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Bergbewohner1 hat geschrieben:Bei Wohnmobilen ist die Gelcoatschicht nur wie Lack aufgetragen und bei der Breite muß unbedingt Parafinöl mit ins Gelcoat.
Zumindest bei unseren Booten haben wir auch großflächig Gelcoatreparaturen durchgeführt, ohne Parafinöl beizumischen.
Für Kleinreparaturen haben wir dies benutzt: --> Link Das Ergebnis war selbst auf A4 Format vollkommen einwandfrei. Allerdings haben wir da tatsächlich Schichtdicken von bis zu 1-2mm und auch dicker aufgetragen. Du kannst also sicher Recht haben!
Da Du von sehr dünnen Schichten schreibst: Amazon Link Soll zur Angleichung der Farbe und zur Endversiegelung benutzt werden. Wir haben es allerdings nie eingesetzt. Damit habe ich keine Erfahrung.
Wir haben nur ausgeschliffen, entfettet, dass Gelcoat eingebracht, geschliffen, aufsteigend bis 2.000er Nassschleifmittel und dann aufpoliert. Nur mit Mühe konnte man die Reparaturstelle finden - wenn die Farbe des Bootes nicht schon durch die Sonneneinstrahlung verändert war.
Bergbewohner1 hat geschrieben:Davon abgesehen muß auch erst die GFK Schicht geprüft werden, ob diese noch intakt ist.
Sicher, da bin ich vollkommen bei Dir. Wenn die Unterschicht weich oder rissig ist, ist selbst die beste Gel- oder Topcoatreparatur unsinnig. Das ist anhand der Bilder unmöglich zu erkennen. Also muss das alte Gelcoat in diesen Bereichen vielleicht runter, um den Unterbau betrachten zu können.
Noch ein paar Hinweise, Parafinöl verhindert Blasenbildung, sowie eine "klebrige Oberfläche", das erreicht man auch durch Folie auflegen. Aber bei größeren Flächen ist das kontraproduktiv. Das Gelcoat kann vor dem Spritzen mit Styrol spritzfertig verdünnt werden.
MoniDieter am 05 Mai 2021 12:45:18
Hallo, Nach wie vor ist diese Baustelle an unserem Mobil noch offen. Ich habe mich entschlossen selbst die Reparatur an zu gehen und habe mir dafür folgende Vorgehensweise überlegt. Ich schleife das GFK im Bereich der ausgerissenen Schraubenlöcher so tief weg, dass nur noch eine dünne Schicht stehen bleibt. Da klebe ich mit GFK- Spachtel 2 mm dicke Alublechstreifen ein und decke diese dann mit dem GFK- Spachtel ab. Danach bringe ich Gelcoat- Spachtel auf und schleife ihn glatt. Ich habe mir inzwischen 3mm Kunststoffplatte besorgt, die ich vor dem Verschrauben der Reling mit Dekasiel aufkleben will um die Last von den Kanten der Dachreling auf das GFK zu verteilen. Die Kunststoffplatten stehen 2 mm über die Kanten der Dachreling über. Sollte die Optik dadurch leiden, kann ich mit Silikon oder ähnlichem dann noch eine Hohlkehle ausbilden. Soviel zu meinem Plan und nun meine Frage in die Fachwelt, ist das ein möglicher Plan? Vielen Dank für eure Antworten. Gruß Dieter
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wellenvogel am 05 Mai 2021 13:28:07
Alu in Gfk einbetten würde ich in solchen Bereichen auf keinen Fall tun. Das wird nie dauerhaft dicht. Alu blüht dann gerne aus und sprengt es auf. Lieber ein wenig Glasgewebe und Polyesterharz nehmen. Das ist kein Hexenwerk und braucht nicht viel mehr als was zum Mischen und ein paar Pinsel. Danach dann spachteln und schleifen... Wenn aussen kein Gelcoat rauf sollte, würde ich Epoxidharz nehmen, höhere Klebkraft und einfachere Verarbeitung. Das wird dann aber eher nichts mit Gelcoat darüber.
mv4 am 05 Mai 2021 15:02:49
Bei der Verbindung Epoxi zu Polyesterharz gibt es fast immer Probleme mit dem Verbinden....ich würde daher immer bei Polyesterharz bleiben...ohne Alu...mit Glasfaser-Matten...und Gelcoat
MoniDieter am 05 Mai 2021 16:36:18
Vielen Dank für die Tipps. Ich werde mir jetzt Polyesterharz und Matten besorgen und die Stellen damit auffüllen. Ich hatte mir gedacht das,wenn ich ein paar Blechstücke einlaminiere und mit Harz abdecke, die Schrauben besseren Halt haben. Aber dann lasse ich die Bleche weg.
mv4 am 05 Mai 2021 18:58:34
Dieter sorry, habe jetzt erst gesehen das du da schrauben reindrehen willst...waren da Schrauben mit metrischen Gewinde? oder Blechschrauben? bei Blechschrauben wäre es vielleicht gar nicht so falsch ein Stück Blech mit einzulaminieren...du musst aber sehen das da mind. 3-4 mm harz von der Höhe noch draufmuss...
