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Ampere Querschnitt MPTT und Wechselrichter-Fragen


goorooj am 04 Mär 2020 11:15:13

Hi,

erstmal vorauseilende Entschuldigung, konnte das alles irgendwie nicht richtig im Betreff unterbringen...

Ausgangslage: Ich schliesse eine Solaranlage über einen MPTT am 12V Batteriepack an, der MPTT liefert am Verbraucherausgang 20A, ich will einen 220V Wechselrichter mit 2000W anschliessen.

Schliesse ich den Wechselrichter direkt mit einem Kabel an der Batterie an oder über den MPTT, kann der das ab?
Der MPTT hat anscheinend eine Logik die nach Verbrauch die Ladung steuert, wenn ich was direkt an der Batterie anschliesse, kommt der dann durcheinander?

und was für Querschnitte wären denn sinnvoll? Kabellänge Wechselrichter etwa 50cm von der Batterie/MPTT, dann gehts entspannt mit 200V weiter.

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Gast am 04 Mär 2020 11:23:02

Kabel 50 - 60qmm zum WR mit passender Sicherung NUR direkt an die Batterie.

Gruß

Gast am 04 Mär 2020 11:24:52

Hi,

Wechselrichter an Batterie, Solarladeregler an Batterie. Die jeweiligen Leitungen entsprechend der Maximalströme dimensionieren und absichern.

Gruß, Holger

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fschuen am 04 Mär 2020 11:53:58

Vom Regler 4 qmm zur Batterie. Von Batterie zum WR kurz und mind 16 qmm, besser 25-50 qmm. Bei allen Kabeln zwischen Pluspol und Kabel eine Sicherung (z.B. 40 A Solarregler, 200 A WR) und alle Verbindungen gut anziehen.

Dem Regler ist der Verbrauch völlig wurscht. Der reicht - mit höchstens Ladeschlussspannung - alles durch, was die Panels so hergeben. Die Leistungssteuerung, die du meinst, ist vermutlich ein Schaltausgang, der AES oder so ähnlich heisst. Hier schaltet der Regler, wenn er den Saft nicht mehr loswird (Batterie voll, Ladeschlussspannung erreicht). Da kannst du eine Stromverschwendung mit schalten, da ansonsten der überschüssige Solarstrom nicht abgenommen wird, z.B. Kühlschrank auf Elektro.

Gruss Manfred

rkopka am 04 Mär 2020 11:58:17

goorooj hat geschrieben:Ich schliesse eine Solaranlage über einen MPTT am 12V Batteriepack an, der MPTT liefert am Verbraucherausgang 20A, ich will einen 220V Wechselrichter mit 2000W anschliessen.
Schliesse ich den Wechselrichter direkt mit einem Kabel an der Batterie an oder über den MPTT, kann der das ab?

Einfache Rechnung 2000W / 12V = 167A - wie sollen die aus einem 20A Ausgang gespeist werden ? Du kannst aber den Verbraucherausgang bei Bedarf als Steuersignal hernehmen und damit ein Relais oder ein Kontrollsignal des WR speisen.

RK

Gast am 04 Mär 2020 12:08:16

fschuen hat geschrieben:Vom Regler 4 qmm zur Batterie. Von Batterie zum WR kurz und mind 16 qmm, besser 25-50 qmm. Bei allen Kabeln zwischen Pluspol und Kabel eine Sicherung (z.B. 40 A Solarregler, 200 A WR) und alle Verbindungen gut anziehen.

...

Gruss Manfred


Achtung, Fehlberatung! :x

Bei kurzen (ca. je 0,5 bis 2 m) Leitungen Batterie // WR ist für 2000W ein 50 mm² CU richtig dimensioniert.

Annahmen: gebündelte Verlegung (2er Bündel) in Luft, Einzelader ohne Schutzisolierung, Umgebungstemperatur bis 30 Grad. Bei Kurzschlussfester Verlegung keine zusätzliche Sicherung auf der Batterieseite, wenn im WR abgesichert ist.

Bei Fragen: Besser Fachfirma beauftragen!

Siehe VDE 0298-4 Absatz 9.1 und folgende

Gast am 04 Mär 2020 12:12:48

pfeffersalz hat geschrieben:
Achtung, Fehlberatung! :x

Bei kurzen (ca. je 0,5 bis 2 m) Leitungen Batterie // WR ist für 2000W ein 50 mm² CU richtig dimensioniert.

