schön unter Dattelpalmen und nicht viel los. Louis :daumen2: Weiter gute und schöne Reise! In 235 Tagen bin ich auch da 8)
Danke, und 100 %ige Zustimmung :daumen2: Gruß Peter Man sollte natürlich immer die Perspektive sehen, 7€ sind für einen Einheimischen dort sehr viel Geld,denn das Durchschnittseinkommen liegt im Marokko derzeit bei ca 220€ im Monat. Für einen Europäer mit einer fahrbaren Wohnung mit allem Luxus ausgestattet der über einen solchen gewaltigen Reichtum verfügt dass er aus Sicht der Marokkaner nicht arbeiten muss ist das natürlich "Kleingeld" und genau dran will er sich beteiligen .Jeden Tag ein klein wenig nie zu viel, eben wie bei einer Kuh ...
Ist das nicht das Prinzip der Freien Marktwirtschaft aus unseren reichen Ländern? Bei uns wird auch überall gemolken. In der deutschen Milchwirtschaft kann man sehen wohin das bei uns führt. In Marokko (wir waren seit 1971 sieben mal dort) haben wir uns problemlos "melken" lassen und sind nur selten frei gestanden. Obwohl das immer noch möglich ist - wenn auch nicht überall. 2005 sind wir an der voll besetzten "Platte" bei Agadir vorbeigefahren: ein Albtraum, Mobile ohne Ende, alle standen im Dreck, Zufahrt war nur schwierig möglich. Wurde dort dann verboten und CP errichtet. Die Verhältnisse in der nahen Umgebung von Tafraoute im Winter sind für uns auch abschreckend. Zu viele, lange stehende Mobile in schöner Landschaft. Es geht nicht um die 10€ für einen einen CP oder die 2€ für einen Parkplatz der für ein paar Womo teilweise als SP willkürlich ausgelegt wird. Die meisten CP haben gut 2 Meter hohe Mauern rundum. Man sieht vom schönen Umfeld nichts. Der Boden ist meist nur Sand. Aber rundherum gibt es oft dutzende Traum Parkplätze besonders viele für ein H2L2 Mobilchen. In Hochburgen bin ich mehrmals an die CP Rezeption gegangen und habe ein Ticket gelöst und mit Absprache 20 bis 50 Meter neben dem CP geparkt und herrlich gestanden. Habe vor der Weiterfahrt nur die Entsorgung genutzt. Wie überall auch in Marokko spielt die Größe des Womo eine entscheidende Rolle zum Freistehen. Wenn der Traumplatz klein ist passt kein Dickschiff rein. Es gibt viele kleine Militäreinrichtungen an der Küste entlang die auch Nachts mit Soldaten besetzt sind und auch von außen patrouilliert werden. Die haben auch Parkplätze in der Nähe beim Eingangsbereich wo auch einige Soldaten parken. Dort stand man immer besonders sicher auch Tagsüber wenn das Womo unbesetzt war. Habe mit dem Rennrad in Marokko 3.140km auf den Tacho bekommen. Freistehen war für mich in Marokko sehr unproblematisch. Grüßle
Das 2. "positiv" dafür ist von mir. Und ganz kurz völlig OT, Deine Reise und Deine Fotos aus Afghanistan sind mehr als beeindruckend. Ich war ein paar Jahre nach Dir dort. Hallo Peter, :) :) :) Danke. Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt. Ja es wird überall gemolken auch bei uns. Nur das Prinzip der Freien Marktwirtschaft was das Parken bzw. viele SP in Marokko betrifft, kann man so nicht stehen lassen. Man legt sich eine Gelbe oder Rote Warnweste zu und ein paar Verkehrsleitkegel und marschiert damit mit einem Campingstuhl auf einen freien öffentlichen Parkplatz. Trennt ein paar Parkplätze von den PKW Parkplätzen. Kommen Womo weist man diese dort ein. Willst du übernachten fragt man, kostet 20 Dirham. Man bekommt dann einen selbst entworfen Bon den man sichtbar auf das Armaturenbrett legen soll. Spätestes um 20-21 Uhr nimmt der Parkplatzwächter sein Stühlchen und Kegel unter dem Arm und verschwindet. Die Polizei toleriert die selbsternannten Wächter, man kennt sich. Es kommt auch schon mal vor das um 22 Uhr ein anderer selbsternannter Wächter klopft und behauptet er seih der Echte Wächter