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Inverter auf Scheinleistung oder Wirkleistung auslegen?


kunibertk am 03 Mär 2021 10:46:32

Hallo,

Ich habe heute diesen alten Thread gefunden: --> Link, in dem die Fragestellung des Posters aber nicht wirklich beantwortet wurde. Kann dazu inzwischen jemand etwas sagen? Wenn wir einen 230V-Verbraucher haben mit 160W Scheinleistung und 90W Wirkleistung (also 70W Blindleistung), auf welche der Leistungen muß der Inverter ausgelegt sein? Und geht die Blindleistung zusätzlich zum Leistungverlust des Inverters verloren?

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Gast am 03 Mär 2021 10:54:38

Hallo,

meiner Meinung nach musst du den Wechselrichter an Hand der Scheinleistung auslegen, denn der Wandler muss die Gesamtenergie in VA bereitstellen können.
Zugegebener maßen ist die Anzahl der Geräte in einem Wohnmobil, die einen großen Blindleistungsanteil haben eher überschaubar.

macagi am 03 Mär 2021 11:32:44

Der Inverter muss den Strom können......somit Auslegung für Scheinleistung.

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andwein am 03 Mär 2021 18:39:19

macagi hat geschrieben:Der Inverter muss den Strom können......somit Auslegung für Scheinleistung.

Ich erlaube mir hier eine praxisorientierte Anmerkung:
Scheinleistung + ca. 20% Aufschlag zur Sicherheit.
Aber wenn die Frage nach Scheinleistung fällt werden meist induktive Lasten damit abgedeckt und da würde sofort meine Frage nach der "Spitze des Einschalt/Anlaufstromes" kommen.
Gruß Andreas

Wuidsau am 03 Mär 2021 19:12:27

Scheinleistung!

Scheinleistung=Wirkleistung+Blindleistung (induktiv/kapazitiv)

kunibertk am 03 Mär 2021 21:38:47

andwein hat geschrieben:Ich erlaube mir hier eine praxisorientierte Anmerkung:
Scheinleistung + ca. 20% Aufschlag zur Sicherheit.
Aber wenn die Frage nach Scheinleistung fällt werden meist induktive Lasten damit abgedeckt und da würde sofort meine Frage nach der "Spitze des Einschalt/Anlaufstromes" kommen.
Gruß Andreas


OK das ist logisch. Wenn die Auslegungsgrenze des Inverters der (Ausgangs-)Strom ist, muß es die Scheinleistung sein.

Das Gerät ist beschriftet mit 1,5A bei 230V. Gemessen habe ich aber (mit einem Haushalts-Verbrauchsmeßgerät) Ströme bis ca. 0,7A, also 161VA Scheinleistung. Ich weiß nicht, ob das Meßgerät höhere Anlaufströme nicht sieht, weil sie zu kurze Zeit anliegen. Gleichzeitig hat das Gerät ca. 90W angezeigt, und da 90 deutlich weniger ist als 161 und auch der Zweck des Geräts ist, Verbrauchskosten zu schätzen, nehme ich an, dass es sich dabei um die Wirkleistung handelt.

Ärgerlich sind dabei zwei Dinge: 1., dass ein Inverter mit 100W oder 150W Leistung noch über die 12V-Bordsteckdosen gespeist werden kann und es bei den größeren Geräten langsam kritisch wird, und 2. dass ein 300W-Inverter üblicherweise mehr Leistungverlust hat als ein kleinerer.

Weiß jemand ob denn wenigstens die verbrauchte Batteriekapazität an der Wirkleistung hängt? Oder geht die Blindleistung auch noch zusätzlich zum Inverter-Eigenverlust verloren?

kunibertk am 03 Mär 2021 21:47:08

hmarburg hat geschrieben:Zugegebener maßen ist die Anzahl der Geräte in einem Wohnmobil, die einen großen Blindleistungsanteil haben eher überschaubar.


