schulze am 20 Jan 2007 10:22:29 Hallo,
mal angenommen, dieser Kyril wäre in der Form zur Reisezeit so etwa Ende August aufgetreten.
Dies soll ja in Zukunft gar nicht mehr so abwegig sein.
Welche Überlebenschancen hat man da als sturmunerfahrener Reisemoblist, dessen Wägelchen nicht zu den Schwergewichten zu zählen ist.( 3000kg) Man treibt sich z.B. an der Nord/Ostsee herum und erfährt von der Sturmwarnung erst am Nachmittag das es in der Nacht los geht. Das man sich von der Küste so gut es geht entfernt ist klar, aber dann ist man noch immer im brettebenen Gelände . Wohin wendet man sich da, bewohntes Gebiet birgt das Risiko der herumfliegenden Bäume/ Mülltonnen oder Dachstühle , im freiem Gelände könnte man ein Spielball der Elemente werden. Die wenigen Plätze wo man sicher sein könnte ,werden wahrscheinlich von Insidern überrannt , also ich wüßte nicht was da am Besten wäre und ich könnt mir vorstellen auch von einen Hauch von Panik gestreift zu werden. Kommt so ein Lüftchen immer konstant aus einer Richtung oder wechselt es?
Dann hätte man auch nicht die kleine Möglichkeit , den Bug immer in den Wind zu drehen.
Da ich im Mai nach Hamburg u. an die Nord/Ostsee fahren werde, interssiert mich das besonders.
Nebenbei ,bei uns in Kärnten war nicht einmal das leiseste Lüftchen zu bemerken, habe die Plane von meiner
Kiste umsonst abgetakelt , ist mir eh so lieber als das ich etwaige Dachplatten aus der Karosserie herausoperieren muß.
lb
schulze
rs270550 am 20 Jan 2007 10:50:47 Hallo Schulze, wer zur falschen Zeit am falschen Platz ist hat verloren!!
Der Sturm war so groß, daß er ganz Deutschland abdeckte. Es wurde an der Nordsee BF-12 gemessen, aber auch in Dortmund gab es Katastrophenalarm! Hier im Sauerland wurden BF 11-12 gemessen.
Die Kraft eines solchen Sturmes ist nicht zu unterschätzen. So bezeichnet man z.B einen Sturm der Stärke BF 9 schon als so stark, daß die Besatzungen von Schiffen bis ca. 20 m Länge um ihr Leben kämpfen!!!!
Was also tun? meiner Meinung nach hilft da nur eines: Tiefgarage oder sonstige massiven Bauten! Hinter einem Gebäude verstecken scheint auch nicht zu funktionieren. Hier stehen ja mehrere Schiffe zum überwintern. Komischerweise hatten die Schiffe, die vor den Hallen direkt dem Wind ausgesetzt waren, keine Schäden, während die Schiffe, die hinter den Hallen, also im Windschatten standen, teilweise angehoben und versetzt wurden. Auch im einem benachbarten Wald wurden die Bäume auf der "Leeseite" entwurzelt!!
,
Rolf
mutzel241 am 20 Jan 2007 10:59:18 bei solchen naturkräften gibt es nur zwei fragen:
wie rette ich mich und
was bezahlt die versicherung
mutzel :?
Waldi am 20 Jan 2007 11:21:41 Und wie man sieht sind ja LKW auch nicht sicher.
Waldi
Gast am 20 Jan 2007 12:14:12 Bei solch einem Sturm würde ich keinen Schutz hinter Häusern oder in der Nähe von Bäumen suchen. Bäume können knicken oder Äste verlieren und bei Häusern können Dachziegel oder noch mehr herunter stürzen. Lieber dann frei stellen und nicht mit der Längsseite des Womos in den Wind stellen. Je weniger Angriffsfläche der Wind hat um so besser ist es wohl.
Poldi am 20 Jan 2007 12:55:09 ich habe unser Womo in den Windschatten eines größeren LMC gestellt, so konnte der Wind meinem nichts anhaben und wenn das LMC auf meines gekippt wäre, wäre der andere schuld. :haendereib: :D :kuller: :tudelu:
Poldi
stern58 am 20 Jan 2007 13:11:01 Hallo,
hier in Berlin war der Orkan 'nur' 120km/h. Fenster haben doch ganz schön vibriert trotz Aussenjalousie. Feuerwehr fuhr 1001 Einsätze.
Da sich der Orkan drehte und immer neu anfängt mit Pausen drin das es windstill sogar war, hast kaum eine Möglichkeit dich zu verstecken. Der Orkan wurde vorher angekündigt da könntest noch wegfahren nur wohin stellt sich die Frage wenn nicht nur ein Gebiet davon betroffen ist.
Wie schon geschrieben wurde, nur noch dein Leben retten, in ein festes Gebäude flüchten und erfahren was die Versicherung übernimmt.
Eileen am 20 Jan 2007 13:25:02 Das Problem bei so einem Sturm ist ja auch, das der Wind nicht konstant sondern boeig ist.
Bei einem konstant starken Wind koennte man schon den Platz entweder vor oder auch hinter einem Gebaeude finden, wo der Wind genuegend abgelenkt ist (ohne zu verwirbeln) um fuer ein bischen Windschatten zu sorgen.
In Boeen aendert sich das alles staendig.