und wolle nun seine Gebühren. Der Bon sei falsch und zeigt sein Bon der richtig wäre. Einige haben Messingbleche mit einer Kette um den Hals wo Schlagzahlen in arabischer Schrift einen Dienstausweis darstellen sollen. Es könnte auch Typenschild von einer Maschine sein. :D Es nervt und hat mit Marktwirtschaft nichts zutun. Bei uns ist das auch Strafbar. Bei größern Parkplätze bekommen sich mehrere Wächter öfters in die Haare, die Aufteilung der Womo Parkplätze ist oft fliegend. Mir viel auf das meist Schweizer rigoros Gebühren ablehnen. Die lautstarken Beschimpfungen der Wächter und deren Handzeichen mit hau ab sind schon ätzend. Tausend und eine Nacht gibt es nur noch im Kino. Ungewohnt war für mich das von den Tausend Polizeikontrollen man zwar zu 99% durch gewunken wurde, aber von den 10 höflich angehalten Kontrollen 5 nur wissen wollte wohin und wie es einem gefällt, aber die anderen Polizisten nach Zigaretten fragten. Salam aleikum. :D Grüßle So ist das auch weiter südlich auf dem Kontinent oft üblich. Ich nehme das in Kauf. Jeder möchte ein Stück vom Kuchen haben. Für mich sehr verständlich. Möchte ich europäische "Ordnung" muss ich in Europa reisen. So sehe ich das. Der afrikanische Kontinent sollte auch mit afrikanischen Augen gesehen werden. Nicht mit europäischen! Dieser Fehler wurde hunderte von Jahren begangen. Ich war selbst in Marokko und habe den Lebensstandard dort gesehen.Gönnt doch den Einheimischen auch etwas und versucht nicht nur deren Land zu "benutzen".Ich habe mein Fahrzeug öfters von Einheimischen bewachen lassen,20 Dirham wenn ich weg bin,20 Dirham wenn ich wieder da bin und es ist alles in Ordnung.So haben die Leute etwas verdient und mußten kein Backschisch annehmen,ist ein anderes Gefühl.Ich will dort nicht als der reiche Touri "Großkotz" gesehen werden,auch wenn ich weiß das dort der "Parkplatzwächter" keiner ist,so lange es nicht übertrieben wird ist das zu tolerieren.Andere Länder, andere Sitten,wer das nicht abkann sollte zu hause bleiben.Es ist doch nur fair wenn man den "Kleinen " was zu verdienen gibt und Obst usw. auf dem Markt einkauft anstatt bei LIDL&Co. Gruß Bernd
Selbst wenn dem so wäre....., dann sollte man es eben vielleicht als "geben und nehmen" bezeichnen. Ich glaube, ich weiß schon was Du ausdrücken willst :ja: Aber ich kann für mich z.B. trotzdem nicht beantworten, ob es "gerechter" ist, wenn z.B. der gleiche CP/SP heute 5 und morgen 10 € kostet, oder IMMER 20 € :? Deinen anderen Ansatz aber "...bin ich mehrmals an die CP Rezeption gegangen und habe ein Ticket gelöst und mit Absprache 20 bis 50 Meter neben dem CP geparkt und herrlich gestanden..." finde ich sehr gut. Es kommt halt immer wieder auf das Gleiche raus: "geben und nehmen" und/oder "Leben und leben lassen". Nur so funktionieren nachhaltige, verantwortungsvolle Reisen. Ansonsten: Angenehmer Ton hier, trotz einiger Unterschiedlichkeiten. :ja:
:daumen2: Und vielleicht erlaubst Du mir eine Erweiterung Deiner Aussage: Sogar JEDES LAND sollte mit den entsprechenden - und nicht nur mit den deutschen - Augen gesehen werden.
Sehe ich zu fast 100 % genau so. :ja: Ich kenne Marokko seit 1985 - war später noch ein paar Mal geschäflich mit dem Flugzeug dort - habe fast mein ganzes geschäftliches Leben im Nahen-Mittleren Osten und in Nordafrika verbracht. Auf die Idee zu kommen dort den Winter zu verbringen bin ich bisher nicht gekommen - es muss aber schön sein. Die Einheimischen viele davon sind ja mittlerweile in Europa als Flüchtlinge unterwegs und können da das Land nicht als sicher eingestuft wird , auch nicht abgeschoben werden Jedem das Seine , ich würde dort derzeit nicht hinfahren - ist meine persönliche, subjektive Meinung !
