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Hallo, wenn ich das so richtig sehe, dann gibt es ja zwei eher unterschiedliche Systeme: Beim einen werden die Balancer bei jeder Zelle auf Plus geschraubt und mit einem Kabel mit dem Minus verbunden, alle auch untereinander. Beim anderen System wie dem Daly gibt es ein Kabel zu Minus, und dann ein Kabel zu jedem Plus. Gibt es da Vor- und Nachteile der einzelnen Systeme? Bei einem habe ich gelesen: Balancing beim Laden. Meine aufgeschraubten Balancer tun das immer. Systeme wie Daly sind kleiner und haben auch die Abschaltung bei Über-/Unterspannung drin, bei meinem muss man da extra die Relais anschließen. Sind das einfach nur unterschiedliche Systeme, die letztlich zum gleichen Egebnis führen - oder gibt es da doch qualitative Unterschiede? Einfach aus Interesse, weil ich das etwas besser verstehen will, vielleicht aber auch noch einmal umbaue. Gruß Klaus Mein Lisun E. System nutzt die Einzelzellmoduly von EV Power --> Link die einen Balancerstrom von bis zu 2A erreichen. Das ist schon ganz ordentlich. OVP/UVP oder Übertemp. wird durch Abschalten eines Hauptrelais erreicht. Ein BMS wie z.B Daly oder andere ist dabei nicht erforderlich. Ich kann zu Daly nichts sagen, aber grundsätzlich bin ich bei Technik immer der Meinung, soviel wie nötig und sowenig wie möglich. Bei meinem System kann ich auch im Fehlerfall durch minimale Eingriffe noch Strom zapfen (soweit vorhanden) ob das bei Daly geht weiß ich leider nicht. Aber da gibt es andere , die das bestimmt besser erklären können, also ich :-) Gruß Bei vielen geht die Angst um, daß bei den großen Kapazitäten von 200Ah oder mehr die "wenigen" mA Balancerstrom der passiven BMS (bspw. Daly, 30mA) zu wenig wäre. Dem ist nicht so. Die Zellen sind nah beieinander, mir werden meist nur 4..6 mV Differenz angezeigt. Nur in den äußersten Bereichen (fast) ganz leer oder ganz voll sind die Differenzen größer. Ein aktiver Balancer startet erst ab einer Mindestdifferenz von (bspw. meiner, den ich nie verbaut habe) 100mV. Und die großen Ströme bringt er auch nur bei großen Spannungsdifferenzen. In meinem Fall wäre er noch nie aktiv geworden. Ballast.
Und genau da sollte dann ein Balancer seine Arbeit tun (können), oder nicht? Und der passive Daly kann das eben nicht, wenn beim Entladen im unteren Spannungsbereich eine größere Drift auftritt (weil er nur beim Laden balanciert) und bei einer größeren Drift beim Laden im oberen Spannungsbereich kommt er möglicherweise nicht hinterher weil seine Leistung zu gering ist. Wenn die Zellen sorgfältig selektiert und gut ausbalanciert sind, funktioniert das mit dem Daly, einer größeren Drift wird er aber nur schwerlich Herr. Mit einem aktiven Balancer, der nicht erst bei 100mV Differenz zu arbeiten beginnt könnte dieser Drift besser begegnet werden ... Hallo, sehe ich das so richtig: - Die meisten "kleinen Kästchen" wie z. B. Daly sind passive Systeme, die nur beim Laden die Spannung der einzelnen Zellen ausgleichen. (einfachste Lösung) Vorteil aber, dass die Abschaltung bei Unter-/Überspannung einer Zelle gleich durch das BMS funktioniert. - passive Balancer, die auf den Polen montiert sind, arbeiten kontinuierlich. Sie "vernichten" aber die Energie beim Ausgleich der Zellenspannung (Freisetzung von Wärme). (bessere Lösung) Nachteil: Meistens müssen zusätzliche Relais gegen