wegen einer Recherche für eine Userin hier in Forum habe ich einige Links damals gefunden (und hier gepostet), mich bei campingpolska angemeldet und diese Tips bekommen. Ich hoffe ihr findet was für euch passendes, es handelt sich nicht nur um Polen sondern auch um andere Nachbarn:
sollte Interesse bestehen, könnte ich solche Tips hier von Z.z.Z platzieren
POLEN IM TV
Wissenswertes und Interessantes über Polen und Polens Nachbarn im deutschen Fernsehen.
Programm vom 21.04. bis 04.05.07:
Sa 21.04.07 RBB 15:55 bis 16:10 Uhr
Mo 23.04.07 RBB 10:30 bis 10:45 Uhr
WARSCHAUER NOTIZEN
Feuilletonistisches Magazin
So 22.04.07 Bayern 17:30 bis 18:00 Uhr
NACHBARN
Jugend in Breslau
Wiedergeburt einer europäischen Metropole
Wroclaw, das frühere Breslau, hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Die Stadt pflegt ihre historischen Schätze, ist dabei aber auch offen für Neues in Kunst und Architektur. Wroclaw ist eine sehr junge Stadt - kein Wunder, beherbergt sie doch eine der größten Universitäten Polens. Die deutsche Vergangenheit Breslaus war jahrzehntelang tabu, doch die heutigen Bewohner interessiert sie umso mehr. Ausgerechnet ein deutscher Kriminalbeamter ist zum beliebtesten Krimihelden in Polen avanciert. Er ermittelt im Vorkriegsbreslau der 20er und 30er Jahre. In dem Film kommen neben dem Krimiautor Marek Krajewski vor allem Jugendliche zu Wort. Sie erzählen, warum das deutsch-polnische Verhältnis - zumindest aus Breslauer Sicht - gar nicht so schlecht ist, wie es die Politiker in Warschau und Berlin uns glauben lassen.
Die deutsche Vergangenheit der polnischen Westgebiete war in Polen lange Zeit tabu. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand in Breslau, der größten Stadt der Westgebiete, ein kompletter Bevölkerungsaustausch statt. Die Deutschen flohen oder wurden vertrieben. 70 Prozent der Stadt waren zerstört. Die neuen Bewohner kamen zum Teil aus den östlichen Gebieten, die Polen an die Sowjetunion abtreten musste, waren also selbst Vertriebene. Sie mussten in Wohnungen und Häusern einziehen, die vorher anderen gehört hatten. Viele rechneten nicht damit, dass die neuen Grenzen Polens Bestand haben würden und saßen jahrelang auf gepackten Koffern. Es dauerte Jahrzehnte bis sie in Wroclaw Wurzeln schlugen und anfingen, sich heimisch zu fühlen. Vollständig gelungen sein dürfte das nur der jüngeren Generation, die hier geboren ist.
Beim Wiederaufbau während des Kommunismus wurden deutsche Spuren akribisch beseitigt ? Inschriften an Gebäuden ebenso wie Denkmäler und Friedhöfe. Eine Reihe von preußischen Symbolbauten wurde nicht rekonstruiert und später abgebrochen. Inzwischen nehmen sich die Wroclawer Architekten dezidiert des deutschen Kulturerbes an. Es wird selbstbewusst in das Image der Stadt integriert.
Die Spannungen im deutsch-polnischen Verhältnis, die sich durch die Aktivitäten der "Preußischen Treuhand" auf der einen und den scharfen Ton, den die nationalkonservative Regierung in Warschau anschlägt, auf der anderen Seite, wieder verstärkt haben, sind in Wroclaw weniger zu spüren als in anderen Teilen Polens. Hier gibt man sich betont europäisch, modern und weltoffen. Trotzdem oder gerade deswegen suchen viele junge Wroclawer eine berufliche Perspektive im Ausland. Die Arbeitslosenquote in Polen ist hoch und Großbritannien und Irland haben keine Zuzugsbeschränkungen für Osteuropäer. Zwei Millionen Polen sollen ihre Heimat schon verlassen haben. Die Stadt Wroclaw hat nun eine Rückkehrkampagne gestartet.