Kõnnte es sein, dass Du Marokko - trotz schwieriger Lebensumstände dort - mit einem anderen Land verwechselst ?
Nein, ich bin sicher er weiß genau was er schreibt. Leider. Diese Bemerkungen streut Palmyra leider immer wieder ein. Und da ist es gut so, wenn er sich in Marokko unsicher fühlt. Da fühle ich mich gleich sicherer. Tut mir leid, das so sagen zu müssen. So sehe ich das auch mittlerweile. Leider. Allerdings ist hier im Forum nach unseren Regeln kein Platz für solche Erörterungen. Sie entgleisen oft. Das finde ich gut.
In 35 Jahren hat sich in Marokko viel verändert, besonders unter dem jetzigen König. Das ist auch in Deutschland so, da liegt die Veränderung 75 Jahre zurück. Ich habe mich während meinem 90 tägigen Aufenthalt und 12.000km gefahren Straßenkilometer mit dem Womo und über 3.000km mit dem Rennrad sehr sicher gefühlt. Deshalb werde ich dieses Jahr eine 90 tägige Tour wiederholen. Das freistehen ist in Marokko sicherer als wie in den meisten Länder in der EU. Ob das an der Mentalität der Marokkaner liegt oder durch die hohe Polizei Präsenz geschuldet, aber so ist es nicht nur gefühlt. :top: Grüßle Ich würde mal sagen das es zu einem erklecklichen Teil an der Gegenwart der Securite liegt und an deren Befugnissen. Gruß Bernd
Schade, dass jemand glaubt sich so äußern zu müssen. Aber es ist gut es zu wissen, dann geht man auch nicht weiter darauf ein :? Wäre schade, wenn dieser tröd abgleiten würde. Marokko ist nämlich auch ein Winterziel von uns. Andere ebenfalls geplante "Winterziele" sind z.Z. leider sehr problematisch :( Es wird dann der 2. Versuch sein in Marokko einzureisen. ;D In den 70ern hatte ich es schon einmal probiert, aber in Ceuta wurde mir dann gesagt, dass ich ohne Visa nicht reinkomme :? Moin, worauf basiert die Aussage, dass das Freistehen in Marokko sicherer ist als in vielen anderen Ländern Europas? Ist das eine Annahme oder sind es eigene Erfahrungen? Gibt es darüber Statistiken? Grüße aus NI
Pardon, nochmal kurz OT Hallo Hans, ich wollte mich gerade wieder an Deinen Foto´s, u.a. aus Afghanistan erfreuen. Aber, nix mehr da. Hast Du die Bilder aus dem Netz genommen? Wäre schade. Die Fotos sind ein wahrer Schatz! Vielleicht kennen Einige hier Sabine & Burkhard Koch und die Lila Pistenkuh? Die haben auch Interessantes über Marokko geschrieben, auch wenn wir nicht alle deren Pfade folgen können :wink: --> Link
Hallo Peter, die Bilder aus Afghanistan sind in einem anderen Forum unter "Aussereuropäisch" zu finden. Neben anderen Bildern aus Persien 1965, Marokko 1971, Sahara (ein langer thread) faszinierend oder abschreckend. Über google öffentlich findet man von mir nicht mehr so viele Fotos als früher. Google hat sie in 02/2019 vom Netz genommen. Das hatte mich sehr geärgert. Damals waren sie auch in diesem Forum verlinkt gewesen. Freistehen in Marokko ist nach wie vor gut möglich. Wenn wir das auch nur selten tun. Wenn nicht gerade kurz vorher im Land ein - sehr seltener - Überfall auf Touristen erfolgt, dann ist freistehen im Lande unproblematisch und sicher. Vor zwei Jahren wurden kurz vor uns ein junges Pärchen überfallen und ausgeraubt - da war dann die örtliche Polizei in dieser Region (nur in dieser Regieon) sensibilisiert und hat freistehende Touristen gebeten, einen sicheren Platz aufzusuchen. Nach zwei Wochen war alles wieder vorbei und wir konnten bei unseren schönen Freistehplätzen unbehelligt stehen. Die Polizei fuhr vorbei, kam her grüßte, trank mit uns einen Tee und wir kamen kurz ins Gespräch. Nach einer Zigarettenlänge fuhren sie wieder weiter. Es gibt fast nichts schöneres als mit dem Womo (Allrad) mitten in die Dünen zu fahren und dort