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Lifepo4 pflegen zerstören


Lakritz am 08 Okt 2020 10:39:31

Hallo Forum,

ich lese mich durch viele Threads und stoße immer wieder auf einzelne Aussagen bzgl. Pflege eines Lifepo4.
Ebenfalls stoße ich auf Aussagen über Behandlungsweisen, die für einen LifePo4 lebensbegrenzend bis zerstörend sein sollen.

Da ich aber nicht sicher sein, kann, wirklich alles gelesen zu haben ... könnten wir nicht alle Maßnahmen zur Pflege bzw. zur Lebensbegrenzung eines Lifepo4-Akkus mal zusammenfassen?

Was also pflegt den Lifepo?
Was schädigt ihn?
Was ist wirklich dramatisch schlecht für ihn?

Gruß

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Tinduck am 08 Okt 2020 10:46:16

Pflege: mit 80% Ladung stehen lassen.

Schädigung: Tiefentladung/Überladung

Zerstörung: Tiefentladenen Akku mit zu viel Strom laden.

Fertig, kann zugemacht werden :D

bis denn,

Uwe

Gast am 08 Okt 2020 10:51:41

Moderation:Dein Beitrag beantwortet nicht die Frage des Themenstarters, beachte bitte unsere Postingregeln
und verzichte auf Postings, die vom Thema abweichen - oder die die Motivation des Themenerstellers
werten. Wir wünschen uns sachliche und hilfreiche Antworten im Forum - und keine Vorwürfe,
Belehrungen oder Spott. Sowas hilft niemandem weiter.


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huohler am 08 Okt 2020 10:58:30

pfeffersalz hat geschrieben:Zusammenfassung auf Youtube:

--> Link

:wink:


Es geht hier um die Pflege von LiFePo4 und nicht um LiPo. Der Youtube link hat nichts mit dem Thema hier zu tun!

Hubert

azenberg am 08 Okt 2020 13:24:15

Da ich neuerdings auch einen LiFePo4-Akku im Einsatz habe stelle ich mir die gleichen Fragen.
Wie tief kann der Akku entladen werden ohne Schaden zu nehmen.
Mit wieviel Strom kann er aus der Tiefentladung geholt werden ohne ihn zu zerstören.
Gruß Aze

MountainBiker am 08 Okt 2020 13:59:38

Hallo,

auf so pauschale Fragen:

Was also pflegt den Lifepo?
Was schädigt ihn?
Was ist wirklich dramatisch schlecht für ihn?


kann man nur eine "pauschale" Antwort haben - der LiFePO4-Akku muß innerhalb der für ihn geltenden Spezifikation betrieben werden, dann hat dieser auch die Lebensdauer laut Datenblatt (hoffentlich).
Ohne detaillierte Kenntnis des Aufbaus/Zellchemie/BMS kann hier keine präzise Antwort finden. Im Bereich von 13,0V bis 14,4V bzw 3,25V-3,6V/Zelle werden diese keinen Schaden nehmen. Die Leistungsfähigkeit/Belastbarkeit häng stark vom Hersteller und BMS ab - hier ist keine Aussage möglich, da der Bereich einfach zu groß ist - es gibt Zellen für die ist bereits 0,5C zu hoch und es gibt Zellen die können auch noch 10-20C. Auch beim Temperaturverhalten gibt es gewaltige Unterschiede.

Bei den Winston Zellen gibt es detaillierte Datenblätter dazu (auch was das Temperaturverhalten angeht). Viele Fertigakkus sind als Blackbox im wahrsten Sinne des Wortes aufgebaut, ohne Kenntnis des Aufbaus, der Komponenten und der Ausführungsqualität. Die Alterung aufgrund von Zyklen bzw. kalendarisch ist hier wohl das geringste Problem - die Einhaltung der Betriebsparameter laut Spec schon.

Eine schlecht gemachte elektrische Verbindung an den Polen führt sehr schnell bei Belastung zu einer Erhöhung der Zelltemperatur außerhalb der Spec, genauso wie ein BMS das in einem hermetisch geschlossenen Plastikgehäuse mit den Zellen verbaut ist. Ein Betrieb außerhalb der Spec (UVP, OVP, Temperatur) führt immer zu einer "vorzeitigen" Alterung/Degeneration der Zellen, wie weit das geht - da halten sich die Hersteller weitgehend zurück mit Angaben.