So 22.04.07 WDR 13:45 bis 14:05 Uhr
FLÜSSE DER GENÜSSE: ELBE
Von Prager Torten und dunklen Bieren
Am Zusammenfluss von Moldau und Elbe liegt Schloss Melnik. Hier beginnt unsere Reise entlang der Elbe mit einem genüsslichen Abstecher nach Prag.
Absolutes Muss ist in Prag der Hradschin, die Burganlage, die sich mächtig über der Stadt am linken Moldauufer emporschwingt. Die Karlsbrücke ist das Zentrum Prags. Sie verbindet die Kleinseite mit der Altstadt. Tausende Besucher nutzen sie täglich. Und zahlreiche Künstler, Händler und Musiker warten auf sie. Direkt an der Brücke liegt "Kampapark", eines der renommierten Restaurants Prags. 19 Köche sorgen hier für das Wohl der Gäste. Eine der neuesten Kreationen von Chefkoch Milan Sedlák ist Heilbutt in Orangensauce auf grünem Spargel, Karotten und Pfifferlingen. Die Altstadt Prags ist ein wahres Architekturmuseum. In den engen Gassen reihen sich prächtige Beispiele der Gotik, des Barock und des Jugendstils aneinander, ein Juwel der Gegenwart ist das "Tanzende Haus" des Stararchitekten Frank Gehry.
Der Altstädter Ring ist einer der schönsten Plätze Europas.Zum Lebensstil der Prager gehören die Cafés. Im "Slavia" treffen sich seit 1891 Künstler und Intellektuelle. Köstliche Kuchen, aber auch einen Absinthlikör kann man sich hier bestellen.Bei Einbruch der Nacht beginnt dann die Zeit der Bierkneipen. Busseweise werden die Touristen hierher gebracht und zum Beispiel im "U Fleku" mit dem hauseigenen dunklen Bier und mit Schunkelmusik versorgt. Getrunken wird bis zum Umfallen.Von der Moldaumündung ist es ein Katzensprung zum Berg Rip. Weit sichtbar überragt er die Böhmische Ebene. Der Basaltkegel gilt als Nationalheiligtum. Hierher soll der Sage nach Urvater Cech sein Volk gebracht haben. Hinter Roudnice beginnt an der Elbe der Hopfenanbau, dessen Qualität unverzichtbare Grundlage für das tschechische Nationalgetränk ist. Die Elbe passiert Litomerice, nimmt die Eger in ihre Gewässer auf und dringt so gestärkt in das Böhmische Mittelgebirge vor. Decin ist die letzte größere Stadt vor der deutschen Grenze. Hier geht das Böhmische Mittelgebirge in das Elbsandsteingebirge. Böhmische Schweiz nennt sich der Tschechische Teil des durch Schluchten zerteilten Felsgebietes.
Mo 23.04.07 Arte 18:30 bis 19:00 Uhr
WILLKOMMEN BEI... MAIJA
Die 30-jährige Maija Kaire ist Chefkonditorin in einem großen Hotel in Riga. Dort kann sie ihre Kreativität tagtäglich in Form neuer Hochzeitstorten, Cremes und Desserts ausleben. Maija liebt ihren Beruf. Schon als Kind verzauberte sie alle mit ihren Kekskreationen. Und sie liebt ihre Stadt, ihr Land und ihr Leben.
Maija ist verheiratet und Mutter von zwei Kindern. Gerne würde sie eine größere Wohnung haben, in der ein drittes Kind Platz findet. "Aber die Mieten sind so hoch wie in London und Paris", seufzt sie. Die moderne junge Frau ist bemüht, Arbeit, Familie und Freunde unter einen Hut zu bringen, und kämpft mit Energie und ansteckender Begeisterung um ihren Platz in einer von Männern dominierten Welt. Vor allem ist Maïja aber voller Träume. Sie träumt davon, dass ihr Sohn Präsident Lettlands wird und ihr Mann sein Berater, oder dass sie berühmt wird und einer Torte ihren Namen verleiht.