einsam, absolut ruhig und sicher unter dem Sternendach zu übernachten. Dann noch ein kleines Lagerfeuer im Feuerkorb entzünden, die Stühle vor das Feuer und einen marokkanischen Pfefferminztee dazu. Ich bin froh, dass nicht allzuviele dies machen (können), denn sonst wäre es sicher auch hier bald verboten. Was in letzter Zeit aber zu beobachten ist: vor den Orten und Städten wird viel von der Polizei kontrolliert. Aber nicht die Touristen werden angehalten, nur die Eingeborenen. Aber ALLE werden ganz streng nach Geschwindigkeitsübertretungen mit Radarpistolen kontrolliert. Auch ich hatte zweimal gemessene 68 bzw 67 km/h und musste bei erlaubten 50 km/h dann jedesmal umgerechnet 15€ bezahlen. Es war aber ganz lustig zu sehen, wie sich jedesmal die Polizei fast dafür entschuldigt hat, dass sie mich abkassieren müssen. Interessant war auch, wie viel Zeit benötigt wurde um das Protokoll der Geschwindigkeitsübertretung auszufüllen... Ich freue mich schon auf den nächsten Winter 2020/21 in Marokko. Vielleicht geht auch dann schon die geplante Fähre von Marokko zu den Kanarischen Inseln für die Rückfahrt und Verlängerung der Winterreise. Habe die Ehre Gogolo
Orte wie Marseille, Barcelona und.....findet man in Marokko nicht. Die Statistik wird sehr positiv sein sonst wäre Carglass schon vor Ort. :D Jedenfalls ist DEKRA stark verbreitet. Das Tankstellennetz ist auch auffallend dicht und hunderte mit Waschstraßen sieht man in Bau die sich auch in der EU nicht verstecken müssen. Meine Aussage beruht sich auch auf viele Gespräche und Erfahrungsaustausch von Womolisten während meiner Reise in Marokko. Dutzende davon haben über 10 mal Marokko bereist. Ich stand in Dörfer abseits die ohne Stromnetz waren, Mädchen die viele Monate keine Haarbürste gesehen haben und deren Kleidung mich veranlasste keine Fotos zumachen. Hier wird man als Tourist nur wahrgenommen, aber es kommt erstaunlicher Weise niemand zum betteln. In Marokko ist die Schere zwischen Arm und Reich krass und sichtbar. War erstaunt über die Vielzahl von Autos der Oberklasse. Blitzsauber und makellos. Habe keinen einzigen Unfall gesehen obwohl die Marokkaner aus drei Fahrspuren fünf machen. Die Fußgänger haben eine außergewöhnliche Gabe, sie überqueren Straßen auch bei hoher Verkehrsdichte da sie wie Computer gesteuert die Geschwindigkeit gut einschätzen. Der gute Straßenzustand hat mich staunen lassen. Ob im Straßenverkehr oder beim "Freistehen" haben meine offenen Augen keine Situation wahrnehmen können das man sich negativ beobachtet fühlte oder unwohl fühlte. Ich hatte mich in Spanien für 250€ mit Kaugummi in allen Geschmacksrichtungen eingedeckt. Auf den abgelegen Straßen sieht man viele Kinder die Tiere hüten. Da ich oft anhalte um Bilder zumachen oder raste für ein Vesper hatte ich auch Kontakt mit Kinder. Die wenigsten kommen von sich aus zu dir und halten die Hand auf. Nach 2 Monaten war mein Vorrat an Kaugummi aufgebraucht. Schätze aber auch das Hunderte Fladenbrote und Obst als Gastgeschenke in Kinderhände gelangt sein. War auch erstaunt da ich fast nur in Tante Emma Läden einkaufte das nicht einmal erhöhte Preise verlangt wurden. Marokko hat meine Erwartungen in allem übertroffen. Das Nomadenvolk ist eine sichere Reise Wert. :top: Grüßle Stichwort : Nomadenvolk: Nomaden können ihre Habe nicht sicher verschliessen. Daher wird dort auch nicht eingebrochen. (Sicher gibts wenige Ausnahmen). Wohnmobil ist ein bisschen ähnlich zu einem Nomadenzelt. Kleines Erlebnis am Rande in einem Gemüsesouk einer Mittelstadt: wir hatten Gemüse ausgesucht bei einem Stand an dem niemand anwesend war. Gegenüber war an einem anderen Gemüsestand ein