....

Bei mir liegt da auf Anraten eines Fachmanns, für einen 1800W WR eine 60qmm Leitung. Die wird selbst bei 150A Entnahme nicht warm.

Gruß

fschuen am 04 Mär 2020 12:36:57

Hier die Basis meiner Fehlberatung: nach meiner persönlichen Faustregel würde ich 1 qmm pro 10 A NIE unterschreiten. Bei 2 kW, ca 130 A wären das 13 qmm. Da ist ein 16er-Kabel schon hart an der Grenze, aber man muss auch die Kabellänge und die Zeit der Beanspruchung berücksichtigen. Wenn ich mir für 2 min einen Kaffee ziehe, muss ich das Kabel nicht nach VDE-Normen für Dauerbelastung auslegen.

Ich hab ein 16er Kabel zur Starterbatterie gelegt - wird nur ganz selten verwendet, aber auch dann nicht warm. Vorteil von 16er ist, dass man damit noch ganz gut um die Ecken kommt. Kritisch sind sowieso meist nicht die Kabel, sondern die Anschlüsse. Ich hab inzwischen eine Wärmebildkamera, da werde ich das ganze mal im Betrieb überprüfen - dann kann ich ein paar Zahlen dazuschreiben.

Weglassen der Sicherung bei _kurzschlussfester_ Verlegung: vielen Dank auch. Wie soll das gehen? Batterie mit Wechselrichter in Kunstharz eingiessen? Ich bleib da lieber bei einer simplen ANL-Schmelzsicherung.

Gruss Manfred

goorooj am 04 Mär 2020 12:39:42

Danke für alle Posts, jetzt weiss ich wie ich das verlege.
Sicherung ist eh klar.

Die Bedienungsanleitung des MPTT hatte ich so verstanden dass die Logik des MPTT lernt wieviel Strom wann entnommen wird und dann die Ladung der Batterie möglichst schonend darauf anpasst.
Meine Sorge war jetzt eher dass die Logik denkt ich brauch ja eh nix während ich mit dem Wechselrichter die Batterie stresse....

andwein am 04 Mär 2020 17:03:40

goorooj hat geschrieben:.....Die Bedienungsanleitung des MPTT hatte ich so verstanden dass die Logik des MPTT lernt wieviel Strom wann entnommen wird und dann die Ladung der Batterie möglichst schonend darauf anpasst.

Das ist eine sehr schön formulierte Marketingbeschreibung, die mit der Schaltungstechnik recht wenig wenig zu tun hat.
1. Ein MPPT Regler such immer den best möglichsten Arbeitspunkt von Panel und Einstrahlenergie und gibt den Ertag an den PWM Teil weiter
2. Dannach sorgt ein PWM Regelteil für die Batterieladung
3. Da PWM Regler nicht nach I/Uo/U Kennlinie laden sondern nur die Länge der Ladung takten, aber die Ladespannung immer bei bei der gewählten Ladeendspannung von Nass/Gel/AGM liegen ist die Ladung nicht besonders schonend, aber auch nicht gefählich für die Batterie.
So viel zu Marketing Texten, Gruß Andreas

gespeert am 05 Mär 2020 05:45:43

Erd- und Kurzschluss-sichere Verlegung heißt, jede Ader separat für sich zu verlegen.
Also nicht zusammen in einem Kanal, sondern die doppelt isolierte Einzelader nochmalig im Schutzrohr von der Batterie zum WR legen.

Ich bin da mit 70 Qmm immer gut dabei.

goorooj am 05 Mär 2020 11:02:45

Danke für die Tips.
Der Wechselrichter ist genau neben den Batterien, da ist glaube ich kein platz für einen kabelkanal. vielleicht 20 cm und die kabel dazwischen verlege ich mit mehreren zündkabel-abstandshaltern --> Link
wird dann recht warm da drin, aber ich mache die Entlüftung des Batteriekastens mit zusätzlichem vent und thermoschalter nach hinten raus, richtung fahrradgarage. das ist eh nicht gedämmt und kann ein bisschen mehr hitze ab.

Gast am 05 Mär 2020 13:31:21

pfeffersalz hat geschrieben:Achtung, Fehlberatung! :x

Bei kurzen (ca. je 0,5 bis 2 m) Leitungen Batterie // WR ist für 2000W ein 50 mm² CU richtig dimensioniert.