Unter-/Überspannung eingebaut werden. - aktiver Balancer, die auf den Polen montiert sind, arbeiten kontinuierlich. Sie leiten die Energie an die Zellen mit zu niedriger Spannung weiter, so dass ein großer Teil der Energie erhalten bleibt. (beste Lösung). Nachteil: Meistens müssen zusätzliche Relais gegen Unter-/Überspannung eingebaut werden. Gruß Klaus Echte Glaubensfrage. Wenn da nun ganz unten oder oben - sagen wir mal - 150mV auftreten sollten...und er aktive Balancer nun ganz tapfer ruhmreich höhere Ströme rumschiebt, kann er gleich wieder einen Rückzieher machen, sobald man wieder in einen mittleren Bereich kommt. Letztlich eine Glaubensfrage - und eine Frage, wie weit die einzelnen Zellen wirklich auseinander sind. Bei großen Differenzen mag es evtl. sinnvoll werden. Ich hab jetzt je ein 12- und ein 48V-System zusammengebaut aus günstigen Direktimportzellen, die sind alle sehr dicht beieinander. Muß man letztlich selbst rausfinden. Klaus: Aktive Balancer arbeiten nicht kontinuierlich. Passive auch nicht. Beide brauchen eine Mindestdifferenz und zu starten. Passive starten meist früher (verheizen dann), aktive später und schaufeln Strom um auf andere Zellen. Wichtig: Egal um umlagern oder verheizen: das sind Peanuts bezogen auf die Batteriekapazitäten. Kein Streit um Kaisier`s Bart. Beides ist OK, beides genügt.
Hallo, ja, das ist noch ein Aspekt. Aber eben im Gegensatz zu den "kleinen Kästchen" nicht nur beim Laden. Gruß Klaus Hallo, passive Top-Balancer benötigen keine Mindestdifferenz der Zellspannungen (hier findet kein Vergleich der Zellen statt), da hier ein komplett anderes Prinzip zugrunde liegt. Passive Top-Balancer starten ab einen fest definierten Schwellwert der Spannung und laufen dann entsprechend der Spannungs-/Stromkennlinie entsprechend "hoch" oder ändern das Tastverhältnis bei PWM-geregelten. Ein Balancer muß auch keinerlei OVP/UVP-Überwachungsfunktion haben, davon gibt es genug in der "Bucht". Aber es gibt auch Balancer mit OVP/UVP-Überwachungsfunktion. Ob einem 50mA-Balancerstrom eines China-BMS reichen muß jeder selber entscheiden - mir genügt es nicht. Ich habe mittlerweile ausreichend Erfahrung im Design, Entwicklung und Betrieb von passiven Top-Balancer auf LiFePO4-Systemen - Da gibt es zahlreiche Fallstricke. Hallo, passive Balancer starten erst ab einer Mindestspannung von ca. 3,45-3,65V (je nach Einstellung). 1. diese geringe Differenz bis zur Ladeschlußspannung reicht für ein ausreichendes Balancing nicht aus. 2. beim Balancieren entsteht eine Wärme im Batteriekasten, die mir etwas beängstigend erschien. Trotzdem lief eine Zelle den anderen um 0,3 V hinterher. Jetzt habe ich einen kleinen aktiven Balancer mit einer Reihe von Kondensatoren, dem ich bei dem geringen Preis nicht viel zugetraut habe.(14€) Aber zu meiner Überraschung läuft es perfekt und es entsteht keine merkbare Wärme. Die Zellen liegen max. 0,05 V auseinander. Ein Nachteil ist der ständige Stromverbrauch des Balancers, der aber von der Solarzelle mehr als ausgeglichen wird. Bei Womos im Winterlager müßte man das Teil abschalten können. Schöne Grüße, klasi
