Dies ist eine zweigeteilte Reise links und rechts des Rheines. Wobei wir uns vom 29.06. bis zum 05.07.2020 auf unserer Elsass-Tour (ist bereits im Frankreich Forum in Kurzform enthalten) befanden, um noch einmal über die Höhen der Vogesen zu fahren. Und am 28.07. nahmen wir wieder den „Faden“ im Elsass auf und schwenkten hinüber auf die andere Rheinseite, um uns den Schwarzwald zwischen Offenburg und Feldberg etwas näher anzuschauen. Bei unserer Rückkehr in Limburg am 03.08.2020 hatten wir 941 km bzw. 915 km mit unserem Wohnmobil zurückgelegt. Übernachtet haben wir fast ausschließlich auf Wohnmobil-Stellplätzen.
Dienstag, 28.07.2020
Wir starten am Vormittag, um unsere Vogesen- und Schwarzwaldreise dort wieder aufzunehmen, wo wir sie am 04.07.2020 eigentlich verlassen haben. Bei der Ortsdurchfahrt von Erstein (Elsass), südlich von Strasbourg, war uns vor etwa 3,5 Wochen das „Museum Würth France“ aufgefallen. Und dort gibt es zur Zeit bis zum 20. Oktober 2021 die Ausstellung (Eintritt frei) „Christo et Jeanne Claude. Collection Würth. Eine Auswahl an Projekten“. Für uns ist so etwas natürlich ein Muss.

Verhüllung des Reichstags
Der Ortskern von Erstein hat uns jetzt nicht so gut gefallen. Vielleicht liegt es auch an der innerörtlichen Großbaustelle. Zur Übernachtung geht es wieder an den Rhein.
Mittwoch, 29.07.2020
Auf der heutigen Fahrt in den Schwarzwald bleiben wir noch ein wenig auf französischer Seite in den Rheinauen, bevor wir bei Marckolsheim den Rhein überqueren. Über Riegel und Emmendingen erreichen wir gegen Mittag die Große Kreisstadt Waldkirch im Breisgau. Auf der Suche nach einem Parkplatz folgen wir dem plötzlich vor uns auftauchenden Wohnmobil-Stellplatz-Schild. Der kostenlose Stellplatz mit V+E liegt am Sportgelände und die Plätze werden von großen ausladenden Laubbäumen beschattet. Es folgt ein etwas längerer Stadtbummel mit Verköstigung.
Danach geht es hinein in den Naturpark Südschwarzwald. Wir fahren eine Zeitlang auf der Deutschen Uhrenstraße, passieren Titsee-Neustadt und den Feldberg, bevor wir unser heutiges Ziel, den Schluchsee, erreichen.
Der Stellplatz Schluchsee mit V+E (Gebühr EUR 10,00) ist voll. Der Ausweichparkplatz steht mit Wohnmobilen und PKW voll. Auf dem Zusatzparkplatz des Ausweichparkplatzes ist aber noch genügend Platz. Wir stehen zwar an der Bundesstraße, momentan ist sie noch sehr laut, haben dafür aber eine direkte Aussicht auf den See. Nach einer kurzen Siesta machen wir einen Spaziergang zum Strand und am See entlang in Richtung Ort.
Donnerstag, 30.07.2020
Bei strahlendem Sonnenschein nutzen wir die erste Möglichkeit für eine Rundfahrt über den Schluchsee. Bis 1929 war hier in 930 m Höhe ü. NN ein etwa 3 km langer Natursee, der von dem kleinen Flüsschen Schwarza gespeist wurde. Von 1929 bis 1932 baute man einen 63,5 m hohen Damm und staute damit das Wasser auf eine Länge von 8 km und einer Breite von 1,2 km. Heute ist es der größte Schwarzwaldsee mit einer Oberfläche von 5,2 km². Wir begeben uns für EUR 10,00 auf eine etwas mehr als einstündige Linienfahrt mit drei weiteren Haltestellen.

Nun geht es weiter zur Wutachschlucht. Bei dem Restaurant „Schattenmühle“ finden wir am Straßenrand noch ein Plätzchen für unser Wohnmobil. Hier ist ein direkter Einstieg möglich. Genau so wichtig ist aber unsere Versorgung zur Mittagszeit. Jetzt ist auch ein Verdauungsspaziergang in der Wutachschlucht ganz schön. Im Schatten der Bäume können wir der Hitze ein wenig entfliehen. Der Einstieg in die Wutachschlucht, hier in die Lotenbachklamm, geschieht noch auf breiten Wegen. Der Bachlauf ist am Anfang noch sichtbar, verläuft aber auch manchmal unterirdisch. Nach einiger Zeit wird der Weg steiler und schmaler, und es herrscht Betrieb in beide Richtungen.

