4art am 06 Mär 2021 17:59:27 Hallo liebe Kolleginnen und Kollegen Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die 12-Volt-Versorgung meiner CBE200/300-Kombi (schlappe 19 Jahre alt und in einem Wingamm Oasi 620 verbaut) verabschiedet. Damals konnte ich diese wieder mit einer Tastenkombination starten: --> LinkAch ja: Das Bedienteil an sich lässt sich starten und zeigt Wasser/Abwasserstand und auch Ladezustand von Aufbau- und Basisfahrzeugbatterie an. Die LED der beiden Schalter für Licht und Wasserversorgung leuchten nicht. Kühlschrank und Aussenlicht (beiden nicht vorhanden bzw. der Schalter ist nur nötig, wenn ein Kompressor-Kühli verbaut ist) leuchten. Nun: Dieses Jahr wieder dasselbe Problem und die Tastenkombi nützt nichts :cry: . Ich weiss: Ferndiagnose und Fernheilung sind immer so eine Sache. Aber wo könnte ich denn verflixt nochmal suchen? Wieso kackt das System immer nach der Winterpause ab? Das Fahrzeug hängt den ganzen Winter am Landstrom. Dann: Kann ich einfach das verbaute PC200 durch die neue Version (vermutlich PC210) ersetzen? Auf was müsste ich da achten? Oder könnte es vielleicht ein ganz anderes Problem sein?
Stocki333 am 06 Mär 2021 18:07:32 Ich kann dir zwar nicht helfen, beim CB200. Aber ich bewundere dein Problem. Messe mal deine Batterien mit einem Multimeter. vieleicht hat ich eine vertschüst. Oder eine Sicherung hat sich verabschiedet, oder korridiert. Ladegerät ausgefallen, ohne das du es bemerkt hast. Das würde ich mal überprüfen. Franz
4art am 06 Mär 2021 19:41:14 Aaaaalso: Per Zufall habe ich das Problem lösen (vorerst) können. Und zwar:
Als erstes habe ich komplett alle Sicherungen gewechselt. Danach der nächste Versuch mit den ollen Tastenkombinationen. Ging nicht. Irgendwann wurde ich sauer und habe die beiden besagten Tasten sehr stark reingedrückt und siehe da: Die Wasserpumpe ist kurz angesprungen! Ich habe dann nochmals sehr stark und ziemlich lange die beiden Schalter reingedrückt und die 12-Volt-Versorgung sprang an.
Ich vermute nun, dass die Platine im Bedienteil tatsächlich einen Haarriss hat und nicht eigentlich die Tastenkombination das Problem löst, sondern wenn man genug die Platine an besagter Stelle reindrückt, die Schoose wieder Kontakt kriegt! Des weiteren vermute ich, dass dies jeweils nach der Wintereinlagerung auftaucht, weil im Winter die Temperatur im Innenraum ja (vor allem in diesem Jahr) massiv unter Null fiel und durch den Temperaturwechsel die Spannungen in der Platine erhöht werden und deshalb dann jeweils das Problem auftritt.
Pechvogel am 06 Mär 2021 20:02:46 Und warum soll die Platine einen Haarrisse haben ( und wovon über den Winter )?? Vielleicht ist ja auch einer der Schalter / Taster nicht in Ordnung ( oxidiert über Winter )?
Grüße Dirk
Wuidsau am 06 Mär 2021 20:06:13 Schau Dir alle Lötstellen mit ner guten Leuchtlupe an. Daran könnte es auch liegen.
4art am 07 Mär 2021 11:38:32 In verlinkten Thread beschrieben, weshalb es gerissen sein könnte (oder eben Lötstelle kalt):
Letztes Jahr donnerte die Matraze des Hubbetts (ein ziemlich zähes Ding) beim runternehmen gegen das Bedienteil. Dieses ist über der Türe eingebaut.
Das mit der Kälteempfindlichkeit interpretiere ich deshalb, weil ich in meinem zweiten Beruf als Systemintegrator für Video- und Audioinstallationen in Kirchen tätig bin. Dort haben wir immer wieder Probleme mit Geräten wegen der Temperaturtoleranz von Platinen oder anderen elektronischen Bauteilen. Und die Temperaturschwanungen in Womos oder Kirchen sind durchaus zu vergleichen :mrgreen: . Unter der Woche arschkalt und dann wird innerhalb von kürzester Zeit aufgeheizt wie verrückt.
stoppie am 07 Mär 2021 16:55:47 4art hat geschrieben:.....habe die beiden besagten Tasten sehr stark reingedrückt....dann nochmals sehr stark und ziemlich lange die beiden Schalter reingedrückt und die 12-Volt-Versorgung sprang an.
Ich vermute nun, dass die Platine im Bedienteil tatsächlich einen Haarriss hat und nicht eigentlich die Tastenkombination das Problem löst....