Nur ein Beispiel - warum ist Lebensdauer von Akkus in Laptops so limitiert - in dem relativ kleinen Gehäuse sitzt der Akku in direkter Nachbarschaft zu Bauteilen (CPU, GPU, Spannungswandler) die sehr heiß werden (teilweise >85 Grad Celsius) das schadet dem Akku ungemein!

Meine Meinung dazu!

Gerry01 am 08 Okt 2020 22:12:35

So sehe ich das auch.
Man sollte sich auch was die optimale Lagerspannung betrifft nicht unnötig verrückt machen. Selbst die Hersteller bzw. Importeure machen hier keine klaren Ansagen. Nicht proppenvoll einwintern aber auf jeden Fall eine Tiefentladung durch heimliche Verbraucher verhindern. D.h. abklemmen.

Zum Thema Lagerspannung bei den wesentlich empfindlicheren LiIon-Zellen wie sie in E-Bikes verbaut sind: Kein mir bekannter Hersteller, auch nicht die die sich Premiumhersteller nennen wie z.B. Bosch oder Yamaha, liefern ein Ladegerät das in der Lage ist eine Lagerspannung für den Winterschlaf herzustellen.
Dabei sprechen wir hier von Akkus die bis zu 900€ kosten!

Fast jeder Modellbaulader, selbst billige Chinakracher, können das. Ob es viel bringt ist fraglich. Die Lebensdauer der Akkus hängt eher von deren Qualität als vom Ladezustand im Winter ab. Das haben eigene und auch Erfahrungen von anderen Modellbauern zweifelsfrei ergeben. Der sichere vorzeitige Tod kann nur durch Tiefentladung und Überlastung, d.h. zu hohe Stromentnahme, herbeigeführt werden.

LiFePo4 Zellen sind auch im Modellbau wesentlich robuster und langlebiger aber leider zu schwer und auch relativ teuer. Selbst bei doppelter Lebensdauer ist ein Lipo deutlich günstiger.

Grüsse Gerry

fschuen am 12 Okt 2020 08:13:05

Ich denke, "pflegen" ist das falsche Wort. Es gibt keine mir bekannte Möglichkeit, angeschlagene oder gealterte LFP-Zellen zu regenerieren. Das "zerstören" gefällt mir besser, nach der Kopfstandmethode: was verschleisst die Zellen, was macht sie kaputt, und wie vermeide ich das?

Verschleiss ist bei jeder Benutzung. Innerhalb der Spezifikation (keine zu hohen Ströme, 10-30 °C) sollte eine LFP-Zelle etwa 5000 Zyklen machen, bis sie "hin" ist. Sie liefert dann nur noch 70-80% des Stroms oder hat nur noch 70-80% der Kapazität. Ein Zyklus ist eine Nutzung der Kapazität; ob der Akku einmal komplett entleert wird, zweimal zur Hälfte oder zehnmal zu 10%, ist dabei wurscht. Geschätzt kommt der Gelegenheitscamper vielleicht auf 10, der Hardcorenutzer auf 100 Zyklen im Jahr. So gesehen sind ein paar tausend Zyklen sehr viel, bzw. der normale Verschleiss ist sehr gering. Wem das noch Zuviel ist, der muss LTO-Zellen verwenden.

Der Verschleiss steigt ausserhalb des Temperaturfensters. Bei hohen Temperaturen sinkt die Kapazität, bei niedrigen steigt der Innenwiderstand. Bei leichtem Frost kann man mit einem zehnfachen Verschleiss rechnen. Wenn die Temperatur nur gelegentlich so tief ist, natürlich nur anteilig. Manche Kollegen lassen sich den Akku bei tiefen Temperaturen wegschalten, das ergibt vermutlich eine geringfügige Erhöhung der Lebensdauer auf Kosten der Nutzbarkeit.