Mo 23.04.07 3Sat 23:10 bis 23:55 Uhr
IM SPIEGEL DER MACHT: EUROPAS GROßE JUSTIZPALÄSTE
Vilnius - Im Schatten des KGB
Ein Film von Marina Farschid
Vilnius - keine andere Stadt in Europa sah im 20. Jahrhundert so viele Herrscher kommen und gehen. 13 Mal war Vilnius im letzten Jahrhundert in den Händen unterschiedlichster Machthaber: Die russischen Zaren kamen, die Deutschen, die Bolschewiki, die Polen unter Pilsudski, die Sowjets unter Stalin, die Deutsche Wehrmacht und wieder Stalin. Der Justizpalast von Vilnius, Ende des 19. Jahrhunderts unter russischer Zarenherrschaft erbaut, steht für die wechselvollen Herrschaftsverhältnisse des Landes und für eine Geschichte des Unrechts: Im Juni 1941 zog die Gestapo in den Justizpalast ein, ab 1944 der KGB. Er blieb fünf Jahrzehnte lang - und provozierte die größte Guerillabewegung des Landes. Tausende wurden hier gefoltert und verhört. Zu ihnen gehört Jadwiga. Mit 17 ging sie zu den Partisanen, den "Waldbrüdern", die seit 1944 gegen die sowjetischen Besatzer kämpften. Mit 20 wurde sie in den Kellern des Justizpalasts monatelang verhört. Mit 30 kam sie aus den sibirischen Gulags zurück. Heute ist sie 77 - und wieder im Justizpalast: als Aufsicht im KGB-Gefängnis, das seit 1994 ein Museum ist - und endlich wieder ein ordentliches Gericht.
Di 24.04.07 MDR 13:15 bis 14:00 Uhr
MASUREN
MDR-Reisereportage
Masuren, das ehemalige Ostpreußen, gilt als grüne Lunge Polens, als Land der tiefen Wälder und der 9.000 Seen. Wir machen uns auf eine Reise durch malerische Landschaften ... Die Geschichte hat in dem Land an der Ostsee ihre Spuren hinterlassen: Vor allem deutsche Spuren sind es, beginnend mit den Ordensburgen aus Backstein, von Rittern des Deutschen Ordens im 12. und 13. Jahrhundert erbaut, als sie in den Osten Europas bis ins Baltikum vorstießen.
Di 24.04.07 Hessen 18:50 bis 19:15 Uhr
SERVICE: REISEN
Danzig und Umgebung
"service: reisen" besucht heute das nordpolnische Danzig und die Danziger Bucht. Die nahe der Ostsee gelegene Stadt beeindruckt durch ihre meisterhaft restaurierte Altstadt. Nicht ohne Grund wird Danzig die "Königin des Baltikums" genannt. Aber nicht nur ihre reichen Bürgerhäuser, sondern auch das neue Bernsteinmuseum und ein riesiges Schiffsmuseum bieten viel zu sehen. Von Danzig ist es nicht weit an die endlosen weißen Strände der Halbinsel Hel. Der schmale Streifen Land in der Ostsee ist bei den Polen längst ein beliebtes Ferienziel: und ein Geheimtipp für Reisende aus dem Westen. Außerdem begleitet die Sendung eine deutsche Fahrradgruppe in den Osten der Danziger Bucht und reist entlang des Oberlandkanals: auf Schiffen, die nicht nur zu Wasser, sondern auch zu Land unterwegs sind ...
Fr 27.04.07 NDR 11:30 bis 12:15 Uhr
HIMMELSZIEGEN IN DEN POLNISCHEN SÜMPFEN
Dokumentation
Ein Film von Wieland Lippoldmüller (2005)
Sumpfschnepfe oder Himmelsziege © BR Im äußersten Nordosten Polens liegt das größte naturnahe Flusssystem Europas: die Täler der Flüsse Narew und Biebrza. Wenn sich im Frühjahr die Flüsse wieder in ihr eigentliches Bett zurückziehen, hinterlassen sie eine schier unüberschaubare Fläche von überfluteten Wiesen ? eine atemberaubend schöne Landschaft. Die polnischen Naturschützer nennen dieses Gebiet mit Recht den "europäischen Amazonas".
Zehntausende Zugvögel, die einen Zwischenstopp auf ihrem Weg in die sibirischen Brutgebiete einlegen, finden sich jedes Frühjahr auf den Überschwemmungswiesen ein. Aber auch Brutvögel, die bei uns bereits zu den seltenen Arten zählen, finden hier ihr Zuhause. Es sind vor allem die zahlreichen Schnepfenvögel, deren eigenartige Balz mit Schaukämpfen und akrobatischen Flugspielen den Betrachter staunen lässt.