Hallo, dass sie bei dieser Spannung starten - heißt das auch, dass sie bei dieser Spannung wieder aufhören? Ich habe Balancer eingebaut, die ab 3,65 V anlaufen. Gruß Klaus Passive Balancer sitzen parallel zur Zelle, es gibt auch Module, die einfach auf die Zelle gebaut werden. Fangen bei typ. 3,6 V an zu arbeiten und verheizen alles, was darüber ist. Darunter tun sie nix. Aktive Balancer haben Verbindung zu allen Zellen und laden ab einer bestimmten (kleinen) Spannungsdifferenz an, von der höheren in Richtung der niedrigeren Spannung umzuladen. Sie sind theoretisch immer aktiv, in der Praxis können die nötigen Spannungsdifferenzen aber nur im Bereich ganz-voll oder nahezu-leer auftreten. Passive Balancer haben den Vorteil, dass sie überschüssige Energie auch tatsächlich verbraten, was natürlich einen gewissen Mindeststrom voraussetzt (bei Lima-Betrieb soll das relevant sein). Aktive arbeiten auch bei leerer Batterie, schützen so einzelne Zellen vor Tiefstentladung und können in gewissem Umfang Kapazitätsunterschiede zwischen den Zellen einfangen. Mit Abschaltung bei Über- oder Unterspannung hat das technisch nichts zu tun, auch wenn man die unterschiedlichen Funktionen in ein "BMS" integrieren kann. Balancing im mA-Bereich ist witzlos - kann man vielleicht bei kleinen Zellen (Mignon-Grösse) einsetzen, aber da kann man die auch weglassen. Gruss Manfred Hallo, ich muß hier mal ein paar Sachen "gerade rücken":
Diese Aussage ist zu pauschal - generell ist der Bereich zwischen 2,5-3,1V und 3,5V-3,8V der einzige Bereich für LiFePO4 Batterien, wo sich Kapazitätsunterschiede in nennenswerten Spannungsunterschieden manifestieren. Für passive Top-Balancer ist bei einem korrekt dimensionierten System (max. Bypass-Strom vs. Zellkapazität) dieser Bereich völlig ausreichend. Vorraussetzung ist aber immer ein korrekt initialisiertes System. Wärmemanagement ist immer ein Thema auch bei den Balancern - hier unterscheidet sich auch die "Spreu vom Weizen"! Die Schaltschwelle eines hochwertigen passiven Top-Balancer ist auf wenige mV genau einstellbar bzw. eingestellt!
Hallo, meine passiven Balancer haben auch Verbindung zu allen Zellen über ein Flachbandkabel. Dient das dann letztlich nur dazu, um bei Unter-/Übersapnnung einer Zelle das entsprechende Relais auszulösen? Gruß Klaus
Hi Klaus, auch mein Senf zum Thema, da ich auch ein verteiltes BMS-System habe: Die Unterschiede sind teilweise erheblich, ich kenne das EV-System nicht ganz genau, dafür aber das 123SmartBMS-System umso genauer. Die JDB-BMS mit ihren 50mA passiven Balancer sind zur Beruhigung des Anwenders gedacht. Ich habe zwei gehabt. Wie die ganzen weggelaufenen Zellen bei Liontron-Kunden zeigen, sind die (auch rechnerisch) nicht in der Lage, in einem überschaubaren Zeitraum eine Zelle mit Kapazitätsverlust wieder einzufangen. Das die oben im Ladungsknick es mit 50mA schaffen, alle auf dem selben Niveau zu halten, ist schön zum Angucken, löst das Problem im Zellkapazitätsverlust-Fall aber nicht. Mein Balancer im verteilten System, ähnlich EV, kümmert sich nicht um Nachbarzellen oder Spannungsfenster etc, sondern wird einfach auf die Spannung eingestellt, auf die die einzelne Zelle als gefüllt angesehen wird (bei mir 3,4 Volt) und alles, was diese Spannung übersteigt, wird versucht, mit 1,5A zu 'verheizen'. Das ist eine sehr 'konservative' Einstellung, aber ich brauche keine 100% SOC-Ausnutzung. In dem EV-Datenblatt und in der Systembeschreibung kann ich leider keine Angaben finden, aber die scheinen ähnlich zu funktionieren (mit 2A ) und sind deshalb mMn wesentlich effektiver beim Versuch, eine weggelaufene