Die Route startet am Klövensteen und verläuft durch das Buttermoor, Holmer-Sandberge, Hetlinger Schanze, Haseldorfer Hafen, Pinnau-Sperrwerk
bis Neuendeich und wieder zurück.
Es ist Freitag der 05.03.21, die Wettervorhersage sagt Sonne satt, nur wenig Wind, aber kühl. Um 11 Uhr parke im am Klövensteen (Hamburger Staatsforst) und nehme das Fahrrad von der Anhängerkupplung. Das Thermometer zeigt 3°C, aber durch die Sonne ist es angenehm.
Tacho auf Null stellen, ein Blick auf die Uhr und los geht's

Auf breiten Wegen geht es durch den Wald

weiter durch das Buttermoor


--> Link Executive Flights & Private Jets

mitten durch den Golfplatz Hamburg-Holm

Die Holmer Sandberge

Teilweise heißt es absteigen weil der Sand so weich ist. Der Bereich ließe sich auch umfahren, aber ich möchte dieses Gebiet nicht missen.


Mann muss schon eingefleischter Norddeutscher sein, um hier Berge zu erkennen.

wieder rein in den Wald

Das ist der Feuerlöschteich am Katastrophenweg (ernsthaft, der heißt so). Es muss in letzter Zeit oft gebrannt haben. So leer habe ich den Teich noch nie gesehen.

Nun folgen ein paar nicht so schöne Kilometer durch das Städtchen Holm bis zum Klärwerk an der Hetlinger Schanze.

Ein paar 100m weiter ist die Elbe erreicht, bzw. der Deich. Es befindet sich je ein Weg wasserseitig und landseitig vom Deich, sowie ein Fußweg auf der Deichkrone. Der wasserseitige Weg ist uneben, teilweise aus Rasengittersteinen und wenn es kürzlich eine höhere Flut gab, liegt dort jede Menge angespültes Reet und Treibgut.
Auf der Deichkrone ist nur Rasen und der sollte möglichst geschont werden, ich fahre ausschließlich landseitig vom Deich.

Ein Biotop am Wegesrand

Diese Strommasten sind 227m hoch und damit die höchsten in Europa. Sie gewährleisten eine Durchfahrtshöhe von 75m auf der Elbe.

Das Fundament hat Kantenlängen von 50m.

Noch ein Biotop

Blick von der Deichkrone. Hinten links sieht man das Kernkraftwerk Stade, dass 2003vom Netz genommen wurde und zurückgebaut wird.


Normalerweise laufen die Schafe am Deich frei, was leider den Nebeneffekt hat, dass die Wege teilweise komplett mit Exkrementen bedeckt sind und wenn es zuvor geregnet hat, spritzt das Zeug nur so durch die Gegend. Nix für Radfahrer ohne Schutzbleche.
Aber heute habe ich riesiges Glück. Nicht nur, keine Schafe, sondern jemand hat die Wege maschinell gereinigt und fast alle Gatter, die sich alle paar hundert Meter auf dem Weg befinden und von Hand geöffnet und geschlossen werden müssen, sind sperrangelweit offen.

Die Pegelstände der letzten schweren Sturmfluten.

Kurze Pause. Bänke sind Mangelware an der gesamten Strecke.

Blick von der Deichkrone auf den Haseldorfer Hafen --> Link

…..samt Parkplatz. Im Sommer steht hier die Haseldörper Röökerkist (Imbiss-Anhänger)


Waschhaus mit öffentlicher Toilette. :top:

Apfelplantagen

Nur zu Verständnis, was man hier sieht ist nicht das Hauptfahrwasser der Elbe, sondern fast während der ganzen Tour versperren langgezogene Inseln die parallel zum Fahrwasser liegen die Sicht auf selbiges. Man verpasst also nichts, wenn man hinter dem Deich fährt.

Wegmarke Kreuzdeich, ab hier biegt der Deich in das Innland ab wir kommen zur Pinnau (Kleiner Fluss)

Das Pinnau-Sperrwerk (Oktober bis einschl. April nicht passierbar)



Das Sperrwerk lässt sich umfahren, wenn man der Elbe weiter folgen möchte. Weiter geht’s nach Klevendeich/Neuendeich.
Nur ein Entwässerungsgraben am Wegesrand.

Die Drehbrücke von Klevendeich aus dem Jahre 1887.

Sie ist die älteste noch funktionierende Drehbrücke Deutschlands.

Ab jetzt geht es wieder heimwärts auf der bekannten Route.

Kleine Stärkung, Apfel, Bifi XXL und Cranberrysaft.

Tagesleistung 59,3km (ohne Elektro-Unterstützung :) )

Wer die Strecke nachradeln möchte und mit dem PKW anreist, kann Hetlinger Schanze am Klärwerk parken. (der P direkt an der H. Schanze ist z.Zt. geschlossen, Zufahrt nur für Anwohner) oder am Haseldorfer Hafen. Irgendwie ist es am Deich immer etwas windig und ich versuche meine Touren immer gegen den Wind zu starten um auf den Rückweg den Wind im Rücken zu haben.
Die einfache Strecke vom Klärwerk bis zur Drehbrücke beträgt etwa 14km. Lässt sich aber in südöstl. Richtung um 7km verlängern bis zum Schulauer Fährhaus (Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm-Höft) --> Link
Einkehrmöglichkeiten sind rar.
- Cafe Hetlinger Schanze, direkt an der H. Schanze
- Fährmanssand, vom Klärwerk aus dem Radweg 2,7km in südöstl. Richtung folgen
--> Link
- Haseldörper Röökerkist, am Haseldorfer Hafen
- Restaurant Aalkarte, von der o.g. Drehbrücke (Nordufer) etwa 600m nach Westen
--> Link
Zum Pinnau-Sperrwerk und dem weiter nördlich liegenden Krükkau-Sperrwerk:
Ersteres lässt sich noch einigermaßen umfahren über Klevendeich/Neuendeich = ca. 8km zusätzlich. Das Krükkau-Sperrwerk zu umfahren kostet etwa 25 unschöne km zusätzlich und nach eigener Erfahrung machen die Brückenwärter auch gerne mal etwas früher Feierabend.
Homepage für beide Sperrwerke --> Link Die Infos scheinen veraltet
Ich hatte einen herrlichen Tag und hoffe, Euch hat es auch gefallen.
Andreas


