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Einbaubericht Tresenregal für L-Küche Rückenlehne Sitzbank


RZFahrer am 11 Mai 2020 22:43:01

Hallo liebe Fori’s,

wir haben zwar schon diverse Ein- und Umbauten an unserem Dethleffs T 7057 DBM vorgenommen, aber jedes Mal hatten wir nicht daran gedacht, das auch mit Fotos zu dokumentieren. Viele der Einbauten oder Verbesserungen haben wir auch aus diesem Forum als Anregung genommen. Vielen Dank dafür!

Hier kommt also unser Einbaubericht mit detaillierten Fotos für ein Tresenregal über der Sitzbank der L-Sitzgruppe/L-Küche:

Mangels Kellerraum habe ich jetzt im Mai das warme Wetter genutzt und den Carport zur Werkstatt umfunktioniert. Folgendes Werkzeug habe ich genutzt:
• klappbare Werkbank
• Akkubohrschrauber
• Schieblehre (andere sagen Messschieber dazu)
• Multitool von Aldi mit Metallsägeblatt
• Kleine und große Halbrundfeile
• HSS – Bohrer
• Senker
• Körner mit Hammer
• Kreuzschlitzschraubenzieher (oder auch -dreher genannt)
• Zollstock

Da bei uns im Dorf viele Katzen rumstromern, habe ich eine alte Wachstuchdecke (Bastelunterlage der Kids) unter die Werkbank gelegt. So konnte ich die Späne einfacher entsorgen und die Gefahr verringern, daß sich die Katzen die Späne in ihre Pfoten treten.

So sieht es vor dem Regaleinbau aus:


Im Baumarkt haben wir uns ein fertig geschnittenes Regalbrett 800 x 200 x 16 mm in anthrazit sowie 2 Möbelfüße 25 x 25 x 200 mm in Edelstahloptik gekauft. Gesamtinvestition: ca. 12 EUR.




Als richtige Einbauhöhe für das Regal haben wir für uns 95 mm über dem Rückenbrett der Sitzgruppe festgelegt (das Regal soll weder mit der Spülenabdeckung kollidieren noch eine Beulengefahr beim Sitzen darstellen). Die Stärke des Rückenbrettes ist 16 mm.
Die genommenen Maße habe ich dann mit der Schieblehre auf die Metallfüße übertragen. Bleistift ist als Markierung auf Metall ungeeignet. Und der vorhandene Edding hatte eine weiche Spitze. Also blieb nur die Schieblehre übrig:


Mit dem Multitool habe ich entlang der Anrißlinie geschlitzt. Eine Metallbügelsäge wäre ungeeignet in meinen Augen, da ich mit Sicherheit beim Sägen die Markierung der gegenüberliegenden Stützfußseite nicht genau getroffen hätte. Und ein Schisslaweng hätte ich bestimmt auch gehabt. Insofern war das Mutlitool für die Schnitte goldrichtig.


Mit einem 3,5 mm Bohrer habe ich anschließend die Laschen perforiert und abgebrochen.


Entgraten und begradigen war dann mühsame Handarbeit mit einer kleinen Halbrundfeile (ich glaube, die ist noch von meinem Opa, also ururalt…).



Da die Rückwand der Sitzbank mit 16 mm ziemlich dünn ist, müssen die gegenüberliegenden Schrauben an unterschiedlichen Punkten in das Material geschraubt werden. (Achtung Begegnungsverkehr).
Mit einem Körner die Bohrpunkte markiert, mit einem 4 mm Bohrer die 8 Bohrlöcher gebohrt. Damit das etwas biegeempfindliche Material nicht verbiegt, habe ich eine Holzleiste in den Schlitz gelegt.



Damit die Senkkopfschrauben auch bündig in dem Metall abschließen, habe ich mit einem Senker noch die Löcher entsprechend bearbeitet.



Erste Passprobe: der Ausschnitt passt von der Breite, jedoch ist auf der Gurtbockseite der Schenkel zu lang. Also hier noch 15mm einkürzen.
Passprobe:

So wie es geplant war

Der nächste Schritt war dann das Maßnehmen des Regalbrettes. Auflegen, mit 2 Klemmzwingen fixiert und die Position von unten markiert. Sowohl die Kontur als auch die Position der Schrauben. Wieder auf der Werkbank, die jetzt ehemaligen Stützfüße entsprechend der Markierung angeschraubt.


Das fertige Barregal aufgesetzt. Passt.


Vor der endgültigen Montage müssen die Kopfstützen wieder ran. Zum Glück komme ich auch mit aufgesetzten Kopfstützen an die Schrauben.
Und so sieht es fertig aus:

(steht irgendwie auf dem Kopf :?: )




Jetzt haben wir zusätzlich etwas mehr Platz beim Kochen. Oder für unsere Kaffeemühle während des Mahlens. Alternativ geht natürlich „Stehrumsel“ auch immer.

