aqua
luftfederung
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Wasserschaden, jetzt hats mich auch erwischt. Hilfe


jimmy_bottle am 12 Dez 2006 08:17:53

Hallo an alle,
Bei meinem Fendt SKF 695 läuft am Übergang vom Alkoven
zum hinteren Teil des Womos, direkt im Eck an der abgeschrägten Kante Wasser rein. Von Außen habe ich schonmal das ganze Silikon entfernt und auch ein kleines Löchen gefunden. Wurde also vom Vorbesitzer schonmal geflickt.
Innen in den Schränken habe ich angefangen die verfaulten Holzreste und das Styropor zu entfernen.
Meint Ihr ich muß das großflächig freilegen ?
Und mit was für Material klebt man innen das Holz und Styropor wieder ein , das muß ja wieder voll dicht sein, damit keine Zwischenräume entstehen ?? Troknet man das mit einem Heizstrahler oder entsteht dadurch zwischen Außenhaut ( Alu) und dem Holz noch mehr Schwitzwasser ?

Hilfe, habe da absolut keine Erfahrung und habe keine Ahnung wie ich jetzt vorgehen soll.

Danke schonmal Steffen

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

dokabastler am 12 Dez 2006 14:54:03

Servus,

leider bist DU mit Deinem Leiden nicht alleine...fast alle fendt-Fahrer Deiner Serie und viele andere leiden mit Dir...

Aber eine renovierung ist machbar...man wächst mit der Aufgabe.


Du muß nun gandenlos die Spuren der verwüstung nachverfolgen und alles angegriffenen Holz entfernen...wahrscheinlich wirst Du auch bals an tragenden Gerüstlatten kommen, die auch verfault sind...(hoffenltich noch nicht)...die müssen auch raus......meiner Ansicht nach müßte auch total durchnässtes Holz raus, das kriegt man mit trocknen eigentlich nie wieder halbwegs trocken...aber Vorsicht beim Ausbau vom Skelettlatten...immer eine nach der anderen raus und dann glech ersetzen und dann wieder rein.

Ich würde neben Edelstahlschrauben (nicht an andere Stahlteile oder Alu anstehen lassen) alles verkleben - mit Sikaflex oder gleichwertigem Material......bitte am besten nie, v.a. nicht im Außenbereich am Womo mit Baumarktsilikon arbeiten.....das hält nie dicht......mit Sika würde ich vielleicht sogar die neuen Dämmplatten (wenns kein Styropor mehr sein soll, nimm Styrodur, also XPS statt EPS-Material...das nimmt kein Wasser auf, hilft aber beim Wassereinbruch auch nicht wirklich weiter, weils ja um die Holzteile geht.) ankleben.....und auhc die Holzteile....aber Vorsicht...das Zeug klebt zuverlässig...d.h. es geht nie wieder ab......

Und: Schau großzügig und mutig das Mobil durch...hier im Forum hatten wir schon öfter, daß Schäden nicht nur da entstanden sind, wo das Loch in der Aussenhaut ist, sondern dort, wo sich das Wasser den Weg hin geuscht het und wo es sich dann gestaut und vollgesaugt hat..

Berichte einfach von Deinem Arbeitseinsatz....und schau im FOrum unter dem Stichwort Wasserschaden oder Torf oder so...da sind einige berichte mit einigen Tips...

günter

jensketzel am 12 Dez 2006 20:24:04

mein Beileid
hab sowas auch gerade hinter mir!Ich musste bei meinem Karmann den ganzen Alkoven neu machen


Jens

Anzeige vom Forum


Spinne am 12 Dez 2006 20:43:36

Mein Beileid,
Es gibt nichts Schlimmeres als Wassereinbruch im WOMO.

Rudi Roehrich am 12 Dez 2006 21:21:48

Spinne hat geschrieben:Es gibt nichts Schlimmeres als Wassereinbruch im WOMO.


Hmmm....also ich wüßte noch etwas Schlimmeres... :wink:

jimmy_bottle am 15 Dez 2006 09:28:51

Erstmal danke für die Anteilnahme.

