Hallo,
wir haben seit langem einen Bosch Akkusauger. Vor etwa 2 Jahren hat er sich verabschiedet. Er lässt sich nicht mehr laden.
Geschaut bei Bosch, keine Garanite mehr drauf, also einen neuen (diesmal nicht von Bosch) kaufen für die schnelle Wohnungssäuberung.
Das Teil stand jetzt, wie geschrieben, ewig in der Rumpelkammer und sollte auf den Elektroschrott.
Jetzt hatte ich den in der Hand und wollte den schon wegbringen, da kam mir die Idee den doch mal aufzumachen.
Da ich das Ladegerät ja schon getauscht hatte, war ich mir sicher dass es daran nicht liegen sollte.
Durch das Mitlesen hier im Forum bezüglich Aufbauakkus und was man da so alles benötigt, wie es verschaltet wird und vorallem wie das eine oder ander funktioniert, bin ich auf die Idee gekommen die verbauten Akkus doch mal einzeln auszumessen. Das Ergebnis war dann für mich klar: Ein Akku davon ist weggedriftet.
Gemessen habe ich folgende Werte:
Akku 1: 4,035V
Akku 2: 3,487V
Akku 3: 4,033V
Akku 4: 4,035V
Akku 5: 4,035V
Akku 6: 4,033V
Akku 7: 4,032V
Akku 8: 4,033V
Akku 9: 4,034V
Wer jetzt mitgerechnet hat weiß, dass es ein Akku mit 32,4 Volt ist. Bosch will dafür mit Elektronik circa 210€.
Akku 2 ist deutlich weggedriftet und wird vom "BMS" (wenn man das hier so nennen darf) nicht mehr geladen und der ganze Akku wird vom "BMS" abschschaltet, so meine Vermutung.
Also habe ich mein Labornetzteil herausgeholt. Die Spannung habe ich auf 4,1V und die Strombegrenzung bei 900mA (sollten lt. Beschreibung 2000mAh Akkus sein) eingestellt.
Nach ca. 1 Stunde lädt das Netzteil jetzt mit 4,1V ( Konstantspannung) bei einem Strom von aktuell (stetig sinkend) 260mA. Dabei kontrolliere ich ständig ob der Akku warm wird, ist aber kalt.
Bin mal gespannt, ob der danach wieder läuft. Wenn nicht, pech gehabt ...
Meine Erkenntniss daraus ist, dass das mit dem Laden (BMS) hier ähnlich läuft wie bei den LiFePo4 Akkus, lasse mich aber gerne eines besseren belehren.
Meine Frau wird es freuen wenn der wieder läuft und den erstparten Elektromüll auch.
Viele Grüße
Claus