Annahmen: gebündelte Verlegung (2er Bündel) in Luft, Einzelader ohne Schutzisolierung, Umgebungstemperatur bis 30 Grad. Bei Kurzschlussfester Verlegung keine zusätzliche Sicherung auf der Batterieseite, wenn im WR abgesichert ist.


Lass dich nicht von den Bastlern verunsichern!

Ich hatte kurzschlussfest geschrieben, nicht "kurzschlussicher verlegt".

Dazu kaufst du deine 2 x 0,5 m Batteriekabel nach VDE (VDE 0100 Teil 520, VDE 0250 Teil 602, VDE 0298 Teil 3, IEC 60332-1-2, EN 60811-404) ;D , das heist dann NSGAFÖ. Such einfach bei Ebay nach "VDE Batteriekabel bis 1000V / kurzschlussfest flexibel NSGAFÖU" Der Meter 50mm² kostet um die 6 bis 9 €. Oder Frag beim nächsten "Bosch-Dienst" und lass dir dort gleich die passenden Rohr-Kabelschuhe mit Dornpressung montieren.

Und nochmals der Hinweis: keine zusätzliche Sicherung auf der Batterieseite, WENN im WR abgesichert ist

Gast am 05 Mär 2020 13:53:52

Bei manchen Wechselrichtern sind die Kabel bereits dabei.
Ective legt bei den größeren Wechselrichtern 2 mal Rot und 2 mal Schwarz bei. Die WR haben deshalb 4 Anschlüsse. Zwei dünnere Kabel sind leichter zu händeln als ein dickes (Biegeradius).
Bei meinem 2000/4000er Ective (und bei allen zwischen 2000 und 3000W Dauerleistung) liegen 2 Sätze a 2 x 16mm2 bei.
Bei den ganzen Querschnittsberechnungen darf man berücksichtigen (nicht aufregen, das verstößt wahrscheinlich wieder gegen alle Normen), dass Wechselrichter meist mit einiger Reserve gekauft werden (Einschaltstrom) und die maximale Dauerleistung wenn überhaupt meist nur sehr kurz abgerufen wird. Mein 2000er hat bisher noch nie mehr als 1600W leisten müssen, und die auch nur für wenige Minuten.
Gruß Andreas

fschuen am 05 Mär 2020 14:56:58

pfeffersalz hat geschrieben:Und nochmals der Hinweis: keine zusätzliche Sicherung auf der Batterieseite, WENN im WR abgesichert ist


Die Sicherung auf der Batterieseite ist der einfachste und billigste Brandschutz, den du haben kannst, und dient nicht primär dem Leitungsschutz. Wenn jemand das rote Kabel aus dem Kabelschuh tritt oder die Kuchengabel zwischen die Anschlüsse vom WR fällt, gibt es ein Feuerwerk. Eine Sicherung kommt dann sehr schnell zu Hilfe, ein Feuerlöscher erst etwas später - und wenn man beides nicht hat, helfen die Freunde in Rot. Ich halte es für akzeptabel, auf die Sicherung zu verzichten, wenn die _Batterie_ selbst abgesichert ist (z.B. LFP-Fertigbatterie mit integriertem BMS). Auf Verbraucherseite hilft das gar nicht.

Gruss Manfred

stoppie am 07 Mär 2020 13:37:40

gespeert hat geschrieben:Erd- und Kurzschluss-sichere Verlegung heißt, jede Ader separat für sich zu verlegen.
Also nicht zusammen in einem Kanal, sondern die doppelt isolierte Einzelader nochmalig im Schutzrohr von der Batterie zum WR legen...


Diesbezüglich möchte ich in die selbe Kerbe hauen wie weiter oben bereits geschrieben wurde.

Es gibt sehr wohl eine kurzschlussfeste Leitungsverlegung. Das funktioniert allerdings nur mit sogenannten kurzschlussfesten Leitungen.
Die Bezeichnung für diese Leitungstypen ist, wie weiter oben bereits geschrieben wurde, NSGAFÖU gefolgt von dem benötigten Leitungsquerschnitt. Diese Leitungen benötigen keine Sicherung für Überlast oder gar Kurzschluss.

Alle anderen Leitungstypen benötigen zwingend eine Sicherung an der Einspeisestelle, um die Leitung bei zu hohen Strömen vor zu großer Erwärmung oder gar Brand zu schützen.

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