Ich tippe da eher auf Kontaktprobleme bei den verbauten Tastern und Schaltern wegen der fortschreitenden Korrosion der Oberflächen der Schaltkontakte. Auch der zeitliche Zusammenhang mit dem Winter wegen der erhöhten Luftfeuchte und der längeren Nichtbenutzung des Elektroblocks lässt darauf schließen. Durch das verstärkte Drücken wird die isolierende Korrosionsschicht durchbrochen und der Stromkreis/Kontakt wieder geschlossen. Sofern man an die besagten Schalter und -Taster von hinten/ oben/unten herankommt, mal etwas Kontaktspray in die Schalter sprühen. Bei einem Haarriss der Platine oder an den dort aufgebrachten Leiterbahnen wäre das Problem auch im Sommer und Herbst existent. Ich drücke Dir die Daumen!
Perlen am 07 Mär 2021 17:27:17 Hallo,
die Schalter sind ja bestimmt eingebaut, wenn es wieder nicht funktioniert, den Schalter, Rückseite, wo die Drähte dran sind, mit einer Drahtbrücke zum Test überbrücken, oder gleich Schalter eneuern.
Grüße
Udo
4art am 07 Mär 2021 19:48:32 Ich danke für die Tipps. Nächste Woche werde ich mal am Abend die ganze Geschichte ausbauen und mir anschauen. Schalter ersetzen dürfte schwierig werden, da ein Ersatz irgendwie passen müsste. Und da hier ein bisschen viel "Italianita" vorherrscht, wird kaum was passendes auf dem Markt sein. Ich werde auf jeden Fall berichten...
rolfk am 07 Mär 2021 22:52:31 Mit Kontakt Spray erledigt sich das Problem endgültig. Und ich meine endgültig.
Ich halte überhaupt nichts von Kontaktspray. Besser das wirkliche Problem lösen.
rkopka am 07 Mär 2021 23:46:27 Bei Tastern, die nicht wollen, kann es auch die Befestigung der ganzen Platine oder des Moduls sein, die nachgibt. Sowas hatte ich beim PKW. Eine Schraubbefestigung war gebrochen. Dadurch hat sich das ganze Teil hinter der Front weggebogen beim Drücken.
RK
stoppie am 08 Mär 2021 00:07:47 rolfk hat geschrieben:Mit Kontakt Spray erledigt sich das Problem endgültig. Und ich meine endgültig.
Ich halte überhaupt nichts von Kontaktspray.....
Dann erkläre das mal, weshalb das so sein soll - das mit der finalen Verwendung von Kontaktspray beim aktuellen Problem meine ich. rolfk hat geschrieben:....Besser das wirkliche Problem lösen.
Welches ist das deiner Meinung?
rolfk am 08 Mär 2021 09:52:22 rolfk hat geschrieben:Mit Kontakt Spray erledigt sich das Problem endgültig. Und ich meine endgültig.
Ich halte überhaupt nichts von Kontaktspray.....
stoppie hat geschrieben:Dann erkläre das mal, weshalb das so sein soll - das mit der finalen Verwendung von Kontaktspray beim aktuellen Problem meine ich.
Kontaktspray beseitigt (Zitat) " Oxid- und Sulfidschichten...." Und hinterlässt einen verharzenden Ölfilm, in dem sich Staub immer mehr sammelt, und mechanisch und elektrisch Ärger macht. Wenn du mir sagst, welches der von den Vorschreibern genannten Probleme auf Oxidschichten zurückgeht.... ?? rolfk hat geschrieben:. ...Besser das wirkliche Problem lösen.
stoppie hat geschrieben:Welches ist das deiner Meinung?
Wie die Vorschreiber schon sagen, Kontaktprobleme im Schalter, Platinenriss. Ich ergänze kalte Lötstelle, duch mechanischer Verformung getrennte Lötstelle, defekte Kondensatoren. Wenn die Taster geschlossene Klickschalter sind, kommt der Kontakspray garnicht rein, sinds offene, versaut er den Kontakt endgültig. Sind es Gummikontakte, ist Kontaktspray "richtig" hilfreich... etwa so wie Stoßgebete bei Krebs. Und bei Haarrissen oder Lötstellen wirst du dem Spray ja auch keine heilende Wirkung unterstellen. Wie sagte mein alter Lehrmeister über die Tastenaggregate oder Potentiometer einer vergangenen (Röhren)-Gerätezeit: kann man alles reparieren, vorausgesetzt es wurde kein Kontaktspray verwendet.
andwein am 08 Mär 2021 11:33:41 rolfk hat geschrieben:......Kontaktspray beseitigt (Zitat) " Oxid- und Sulfidschichten...." Und hinterlässt einen verharzenden Ölfilm, in dem sich Staub immer mehr sammelt, und mechanisch und elektrisch Ärger macht.
