nosecam am 08 Nov 2020 10:14:59 Hallo Gemeinde, wir wollen 2021 so Corona will für 3 Wochen nach Norwegen und dafür eine Wohnmobil mieten (Zusatzfrage: würdet ihr PaulsCamper empfehlen?). Da unsere Wohnmobil-Erfahrung schon einige Jahre zurückliegt und sich quasi auf Länder mit viel Platz und wenig Berge bezieht, stellt sich mir die Frage: wie groß macht denn für Norwegen Sinn. Enge Straßen, Fährkosten, etc sprechen ja eher gegen größer 7m oder ist das alles halb so wild? Ihr sagt sicher, dass es auch davon abhängt wohin. Tja so genau wissen wir das selber noch nicht. Sicherlich nicht ganz nach Norden, da nur drei Wochen Zeit, aber schöne Landschaft, Fjorde etc. soll es schon sein. Lofoten wäre vielleicht ein Ziel, aber ich glaube das wäre auch zuviel Fahrerei. Vielen danke für eure Hilfe und viele Grüße aus Hamburg
babenhausen am 08 Nov 2020 10:22:17 Um etwas über die größe des Fahrzeugs zu sagen solltet ihr auch etwas über euch erzählen bei der Reise. Zwei oder mehr Personen , Hund, Katze,Motorrad, was muss mit? Habt ihr Erfahrungen mit größeren Fahrzeugen ? Nicht zuletzt auch was ihr am Tag ausgeben wollt für das Fahrzeug .
Gast am 08 Nov 2020 10:42:50 Und auch interessant ist, welcher Führerschein denn vorliegt, also ein WoMo bis 3,5t oder auch darüber möglich....
nosecam am 08 Nov 2020 10:51:53 Tatsache, da hab ich ein paar Punkte vergessen:-) sind zu zweit, keine Tiere, haben es aber schon gern komfortabel. Alkoven würd ich jetzt ausschließen, ist glaub ich unnötig und dann wozu noch in die Höhe gehen. Bett ist wichtig, wir sind beide etwas größer, 200x150 wäre das absolute minimum. Erfahrung: dreimal quer durch Australien aber eher mit Sprintergrösse und schon etliche Jahre her. Mit meinem Führerschein darf ich denke ich bis 7,5 t zumindest ist das bei LKW so. An Kosten hätte ich jetzt mal mit Max 140 pro Tag kalkuliert.
Danke fürs nachfragen Henri
duca250 am 08 Nov 2020 11:22:13 Moinsen, bei dem zur Verfügung stehenden Tages-Miet-Budget sollten Fährkosten oder Maut doch nebensächlich sein, oder?
Ich sehe eher ein Problem mit dem Mindestlängenmaß bei den Betten...
Über Paul-Camper habe ich bisher nichts negatives gelesen/gehört, unterm Strich sind die aber nicht günstiger als die „normalen“ Vermieter bei vergleichbaren neuen Womos. Deren (Paul-Camper) Vorteil ist eher die Vermittlung von älteren Mobilen und den damit verbundenen günstigeren Mietpreis. Zudem findet man mit Glück ein Fahrzeug in der Nähe.
Drei Wochen Norge sollten gut geplant sein, ganz schnell sitzt man sonst den ganzen wertvollen Urlaubstag nur hinterm Steuer... Aber das ist ein anderes Thema in einem anderen Thread :) Grüße der Duc
wolfherm am 08 Nov 2020 11:27:47 Ich würde einen Alkoven nicht ausschließen. Das Bett über dem Fahrerhaus ist groß und ihr könnt damit Länge einsparen.
nosecam am 08 Nov 2020 11:39:48 Da jetzt niemand auf das Thema Länge eingeht les ich jetzt mal raus: egal für Norwegen Danke Euch
Elgeba am 08 Nov 2020 11:44:10 Alles was länger als 6m ist kostet mehr bei der Nutzung von Fähren.
Gruß Bernd
Exbulli am 08 Nov 2020 12:00:46 Elgeba hat geschrieben:Alles was länger als 6m ist kostet mehr bei der Nutzung von Fähren.
Gruß Bernd
Da ich mich auch sehr für einen Womo Urlaub in Norwegen interessiere (Unser Kasten wird 6,40m lang): Wie groß ist denn der Preisunterschied prozentual für >6m im Verhältnis zu <6m Länge so ungefähr ? Steigert das bei einer onehin nicht ganz preiswerten Tour durch Norwegen so sehr die Gesamtreisekosten ? Gruß Ecki
wolfherm am 08 Nov 2020 12:02:25 Nein. Da ist der Preisunterschied bei Alkoholika für einige schon dramatischer. :D :D :D
Elgeba am 08 Nov 2020 12:25:45 Die Kosten kannst Du durch erwerb der "Ferjekort" deutlich senken.Einzelheiten kannst Du googeln,ist recht interessant.