Habe angefangen im inneren die morschen Holzreste und das Styropor großflächig abzukratzen, bis ich auf trockenes Holz gekommen bin. War nicht so viel. Die Seitenwand ist quasi noch trocken, es ist also nur etwas Decke und
der oberste Holzbalken der Seitenwand. Das kleine Loch auf dem Dach habe ich auch gefunden, wurde wohl vom Vorbesitzer schonmal mit Silikon zugeklebt und jetzt hat sich das Wasser eben diesen Weg gesucht.
Auf dem Dach habe ich gestern das gaze Silikon abgekratzt, mit Azeton gesäubert, einen Haftgrund von SIKA 2x aufgetragen und danach eine Tube SIKA Dicht & Klebt draufgeschmiert. "Sieht sogar ziemlich gut aus"
Wenns trocken ist werde ich den Wassertest machen. Natürlich mit Regenwasser zwecks der Oberflächenspannung.

Ciao Steffen

Poldi am 15 Dez 2006 11:23:28

@jimmy_bottle

Gründlichkeit, wie Du sie praktizierst, lohnt sich auf jeden Fall - weiter so und viel Glück.
Das ist aber demnach kein Fendt-spezifisches Problem, obwohl man darüber ja Klagen hört. :roll:

Poldi

jimmy_bottle am 15 Dez 2006 12:35:35

Hallo Poldi,

kannst Du mir sagen wo die eigentlichen Fendt Schwachstellen ( im Bezug auf Feutigkeit )sind.

Danke Steffen

dokabastler am 15 Dez 2006 17:52:19

Hi,

die Fendt-Rückwand ist die Schwachstelle bei einigen Baujahren, bzw Übergang Rückwand/Dach glaub ich....such mal hier im Forum, es gibt einiges drüber..einfach Suche und Fendt oder Wasserschaden oder so eingeben

günter

Poldi am 15 Dez 2006 18:33:12

hallo jimmy_bottle,

ich kann Dir auch keinen anderen Rat geben als Günter, denn selbst habe ich keine Erfahrungen mit Fendt, aber öfter von Wasserschäden gehört.

Poldi

jimmy_bottle am 16 Dez 2006 17:54:20

SO, den ganzen Tag am Womo gearbeitet.
Die STelle die ich abgedichtet habe wars wohl nicht. Hab das Eck (1 )mit Wasser geflutet und es war dicht. Jetzt etwas mehr Wasser und das Wasser verteilte sich bis ca. zur Mitte das Dachs (2) auf dem Womo. Genau hier in der Mitte ist wieder eine Befestigung der Dachreling. Ich schnell nach unten ins Womo und siehe da das Wasser tropfte. Also auch in der Mitte das ganze Silikon weg, trocken und Sikaflex drauf. Damit das über der Eingangstüre am Übergang vom Alkoven nicht auch passiert ( siehe Bild ) auch hier den ganzen alten Schmodder weg und neu abgedichtet.
Morgen wird wieder geflutet.

Ich bin jetzt nur nicht sicher ob ich den ganzen Himmel im inneren des WOmos abbauen soll. Daa Wasser ist ziemlich schnell geflossen, also gehe ich mal davon aus das hier noch nichts verfaul ist, den es hat sich ja alles im Eck gesammekt. Was meint Ihr.

STeffen

Eileen am 16 Dez 2006 20:31:02

Zu deinem Dachhimmel kan ich dir keine Auskunft geben ohne es gesehen zu haben, das musst du selbst entscheiden, ob du dir das antun willst, dort alles wegzureissen.

aaaaber ...

Diese Dachkonstruktion mit dem Knick und der seitlichen Verkleidung ...das ist ja echt Bloedsinn, da muss sich das Wasser ja sammeln.

An deiner Stelle wuerde ich bei laengeren Standzeiten so parken, dass die Kiste vorne hoeher steht (entweder am Hang oder auf Kloetzen), so dass das Wasser ablaufen kann. Grade im Winter, wo es gefrieren kann, arbeitet sich das stehende Wasser sonst fueher oder spaeter auch wieder durch deine neuen Dichtungen.