Bergbewohner1 am 05 Mai 2021 19:11:07
Du hast so viele fachliche Hinweise bekommen, wie es fachgerecht repariert wird-warum machst du es nicht so :?: Auf gar keinen Fall, wie schon geschrieben, Platten einkleben.
mv4 am 05 Mai 2021 20:21:26
Werner...es ist zb. Im Bootsbau durchaus üblich und auch dringend notwendig dort Verstärkungen aus V4A Stahl mit einzulaminieren....auch Gewindebüchsen...wie willst du sonst dauerhaft Schrauben befestigen. Schau dir Mal an wie bei einen VI die Frontmaske befestigt ist :ja:
MoniDieter am 05 Mai 2021 20:44:46
Ich bin darauf gekommen weil mir bei Variomobil gesagt wurde dass, wenn sie diese Arbeiten machen, Gewindehülsen einlaminieren würde. Da gefällt mir die Variante mit den Blechen besser. Gewindehülsen stehen immer raus. Wenn ich dagegen Bleche einlaminiere, mit einem Bohrer vorbohre und die Blechschrauben mit Dichtmasse einsetze, habe ich zwei Dichtungen. Am Besten wäre es vermutlich die Reling ganz weg zu lassen. Sieht aber nicht so gut aus. Erst mal muss das Wetter passen... Heute waren hier 7 Grad und Graupelschauer. Gruß Dieter
mv4 am 06 Mai 2021 09:03:11
dieter so ist es auch....Gewinde hülsen wären natürlich optimal...die müssen aber 100% passen. Das nimmt man aber eher für hochbelastete Verschraubungen.
Hallo Torben, ich werde es mit den Blechstreifen machen und sie mit einer möglichst starken Schicht Polyesterharz überbauten, so dass sie ganz verschwunden sind. Dann sind die einzige Schwachstellen die Blechschrauben. Ich werde berichten. Gruß Dieter
Tinduck am 06 Mai 2021 11:39:39
Beim Bau von Windsurfbrettern werden für die Fußschlaufen Kunststoffdübel mit einlaminiert, in die man dann ganz normale 'Holzschrauben' eindrehen kann. Hält bombenfest, sowohl auf der Laminatseite als auch die Schraube. Sowas in der Art wäre vielleicht ne Alternative.
bis denn,
Uwe
MoniDieter am 06 Mai 2021 11:53:51
Hallo Uwe, wie stark ist bei Surfbrettern die GFK- Schicht? Die Reling ist auch nur mit VA Blechschrauben befestigt.
andwein am 06 Mai 2021 11:55:23
Tinduck hat geschrieben:Beim Bau von Windsurfbrettern werden für die Fußschlaufen Kunststoffdübel mit einlaminiert, in die man dann ganz normale 'Holzschrauben' eindrehen kann. Uwe
Und die gibt es in einem gutsortierten Baumarkt!! Auch einlamierte "Dübel für Trockenbauwände" sind geeignet Gruß Andreas
Tinduck am 06 Mai 2021 11:56:27
Das Laminat ist da nur ein paar Millimeter dick, die Dübel gehen durch in den Schaum. Insgesamt sind die, die ich bisher gesehen habe, so ca. 15-20 mm tief.
bis denn,
Uwe
andwein am 07 Mai 2021 11:50:21
Tinduck hat geschrieben:Das Laminat ist da nur ein paar Millimeter dick, die Dübel gehen durch in den Schaum. Insgesamt sind die, die ich bisher gesehen habe, so ca. 15-20 mm tief. Uwe
Ja, korrekt, so ist das auch bei Surfbords und da zerren, zumindest bei mit, über 80 kg an 8 Dübeln. In 2-3mm GfK lässt sich so gut wie nichts befestigen. Gruß Andreas
MoniDieter am 09 Mai 2021 18:14:18
Ich habe heute bei dem schönen Wetter mit dem Ausschleifen der Bereiche um die Schraubenlöcher begonnen. Ich habe einen Fräskopf aus den Zahntechnikerbereich genommen und um jedes Schraubenloch eine Fläche von 1,5 x 3 cm bis auf die Aluhaut des Daches ausgefräst. Dann habe ich die vorbereiteten Alubleche mit Polyesterharz eingeklebt. Dabei ist mir aufgefallen dass bei dem mittlere Halter,der vollflächig aufliegt, nicht, wie bei den anderen Verbindungen wo das Hohlprofil auf der Dachhaut aufsteht, die Schraubenlöcher ausgerissen sind. Nach dem einkleben der Blechstreifen sieht es so aus. Morgen werde ich die Flächen abschleifen, mit Harz und Gewebe aufbauen und glatt schleifen. Gruß Dieter
MoniDieter am 10 Mai 2021 16:22:46
Hallo, Heute habe ich die Flächen abgeschliffen und mit Polyesterharz und Glasfasergewebe neu aufgebaut. Dabei habe ich 4 Schichten aufgebracht. Die vorgebohrten Löcher habe ich mit Zahnstochern kenntlich gemacht. Um die Blechschrauben haltbar in meine einlaminierten Bleche fest zu bekommen, habe ich vorher im Schraubstock einen Versuch gemacht um heraus zu finden wie stark ich vor bohren muß um einerseits Halt zu bekommen, und andererseits die Schrauben beim Einschrauben nicht ab zu reißen. Nach der jetzt kommenden Regenphase soll es weiter gehen. Gruß Dieter
Fledermaus am 10 Mai 2021 17:48:45
Servus Ein lebendiger Bericht, sehr schön, Daumen Hoch,
Und alles Gute bei der Arbeit
mv4 am 10 Mai 2021 20:02:53
na das sieht doch schon gut aus. !! ...damit dürftest du Ruhe haben
Bergbewohner1 am 11 Mai 2021 17:11:12
mv4 hat geschrieben:na das sieht doch schon gut aus. !! ...damit dürftest du Ruhe haben
Denke nicht das die Polyesterharzkeile lange halten, die hätten, wenn man es schon so macht, nach unten breiter werden und nicht zur Außenhaut zu. Kann ja auch nicht ersehen, ob unter den Platten auch Harz eingegossen wurde. Es wäre auf alle Fälle besser gewesen, Glasfaserspachtel zu verwenden.