Zerstören lassen sich die Zellen neben den üblichen Methoden (ins Feuer stellen, Nagel einschlagen) auch elektrisch. Der schnellste Weg führt über ein Entladen unter 0V, was einem verpolten Aufladen entspricht. Das ist nicht so absurd, wie es klingt, da bei 12V vier Zellen in Reihe geschaltet sind. Wenn die erste 0V erreicht und noch weiter Strom entnommen wird, ist das der Startschuss für Korrosion an den Elektroden und das Ende der Zelle. Zu starke Ladeströme schädigen die Zellen ebenfalls, durch Ablagerungen an den Oberflächen - dadurch gehen die Zellen meistens auch aus der Form. Und schliesslich kann man Zellen auch überladen, bei 4V kann das anfangen. Wenn man eine Zelle um 10% überlädt - wozu etwa 5,5V vonnöten sind - dann bekommt man sie auch kaputt, weil man Eisenionen mobilisiert, die sich an den Elektroden ablagern und irgendwann einen internen Kurzschluss verursachen. Braucht man aber etwa zehn komplette Ladezyklen für.

Abschliessend der Pflegetipp: einfach benutzen. Tiefstentladung ist die einzige nennenswerte Gefahr für die Zellen, dagegen helfen UVP des EBL und WR - aber nur, wenn das UVP auch nach Abschaltung keinen Strom braucht. Aktive Balancer geben hier auch Sicherheit, da sie auch "untenrum" ausgleichen, und damit keine Zelle voreilig auf 0V geht. Bei längeren Pausen die Batterie mit genügend Restladung isolieren, und tiefentladene Batterien mit geringem Strom laden und auf keinen Fall Strom entnehmen.

Und noch eine Bitte: ich empfehle im Womo nur LFP (LiFePO4), aufgrund der passenden Spannung, der inhärenten Sicherheit und der nur von LTO übertroffenen Robustheit. Sie sind dafür teurer und doppelt so gross und schwer wie andere Lithium-Akkus, aber eben überhaupt nicht vergleichbar vom elektrischen Verhalten. Bevor irgendwelche Parallelen zu Teslas, Laptopbatterien, Smartphones oder Ebikes gezogen werden, bitte die Finger von den Tasten lassen und sich erst mal mit den chemischen Grundlagen befassen.

Gruss Manfred

Gast am 12 Okt 2020 08:26:20

Das mit dem Nagel hatten wir schon. An der Stelle, wo nur noch roter Text steht. :mrgreen:

cbra am 12 Okt 2020 08:52:24

Tinduck hat geschrieben:Pflege: mit 80% Ladung stehen lassen.

Schädigung: Tiefentladung/Überladung

Zerstörung: Tiefentladenen Akku mit zu viel Strom laden.

Fertig, kann zugemacht werden :D

bis denn,

Uwe


eine zeile hast vergessen ;)

bedienungsanleitung zum thema "kälte" lesen und beachten, geht ja um akkus ohne Y

Nordpol am 12 Okt 2020 09:21:55

Hallo Manfred,

danke für die erste für mich brauchbare Antwort auf meine Frage. :top:

fschuen hat geschrieben:Der Verschleiss steigt ausserhalb des Temperaturfensters.


Bei der kompletten Nutzung oder differiert das beim Laden oder Entladen?

fschuen hat geschrieben:Zerstören lassen .... Der schnellste Weg führt über ein Entladen unter 0V, was einem verpolten Aufladen entspricht.


Dann hat aber auch das BMS versagt, so man denn eines hat.

fschuen hat geschrieben: Manche Kollegen lassen sich den Akku bei tiefen Temperaturen wegschalten, das ergibt vermutlich eine geringfügige Erhöhung der Lebensdauer auf Kosten der Nutzbarkeit.


Wenn man die Möglichkeit hat, feine Sache.
Wenn man keine PB als Ersatz hat und dann im Dunkeln friert, nicht mehr ganz so fein. :lach:

fschuen am 12 Okt 2020 11:00:00

Nordpol hat geschrieben:Bei der kompletten Nutzung oder differiert das beim Laden oder Entladen?