rs270550 am 17 Dez 2006 11:37:24

Hallo Steffen.
so wie das aussieht, hat der Vorbesitzer alles mit Silikon "eingepappt".
Silikon löst sich aber mit der Zeit an den Seiten ab und dann zieht dort Wasser drunter. In Verbindung mit Frost löst sich dann das Silikon immer mehr, obwohl Du optisch nichts davon siehst. Wenn es Deine Zeit irgendwie erlaubt, so reiße das komplette Silikon ab!!! Die Alu-Leiste an der Dachkante sollte auch entfernt und neu eingedichtet werden. Da ist bestimmt auch ein Undichtigkeit! Und falls Du ohne die "Optik" der Plastikseitenverkleidung auskommen kannst > weg damit. Da sind zwar
Ablauflöcher drin, aber die sitzen so hoch, daß sich das Wasser trotzdem davor staut.
Dichtungsmaterial: Skifalex oder MS-40 an den Stellen, die nicht mehr demontiert werden sollen, Dekalin an allen anderen Stellen. Ist irgenwo nur ein "klitzekleiner" Haar-Riss, so verwende mehrmals "Captain Tolleys",
ein Material dünner als Wasser. Es zieht in jede Ritze und bildet dort eine
"Gummi"-Dichtung. Dadurch, daß es so dünnflüssig ist muß es so oft verwendet werden bis es nicht mehr in dem Ritz einsackt.
Das Alles ist zwar viel Arbeit, aber Du hast doch bestimmt keine Lust im nächsten jahr wieder auf die Suche nach Lecks zu gehen. Und erst, wenns außen dicht ist, lohnt sich die Arbeit INNEN!
Laß den Kopf nicht hängen.
Rolf

dokabastler am 17 Dez 2006 16:21:09

Der Vorbesitzer hat vermutlich nicht umsonst alles mit Silikon zugeschmiert...bei dem war es auch schon nicht dicht........ich hoffe, daß sich da nicht doch Torfstellen finden..

günter

jimmy_bottle am 18 Dez 2006 00:10:27

Hallo an alle,
es wurde wieder einmal das Dach geflutet.Und jetzt ratet mal. Trotz all meiner Bemühungen ist wieder Wasser reingelaufen. Also Dach getrocknet, aus Styropor eine Form gebastelt, mit einer Schräge für den Übergang zum Alkoven und das Womo schräggestellt.
Jetzt das Styropor aus Womo mit KLebeband und so das ganze Dach partiell mit Wasser begossen um das Loch zu finden. Siehe da ganz in der nähe meiner ersten Abdichtungen ( Bild fordach.jpg ) da wo der Strich zur 1 aufhört, waren zwei winzige Löcher.Erstmal mit Klebeband zugeklebt, geflutet und kein Wasser mehr im Womo. Härter, Sikaflex u.s.w. jetzt sollte es dicht sein.

Gebe natürlich nach dem nächsten Fluten wieder bescheid.

STeffen

Wat fürn Sonntag

Rudi Roehrich am 18 Dez 2006 10:02:45

rs270550 hat geschrieben:Hallo Steffen.
so wie das aussieht, hat der Vorbesitzer alles mit Silikon "eingepappt".
Silikon löst sich aber mit der Zeit an den Seiten ab und dann zieht dort Wasser drunter. In Verbindung mit Frost löst sich dann das Silikon immer mehr, obwohl Du optisch nichts davon siehst. Wenn es Deine Zeit irgendwie erlaubt, so reiße das komplette Silikon ab!!! Die Alu-Leiste an der Dachkante sollte auch entfernt und neu eingedichtet werden. Da ist bestimmt auch ein Undichtigkeit! Und falls Du ohne die "Optik" der Plastikseitenverkleidung auskommen kannst > weg damit. Da sind zwar
Ablauflöcher drin, aber die sitzen so hoch, daß sich das Wasser trotzdem davor staut.
Dichtungsmaterial: Skifalex oder MS-40 an den Stellen, die nicht mehr demontiert werden sollen, Dekalin an allen anderen Stellen. Ist irgenwo nur ein "klitzekleiner" Haar-Riss, so verwende mehrmals "Captain Tolleys",
ein Material dünner als Wasser. Es zieht in jede Ritze und bildet dort eine
"Gummi"-Dichtung. Dadurch, daß es so dünnflüssig ist muß es so oft verwendet werden bis es nicht mehr in dem Ritz einsackt.
Das Alles ist zwar viel Arbeit, aber Du hast doch bestimmt keine Lust im nächsten jahr wieder auf die Suche nach Lecks zu gehen. Und erst, wenns außen dicht ist, lohnt sich die Arbeit INNEN!
Laß den Kopf nicht hängen.
Rolf