Zelle wieder einzufangen bzw. den unerwünschten OVP durch eine zu schnell vollgeladene/überladene Zelle geringerer Kapazität zu verhindern. Aktives Balancing ist dann nochmal ganz was anderes. ... und wer es nicht glaubt, alles nur meine Meinung... :roll: ..... und dann gibt es noch Systeme wie das REC BMS, dass aktives Top- und Bottom-Balancing beherrscht und Pack-to-Cell und Cell-to-Pack, also keine Ladung "verheizt" und das mit bis zu 3 A Balancerstrom. Die restlichen Dinge wie OVP, UVP, Temperturüberwachung etc. sind im System enthalten. Einfach aufzubauen mit Anschlüssen an die jeweiligen Zellenpole in einem separaten kleinen Kästchen. Hallo, wenn ich das richtig sehe, müssen aber noch extra die Relais für Über-/Unterspannung angeschlossen werden? Und die Programmierung - welchen Anschluss an einen PC gibt es da? Gruß Klaus
Ja, Relais braucht man noch, ich hab nur eines (bistabil) in Verwendung, einfach, aber effektiv, hab aber auch dank Winston kein Thema wegen tiefen Temperaturen. Das BMS kann man fertig programmiert beziehen oder über RS485 selber programmieren / einstellen bzw. seit kurzem auch über ein WLAN-Modul über einen Webzugriff. Mehr von meiner Lösung findest du hier: --> Link
Mit OVP/UVP ist aber immer nur die Gesamtspannung gemeint ? Im Modellbau habe ich die Balancer hauptsächlich, damit sie einzelne "davonlaufende" Zellen erkennen und verhindern, daß diese (oder die anderen) zuviel Spannung bekommen. Da sehe ich eher den Nutzen. RK Hallo,
Nein ist es nicht, da der einzelne Cellprint keine Sicht auf die Gesamtspannung hat.
Vielleicht sollte man (für andere Leser) hier differenzieren in - Erstladung/Initialladung Zellbalancing von Einzelzellen und - späterer Betrieb nach erfolgreicher Erstladung Und vielleicht sollte man auch differenzieren zwischen Balancing nur in der Ladephase und Balancing sowohl in der Lade- als auch in der Entladephase. Nur meine Ansicht, Gruß Andreas
Alle reden hier irgendwie von was Anderem oder jeder hat 'ne ander Vorstellungskraft....oder sein eigenes Universum. Natürlich ist die OVP/UVP-Abschaltung auch bei verteilten BMS die Summe der Einzelzellspannungen, da alle einzelnen Module mit einem Bus verbunden sind und auf einem Board die 'Gesamtkalkulation' gemacht wird. Hallo, auch Du:
Bei analogen Cellprints gibt es das nicht - z.B. -EV-Power Balancer signalisieren eine UVP/OVP-Abweichung über einen normally closed Loop - eine Unterbrechung zeigt einen Fehler (aber nicht was); -die hier so oft diskutierten einfachen aktiven Balancermodule können nur die Spannung zwischen 2 benachbarten Zellen vergleichen und daraufhin einen Ladungsausgleich zwischen 2 benachbarten Zellen durchführen; Eine UVP/OVP-Aussage auf Zellpack-Ebene (Gesamtspannung) ist doch völlig nichtsagend - Eingriffe sind notwendig wenn eine Einzelzelle außerhalb Ihrer Grenzen betrieben wird! Ob dies durch ein Bussystem (hier verstehe ich dass der Cellprint nur als Sensor dient und die Information weiterleitet), wie bei einigen "zentral arbeitenden" Systemen der Fall ist oder bei verteilten Systemen (ob analog oder digital) ist doch erstmal nebensächlich.
Eigentlich nein. Uneigentlich werden sie fast garnicht gebraucht. Wenn Beruhigung der Anwender nötig wäre, hätten sich diese mehr für meinen Nachbrenner interessiert, der aus den 50 mA das zehnfache also 500mA, odet 1,5 A, wie man will, macht.