mv4 am 11 Mai 2021 18:12:04
Hast du dir einmal die 2 4er oder 5er Linsenkopfschrauben angesehen die im Dach verschraubt werden? Dafür reicht das dreimal. Und natürlich liegen die Platte satt im Harz...Glasfaser-Matten hat er auch verwendet.
Da brechen eher die Schrauben weg bevor die Platte zum Vorschein kommt. Die Schrauben waren vorher glaube ich einfach in das relativ dünne GfK eingedreht...
Zum aufnehmen größerer dynamischer Lasten ist diese Methode nicht geeignet....aber die liegen ja hier auch nicht vor.
MoniDieter am 11 Mai 2021 20:38:07
Ät Bergbewohner, es ist so: ab Werk war das Hohlprofil mit den Kanten auf die Eckbandage aufgesetzt und mit 6 Blechschrauben befestigt. Hat 20 Jahre gehalten. Vorn und hinten sind die Schraubenlöcher ausgerissen. In der Mitte ist ein Winkel angebracht und mit einer Flachseite verschraubt. Hier sind die Schraubenlöcher nicht gerissen. Da wo das Hohlprofil aufgeschraubt ist, sind Risse um das Schraubenloch, weil zu dem Anzugsmoment vielleicht noch Hebelkraft von einem Anecken dazu kam. Aus diesem Grund klebe ich Platten aus PE unter die Hohlprofile. Das sollte reichen um Wassereintritt nach leichten Kräften an der Reling zu verhindern. Ebenso das Ausreißen der Löcher. Ist die Reling bombenfest mit der Kabine verbunden wird diese nach Krafteintrag in die Reling um so mehr beschädigt. Egal wie, ich werde diesen Bereich im Auge behalten. Die 2mm Alubleche habe ich komplett mit Harz vergossen. Gruß Dieter
Bergbewohner1 am 12 Mai 2021 17:08:11
Alles gut Dieter, ist immer etwas was schwierig aus der "Ferne" eine Einschätzung vorzunehmen. Wünsche dir das der Erfolg andauert und das Dach dicht bleibt. :bia:
MoniDieter am 19 Mai 2021 21:29:23
Hallo, Ich habe mittlerweile meine Baustelle abgeschlossen. Wie geplant habe ich nach dem Vorbohren Kunststoffplatten auf die Schadstellen geklebt und danach die Reling mit Dekaseal aufgesetzt und verschraubt. Die Schrauben habe ich oben und unten mit Dekaseal eingedichtet und werde in der nächsten Zeit die betreffenden Stellen auf Richtigkeit kontrollieren soweit das von außen möglich ist. Vielen Dank nochmals für eure Tipps und Tricks. Gruß Dieter
Bergbewohner1 am 20 Mai 2021 17:26:22
Na dann kann es bald auf große Fahrt gehen, wünsche dir das alles dicht bleibt.
MoniDieter am 20 Mai 2021 22:40:41
Danke Werner, es wird schon halten. In das Erzgebirge komme ich erst wieder am 1.6., über Pfingsten fahren wir nach Baden Württemberg weil an der Nordsee nur mieses Wetter angesagt ist. Schöne Pfingsten und Grüße Dieter
Bergbewohner1 am 21 Mai 2021 17:47:15
MoniDieter hat geschrieben:Danke Werner, es wird schon halten. In das Erzgebirge komme ich erst wieder am 1.6., über Pfingsten fahren wir nach Baden Württemberg weil an der Nordsee nur mieses Wetter angesagt ist. Schöne Pfingsten und Grüße Dieter
Vielleicht treffen wir uns da mal, wo fährst du denn hin ? Ebenfalls schöne Pfingsten