Gute Frage. Angeblich (Hersteller) kommt es auf den Ladevorgang an; bei der wissenschaftlichen Literatur ist nur von Zyklen die Rede. Für mich ist der Effekt zu klein, um irgendwie relevant zu sein. Das eigentliche Problem bei tiefen Temperaturen ist, dass irgendwann - bei -10°C oder darunter - die Batterie keine Leistung mehr abgibt. Das schränkt insbesondere die Nutzbarkeit als Starterbatterie ein. Daran wird noch geforscht - Yttrium oder Magnesium im Gitter erhöht die Leitfähigkeit und verschiebt die Temperaturkurve. Sowas kann man kaufen, wenn man den Akku bei tiefen Temperaturen häufig betreiben möchte. Da sich der Akku bei Belastung erwärmt, ist natürlich das Temperaturproblem beim Entladen nicht so sehr dominant.

Von BMS halte ich nichts, wegen OVP. Das löse ich anders: --> Link
Zellen, Balancer und Sicherung ergeben eine günstige, dauerhafte und sichere Lösung.

Wenn ich so manche Beiträge hier lese, denke ich, dass die Ausfallangst auch noch ein Überbleibsel aus der Bleizeit ist. Bleibatterien quittieren fast immer unangekündigt den Dienst, während das End-of-life bei LFP eine Definitionsfrage ist. Und mit 70 oder 80% lassen sich noch ganz nette Urlaube verbringen, wenn man das überhaupt merkt. Es wird auch spannend, zu sehen, ob die Zellen wirklich nur 15-20 Jahre halten, oder ob sie irgendwann rausgeworfen werden, weil es einfach günstig bessere gibt.

Gruss Manfred

Stocki333 am 12 Okt 2020 12:49:56

Hallo Manfred
Es wird auch spannend, zu sehen, ob die Zellen wirklich nur 15-20 Jahre halten, oder ob sie irgendwann rausgeworfen werden, weil es einfach günstig bessere gibt.

Wenn die Zellen 15 Jahre halten, haben sich auch Winston Zellen bezahlt gemacht. Ohne das ich darüber großartig rechne.
Sohalbes Hähnchen x Daumen. Viel wichtiger wäre leichtere Zellen. So wie die Li-on. Aber eigensicher und ohne Tenperaturprobleme.
Und ob die günstiger werden. das lasse ich mal im Raum stehen.
Den ich kenne nur ein Produkt das die letzten 50 jahre nicht teurer geworden ist:
.................................Freibier.......................................
Gruß Franz

Gast am 12 Okt 2020 13:01:59

fschuen hat geschrieben:Gute Frage. Angeblich (Hersteller) kommt es auf den Ladevorgang an; bei der wissenschaftlichen Literatur ist nur von Zyklen die Rede.

Gruss Manfred


Das hat seinen Grund. Anzahl an Zyklen bei "Normbedingungen". Was soll man auch sonst angeben.

Errinnert euch an den Hype hier im Forum um die Bleikristallbatterien. So lange ist das nicht vorbei. Da wurde auch immer nur unglaubliche (Doch, mancher hat es geglaubt) Anzahl von möglichen Zyklen angegeben. Als die Ausfälle nach 2 Betriebsjahren steil anstiegen, wurden die "Normbedingungen" nachverschlimmbessert, alle Kritiker im Promoting-Thread ausgesperrt und ein sehr hoher Ladestrom gefordert. Geholfen hat es nichts, die Batterien sind fast alle hinüber und der Verkäufer (bzw. sein Alias) sang- und klanglos aus allen mir bekannten Womo-Foren verschwunden.

Bei den Lithium-Zellen mit -FePo4 kann man wohl eher auf die Lebensdauer vertrauen. Immerhin sind einige Power-User hier schon über 8 Jahre damit unterwegs. Einfach die modernere Technik! Mittlerweile bekommst du bei Direktimport die einfachen prismatischen Zellen 12V/280Ah um die 500 bis 600€ aus China. Das BMS für 30,--. Das ist unter dem Preis von Marken-Gel-Batterien! Ob die dann 6, 8 oder 15 Jahre halten, wird dadurch nachrangig.

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