Die Mehrzahl dieser Fälle sind nicht weggelaufene Zellen, sondern schlecht initialisierte Zellen. Bis auf eine Ausnahme, der wirklch eine schlechte Zelle hatte. Aber schlechte Zellen sind keine Aufgabe für nen Balancer, sondern für die Reparaturwerkastatt (bzw. die Reklamation).
Also rechnerisch sind sie schon in der Lage, es dauert halt mal 2 oder 3 Wochen. Ich habe das sowohl ausprobiert als auch gemacht. Natürlich meinst du, das dir das zu lange ist.. Es geht beim Balancieren auch nicht um Kapaziätsverlust, sondern um verschiedenen Ladungszustand. Selbst wenn du Kapazitätsverlust auf einer einzelnen Zelle hast, ist das praktisch keine aufgabe für den Balancer. Es ist die vergrößerte Selbstentladung von Zellen, die der Balancer ausgleichen muss. (Ausgehend von korrekter Erstinitialisierung)
Ein Lehrbeispiel für die Variante passives Top-Balancing. Das regelt notfalls auch eine schlechte Initialsierung... einfach mit 1,4 A und 13,8 V CV laden, bis der Strom auf null ist. Was mich dazu bringt, es nochmal für alle Newbies zu sagen: Man muss die Zellen nicht parallel initialisieren. Das ist die Simpelmethode für DAUs. Dauert lange, ist einfach und zuverlässing. Aber es ist eben weder notwendig noch die einzige Methode.
Meine ganzen anderen Meinungen darf ich garnicht alle laut sagen, und kann ich aus Zeitgründen auch garnicht. Das ganze Thema ist momentan hier wieder ziemlich schiefhängend, auch deswegen, weil das Board keine vernüftige Infrastruktur (z.B. eine FAQ, oder ein Wiki, von den Fachleuten aufgebaut und gepflegt) zur Verfügung stellt. All diese Dinge sind schon mal richtig, und für Newbies einfach, in Postings dargestellt worden ... und mittleweile irgendwo im Forum verschwunden.
Vollkommen richtig. Und vollkommen unnütz. Man braucht nicht Top UND Bottom Balancing, sondern nur eines von beiden. Und bei Top-balancing liefert der Akku von OVP bis UVP mehr Leistung. Nicht viel, aber es ist mehr. Auserdem, um Bottom Balancing zu machen, muss der Akku Leer sein - das sollte eigentlich seltener Auftreten als voll geladen, gell ? Es gibt schon gute Gründe, Top Balanciing, und NUR Top Balancing zu machen, deswegen stelle ich mich gegen die kleinen aktiven Balancer.
Alles sehr gut. Und alles vollkommen unnütz. Solange die Akkuzellen heile sind, wird davon bei (LiFePo) NICHTS gebraucht. Wenn sie wirklich im Alter in die erhöhte Selbstentladung reinkommen, kann der balancer NUR bei Top oder Bottom arbeiten. Das was er bei Top kann, kann ein passiver auch. Das was er bei Bottom kann , ist für den Ladungsausgleich kontraproduktiv.... Nochmals, ein gute Balancer. Und teuer. Passive Balancer über Flachbandkabel: Geht, ist halt mehr Kabel. Der Punkt ist, dass die passiven Balancer untereinander keine Verbindung brauchen - das ist bei aktiven anders. Cell2Pack, Pack2Cell: Hab ich auch schon gesehen, aber beim besten Willen nicht verstanden, was der Vorteil sein soll. Top&Bottom-Balancing: Widerspruch. Bei Tiefentladung verhindert ein aktiver (Bottom-)Balancer die Beschädigung einer Zelle durch "umgekehrtes" Aufladen (Entladen unter 0V). Der Balancerstrom hat nix mit der Kapazität zu tun. Er sollte im Bereich des Ladestroms liegen (der gegen Vollladung deutlich in den Keller geht), um zu verhindern, dass die vollste Zelle trotzdem noch weiter geladen wird. Das schützt dann die Zellen (wenn man auf BMS verzichtet, oder der windigen Technik nicht traut). Gruss Manfred