Zur Übernachtung haben wir uns einige Stellplätze in Blumberg oder Unterkirnach ausgesucht, letztendlich landen wir auf einer wilden kreuz und quer gehenden Fahrt in Hüfingen, südlich von Donaueschingen. Und das nur, weil wir eine Ausschilderung zu einem Römerbad gesehen haben, die uns interessierte.
Der Stellplatz liegt in der Natur und trotzdem fussnah zur Innenstadt und ihren romantischen Eckchen.
Freitag, 31.07.2020
Da wir erst gestern am Spätnachmittag eingecheckt haben, wollen wir heute Vormittag zum ersten Mal die Konuskarte nutzen und mit dem Bus nach Donaueschingen fahren. Wir werden am Busbahnhof in Donaueschingen rausgelassen, und dürfen uns noch bis zum interessanten Stadtkern eine ganz schöne Strecke durch die Hitze schleppen. Die "Donauquelle", das Fürstlich Fürstenbergische Schloss und die Jugendstil-Ensemble um das Rathaus herum lohnen eine näheres Hinschauen.

Donauquelle
Bei der Rückkehr auf den Stellplatz in Hüfingen entscheiden wir uns für die Weiterfahrt nach Schonach, trotz unseres anstrengenden Tagespensums. Über die Höhen des Mittleren Schwarzwaldes, mit herrlichen Ausblicken, passieren wir Triberg und erreichen Schonach. Der Wohnmobil-Stellplatz „Obertal“ mit V+E (Gebühr EUR 7,00) macht seinem Namen alle Ehre und liegt tatsächlich oberhalb des langgezogenen Ortes.
Samstag, 01.08.2020
Vor der Weiterfahrt schauen wir uns noch die 1. weltgrößte Kuckungsuhr und den eigentlichen Ortskern von Schonach an. Und weiter geht es in Richtung Gutachtal. Bei der Ortsdurchfahrt von Triberg verzichten wir auf die Wasserfälle. Es sind zu viele Touristen unterwegs (so wie wir). Statt die Triberger Wasserfälle zu besichtigen, wollen wir das „Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof“ Gutach beim OT Singersbach besuchen. Und es war die richtige Wahl. Denn was wir hier sehen ist so beeindruckend und gibt das Leben der damaligen Gutsbesitzer und Bauern so authentisch wieder, einfach grandios.

Der nächste Wohnmobil-Stellplatz ist in Haslach im Kinzigtal. Das Navi zeigt auch schon an, wo wir die B294 verlassen sollen. An dieser Abfahrt verstellen uns aber Bauzäune und Verbotsschilder den Weg. An den nächsten Möglichkeiten passiert uns das gleiche. Die Zufahrten zur Stadt sind gesperrt. Tschüss Haslach! Es wird umgeplant, wir fahren nach Gengenbach. Der eigentlich ruhige WoMo Park am Kinzigdamm mit V+E (Gebühr 10,00) liegt momentan an der Umleitung der in Bau befindlichen Bundesstraße. Und aufgrund der Tatsache, dass dieser Platz den gleichen Betreiber wie in Meißenheim hat, scheint er etwas stiefmütterlich behandelt zu werden. Dafür ist Gengenbach umso schöner, vor allem wenn man das Glück hat, sich einer Nachtwächterführung anschließen zu können.


Sonntag, 02.08.2020
Unser heutiges Ziel ist Meißenheim. Zugegeben, es ist nicht weit. Wir wollen aber unbedingt den „Stellplatz mit dem Tipi“ kennenlernen. Hierfür verlassen wir die auslaufenden Hügel des Schwarzwaldes passieren die A5 und kommen in die Rheinebene. Meißenheim macht einen verschlafenen Eindruck. Alte Fachwerkhäuser und Neubauten „geben sich die Hand“. Einen kleinen „Tante Emmaladen“ gibt es auch noch. Und in der ev. Kirche gibt es noch eine der wenigen "Silbermann-Orgeln". Wir haben das Glück sie sogar bei einem Konzert zu hören.

Am Montag, 03.08.2020, machen wir uns auf die letzte Etappe in die Heimat. Programm hierbei ist natürlich noch ein Einkauf in einem elsässischen Super U, ein elsässisches Mittagsmenü und ein Weinkauf in der Pfalz.
Den gesamten Bericht, selbstverständlich viel ausführlicher und mit viel mehr Bildern, vor allem unseren regionalen kulinarischen Erlebnissen :D , findet ihr hier --> Link