Es fehlt jetzt nur noch ein Kantenschutz, die Ecken sind schon ziemlich scharf. Da schauen wir mal beim großen Fluß.

Zum TÜV werde ich dann sicherheitshalber das Regal abbauen, da ich mir vorstellen kann, daß die Jungs das nicht gerne sehen.
Auch wenn wir mal nicht nur zu Zweit unterwegs sein sollten, kommt das Regal ab. Da geht dann die Sicherheit der evtl. Mitfahrer vor.

Viele Grüße und allen ein hoffentlich gesunden Start in die bald beginnende Reisezeit.
Ralf

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goldfinger am 11 Mai 2020 23:01:18

Schön gemacht und gut bebildert. Wie Du schon sagst, hinsetzen würde ich dort niemanden mehr. :top:


Andreas

DoReNo am 12 Mai 2020 00:14:16

Hallo
Sehr schön gemacht aber auch sehr gut dokumentiert.
Eines hätte ich auf jeden Fall noch angebracht...eine Reling um das Brett damit nichts herunterfallen kann. Dann könnte auch jemand auf der Bank sitzen ohne Angst zu haben von einem Teil “erschlagen“ zu werden.
Es gibt schöne Relings aus diesen Küchenhängeregalmodulen von WMF etc.
Ansonsten...wirklich superschön gemacht und ein großes Dankeschön für das Auffangen der Metallspäne wegen den Mietzen. Das finde ich sehr anständig.

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Guenter296 am 12 Mai 2020 06:18:27

Gute Idee und gut gemacht, aber warum zum TÜV abbauen? Die haben bei mir noch nie innen reingeschaut 8)

Evtl. Mitfahrer sind von der Kopfhöhe auch unter dem Tresen, dürfte doch auch nichts passieren.

Gruß Günter

RichyG am 12 Mai 2020 07:26:53

Schöne Arbeit Ralf!
Das mit der Reling halte ich auch für ne gute Idee!
Übrigens hat der Tüv auch bei mir noch nie in den Innenraum geschaut. Ich habe seit fünf Jahren die Kopfstützen entfernt. Interessiert niemanden :wink:

Fledermaus am 12 Mai 2020 11:24:31

Servus
Du hast das so schön gemacht das, der TÜV denkt das war so im Originalzustand ;D

Gesundheit

JackSchmidt am 12 Mai 2020 12:14:22

Hallo Ralf,

schön gemacht und danke fürs zeigen. Dafür von mir ein Plus.

RZFahrer am 12 Mai 2020 19:18:40

Vielen Dank für Eure Kommentare! :)

Wie ich eingangs schon geschrieben hatte, lebt dieses Forum von mitmachen. Und einige der hier gezeigten Verbesserungen haben uns zum Nachmachen angeregt.

Den Vorschlag mit der Reling lassen wir uns nochmal durch den Kopf gehen, vorher probieren wir es so aus.

Fledermaus hat geschrieben:...
Du hast das so schön gemacht das, der TÜV denkt das war so im Originalzustand ;D


RichyG hat geschrieben:Schöne Arbeit Ralf!
..Übrigens hat der Tüv auch bei mir noch nie in den Innenraum geschaut. Ich habe seit fünf Jahren die Kopfstützen entfernt. Interessiert niemanden :wink:


Guenter296 hat geschrieben:Gute Idee und gut gemacht, aber warum zum TÜV abbauen? Die haben bei mir noch nie innen reingeschaut 8)...


Was den TÜV angeht, haben wir noch keine Wohnmobilerfahrung, da sind wir erst im März nächsten Jahres dran. Aber damit zum TÜV zu fahren und sich ggfs. eine kostenpflichtige und zeitfressende Nachprüfung einzuhandeln, ich weiß nicht. Damit ist mir nicht so wohl. Aber bis dahin ist ja noch Zeit. Und so aufwändig ist der Abbau ja nun auch nicht. Max. 10 Minuten.

Schönen Abend noch!
Gruß
Ralf

RZFahrer am 06 Mär 2021 00:26:44

Hallo Forum,

der o.g. März des damals nächsten Jahres ist nu. TÜV Termin stand an.

Ich hatte weder das Tresenregal demontiert, noch die Gurte hinter der Rückenlehne hervorgeholt und auch der Innenspiegel blieb im Keller.

Das alles hat, wie Ihr ja schon aus Eurer Erfahrung beschrieben hattet, den TÜV-Onkel nicht die Bohne interessiert.

Die neue Plakette klebt und ist gültig bis 03/23.

Ich wollte nur mal Rückmeldung geben... :top: :juggle:

Euch noch ein schönes Wochenende

Gruß
Ralf

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