Na ok. Wie bereits gesagt, ich kenne das EV-Konzept nicht und kann es auch nirgends vernünftig erklärt sehen. Ich habe ein 123/SmartBMS in verteilter Struktur, eigentlich 'fast' baugleich mit EV. Und ich wollte mir eigentlich EV zulegen, habe aber die falschen Zellen (EVE) dafür und bin deshalb bei 123/SmartBMS gelandet. Hier wird über ein Bussystem jede Einzelzellmessung jedes Zell-Boards an einen zentralen Prozessor gemeldet, der die Einzelspannungen der Zellen, wie auch die Gesamt-Kalkulation für OVP/UVP macht. Wenn das bei EV so nicht passiert, dann ist/wäre das aber gaaanz schlecht. Ich glaub es fast nicht! Hier noch im Teststadium: ![]() Die Stecker ganz oben vom ersten, obersten Board gehen an die Hall-Sensoren für Lade-/Entladestrom-Messung. Die orange Litze ist der Ein-Kanal-Bus, der die Infos aller Einzelboards an das unterste Board sendet. Die Stecker ganz unten sind die Relais-Ausgänge zum Schalten von Lastrelais für echte UVP/OVP-Abschaltung. Und auf diesem untersten Board sitzt der zentrale Prozessor, der die einelnen Zellinfos aufsammelt und damit OVP/UVP berechnet. Diesmal nicht meine Meinung, sondern 'meine' Fakten... :roll:
Genau so sehe ich das auch. Die selbe Frage hab ich auch schon Manfred gestellt. Der hat es ja bei seiner Kiste auch gemacht. Und ein Selbstversuch hat das selbe Ergeniss gebracht. Aber man darf nicht vergessen, wir haben auch Erfahrung mit den Zellen und den BMS. Darum auch immer der Tipp mit den Parallelverschaltung. Die Fehlerqote ist dann sehr gering. Und der Accu ist dann sofort betriebsbereit.
Diese Diskussion hatten wir vor Jahren schon mit den Winston.Und wenn man überlegt wie lange die mit diesem Balancing problemlos laufen.Auch wenn die Blancerströme höher sind. So kann diese Methode nicht verkehrt sein. Das bezieht sich ja jetzt auf die Winston. Allerdings bin ich der Ansicht, das sich die Blauen nichts schenken. Sind aber auch noch nicht so lange im Praxisbetrieb. Und damit auch Raum für Speculationen. Manchmal kommt es mir so vor: Der Kaiser braucht neue Kleider. Und jetzt geht die diese Choise wieder von vorne los. Nur bringt sie wirklich Neue Erkentnisse. Franz
Den "Widerspruch" gibts nur bei deinem BMS-Verweigerungs-Sonderweg. Der beinhaltet, dass du den Akku überwachst, und dabei auch die Zellenspannungen. Überdies ist der Balancer garnicht in der Lage, die negativ-Aufladung zu verringern, weil der Entladestrom höher sein kann als der Balancer-Stützstrom. Überdies kann das ja auch garnicht vorkommen, solange du eine Pack-Unterspannungsabschaltung hast. 3 mal ,3 V ist 9,9V. Die Unterspannungsabschaltung kommt hoffentlich spätestens bei 10,5V. Wo soll da die negative herkommen ?
Richtig.
Das ist eine der Theorien, die nur von diesem Board stammt, weil man das Problem hat, LiFePo in eine Bleiumgebung integrieren zu wollen. Schau in die Posts von vor 1-2 Jahren, die sind voll von dieser Theorie, und da konnte der Balancerstrom nicht hoch genug sein. Jetzt hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass eine Über/Unterspannunsabschaltung zellgenau ja auch ganz nützlich ist, dann braucht man das nicht.