Verkäufer. Er winkte uns her und wog die Ware ab, berechnete den Preis und kassierte korrekt. Das Geld trug er über die Gasse, legte es in die offene! Kasse rein und verabschiedete uns freundlich. Da kauften wir aber bei ihm noch was anderes ein. Ich war baff über soviel Ehrlichkeit und Vertrauen. Ein anderes Mal kaufte ich Obst in einem kleinen Souk und hatte den Geldbeutel vergessen. Ich wollte die Ware dalassen und wiederkommen. Nein: ich musste die Ware unbezahlt mitnehmen und hatte sie dann später bezahlt nachdem ich den Geldbeutel geholt hatte. Chapeau vor solchen Menschen! Trotzdem schliessen wir das Mobilchen ab. :(
und die andere Seite, wir wurden von den Onkeln und/oder Vätern ziemlich beschimpft, als wir dasselbe taten, Die geben sich jahrelang Mühe die Kinder vom betteln abzuhalten und so werden sie wieder "angefüttert" Sorry, aber uns passierte das ja auch. Dann, geht es ja weiter, die Kinder meinen das muss so und wenns dann nichts gibt, kommen sie wieder mit den Steinen :? und soweit sind alle froh das es diese Unsitte eben nicht mehr gibt, nicht mehr so oft gibt
Ich weiß was du meinst. Dort wo Dutzende Jugendliche den ganzen Tag auf Touristen lauern und aggressiv Süßigkeiten fordern. Aus einem Dutzend in Sekunden sich die Zahl verdreifacht. Habe es auch Live gesehen und auch Steine fliegen gesehen die nicht trafen, man hat die Jugendlichen auch lautstark zuvor rüde beschimpft. Dort habe ich nie angehalten auch wegen meinem Hund nicht unter Stress zusetzen, der reagiert nicht lustig auf eine Meute von Jugendlichen. Man muss schon unterscheiden zwischen Kinder und Jugendliche. In Hochburgen gab es von mir nie was. Die Marokkanische Regierung bittet auch darum bettelten Kinder nichts zugeben. Daran habe ich mich auch strikt gehalten. Grüßle naja, es war mitten im nichts, zwei kleine Mädels beim Ziegen hüten. Den Herren dazu hatten wir gar nicht gleich gesehen. Es ist immer alles möglich. Mag es der große Respekt(Angst) sein den Kinder vor großen Hunde haben. Bei meinen Rasten mitten im nichts, was es in Marokko nicht wirklich gibt, irgendwo hat ein Nomade im nichts eine Unterkunft, wählten die meisten Kids einen Sicherheitsabstand mit nur schauen. Selbst ein zu sich winken nutze meist nichts. Habe oft die Geschenkle hintragen müssen. Ein Fladenbrot oder Obst wurde da schon mutiger selber abgenommen. Viele Kids sprangen tanzend ins nichts zurück. Diese schwarzen großen Kinderaugen, einfach herrlich. Auch schaute ich das ich möglichst viele 5 und 10 Dirham Münzen in den Taschen hatte. Grüßle
Sorry Professor, die solltest Du aber keinesfalls bettelnden Kindern geben! Grundsätzlich gilt: Keine Leistung ohne Gegenleistung! Wenn Du etwas Gutes tun willst, dann spende an Hilfsorganisationen, Waisenhäuser oder so in diesen Ländern Denn wenn Kinder durch Bettelei mehr Geld nach Hause bringen, als der Vater durch eigene Arbeit verdient, dann förderst Du eine Entwicklung, die völlig in die falsche Richtung geht.
leider schon wieder ganz kurz OT Guten morgen Hans, vielen Dank für Deinen Hinweis. Ich werde mal suchen... :wink: Ich treffe leider nicht viele Menschen, die in dieser Zeit in diesen Gegenden unterwegs waren. Mich hat die damalige Reise ("nur" bis Indien) bis heute beeinflusst und ich glaube auch mein Leben ein Stück weit geprägt. Leider habe ich damals nur ganz wenige Fotos gemacht, weshalb die Deinigen einen besonderen Wert für mich haben. Ich hoffe unsere Wege kreuzen sich noch manchmal :ja: Marokko wird eines der nächsten größeren Winterziele sein, und da wir auch Allrad haben, können wir hoffentlich auch ein bißchen die Wüste genießen Hallo Peter, Du hast eine KN von mir.