Wichtig ist es auf jeden Fall, dem Wind die Schmalseite zu praesentieren (130 auf der Autobahn geht ja normalerweise auch ohne Schaeden), sich nicht gerade auf einen Huegel zu stellen und auch aufpassen, dass man sich nicht zwischen Hindernissen (Gebaeude, Bewuchs, Landschaftsformen) befindet, die eine Art Trichter bilden, durch den der Wind mit noch hoeherer Geschwindigkeit gepresst wird.
Am allerwichtigsten ist es allerdings anzuhalten und ja nicht weiterzufahren.
jonathan am 20 Jan 2007 18:09:20 Nach diesem Sturm sehe ich der Angelegenheit unterwegs recht gelassen entgegen. Grund: Unser Wohnwagen stand zur Zeit des Sturms so auf unserem Hof, das ihn nichts Hartes treffen konnte-aber auch so, dass ihn die Orkanboen mit voller Wucht schräg seitlich von hinten anbliesen. Alle vier Kurbelstützen waren stramm heruntergedreht und ausser ein paar Schüttlern war im Inneren vom Sturm kaum etwas zu spüren. Ich würde mich also unterwegs möglichst mit der Nase oder Heck in den Wind stellen-weitab von Gebäuden oder Bäumen, alle Stützen herausdrehen und ne´Flasche Rotwein aufmachen..... Immerhin haben meine Frau und ich während der Sturmnacht schon beschlossen, im WoWa zu nächtigen, wenn denn alle Matratzen im Haus nass geworden wären, denn der war im gegensatz zum Haus "dicht".
Werner
schulze am 20 Jan 2007 21:01:02 ja Werner , so stelle ich es mir auch vor , aber wenn man die Stützen
drunten hat, ist man halt nicht mehr so flexibel um rasch auf Richtungsänderungen reagieren zu können , abgesehen davon das mein Wägelchen nur 2 Heckstützen hat. Deshalb die Frage ob der Orkan
eigentlich immer von der Richtung kommt die er anfangs eingeschlagen hat.
Andererseits ,wenn man eure Berichte liest sind die Schäden mit Campingfahrzeugen ,im Anbetracht der anderen Zerstörungen
nicht so dramatisch. (oder bin ich im Irrtum?)
Alle hatten doch sicher keinen sturmsicheren Unterstand und wenn du sagst dein WW war nie in Gefahr abzuheben ist das irgendwie beruhigend.
lb.
schulze
Tipsel am 21 Jan 2007 01:55:30 Ich würde das Womo irgendwo zwischen Büsche stellen - die fallen niemals um und halten den Wind ab - und wenn dann noch ein Gebäude zum unterschlüpfen in der Nähe ist, könnt ich mit der Situation umgehen.
Im Notfall würden wir den nächsten CP anfahren, eine geschützte Ecke mit Hecke suchen, und wenns ganz arg kommt, würd ich Schutz im Sanitärgebäude suchen - bestimmt mit anderen Angsthasen zusammen, und wir würden uns gegenseitig aufbauen, und ich glaub, das wäre sogar noch lustig.
schulze am 21 Jan 2007 10:42:55 Christel, ich könnte mir denken,das so ein Unterschlupf im SanHaus
mit den passenden Angsthasen zusammen recht amüsant werden könnte
wir hätten sicher eine riesen Gaudi . (vor allem wenn du dabei wärst)
Nur , ich habe bewußt die möglich Situation in die HS verlegt, übervolle
SP&CP`s das ist der Punkt. Ob du dann noch einen passenden Platz
findest wenn tausende andere dieselbe Idee verwirklichen möchten,
wage ich zu bezweifeln.
lb
schulze
Gast am 23 Jan 2007 00:18:29 Hi,
wir haben vor vielen Jahren mal im April in den Niederlanden, direkt am Ijsselmeer, auf einem Campingplatz gestanden. Fahrzeug: Umgebauter Möbelkoffer auf DB 813. 7,49 t. 7,5 m lang, 2,55 breit und 3,55 m hoch. Über dem Führerhaus eine 1,2 m hohe Stirn. Der Hafenmeister, der Platz gehörte zu einem Yachhafen, stellte uns auf eine Warft, da die ebenen Stellflächen nach 14 tägigem Regen völlig durchweicht waren und unser Gewicht nicht getragen hätten. Abends kam dann ein Sturm auf, der immer stärker wurde. So etwas hatten wir bis dahin noch nicht erlebt. Da das Tor zum Yachthafen zu war, konnten wir auch nicht flüchten, zumal wir in der Dunkelheit rückwärts auf dem mit Muscheln befestigten Weg hätten fahren müssen. Ich habe den Wagen dann mit der Front in den Wind gestellt.
Es ist dann auch soweit alles gut gegangen. Wir hatten nur eine Schwierigkeit: Wir wollten uns einen (oder auch mehrere) Linie (Aquavit)gönnen. Aber der Wagen hat im Sturm derartig geschwankt, dass ich die Schnappsgläser nicht unter die Flasche bekam. Wir haben dann einen anderen Weg gefunden. Nachts um 03.00 h schwankte der Wagen dann auch nicht mehr.
Also Schnauze in den Wind oder hinter einem Gebäude stehen (z.B. Einkaufsmärkte) und an die Versicherung glauben. Etwas anderes kann man kaum machen.
Klaus
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