Diese Aussage ist richtig und gleichzeitig falsch!!!! Das Problem ist die Verallgemeinerung. Erfahrene Reparateure verwenden Kontaktspray der Fa. Kontakt Chemie (sorry wg Werbung) Und die haben 7 (sieben) unterschiedliche Reiniger im Programm. "Nur Oxydlösen" Kontakt 60, "Oxydlösend mit Schutzfilm" Kontakt 60 plus, etc Was in den Flaschen der Billiganbieter drin ist weiß keiner. Ich verwende seit 50 Jahren nur Kontakt 60, da verharzt nichts. Ich hatte einmal einen Reiniger von Pollin, den habe ich nach dem 1.Gebrauch direkt entsorgt! Das Problem bei Folientasten ist allerdings, dass viele über eine Grafitschleife den Kontakt herstellen und diese sich auflösen kann. Da ist nicht zu reinigen, da braucht es ein neues Panel. Gruß Andreas
rolfk am 08 Mär 2021 11:58:10 Ich stimme insoweit zu, das es einzelne, besondere Spezial-Ausnahmefaelle gibt, wo Kontaktspray, der richtige, nützen könnte.
Ich habe so einen Fall in 50 Jahren noch nicht gehabt.
Und alle Fälle, in denen ich wider besseres Wissen Spray verwendet habe, haben sich später als klar anderer Fehler herausgestellt.
andwein am 08 Mär 2021 13:33:24 rolfk hat geschrieben:Ich stimme insoweit zu, das es einzelne, besondere Spezial-Ausnahmefaelle gibt, wo Kontaktspray, der richtige, nützen könnte.
Ja, jeder hat da seine eigenen Methoden. Als ich noch Raucher war habe ich Zigarettenasche zum reinigen verwendet und mit Spiritus abgespült. Aber heute habe ich keine Zigarettenasche mehr. Gruß Andreas
Joachim260 am 08 Mär 2021 13:50:04 andwein hat geschrieben:… Ich verwende seit 50 Jahren nur Kontakt 60, da verharzt nichts. ... Das Problem bei Folientasten ist allerdings, dass viele über eine Grafitschleife den Kontakt herstellen und diese sich auflösen kann. Da ist nicht zu reinigen, da braucht es ein neues Panel. Gruß Andreas
und dann mit Kontakt WL nachspülen dann bleiben auch keine Rückstände. Für Folientasten eignet sich Tuner Spray des selben Herstellers recht gut, ist nicht so agressiv. Gruß Joachim
Hannus am 08 Mär 2021 13:58:31 Hallo Mit den Tastaturen aus Weichplastik hatten wir in den 90ern große Probleme bei den Handys. Durch das häufige Drücken löste sich die Plaste irgend wie auf und schwitzte eine schmierige Flüssigkeit aus, die natürlich auch die Graphitschicht angriff. Man mußte dann auch immer stärker draufdrücken. Es waren immer die selben Tasten, die zuerst ausstiegen. Da half dann garantiert auch kein Kontaktspray mehr. Ganz kurzzeitig half noch Reinigen. Passiert auch heute noch bei vielen Fernbedienungen. Da hilft nur Tastenmatte wechseln.
andwein am 08 Mär 2021 18:19:00 Jetzt kommen sie, die guten Tipps Gruss Andreas
palstek am 08 Mär 2021 18:55:38 Vorweg, ich kenne das PC200-Panel nicht, aber anhand der Bilder, die ich mit Google gefunden habe, nehme ich an, dass dort Mini-Drucktaster verbaut sind. Ich hatte bei meinem Panel, damals 10 Jahre alt, auch das Problem, dass es nur noch mit geduldigen Hin- und Herwackeln einer Taste eingeschaltet werden konnte. Ich habe das Panel zerlegt und festgestellt, dass dort ganz normale Drucktaster verbaut waren, in meinem Fall diese hier: --> LinkMit einem Messgerät konnte ich dann verifizieren, dass ein bestimmter Taster nicht mehr sicher funktioniert. Also habe ich ein paar von diesen Tastern bestellt, den betroffenen Taster aus- und einen neuen eingelötet, und seitdem funktioniert wieder alles, wie es soll. Wenn die Tasten einen deutlichen, harten Druckpunkt haben, ist zu vermuten, dass ein Drucktaster und keine Folientaste verbaut ist. Grüße Frank
stoppie am 08 Mär 2021 19:36:00 Danke an Andreas und Joachim. Eure Posts zu diesem Thema ersparen mir jetzt doch eine Menge Geschreibsel bezüglich der Verwendung von Kontaktspray. :ja: rolfk hat geschrieben:Ich stimme insoweit zu, das es einzelne, besondere Spezial-Ausnahmefaelle gibt.....
Da bin ich jetzt aber wieder beruhigt, dass ich nicht so gaaaaanz daneben gelegen habe. :mrgreen:
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