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Prelude
Begeisterung pur. Es ist Freitag 14 Uhr und wir packen das Wohnmobil. Um bis hierher zu kommen haben wir allerdings eine wochenlange Odyssee hinter uns.
Alles began an einem lieblichen Tag im April. Wir holen das Womo aus dem Winterschlaf und bringen es, wie vereinbart, direkt zum BOSCH – Dienst unseres Vertrauens. Ölwechsel und Behebung des öltropfenden Motors sind vereinbart.
Nach einer Wochen ist das Auto fertig. Mit dem Ölwechsel. „Was ist mit dem tropfenden Öl?“ frage ich vorsichtig. „Müssen wir Teile bestellen“. Wir einigen uns auf Anfang Mai. Dichtungen wechseln und gleich mal den Zahnriemen wechseln. Auch gut, denke ich, kann ich gleich noch zur Näherin unseres Vertrauens und Gardinen ausmessen lassen. Denn unser Wohnmobil soll schöner werden.
Gesagt getan, ausgemessen, Stoff gekauft, Wohnmobil zurück in die Werkstatt. Eine Woche später hole ich es wieder ab. Bezahle einen deutlich vierstelligen Betrag und fahre guter Dinge nach Hause. Weiter komme ich leider nicht. Beim Aussteigen bemerke ich einen riesigen Ölfleck unter dem Womo. Meine Fahrt lässt sich ebenfalls, ohne Fährtensucher zu sein, anhand der Ölspur leicht nachvollziehen.
60 Minuten später ist der Wekstattbesitzer da, er ist panisch als er den Ölverlust und den Zustand der Strasse sieht. Hektisch versucht er die Flecken mit Bremsenreiniger zu vertuschen. Ein sinnloses Unterfangen. Zum Glück für ihn und zu Lasten unserer Natur, fängt es an zu regnen. Die ganze Strasse schimmert in Regenbogenfarben. An Fahren ist nicht mehr zu denken. Ich rufe den ADAC und keine 3 Stunden später steht das Womo wieder in der Werkstatt.
Eine Woche später hole ich es ab. Eine Dichtung ist wohl beim Einbau beschädigt worden. 1000 Entschuldigungen. Ich mache gute Miene zum bösen Spiel. Wird ja jetzt funktionieren. Es fährt und ist trocken. Aber macht extreme Geräusche und rust ohne Ende. Das ist nicht normal. Ich fahre wenige Tage später wieder zur Werksatt. Wir sind uns einig, man muss an den Einstellungen arbeiten. Gesagt, getan. Eine weitere Woche später hole ich es wieder ab, fahre die 3 km nach Hause. Natürlich nagelt es immer noch und es rust noch. Mir egal – noch eine Woche bis zur Abfahrt. Da müssen wir jetzt durch. Brauchen ja auch Zeit zum putzen und einräumen. Und am Donnerstag werden ja auch die Gardinen montiert. Am nächsten morgen entdecke ich etwas wohl bekanntes. Ein großer, frischer Ölfleck zeichnet sich ab.
Mich wundert nichts mehr. Routiniert schreibe ich eine WhatsApp, stelle das Womo vor die Werkstatt, werfe den Schlüssel ein. Donnerstag Abend soll es fertig sein. Ich bin da, das Womo ist da, aber sie schrauben daran. Irgendwas haben sie wieder verbockt. Der Werkstattbesitzer weint fast. Er zittert am ganzen Körper. Ich habe Angst, dass er gleich platzt. Eigentlich meine Rolle. Ich habe Mitleid, beruhige ihn. Versprochen wird es uns auf Freitag morgen. Ich verschiebe den Gardinentermin auf Freitag 16 Uhr.
Und tatsächlich, am nächsten Morgen gegen 11 Uhr wird es geliefert. Alles in Ordnung. Angeblich.
Tag 1 – Wir quälen uns über die Alpen bis nach Mailand
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