Gruß Bernd
nightmare am 08 Nov 2020 12:27:57 Hallo nosecam
wir waren schon mehrfach mit dem Womo in Norwegen und durften schon die eine oder andere Erfahrung machen. Mit der Höhe des Fahrzeugs - in unserem Fall 3,40m - gab es kaum je ein Problem. Die Länge ist schon eher relevant. Und damit meine ich nicbt die erhöhten Kosten an der Fähre, denn der Unterschied(!) zwischen 6 und 7 Metern länge dürfte sich über drei Wochen wohl kaum über mehr als 50€ belaufen.
Was aber durchaus für einen eher ungeübten Womo-Fahrer relevant sein dürfte, ist der Wendekreis. Sofern du an der Küste entlang fährst, bedeutet das, in den Fjord hinein und aus dem Fjord heraus, in den Fjord hinauf und aus dem Fjord hinauf. Und das hin und wieder in abenteuerlichen Spitzkehren. Natürlich ist das grundsätzlich immer machbar - auch die LKW's und Busse schaffen das - aber für einen ungeübten Fahrer bedeutet das des öfteren eine Extradosis Adrenalin. Wenn du dich, nachdem du tief in dich gegangen bist und dich ehrlich selbst eingeschätzt hast, für einen Fahrer hältst, dem dies nichts ausmacht, dann nimm das längere Fahrzeug. Der Komfort ist einfach besser.
Wenn du allerdings schon beim Gedanken an Engstellen Schweißausbrüche bekommst, dann nimm lieber die kürzere Version. In Norwegen Womo-Urlaub zu machen, bedeutet eben auch, einiges an Kilometern zu fressen. Und wenn dies mit permanenten Adrenalinschüben verbunden ist, dann leidet das Urlaubsvergnügen doch erheblich.
Ich drücke dir die Daumen, daß du die für dich richtige Entscheidung triffst und wünsche dir einen tollen Urlaub. Wer weiß, vielleicht sieht man sich ja :bia:
Grüßle
Bernd
nosecam am 08 Nov 2020 13:49:51 Hi Bernd,
Danke für deine ausführliche Antwort. Ich denke ich bin zwar weit von Schweißausbrüchen entfernt wenn ich daran denke, aber würde doch sagen max 7m langt, da werden wir schon was schnuckeliges zur Miete finden.
Danke Dir und gute Fahrt auf allen Wegen!
Solofahrer am 08 Nov 2020 14:06:53 Exbulli hat geschrieben:Wie groß ist denn der Preisunterschied prozentual für >6m im Verhältnis zu <6m Länge so ungefähr ? Steigert das bei einer onehin nicht ganz preiswerten Tour durch Norwegen so sehr die Gesamtreisekosten ?
Ich war 2019 mit einem Freund an der Norwegischen Küste unterwegs. Sein Hymer war 5,98 Meter lang, mein LaStrada 6,40 Meter. Ich empfand den Preisunterschied von bis zu plus 50 % (einmal sogar +60 %) bei den Fährkosten schon als erheblich! :x Wenn man jedoch keinen Vergleich hat, sind die Fährkosten akzeptabel. Übrigens, beim Fahren auf Norwegischen Straßen ist die Länge nicht das Problem, die Breite kann häufiger entscheidend sein!
jokerFG am 08 Nov 2020 14:45:42 Mal aus eigener Erfahrung... vorher gemietet TI 7,40m lang, 3x Norwegen und als Geocacher auch abseits der normalen Straßen. Alles kein Problem! Die Erfahrung über die Länge und Breite bekommt man schon bei der Anfahrt mit. Voriges Jahr im eigenen Kasten, 6,40m, auch kein Problem. Man muss den Kisten auch mal ein bisschen was zutrauen. Sich dabei aber auch nicht selber überschätzen :-)
kamikaze am 08 Nov 2020 16:36:29 Wir waren letztes Jahr mit 7,80 m oben bis Andenes. Alles machbar, bei engen Serpentinen wie bei Geiranger muss man halt ausholen und zuvor checken, ob was von oben kommt. Der Trollstigen ist kein Problem.
Fährgesellschaften teilen auch mal in <6m/6-8m und >8m ein. Nachgemessen wird unter Umständen. Ferjekort ist sehr empfehlenswert, man spart 50% auf Womo und den Fahrer. Sollte die 2. Person ein Rentner sein, dann das sofort mit dem Aushändigen der Fährenkarte angeben. Nur dann gibt es so ca. 30% auf den Beifahrer.
Mit etwas Sucherei findet man für die geplanten Fähren die Verkehrszeiten und die Preise für die verschiedenen Fahrzeuglängen. Ich habe bei einzelnen Fähren für 6-8m den 3fachen Preis gegenüber <6m und bei > 8m sogar das Vielfache gefunden.