Hallo Rolf ,
was ist "Captain Tolleys" :?:
Hast Du Erfahrung mit dem Material :?:

rs270550 am 18 Dez 2006 10:27:51

Hallo rudi,
wie schon geschrieben ist das Mat. dazu gedacht, winzig kleine Risse zu versiegeln. Es ist dünnflüssiger als Wasser und nutzt die Kapilarwirkung.
Wir verwendet u.a. um Fenster an Booten wieder abzudichten, alternativ müßten die Fenster komplett ausgebaut werden. Auch kleine Risse in Holz dichten wir damit. Das Mat. ist nach dem härten leicht gummiartig und transparent.
,
Rolf

Rudi Roehrich am 18 Dez 2006 20:21:03

Hallo Rolf ,
danke für die Info . Man(n) lernt nie aus... :wink:

lihgtning am 20 Dez 2006 09:07:37

Hallo jimmy_bottle,

ich habe auch eine Fendt 660 und genau an der Selben stelle kam bei mir Wasser rein.
Genau wie du geschrieben hast nicht ein bisjen sondern schon richtig große Tropfen.
Ich hab auch erst mal von aussen versucht das ganze alte Silicon weg zu machen und habe dann alle Stöße und Nähte mit Dachdicht gestrichen.
Das wurde mir von einigen Leuten Empfohlen die viel mit Abdichtung von Dächen zu tun haben.
Jetzt habe ich erst mal alles innen geöffnet, damit überall Luft hinkommt.
Zum Teil ist das Holz was die zum auffüllen der schräge benötigt haben schon weg gefault gewesen.
Ich habe nach ca. 4Wochen im Trocknen und 2 von diese Eimern mit dem Entfäuchtungs Salz.
Scheinbar fast wieder alles Trocken, laut Messung mit einem Feuchte Messgerät.
Jetzt steht es in zwischen mehr als 9 Wochen und hoffe das bald alles wieder Trocken ist.
Dann werde ich die Wände wieder zu machen und hoffen das es das war.
Wenn das nicht der Fall ist, habe ich mich schon mal Informiert was mich ein neuer Koffer bei MaBu kostet.
Denn Ich habe Einen fast neuen Motor, ein neues Getriebe, 5 Neue Reifen und noch so paar sachen erneuert.
Also viel kann da Fahzeugtechnisch gesehen nicht mehr Kaputt gehen. Und von der Aufteilung her ist es eigentlich so wie wir uns das vorgestellt haben.
Also wie du siehst, du bist nicht allein. ;-)

Lihgtning

jimmy_bottle am 21 Dez 2006 19:18:37

Hallo Lihgtning

kannst mir ja schreiben mit was für Material Du das
von innen wieder abgedichtet hast. klebst Du daas Dach auch wieder an die Außenhaut ?
Habe überlegt innen die Holzlatten mit Sikaflex zu verkleben, denn zur Außenhaut hin sollte das ja wieder komplett dicht sein.

Was kostet der neue Koffer ?

Danke schonmal Steffen

jimmy_bottle am 11 Jan 2007 16:54:44

Hi an alle,
war über Silvester unterwegs und siehe da, es tropfte wieder. Schätze mal ich habe mehrere kleine Löcher.
Also mit Gewebeklebeband zugeklebt und siehe da von
31.12 auf 1.01.07 regenete es ohne Ende und alles war dicht. Das wird jetzt alles mit Sikaflex zugeschmiert und hat. Nächste Woche lasse ich das Womo beim Händler nach Feuchtigkeit prüfen.

Steffen

lihgtning am 14 Jan 2007 22:35:44

Hallo jimmy_bottle,

sorry das ich mich erst jetzt Melde.
Also ich war auch über Silvester mit unserem WoMo unterweckst. Es hat geregnet wie die Sxx war zum teil Monsum Artig. Aber unser WoMo ist dicht. Es ist keinerlei Nässe nach Innen eingetrungen.
Werde jetzt noch ein bisjen warten und wenn ich die Zeit habe werde ich die löcher in der Wand wieder schließen und die Schränke aufhängen.

Zum Abdichten habe ich Dachdicht genommen, das bekommst du in jeden gut Sotierten Baumarkt. Der 4Kg Eimer kostet so um die 50-60€. Das zeug ist grau mit Fasern versetzt, bleibt elastisch und überstreichbar.