Habe mich ausgiebig vor meiner Reise nach Marakko eingelesen und auch mit dem Thema betteln von Kinder. Den Hinweis wenn Kinder mehr Geld nachhause bringen durch betteln als der Vater durch Arbeit verdient ist nicht dienlich und wird fast in jedem Bericht erwähnt. Selbst auf Plakaten in Marokko bittet die Regierung dies nicht zutun. Es ist eine Gratwanderung für mich. Für EU Verhältnisse fährst du Tagelang im nichts. Alle Stunde begegnet dir ein Fahrzeug. Schon mehrere Tage kein Womo gesehen. Du stehst auf Anhöhen und schaust durchs Fernglas und kannst keine Ziviliation erkennen, keine Stromleitungen, aber die Landschaft ist reizvoll in herrlicher Einsamkeit. Du rastest, eine Kaffeepause und sitzt im Campingstuhl neben dem Womo und ein Baum spendiert dir Schatten und aus dem nichts tauchen zwei Steppke von 5 -7 Jahren vor dir auf. Eine Junge und Mädchen und halten eine Abstand von 10 Meter. Man winkt zaghaft und jeder hat diese Arabische Würzkräuter Sträuße in einer Hand. Sie zeigen auf ihren kleinen Strauß und strecken ihn dir entgegen. Du winkst das sie näher kommen sollen. Sie zeigen auf den Hund der zwei Meter neben mir liegt. Ich lege den Hund im Womo ab. Sie kommen näher. Sie übergeben mir das Kraut und der Junge sagt was auf arabisch und drehen auf der Stelle und laufen weg. Ich rufe Stop, sie bleiben stehen, ich sage Bombon. Der Junge nickt. Ich hole aus dem Womo zwei Kaugummi- Päckchen. Der Junge kommt und nimmt mir nur eins ab. Geht zum Mädchen, sie teilen, winken und springen hopsend weg. Es werden über 100 Kräuter sein die ich so ähnlich auf meiner Reise erworben habe. Da Tee nicht mein Ding ist habe ich sie immer dezent entsorgt. Bin dann 100 Meter bis zum Rand des Platau gegangen und sah in ca. 500 Meter unter mir die Kinder wieder. Sie standen vermutlich bei der Mutter die zwei Esel dabei hatte von den einer mit grünen Reisig beladen war. Durch das Fernglas konnte ich sehen das Mutti auch Kaugummi mag. So sind mir auch im nichts ältere Frauen mit Esel begegnet die Grünzeug sammeln. Sie kamen nie näher wie 100 Meter. Zwei drei Fladenbrote in eine Papiertüte und ein paar Paprika, Bananen, Obst und ein paar Riegel Kaugummi gepackt und unter dem Arm mit 1,5 Liter Trinkwasser zur Nomadin marschiert. Salem aleikum und ein wiegen mit den verschränkten Armen als hätte man ein Baby auf dem Arm. Ein nicken und ich war meine Last los. Selbst noch in einer Entfernung von 1000 Meter wurde durch winken die Freude signalisiert. Abgemagerte Mutter mit zwei Mädchen beim sammeln von Grünzeug im Korb im nichts getroffen. Hatte nur Foto und Papiere dabei da ich von einem Hügel ein Foto machen wollte. Das Schuhwerk der Mädchen sowie deren Kleidung erschreckend. Auf dem Rückweg nachdem Foto haben 200 Dirham ihren Besitzer gewechselt. Das sind nur ca.20€. Ach was ist die Schere zwischen Arm und Reich in Marokko so krass. Ich bin nicht perfekt und man kann es nicht allen Recht machen. Bin als Kind nachdem zweiten Weltkrieg geboren und hatte im Alter von 5-7 Jahren durch Manöver der Amerikaner auch das betteln gelernt. Mit Kaugummi und Schokolade waren die Soldaten sehr großzügig. Leider habe die etwas älteren auch Zigaretten in ganzen Packungen bekommen. Der Vergleich zu Marokko heute 2020 hingt, es ging uns damals schon viel besser. Grüßle Ich habe für Kinder immer viele leere karierte Hefte und viele Kugeldchreiber dabei. Werden gerne genommen und sind m.E auch sehr sinnvoll, z.B für die Schule. Habe die Ehre Gogolo |
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