Besonders beeindruckend sind die rasanten Sturzflüge der Bekassine ? der "Himmelsziege", wie sie wegen ihrer "meckernden" Fluggeräusche auch genannt wird. Viel mehr als ihre Kapriolen in der Luft ist von dieser besonders scheuen Schnepfe normalerweise nicht zu sehen ? ganz zu schweigen von ihrem heimlichen und versteckten Leben während der Brutzeit.
Sumpflandschaft in Polen © BR Noch schwieriger als die "meckernde Himmelsziege" ist die Gruppenbalz der Doppelschnepfe zu beobachten, die nur in der Abenddämmerung und nachts ihren kuriosen Plappergesang im Chor mit ihren Mitstreitern anstimmt. Im Frühjahr ist die Luft über den gefluteten Wiesen des Narewflusses erfüllt mit Geschrei: Vor allem die Uferschnepfen und Kiebitze stehen da den "Himmelsziegen" in nichts nach.
Sa 28.04.07 BR-alpha 17:40 bis 17:45 Uhr
APRIL/MAI 1943: AUFSTAND IM WARSCHAUER GHETTO
So 29.04.07 NDR 01:30 bis 02:15 Uhr
OSTPREUßENS KÜSTE
Elche, Sand und Seeadler
Ein Film von Susanne Hanke
Grau ist das Frische Haff im Winter, Schaumkronen tanzen auf den Wellen, wenn die Winterstürme darüber hinwegfegen. Auch im Schreckenswinter 1944/45 zeigte sich die herbe Landschaft von ihrer unwirtlichsten Seite. Tausende Menschen kämpften sich über das zugefrorene Haff zur Hafenstadt Pillau - und so mancher versank in den eisigen Fluten. Susanne Hanke folgt den Spuren der Flüchtenden in Gegenrichtung, von Westen nach Osten, vom Frischen zum Kurischen Haff, von der Weichsel bis zur Memel. Das Augenmerk liegt dabei auf der teilweise noch ursprünglichen Natur an der Küste des ehemaligen Ostpreußens. Erste Station ist Kaliningrad, das einstige Königsberg. Viele Häuser sind verfallen, Löwenzahn und Gänseblume kämpfen um ein wenig Erde und Licht.
Während in der Stadt das bisschen Natur ein Zeugnis von Verfall und Armseligkeit ist, führt sie an der Memel eindeutig die Regie. Das Fernsehteam begleitet einen Fischer die Memel herab bis ins Haff hinein. Hier lauern Reiher auf reiche Beute, ziehen Seeadler ihre Kreise, füttern Hunderte von Kormoranen ihre Jungen groß. Schon von der Memelmündung sind die gewaltigen Dünenberge auf der Kurischen Nehrung zu sehen. Ein Fotograf aus Nidden ist ständiger Begleiter der noch heute wandernden Sandberge, die schon mehrfach ganze Dörfer unter sich begruben. Seine Bilder zeigen Kuppen und Furchen, Hügel und Haken, sonderbare Gebilde, die der Wind formt. Im Wald mit seinen vom Wind bizarr verformten Kiefern leben Wildschweine, Füchse und sogar Elche.
Letzte Station ist die älteste Vogelwarte der Welt. 1901 wurde Rossitten, heute Rybatschij, gegründet. Die Vögel nutzen die Nehrung als Landbrücke auf ihrem Zug und finden ungestörte Rastplätze. Hier drehte der bekannte Tierfilmer Heinz Sielmann seinen ersten Film: "Vögel über Haff und Wiesen". Ausschnitte aus seinem Film und weitere Archivaufnahmen zeigen, wie wenig sich das Gesicht der Landschaft, allen politischen Veränderungen zum Trotz, in den vergangenen Jahrzehnten gewandelt hat.