Kann man so machen, ist aber auch nicht sicher. Eher unsicherer.... Du widersprichst dir mit diesem Thema selbst, das ist das Ergebnis deiner BMS-Verweigerung. Ich habe im anderen Thread deine BMS-lose Lösung befürwortet, unter der Vorraussetzung dass du, wie nach deinem eigenem Anspruch, die Überwachung übernimmst. Wenn du jetzt einen einbeinigen Knecht (den Balancer) damit beauftragst, die Aufgaben der Rennleitung doch zu übernehmen, so ist imho dein Konzept nicht stimmig.
Der gesamte dem Pack zur Verfügung stehende Strom wird durch die Elektronik den Zellen entsprechend ihrer unterschiedlichen Klemmenspannung der Zelle im Batteriepack "zugeteilt", also der niedrigsten Zelle den höchsten Balancingstrom. Der Vorteil dieser Methode ist die schnellere Balanciergeschwindigkeit und der bessere (einfachere) modulare Aufbau. Der Nachteil ist der höhere Preis durch die komplexere Schaltung. Ob man das braucht muss man für sich entscheiden. Diese Art des Balancings war aber NICHT der einzige oder der Hauptgrund, mich für das REC zu entscheiden.
Gelegentlich gibt es schon neue ”Erkenntnisse" : Immerhin werden ja jetzt hier die Zellen - unter Anleitung eines echten Lithium-Spezialisten (und entgegen der Hersteller Empfehlung) - wieder liegend eingebaut. --> Link ... :wink: Warum die Häme? Der weiss doch, was er tut, und trägt das Risiko, bewusst.
Ist das wirklich so schwer zu verstehen? Beim EV-Power / Sonnenthau-System hat jede Zelle einen eigenen Balancer-Print. Der ist für zwei Sachen zuständig: 1) Er balanciert diese eine Zelle (Top Balancing ab 3,4 Volt) 2) Er unterbricht den Normally-Closed-Loop (der über alle Balancer geht und das Lastrelais abschaltet, wenn er unterbrochen wird), wenn die Zellspannung der überwachten Zelle die definierten Grenzen über- (OVP) oder unterschreitet (UVP). Ausserdem ist in diesen Normally-Closed-Loop meist auch noch ein Temperatursensor integriert, der bei ca. 60° C wegschaltet. Damit ist der Akkupack vor Über- oder Unterspannung (Zellbasiert) und gegen Übertemperatur geschützt. Eine Überwachung der Gesamtspannung ist überflüssig, wenn alle Zellspannungen einzeln überwacht werden. Und alles ohne schlaue Zentraleinheit, die sich Gedanken machen muss. Dieses System ist reiner Zellschutz, sonst gar nichts. Und entspricht damit der alten Weisheit: "Vollkommenheit entsteht offensichtlich nicht dann, wenn man nichts mehr hinzuzufügen hat, sondern wenn man nichts mehr wegnehmen kann." – Antoine de Saint-Exupéry. :) bis denn, Uwe Allerdings kannst du Spannungen und Temperaturen nicht verstellen, mit der schlauen Zentraleinheit geht das. Hallo,, die Temperatur kannst Du durch einen Thermoschalter für <1 Euro selber definieren, für die Spannungen gibt es so was :lol: --> Link übrigens das Projekt neigt sich dem Ende zu, knapp 40 Seiten Doku sind fertig und alle Test sind gelaufen :D Schon ein einzigartiges Projekt..... Aber ich kann die Änderungen mit Tippen auf dem Händi machen ... :mrgreen: Und dazu noch balancereinsatzspannung, Differenzspannung, Abschaltstrom, Wiedereinschaltzeit, Hardware-Strombegrenzung, und, und und. :mrgreen:
Ja, stimmt. Aber da die Werte genau auf die verwendeten Zellen abgestimmt sind, brauch ich das nicht wirklich. bis denn, Uwe Ich passe die Parameter nicht nur an die Zellen, sondern auch an die Anwendung an.
Ich habe diese Info nirgends gefunden, deshalb ist das so schwer zu verstehen. Aber das habe ich ja bereits geschrieben...nur gelesen wird es nicht, deshalb nochmals: "Wie bereits gesagt, ich kenne das EV-Konzept nicht und kann es auch nirgends vernünftig erklärt sehen". |
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