Da es hier sicher auch Leute gibt die nicht ständig Freistehen, und auch nicht über ein unbegrenztes Budget verfügen, wollte ich euch mal meine etwas preiswertere Aufrüstung vorstellen.
Ein paar Elektronikkenntnisse voraus gesetzt, beläuft sich der Umbau ohne die Akkus auf unter 200 EUR.
Ausgangslage: MCLuois Glen aus 2006 auf Duc 244. Die Spannungsversorgung regelt ein NE 148. Kein Solar. Zwei preiswerte sehr gut erhaltene AGM mit 220Ah - schon eingebaut.
1. Ausbaustufe: Schaudt WA 121525. Die Orginalverkabelung bleibt weitgehend erhalten, nur das Trennrelais des NE148 wird durch öffnen einer Lötbrücke deaktiviert. Dadurch bleiben alle Überwachungs- und Anzeigefunktionen erhalten.
Die Spannung für den Booster greife ich direkt an der NE 148 ab. Die vorhandenen Kabel sind nicht sehr lang und mit 10 qcm ausreichend dimensioniert.
Der Ausgang des Boosters geht direkt auf die AGM-Batterien. D+ für den Booster kommt vom spannungsüberwachten Ausgang des NE 148 (J4). Dadurch schaltet der Booster erst zu wenn die Autobatterie geladen ist, das schont die Lichtmaschiene und den Riemen.
Wer den Kühlschrank während der Fahrt auf 12V betreibt, sollte noch die Stromversorgung des Kühlschranks auftrennen um den Booster zu entlasten. Mit der alten Kühlschrankspannung wird nun ein Relais geschaltet, das den Kühlschrank direkt mit der Autobatterie (liegt am Eingang des NE148) verbindet. Sicherung nicht vergessen.
(Da die alte Kühlschrankspannung ebenfalls spannungsüberwacht ist, kann man sie ebenfalls gut als "D+" für den Booster verwenden).
Bei den teuren Boostern ist sowas natürlich schon alles integriert, aber darum geht es hier nicht.
2. Ausbaustufe: Um die Aufbaubatterien auch bei Landstrom ausreichend laden zu können benutze ich ebenfalls den Booster.
Für die Spannungsversorgung des Boosters verwende ich ein 12V Netzteil aus einem Computer_Server. Diese liefern bis über 100A, besitzen gute Überwachungsschaltungen und sind gebraucht schon ab 20 EUR erhätlich. Die Spannung läst sich bei den meisten NT mit geringem Aufwand auf bis zu 13,8 V erhöhen.
Meins liefert ca 40A bei 13,6V.
Da der Ausgang nicht rückstromfest ist benötigt man noch ein Trennrelais (oder Trenndiode). Das Relais muss von einer zweiten Spannung des NT geschaltet werden, da es sonst auch ohne Landstrom angezogen bleibt! (mit Trenndiode nicht nötig)
Der Ausgang des Relais geht direkt auf den Eingang des Boosters. Dadurch bekommt auch die Autobatterie eine Erhaltungsladung ab, genug Strom ist ja vorhanden.
Man kann auch mit einem Umschaltrelais am Eingang des Boosters zwischen Autobatterie und NT umschalten, dann hat man aber keine Erhaltungsladung.
Wenn ich länger am Landstrom hänge schalte ich das Zusatz-NT ab.
Zur Überwachung benutze ich einen billig BC aus China. Beim Laden schalte ich den Eingang über ein Relais um, so kann ich beide Richtungen überwachen.
Ich muss nicht 100%ig genau wissen, wie voll meine Akkus sind. In der Regel reicht mir die Spannungsanzeige aus, die hab ich mit einem guten Messgerät verglichen und kann mit den Abweichungen leben.
Für die Pingeligen: Die Bezeichnung Batterie statt Akku habe ich nur zum besseren Verständnis benutzt.
Gruß Egon