So 29.04.07 Hessen 12:25 bis 12:55 Uhr
FLÜSSE DER GENÜSSE: ELBE
Von sauren Suppen und böhmischen Dörfern
Ein Film von Dieter Zeppenfeld
Die kulinarische Reise über tausend Kilometer entlang der Labe, wie die Elbe in Tschechien heißt, beginnt im Riesengebirge. Wer zur Elbquelle direkt an der polnisch-tschechischen Grenze wandert, wird schnell begeistert sein. Der Nationalpark Riesengebirge bietet spektakuläre Blicke etwa auf den Elbfall. Die kleinen Gasthäuser hier bieten noch Speisen nach alten Rezepten an, wie etwa die Riesengebirgssauersuppe mit frischen Steinpilzen aus dem Wald. Bei Hostinne verlässt die Elbe das Riesengebirge. Hier findet sich einer der für Böhmen so typischen Marktplätze mit Pestsäule, Rathaus, Kirche und Häusern mit ihren Säulengängen. Solche Ortskerne werden entlang des Flusses immer wieder begegnen, ob in Hradec Kralowe, Pardubice oder Kutna Hora.
Überall kann man die böhmische Küche genießen - Schweinebraten, Hirschfilet oder Lammkeule, meist mit Sauerkraut und diversen Knödeln serviert, oder das klassische Hefegebäck wie das von Bäckermeister Peter Sochor in Hostinne: Buchteln und Kolatschen mit köstlichen Füllungen aus Nüssen, Mohn oder Pflaumenmus. Flussabwärts, in Kutna Hora, wurde früher aus dem Silber der städtischen Minen der "Prager Groschen" geprägt, und noch heute kann man einen der alten Stollen besichtigen. In Podebrady fand der Wünschelrutengänger Karel Bülow Anfang des 20. Jahrhunderts eine alkalische und kohlensäurehaltige Mineralquelle. Mit dem Motto "Fürs Herz gibt es Podébrady" wurden und werden vor allem Menschen mit Herz- und Kreislaufbeschwerden in den Kurort gelockt. Immer mehr Schlösser säumen nun die Ufer der Elbe. Von Podebrady über Nymburg und Brandys gelangt man nach Melnik an der Moldaumündung. Das dortige Schloss war und ist wieder im Besitz der Familie Lobkowitz. Melnik gilt als die Weinregion Tschechiens und ist ein beliebtes Ausflugsziel der Prager.
So 29.04.07 RBB 19:00 bis 19:30 Uhr
Mo 30.04.07 RBB 07:30 bis 08:00 Uhr
KOWALSKI TRIFFT SCHMIDT
Deutsch-polnisches Journal
So 29.04.07 Phoenix 21:00 bis 21:45 Uhr
BEIDERSEITS DER ODER
Deutsch-polnisches Magazin
Mo 30.04.07 Arte 23:10 bis 00:40 Uhr
ESTLAND MON AMOUR
Ein Dokumentarfilm, Deutschland 2003, MDR, Erstausstrahlung
In ihrem Dokumentarfilm erzählt Filmemacherin Sybille Tiedemann die Geschichte des Todes ihres Bruders. Klaus Tiedemann war auf der Suche nach seinen Wurzeln in Richtung Baltikum aufgebrochen. In einem kleinen Fischerdorf im Norden Estlands an der finnischen Bucht fand er sein zweites Zuhause, dort fand er auch den Tod. Der Film erzählt auch die Geschichten von Menschen, die Klaus Tiedemann in Estland in einer Zeit des Umbruchs begegneten, als jemandem aus dem fernen Deutschland, als Sänger, aber auch als Polizeifall Nr. 221/96 und als Leiche auf dem Obduktionstisch im Krankenhaus von Rakvere.
Doch nicht zuletzt erzählt "Estland mon amour" auch eine Geschichte über das geheimnisvolle Stück Erde namens Estland, das noch vor nicht allzu langer Zeit in der geografischen Darstellung von Europa eher einen weißen Fleck ausmachte.
Di 01.05.07 WDR 09:20 bis 10:20 Uhr
ABENTEUER OSTPREUßEN
Aufbruch im russischen Kaliningrad
Das Gebiet Kaliningrad galt bisher als Armenhaus, doch allmählich kommt Tempo in die Wirtschaft der russischen Exklave. Der Film begleitet Menschen, die hier den Aufbau vorantreiben.