Pedelec-Ladegerät. Ein großer Klotz mit Spulen, Kondensatoren etc., so wie man in der Schule gelernt hat dass Transformatoren funktionieren. Mit einem gewissen Blindleistungsanteil ist da also schon zu rechnen.

Ginnes am 03 Mär 2021 22:20:03

Hallo,

ich denke mal Daumenregel:
nimm das größere von beiden (Scheinleistung) und hau mindestens 30% drauf.

Mit Inverterleistung nie kleckern.
Betrifft auch den 12V-seitige Kabeldurchmesser, hier wird leider oft gespart. Kabel heiß, Kabelbrand.

Grüßle

Gast am 03 Mär 2021 22:39:16

kunibertk hat geschrieben:...Pedelec-Ladegerät. Ein großer Klotz mit Spulen, Kondensatoren etc., so wie man in der Schule gelernt hat dass Transformatoren funktionieren. Mit einem gewissen Blindleistungsanteil ist da also schon zu rechnen.


Die Zeiten von großen Trafos und Kondensatoren in Ladegeräten ist vorbei. In diesen Ladegeräte sitzen Schaltnetzteile.
Das merkt man schon alleine am Gewicht und der Größe der Geräte.

Zum Beispile der Blick in ein PC-Netzteil:


Gast am 03 Mär 2021 22:43:14

Wuidsau hat geschrieben:Scheinleistung!

Scheinleistung=Wirkleistung+Blindleistung (induktiv/kapazitiv)


So einfach ist es leider nicht, denn es spielt auch noch die Phasenverschiebung eine Rolle


rkopka am 04 Mär 2021 00:16:39

kunibertk hat geschrieben:Das Gerät ist beschriftet mit 1,5A bei 230V. Gemessen habe ich aber (mit einem Haushalts-Verbrauchsmeßgerät) Ströme bis ca. 0,7A, also 161VA Scheinleistung.

Oder steht da wo 110-230V 1,5A ? Dann könnte es einfach der Maximalstrom sein, der bei 110V auftritt.
1,5A bei 110V = 165W

RK

kunibertk am 04 Mär 2021 01:10:28

rkopka hat geschrieben:Oder steht da wo 110-230V 1,5A ? Dann könnte es einfach der Maximalstrom sein, der bei 110V auftritt.
1,5A bei 110V = 165W


Nein es steht 2,5A bei 110V, 1,5A bei 230V.

proff56 am 04 Mär 2021 12:20:35

hmarburg hat geschrieben:Die Zeiten von großen Trafos und Kondensatoren in Ladegeräten ist vorbei. In diesen Ladegeräte sitzen Schaltnetzteile.
Das merkt man schon alleine am Gewicht und der Größe der Geräte.

Zum Beispile der Blick in ein PC-Netzteil:

Das stimmt leider nicht ganz: Bei Schaltnetzteilen wird die Eingangsspannung zunächst gleichgerichtet (im Fotobeispiel m.W. links ersichtlich), dazu benötigt man Kondensatoren, und die haben einen erheblichen Scheinleistungsanteil: den kapazitiven Blindstrom.

Eine Möglichkeit Scheinleistung zu verringern ist die PFC-Korrektur: Die aktiven können den CosPhi (1=Scheinleistung ist Null) auf ca 0,9 verbessern, die passiven nur auf ca 0,7-0,8. Diese zusätzliche Elektronik macht das Gerät allerdings häufig wesentlich teurer und die Notwendigkeit wird nicht von jedem Hersteller beachtet (ab 75W gesetzliche Pflicht).

Wuidsau am 04 Mär 2021 19:38:15

hmarburg hat geschrieben:quote="Wuidsau"Scheinleistung!

Scheinleistung=Wirkleistung+Blindleistung (induktiv/kapazitiv) /quote

So einfach ist es leider nicht, denn es spielt auch noch die Phasenverschiebung eine Rolle



Ja die Phasenverschiebung entsteht durch die Blindleistung (kapazitiv, induktiv).
Einfach gesagt, pendelt die Blindleistung zwischen Quelle und Senke ohne Wirkung. Dabei belastet sie trotzdem die Leitungen!

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