Und ich habe es von Aussen Aufgetragen. Ich habe alle Stösse und Kanten auf dem Dach damit gestrichen.

Und zu deiner Letzten Frage, was ein Koffer Kostet, es fängt bei ca 10000€ an. Dann geht es aber nur um einen Leeren Würfel, ohne Radkästen, Türen, Klappen, Durchgang usw.

So ich hoffe das du dein WoMo dicht bekommst und in Zukunft nur noch das Wasser aus den Wassserhänen kommt. ;-)


lihgtning

jimmy_bottle am 25 Jan 2007 19:44:49

Hallo,
nach dem Tipp von Lightning mit dem ganzen Dach einstreichen, bin ich gleich mal auf die Suche gegangen und werde mein Dach sobald es etwas wärmer wird mit dem Material EG5 von Sika einstreichen.
Das gibt es in weiß und wird wohl wie eine Gummihaut.

Steffen

Beduin am 25 Jan 2007 20:47:58

Toll, da würde ich dann gerne mehr wissen, wie es zum verarbeiten ist ect.
Angenehmer Nebeneffekt, bei Regen ist es nicht so laut und der Hagel wird vermutlich nicht solche Schäden verursachen.

turbokurtla am 27 Jan 2007 12:34:53

Hallo Steffen
Das Wichtigste bei Deinem Schaden ist erst Mal die Ursache bekämpfen. dann Austrocknen und anschl. innen reparieren.
1. Ursache
Wenn Du mir folgst, solltest Du keinesfalls mit irgendwelchen Mittelchen das Dachblech überschmieren, denn das ist alles nur kurzfristig, vielleicht dicht. Ich garantiere Dir, Dein Wasserschaden wird dann in 1-3 Jahren verstärkt wieder auftreten, denn das ist alles Murks. Es hilft auch nicht, z. B. die Halter der Reeling mit Sikaflex zu umschmieren. Bei einer korrekten Reparatur muss man diese Teile abbauen, Blech und Teil säubern und dann mit Dekalin neu abdichten. Gleiches gilt für Dachluke, Antenne, Kantenleiste, u.s.w. . Bei Löchern im Dach würde ich 2 Schritte machen. Gereinigtes Loch mit Sika zuschmieren und anschl. Blech oder Kunststoffteil ( 20x20 cm ) mit Sika drüberkleben. Du musst aber 100% sicher sein alle Löcher zu erwischen. Selbst das kleinste, stecknadelgroße Loch macht in einigen Jahren alles wieder kaputt. Und das findest Du mit einer Flutung nicht. Eine sichere Sache wäre ein Stück Dachblech besorgen ( bei Händlern findet man oft 3-4 m lange Reste ) , alle Aufbauten abbauen , Blech aufkleben und alles wieder drauf. Natürlich auch die Kantenleisten. Die Querstöße des Bleches nicht schrauben, sondern eine breite Aluleiste mit Sika kleben.
Als Kleber fürs Blech empfehle ich Dir Kartuschen Caravankleber 145/31 HV der Fa. Irene Ruderer bei München. Mit dem Zeug kannst Du Blech, Styropor und Holz kleben. Entweder beim guten Händler oder direkt bestellen. Ist auch nicht teuerer als Sika, aber für so was viel besser !
2. Austrocknen
Im Innenbereich solltest Du möglichst großflächig die Dekorplatte entfernen. Das ist beim Fendt eine 3 mm Sperrholzplatte mit dem Dekor, meist Kunststoff, drauf. Die gibt’s, je nach Alter, wahrscheinlich noch in Asbach/ Bäumenheim beim Fendt oder übern Händler. Größe ca. 1,23 m x 2,30 m oder so. Beim Ausschneiden der Platte an der Innenwand möglichst gerade und rechtwinklige Schnitte mit dem Tapetenmesser machen. Wenns geht, an später von Möbeln überdeckten Stellen. Dann nur die Platte mit dem Stemmeisen entfernen. Das ist sehr mühsam. Darunter wirst Du dann vom Wasser überrascht sein, denn nach Deinen Beschreibungen sind da viele, viele …zig Liter drin, und die sind alle nach unten gelaufen. Mit Sicherheit auch in den Fußboden, der muss auch, ev. mit Lüftungsbohrungen getrocknet werden.
Verfaultes Holz und Styropor entfernen ( bis zum Blech ) und nur nasse Latten drin lassen. Wenn alles frei und offen liegt sollte es richtig austrocknen. Am besten den ganzen Winter in einer Halle.
3. Innenreparatur
Schrittweise neue Latten der gleichen Stärke mit beschriebenem Kleber aufs blanke Blech und untereinander verkleben. Nasse Latten trocknen aber drinlassen. Man kann auch nebendran neue einkleben. Eine richtige Unterkonstruktion anfertigen, ähnlich der vorhandenen. Kleber immer über Nacht trocknen lassen, Überstände wegschneiden und dann weiter. Später neue Styroporplatten einkleben ( aus dem Baumarkt, ev. auf die richtige Stärke hobeln ). Am Schluss die Dekorplatte, vollflächig verklebt, mit Spanplatte anpressen und Möbel wieder einbauen. Achtung, dieser Kleber quillt etwas auf, deshalb immer mit leichtem Druck gegenpressen.
So, jetzt brennen mir die Finger. Das war die Beschreibung einer Profi Reparatur und Du kannst mir alles glauben.
Ich wünsche Dir alles Gute
Kurt