Das nördliche Ostpreußen, das heutige russische Kaliningrad, galt unter den Ostsee-Anrainern bisher als Armenhaus, aber allmählich kommt Tempo in die Wirtschaft der Exklave. Wer eine Nase für die Entwicklung der Region hat, siedelt sich jetzt dort an oder steckt sein Geld in Gewinn bringende Projekte. Noch konzentriert sich der Aufschwung auf die Stadt Kaliningrad, ehemals Königsberg, doch mehr als die Hälfte der Bodenflächen - vor allem an den Küsten - soll schon von reichen Russen aufgekauft worden sein.
Das Filmteam ist durch das Land gereist und hat Menschen getroffen, die auf die positiven Zeichen setzen und investieren, aber auch jene, die dabei preußische Traditionen bewahren wollen wie zum Beispiel ein Russland-Deutscher, der eine Margarinefabrik und einen Molkereibetrieb in Mauern aus dem 18. Jahrhundert mit neuester Technologie wieder flott gemacht hat. In der Stadt Kaliningrad baut ein Investor aus Moskau ein 'Fischdorf', das an das alte Königsberg erinnern soll. Ein deutscher Landwirt bewirtschaftet mit seiner russischen Frau in der einstigen 'Kornkammer' Anbauflächen einer aufgelösten Kolchose. Über die Ereignisse im Gebiet Kaliningrad berichtet ein deutscher Journalist, der seit Ende der 1990er-Jahre in Selenogradsk (Cranz) ansässig ist und mit seiner russischen Frau zwischen Russland und Deutschland pendelt. Unterschiedliche Perspektiven und Lebensweisen in einem Gebiet, das bei Kriegsende entvölkert wurde und in dem jetzt rund eine Million Menschen aus allen Teilen der ehemaligen Sowjetunion leben - sowie einige hundert aus westlichen Ländern. Die Einwohner Kaliningrads nähren die Hoffnung, eines Tages durch entsprechende Abkommen mit der EU mehr Handels- und Bewegungsfreiheiten zu erreichen.
Di 01.05.07 Hessen 14:30 bis 15:15 Uhr
SCHLESISCHE MÄRCHENSCHLÖSSER
Geschichten aus dem Oppelner Land
Jahrhunderte stritten die polnischen Piasten, preußische und sächsische Könige, die Habsburger und die Schweden erbittert um die Vorherrschaft in Oberschlesien. Das Land war reich an Bodenschätzen und fruchtbarer Erde. Die Folgen dieser wechselnden Eroberungen sind bis heute zu sehen: In Oberschlesien gibt es mehr als 100 sehr herrschaftliche Schlösser und diese repräsentieren eindrucksvoll die Macht und den einstigen Reichtum des Landstrichs zwischen Breslau und Gleiwitz. Die wechselvolle Historie der Schlösser ist Quelle für Legenden und Geschichten, die sich bis heute erhalten haben. Spuk und mittelalterliche Folter kommen in ihnen vor, Märchenhaftes, wie etwa die Geschichte vom "Schlesischen Aschenbrödel" in Kopice, vergrabene Schätze und verzauberte Gräfinnen. In Moschen erschien der deutsche Kaiser Wilhelm II. mit großem Gefolge persönlich zur Jagd und nahm reichlich Beute mit nach Berlin. Die Schlösser in Oberschlesien übten eine magische Anziehungskraft auf die Intellektuellen in Deutschland aus. Im Schloss von Oberglogau schrieb Beethoven seine vierte Sinfonie. Die Dichterfamilie von Eichendorf erwarb im 18. Jahrhundert Schloss und Gut Lubowitz. Die Familiengrüfte der Eichendorffs und das Grabdenkmal des Dichters haben die Zeiten überdauert. Wilhelm von Humboldt bekam 1821 das Schloss von Ottmachau für seine Verdienste um den preußischen Staat als Geschenk, Karl Maria von Weber dirigierte im Schlosstheater von Carlsruhe. Im Belvedere von Slawentzitz lebte die Gräfin Cosel. Der heutige Zustand der Schlösser und Parks ist unterschiedlich: Er reicht vom völligen Zerfall bis zur exzellenten Restaurierung. Der Aufbau der Schlösser im Oppelner Land wäre ohne eine intensive deutsch-polnische Zusammenarbeit nicht möglich gewesen.
Nicht nur ein Nebeneffekt: In mehreren Schlössern widmet man sich intensiv der deutsch-polnischen Versöhnungsarbeit.
