MountainBiker hat geschrieben:Ein Stellplatz stellt eine "Umwidmung" des Grundstücks dar, da dies der gewerblichen Nutzung dient. Dies ist zum Beispiel auf einer landwirtschaftlichen Fläche gemäß Flächennutzungsplan/Bebauungsplan nicht statthaft.
Moin,
rein praktisch richtich, von der Begründung her flasch, ist aber egal. Die Kommunen wollen eine geordnete Entwicklung - Beispiel: Wenn man überall bauen dürfte, würden die Schulbusse ziemlich teuer .... oder der Straßenbau oder die Kanalisation ... hat mit Gewerbe oder nicht nichts zu tun. Eine Hundeschule im Wohngebiet ginge auch nicht ... Schutz der Nachbarn.
Ich würde beim zuständigen Bauamt der Gemeinde nachfragen. Wenn es bei euch in der Gemeinde noch keinen Campingplatz oder Stellplatz gibt, dürfte eine entsprechende Flächennutzungsplanänderung mit dem daraus folgenden Bebauungsplan problemlos sein (Kostet aber Geld). Vorsicht: Auch die Nachbargemeinden auch abchecken. Die probieren ihre eigenen Leute zu schützen.
Falls du Landwirt bist, lohnt sich auf jeden Fall eine Anfrage bei der Landwirtschaftskammer (Neuer Betriebszweig). In Nds. kannst du dir in Tourismusregionen erhebliche Fördermittel für die Anlage einwerben, ELER und LEADER sind die Stichworte. Mal bei deiner Gemeinde oder der Wirtschaftsförderung des Landkreises nachfragen. Es gibt manchmal auch Fördergelder für Nichtlandwirte ;-), dann kannst du dir die Kosten für den Flächennutzungsplan und den Bebauungsplan auch gleich bezuschussen lassen. Falls du kein Papierkrieger bist, gleich das Geld für einen Berater mit einplanen. Oder im Vorfeld intensiv mit der bezuschussenden Behörde reden und auch auf die hören, ob du es für sinnvoll hälst oder nicht. Die kennen die Spielregeln und wollen dir helfen.
Hoffe geholfen zu haben
mit freundllichen Grüßen
landmesser