Beduin am 27 Jan 2007 14:38:30

Hallo Kurt

aus dir spricht der Fachmann?
Eine wahre bereicherung für das Forum :zustimm:

jimmy_bottle am 04 Feb 2007 10:08:52

Hallo Kurt,
das mit dem Rep. Blech ist natürlich eine Top Idee,
da ich aber mein Womo ab jetzt bis in den späten Herbst fast jedes Wochenende brauche, muß ich mir natürlich genau überlegen, wann und wie ich das mache.
Möglicherweise ist hier der faktor Zeit das Problem, das ich nicht alle Kanten abmachenkann und das möglicherweise doch mit Sikaflex mache, und mir eben für das Dachblech mal 1 Woche Zeit nehme.
Danke für Deine Hilfe, da bringt mich wirklich weiter.
Werde ab und an über meine Ergebnisse berichten.

Steffen

turbokurtla am 04 Feb 2007 11:39:23

Hallo Steffen
Ist mir schon klar, wenn Du das Ding laufend brauchst, kannst Du es so nicht reparieren.
Doch wenn eine spätere Reparatur geplant ist, kann ich Dir nur raten nicht mit Sika zu arbeiten, denn das Zeug bringst Du später nur sehr schwer wieder ab.
Mach alles mit Benzin sauber und schmier Dekalin oder Scheibendicht ( von Fa. Würth ) um alle betroffenen Stellen. Das dichtet genauso ab und läßt sich rückstandslos wieder entfernen.
Zum Wasser noch ein Tip. Wenn Du an Stellen, wo später wieder eine neue Dekorplatte draufkommt oder die man nicht sieht, Lüftungslöcher ( natürlich von innen und nicht durchs Blech ! ) bohrst, können diese Bereiche vielleicht etwas austrocknen. Das wäre besonders im unteren Fußbodenbereich wichtig. Eine Lokalisierung mit einem Feuchtigkeitsmessgerät wäre hier von Vorteil.
Denn Wasser geht nach unten und selbst wenn oben alles wieder o.K. ist, hast Du in einigen Jahren unten einen Schaden obwohl kein Leck mehr da ist.
Kurt

abo1 am 04 Feb 2007 19:26:53

turbokurtla hat geschrieben:.....Später neue Styroporplatten einkleben.....



hallo kurt

was könnte es für einen grund geben wieder (offenporiges) styropr statt geschlossenporigem styrodur einzukleben?

lg
g

turbokurtla am 05 Feb 2007 16:21:06

Was würde das für einen Sinn machen wenn in einem Fendt, der mit Holz und Styropor geklebt ist, nach einem Schaden, auf 1 oder 2 qm etwas anderes zu verarbeiten. Das bringt gar nichts. Einzig die Raminhölzer die der Fendt verbaut, würde ich durch normales Fichten- oder Kiefernholz ersetzen, das bekommt man überall und ist wie Styropor billiger.
Kurt

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Aussenhaut aufgerissen
Einstiegsbügel abdichten
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt