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Hallo, an meinem WoMo Fendt 1995 habe ich den 8140.47 Iveco Motor verbaut. Vor 2 jahren habe ich mir einen Öldruckmesser mit Adapter am Ölfilter eingebaut. Die Anzeige geht bei warmen Motor im Standgas auf 1,5bar und im Lastbetrieb auf 10bar. Eine genaue Messung am Öldruckschalter ergab 12,5bar bei Vollast. Lt. Herstellerangabe soll er ja im Stand 1 Bar und bei Vollast 3,8 bar haben. Es gibt keine Probleme während der Fahrt jedoch ist die Ötemperatur relativ schnell auf 140 Grad im Sommer. Ich habe dann einen Zusatzölkühler von Racimex eingebaut, das hält jetzt die Öltemperatur auf 120 Grad. Das Öldruckregelventil habe ich erneuert (Iveco vgl. Motornummer) . Jedoch bekomme ich den viel zu hohen Öldruck nicht in Griff. Das Prinzip in der Ölpumpe ist ja Simpel. 2 Zahnräder bauen Druck auf und das Ölregelventil soll bei zu hohen Druck den Kolben und die Feder zusammendrücken. Dieser gibt dann ein Loch frei und das überschüssige Öl soll in die Ölwanne zurückfließen. Wenn ich mir das neue und das alte Öldruckventil vergleiche ist da kein Unterschied, jedoch scheint mir die Kraft mit der ich die Feder zusammendrücken muss um das Entlastungsloch freizugeben sehr hoch zu sein. (geschätzt 10kg) Ich möchte jetzt nicht einfach die Feder kürzen um es leichter zu machen denn ich vermute Iveco hat sich was dabei gedacht! Hat jemand ähnlich Erfahrungen gemacht und hat noch eine Idee woran es liegen könnte? Viele Grüße aus Friesland Stefan Schon mal überlegt, dass der Öldruckmesser aus dem Zubehör eventuell Mist misst? Wo sitzt der originale Sensor, der den Öldruck überwacht und bei zu niedrigem Druck die rote Lampe im Armaturenbrett einschaltet? Der gemessene Druck dürfte stark vom Einbauort abhängen, direkt hinter der Pumpe ist was anderes als irgendwo oben im Motorblock. Wichtig ist der Druck hinter dem Filter, nicht davor... Lass den Öldruck mal in der Werkstatt messen, bevor du den halben Motor verbastelst :D bis denn, Uwe
Nimmt die Federkraft denn ab wenn man die Feder kürzt? :gruebel: Grüße Dirk Hallo Stefan, wenn ich mich richtig erinnere, dann sitzt der Öldrucksensor am Motorblock links, von vorne betrachtet, etwa hinter der Lichtmaschine. Ich habe auch einen Öldruckmesser eingebaut und dazu ein T-Stück zwischen Block und Sensor, an dem ich den Druck mittels Leitung abnehme. Die von dir gemessenen Drücke halte ich für völlig illusorisch. LG Wolfgang
Kommt drauf an, ob es eine Zug- oder Druckfeder ist. Bei Druckfeder nimmt sie ab... :wink: Hallo Steffan, Dein Überdruckventil dient einer Überlastung des Systems und greift nur bei zu hohem Öldruck wenn Filter oder sonst was verstopft ist. Eine Manipulation der öffnungsschwelle würde heißen das das System weder jetzt noch nachher richtig funktioniert. Ist dir das Risiko bewusst das wenn deine dolle Anzeige daneben liegt und du den jetzt richtigen Öldruck mit der Maßnahme reduzierst das der motor nicht kaputt geht? Bis jetzt war ja alles gut bis du das überprüfen anfingst oder? :mrgreen: Gruß Peter 10 Bar schafft die Ölpumpe kaum....ich vermute deine Anzeige funktioniert nicht richtig... 120 Grad Öltemp wären mir immer noch zu hoch im "Normalbetrieb" Hallo, Ich wiederhole nochmal: "Eine genaue Messung am Öldruckschalter ergab 12,5bar bei Vollast. " Ich habe ein Öldruckmessgerät aus einer Werkstatt ausgeliehen, das misst 12,5 bar am Öldruckschalter. Ich verlasse mich nicht auf die Öldruckanzeige!, allerdings ist die bei 10bar am Ende. Es ist auch kein Öldrucksensor verbaut, ich rede hier auch nicht vom Öldruckschalter sondern vom Öldruckregelventil an der Ölpumpe, dort wo man nicht drankommt weil die Einspritzpumpe im Weg ist. Selbstverständlich wird die Federkraft beim kürzen nicht weniger , aber der Kolben muss weniger Druck erzeugen bis das Entlastungsloch freigegeben wird. Warum sollen 10 bar Illusorisch sein? Du hast geschrieben, vor 2 Jahren hast du was umgebaut. Ist das Problem seit dem Umbau oder ist es jetzt erst neu aufgetreten. Ist kürzlich ein Ölwechsel durchgeführt worden ? Wenn zuviel Öl drin ist oder ein falscher Filter verbaut wurde, könnte es auch daran liegen....!? Bei dem Druck platzt normalerweise die Kopfdichtung....
Das ein 2. Messgerät genommen wurde war nicht zu erkennen. Eine genauere Messung kann auch bedeuten „hab die Brille geholt und genau hin gekuckt“ Diese Druck Orgien deuten auf einen Defekt im Motor oder montagefehler hin. Zugesetzte ölbohrungen durch Ablagerungen sind auch denkbar, ein Blick unter den Ventildeckel kann das leicht klären ob der Motor übermäßige Ablagerungen hat! An dem Motor 8140.47 muss der Öldruckschalter Iveco Nr. 4422049 verbaut sein, es sei denn, es wurde bereits heftig daran herumgepfuscht. Dieser Schalter schließt bei einem Öldruck unter 0,5bar, wodurch dann die entsprechende Kontrollleuchte brennt. LG Wolfgang Der Kolben des Öldruckbegrenzungsventiles kann natürlich auch hängen bleiben, also blockieren, wenn in dem Zylinder in dem er sich bewegt schon starke Einlaufspuren sind. Bei den Freunden mit dem italienischen Frontantriebsmodell wird das häufiger beschrieben. Der Zylinder in dem sich das "Regelventil" (der Kolben) bewegt ist aber im Originalzustand mit einer eingefrästen Spirale versehen, welche ausreichend Öl auf die Laufbahn des kleinen Kolben fördern soll. Die Aftermarket Kolben und Zylinder des Öldruckbegrenzungsventiles sind meist ohne diese Spirale ausgeführt, haben dafür aber eine "luftigere" Passung. Es gibt bei dem o.g. Motor zwei unterschiedliche Durchmesser, 10mm und 11mm. Aber selbst wenn die Feder des 11er Kolben in einen Ventil mit 10mm seinen Dienst versehen sollte, könnte ich mir die 10 bar an der Meßstelle (Abnahme Öldruckleitung zum Turbolader aus der Hauptölgasse des Motorblockes nicht vorstellen. 1. Die Gleitlager des Turbo würden das Motoröl nur so in den Verdichterttrakt und auch in den Abgastrakt drücken. Der Motor müsste stark blau rußen. 2. Die Unterdruckpumpe, die unmittelbar von der Öldruckpumpe versorgt wird, wenn auch durch winzige Bohrungen, würde diese Druckspitzen abbauen, ganz zu schweigen von den sonstigen Gleitlagern (Kurbelwelle, Pleuellager, Nockenwelle) und der Kolbenspritzkühlung. Falls wirklich Ablagerungen im Ölkreislauf sein sollten, würde sich dies durch Verlust der Bremskraftverstärkung zuerst bemerkbar machen, da die Unterdruckpumpe bei Ölmangel die erforderliche Dichtigkeit für die Unterdruckerzeugung nicht stellen kann. Die Feder hat die Soll-Länge von 56,9mm laut Werkstatthandbuch. Auf 39 mm zusammengedrückt, wären 10,5 kg +/- 0,4 erforderlich. Auf 32 mm zusammengedrückt wären 14,6 kg +/- 0,6 erforderlich. Mein neu aufgebauter Motor zeigt bei 770 1/min. und warmen 15/W40 1 bar Öldruck an der Anzeige (VDO-Sensor und Anzeigeinstrument). Öldruck an der Abzweigung zur Öldruckleitung abgenommen, also hinter Filter und etwaigen Zusatzölkühleradaptern. Falscher Filter ist natürlich gefährlich (nur MANN WP1144). Aber selbt wenn der Filter nicht durchströmt würde, kann ich mir keine 12,5 bar vorstellen. Dazu ist der SOFIM Motor zu einfach und mit zuviel landwirtschaftlicher Luft versehen aufgebaut. Gruß aus dem Weserbergland. ![]() Neue und alte Feder: ![]() Interessant, mit diesen Details kann man den theoretischen Öffnungsdruck ausrechnen. Fläche bei 11mm Kolben = 0,95 cm² Fläche bei 10mm Kolben = 0,79 cm² Druck (bar) ist definiert in 1kg/cm² = 1 bar Wenn die 10 Kg Kraft richtig sind, was ermittelt wurde die benötigt werden um die Leckbohrung frei zu legen, dann ergibt das folgendes: 10 kg x 0,95 cm² = 9,5 Bar Öffnungsdruck bei 11 mm Kolben 10 kg x 0,79 cm² = 7,9 Bar Öffnungsdruck bei 10 mm Kolben Man erkennt also das es sich ausschließlich um ein Sicherheitsventil handelt und nicht um ein Druckregelventil. Hallo Mal kurz und knapp -> welches Öl fährst Du im Motor ? Ich würde mit einem zweiten Manometer nachmessen , wie oft ist mir meines in der Werkstatt runtergefallen und ehrlich -> diese analogen Dinger bringen dann schon mal 2-3 Bar Abweichungen wenns reicht -> Einmal der Lehrling am Getriebe gemessen(LKW und Co. zb) und dann ein falsches Manometer benutzt schon ist die Messuhr hin. 120 °C Öltemperatur ist im Sommer Normal ... Überprüfe trotz alledem die Motorentlüftung .... Ich hatte mal einen Ölfilter wo das Sicherheisventil defekt war -> Der ist bei 10 Bar geplatzt bzw zog sich aus dem Gewqinde und wurde Undicht -> 10 sek . nach dem Anlassen . Dein Problem ist sicher eine Kleinigkeit wenn man bedenkt das du schon einen Öhlkühler nachgerüstet hast -> der Übrigens auch Gegendruck bei falscher Dimensionierung erzeugen kann . Von weitem ist es aber alles Kaffesatzlesen , es sind nur Gedankengänge und Erfahrungen ... Hallo, erstmal danke für die fundierten Antworten. Die Berechnung des Drucks leuchtet mir ein. Das bedeutet das wenn eine Verstopfung der Ölleitungen vorhanden ist dann liegt der volle produzierte Druck oder max 9,5 bar am Ölfilter an? Ich messe unmittelbar nach dem Kaltstart dort über einen Öltemperaturadapter 12,5 bar. Der Ölfilter müsste doch jetzt dicke Backen bekommen oder sehe ich das falsch?
Ja, dem Ölfilter (Gehäuse lasse ich jetzt weg) ist der Druck völlig egal solange der Druck hinter dem Ölfilter nicht viel weniger ist. Dem wird auch so sein sonst hätte sich dein Filter schon lange im Motor verteilt! Es geht also an der Stelle um das Delta. Dem Ölfiltergehäuse sowie der Kopfdichtung und weiteren Übergängen und Gehäusen ist der Druck nicht egal! Um sicher zu gehen würde ich mir den Ölfilter ansehen, ist der in Ordnung dann wirst du ein mechanisches Problem haben. Ein Tausch des Filters wäre dann noch eine Option um auszuschließen das nicht ein falscher verbaut ist. Gruß Gibt es bei diesen Motoren sowas wie eine Kurbelwellengehäuseentlüftung? Bei meiner Harley war die mal verstopft (Schlauch abgeklemmt), da hatte ich so viel Überdruck im Öltank dass es mit den Tankverschluss rausgepfeffert hat!
Stimmt- wäre auch eine Option Ok, ich habe den Ölfilter WP1144 von Mann verbaut. Diesen habe ich mir heute genauer betrachtet und nichts besonderes festgestellt. Es liegen bei 60 Grad Motortemperatur 10bar am Filtereingang bei ca 3000 U/min an. Wenn also das Überdruckventil in der Pumpe also bei ca. 9,5bar rechnerisch öffnen soll (je nach Feder) , wahrscheinlich öffnet meines erst bei 12,5bar, ist der anliegende Wert ja einigermaßen einleuchtend. Da der Öl-Filter ja nicht Druckregulierend wirken kann ist es dann ja auch einleuchtend das ich bei betriebswarmen Motor 3000U/min gemessene 9bar am Öldruckschalter anliegen habe. Was regelt denn jetzt den Druck auf die angestrebte 3,8bar? <a href="https://www.wohnmobilforum.de"><img src="https://www.wohnmobilforum.de/bilderdienst/wohnmobile/Feder_66975_6592.jpg" alt="Öldruck" /></a> Servus, meine Meinung: Gehe in eine Iveco Werkstatt! Dein Wissen reicht nicht aus, Du bist an deinen Grenzen angelangt. Was Know-How und Werkzeuge betrifft. Ab jetzt sollten Profis übernehmen! MfG Charly
Garnix, der Druck wird nicht geregelt bei den alten Motoren. Ich weis noch nicht mal ob das heute schon gemacht wird. Der Druck wird abhängig der Drehzahl von der Pumpe erzeugt. Je nach Widerstand ist der Druck höher oder weniger. Der Widerstand den der Pumpe gegenübersteht ist: - Öl Konsistenz (Temperatur und Viskose) - Art und Umfang der zu schmierenden Stellen und deren Verschleiß - Die Kanalgrößen und Längen zu den Schmierstellen incl deren Verschmutzungsgrad - Verschmutzungsgrad Filter Das zusammen ergibt ein möglicher Öldruck von ca 0,5-5 Bar aus meiner Erfahrung. Andere Druckfenster bei Dieselmotoren sind mir nicht bekannt. Liegt der Öldruck außerhalb dieses Fenster liegt ein Fehler vor. Der Filter wäre zuerst zu tauschen, ab dann wird es teuer. Denkbar wäre noch das jemand eine falsche Ölpumpe oder Dichtung verbaut hat. Ich würde also noch mal die die Anzeige mit dem Wertegeber gegen messen da eine so große Streuung nach oben des gemessenen Öldruckes nicht einfach so passiert. Entweder wurde dran gearbeitet, die Anzeige ist falsch oder es ist ein paar Jahre das Öl nicht getauscht worden. Die Kurbelwellengehäuse-Entlüftung würde ich ausschließen, hier liegt wenn überhaupt ein Druck von max 0,5 bar an. Steigt dieser durch fehlerhafte KGE kollabieren ab ca 0,75-1 bar die Wellendichtungen des Motors. Der Motor müsste lecken wie eine Gießkanne. Gruß Das Werkstatthandbuch spricht sehrwohl davon, dass dies ein Druckregelventil ist. Siehe Anlage LG Wolfgang ![]() ![]() Hallo: Also ich habe schon zig Motoren zerlegt und zusammengeschraubt!! Und wenn dann mal ein Motor wieder keinen Öldruck aufgebaut hat, ja dann hatte mal wieder einer z.B. das Saugrohr vergessen.... Die einzigen ohne Druckregelventil, das waren 2 Takter......... So long KH Bitte nicht Druckregelentil mit Überdruck-Ventil verwechsel. Wenn ein Druck "geregelt" wird befindet es sich im "Regelkreis". Der Druck wird durch verschiedene variable Parameter unabhängig von weiteren Einflüssen konstant gehalten. Ein Überdruckventil hingegen "steuert" den max Druck wie wir schon errechnet hatten. Der vom TE gemessene Max Druck von 9,5 oder 7,8 bar wird durch dieses Ventil gesteuert / gedeckelt, warum der so hoch ist... wissen wir noch nicht. Da sich anhand der Kolbenfläche und der angegeben Kraft der Feder von etwa 10 Kg ein Druck ergibt der nötig ist um es zu bewegen von min 9,5 bar kann dieses Ventil auch unmöglich einen Leerlaufdruck von 0,8 bar und bei max Drehzahl von 3,8 bar sicher stellen. Dieses Ventil hat nur 2 Parameter um zu agieren, diese Parameter sind feste Größen. Somit ist dieses kein Druckregelventil. Ich kann mir vorstellen das dieser Begriff ein Übersetzungsfehler ist. Kann ja passieren. |
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