Radarkameras werden grundsätzlich zuvor mit einem großen Schild angekündigt. Nicht darauf verlassen, die Bussgelder sind selbst bei kleinsten Überschreitungen deftig.
Gruß Günter
riegelaner am 08 Nov 2020 16:52:50 Hallo,
wir waren dieses Jahr bis zum Nordkap - Grense Jakoblev und noch einigen anderen Orten ganz oben im Norden mit unseren 6,99m . Das war unsere erste Tour mit dem Womo und wir hatten eigentlich nie das Gefühl bei den Straßenverhältnissen überfordert zu sein.
Viel wichtiger für dich ist eigentlich noch ein Womo zur Miete zu bekommen - ich denke mal da ist nicht mehr viel Auswahl und ich denke der run auf die letzten freien Termine wir auch noch groß sein. Fährkosten hin oder her -- ihr macht Urlaub , genießt einfach die herrliche Natur und in Norwegen könnt ihr ja das Geld für Stellplätze sparen und freistehen.
Norbert
nosecam am 08 Nov 2020 17:26:01 Danke Euch. Na ja gibt schon noch was...wollen es aber auch nächste Woche fix machen...
Ich fasse mal für mich zusammen :-) - die Länge ist eigentlich schnuppe, wenn man nicht überängstlich ist und es gewöhnt ist große Kisten zu fahren :-) - es wird damit etwas teurer aber was solls - wenn es was kurzes gibt ist fein, wenn nicht ist es auch egal, Überbreite wäre eher ein Problem - Ferjekort ist ein Must Have - Mit dem Buchen ranhalten - Dann Urlaub genießen und immer schön die Verkehrsregeln achten :-)
So der Teil wäre also geklärt, jetzt "nur noch" mal checken wo es überhaupt hingehen soll :-) Aber denke dazu werde ich erst mal das Forum durchforsten.
Ich danke Henri
klaus1968peter am 08 Nov 2020 17:50:20 Wenn du in die Fjorde möchtest kann ich dir noch folgende Strecke empfehlen: Von Halden (E 6 abfahren) immer auf der 22 bis Gjellerasen fahren, dann auf die 4 bis Lillehammer. Diese Route ist im Gegensatz zur E6 zwar 2 km länger und du benötigst 1 Std länger aber dafür sparst du dir ca. 60 € Maut. (Einfach)
Wichtig, schaue das dein Vermieter eine Zusatzversicherung für Abschleppen hat. Die meisten Versicherungen sind mittlerweile gedeckelt bis 400 € und damit kommst du in Norwegen nicht weit wenn du abgeschleppt werden müßtest.
War jetzt zwar alles etwas o.t. aber ich hoffe ihr seit mir nicht :trotz:
Pallas8330 am 08 Dez 2020 10:52:57 Hallo wir waren 2019 mit einem gemieteten Womo in Norden von Norwegen. Ich kann bestätigen, dass dort oben die Länge keine Rolle spielt, die Breite an den meisten Orten auch nicht. Und wo es richtig eng wurde hatte es sehr wenig Verkehr. Ich musste ein einziges Mal zurücksetzen weil ein Bus entgegen kam, sonst weichen die Norweger sofort aus. Ein wunderbar entspannter Verkehr dort oben, ganz anders als bei uns in der Schweiz! Selbst im Juli, was ja eigentlich die Hauptreisezeit ist. Was ich allerdings eher als Problem sehen würde ist das Gewicht: es hat verschiedentlich Schotterstrassen und nasse Wiesenplätze oder Stellplätze auf Sand. Wir hatten zum Glück nie welche, konnten aber mehrere Male beobachten, dass es Probleme gab.
Den Norden (von Tromsø aus) kann ich als Region sehr empfehlen. Wir wollten die Lofoten anschauen, haben es aber nicht geschafft: bereits die Anfahrt über Senja und Andøja was so wunderschön, dass wir keine Zeit mehr für die Lofoten hatten. ;D
Beste Grüsse Pallas
mithrandir am 08 Dez 2020 14:35:56 HI unser Alkoven ist knapp 6m lang und etwas über 3m hoch. Wir hatten auch keinerlei Probleme. Das Adrenalin in den Spitzkehren war nicht so schlimm, und macht eigentlich SPaß. Noch ein Tipp. Ihr wohnt in Hamburg? Dann passt es ja. Sonst hätte ich empfohlen im Norden zu mieten und die Anreise mit dem normalen PKW zu machen. Das kostet weniger Zeit. Gruß M
nosecam am 08 Dez 2020 15:33:14 Danke für Eure Antworten und Hinweise... geworden ist es jetzt ein --> Link :-) Jetzt muss nur noch eine Route her :-) Aber das ist evtl. ein anderer Thread. (und ja wir starten von Hamburg). Danke Euch!
|
|