Di 01.05.07 RBB 16:50 bis 17:20 Uhr
POLEN - GANZ NAH
Reise durch das polnische Oderland
Ob zum Fahrradfahren, Wellness-Urlaub, Paddeln oder Reiten ? im grenznahen Polen kommen auch deutsche Touristen auf ihre Kosten. Seit der EU-Osterweiterung gibt es immer mehr Angebote für Besucher. Die RBB-Journalistin Barbara Glaubitz stellt die schönsten Seen, Städtchen und Märchenschlösser der Gegend vor und gibt viele praktische Tipps.
Gerade der westliche Teil Polens ist vielen Deutschen noch unbekannt, denn der Grenztourismus hört meist direkt hinter den Städten Kostrzyn, Slubice oder Gubin auf. Doch gerade das Hinterland der Oder und Neiße hat für Berliner und Brandenburger viel zu bieten: neben unberührten Landschaften und wunderschönen Seen gibt es viele neue oder restaurierte Gasthöfe. Und auch für vielfältigen Freizeitspaß ist inzwischen gesorgt: Fahrrad fahren, segeln, reiten, baden und jagen ? die Infrastruktur ist inzwischen mit Deutschland vergleichbar, doch die Preise sind immer noch niedriger.
In dem Film "Polen ? ganz nah!" werden die allerschönsten Ausflugsziele am rechten Ufer der Oder vorgestellt. Die Reise führt von Norden nach Süden: Den Anfang machen ein Segelkurs auf dem Stettiner Haff, eine Entschlackungskur in Swinemünde und eine Fahrt mit dem Piratenschiff auf der Ostsee. Dann reisen wir immer weiter nach Süden: in den Naturpark Untere Oder, zum legendären Nationalpark Warthemündung, in die historische Seenlandschaft Lebuser Land und in die malerische Gegend um Zielona Góra/Grünberg.
Die Landschaftsbilder werden dabei immer wieder mit detaillierten Karten unterlegt, damit die Zuschauer sich orientieren können. Der rote Faden des Films sind Flugbilder entlang der Oder ? diese machen die Grenznähe und Erreichbarkeit für die Zuschauer anschaulich.
"Polen - ganz nah!" kombiniert schöne Landschaftsbilder und sympathische Begegnungen mit detailliertem Service.
Di 01.05.07 Arte 18:30 bis 19:00 Uhr
WILLKOMMEN BEI... GABRIELA
Ein Dokumentationsreihe, Frankreich 2006, ARTE F, Synchronfassung, Erstausstrahlung
Gabriela ist Schauspielerin und lebt in Bratislava. Die 34-jährige Slowakin träumt von interessanten Rollen, auf die sie sich vorbereiten kann und für die sie hart arbeiten muss. Die lassen aber leider auf sich warten. Dass es wenige Engagements gebe, sei, so Gabriela, vor allem darauf zurückzuführen, dass im Fernsehen nur noch Reality- und Talkshows laufen würden und keine slowakischen Filme mehr. Meistens wird Gabriela deswegen für Werbefilme engagiert oder arbeitet als Synchronsprecherin für ausländische TV-Serien und Werbefilme. "Wir Schauspieler arbeiten hier eher als Moderatoren oder Studiogäste, die in den Sendungen die Zuschauer unterhalten", bedauert Gabriela.
Schauspielerei ist Gabrielas Leidenschaft, aber irgendwann begriff sie, dass der eigentliche Sinn des Lebens ein Kind sei. Zufälligerweise traf sie dann auf Walter, der dasselbe empfand und so gründeten sie eine Familie. Sie würde ihre Stadt, ihren Beruf und die Familie um nichts in der Welt aufgeben - nicht einmal für den italienischen Schlager-Star Albano. Diesen traf Gabriela nämlich während ihrer Tätigkeit beim Radio und kam ihm sogar sehr nahe. Dass sie schließlich die Beziehung aber nicht fortführen konnte, habe, so die Schauspielerin, an den verschiedenen Lebensauffassungen beider gelegen. Für den italienischen Star hätte sie einfach nicht alles zurücklassen können, erklärt sie und singt dabei seine berühmte Melodie vom Glück - "Felicità".
Do 03.05.07 Arte 15:15 bis 16:50 Uhr
ESTLAND MON AMOUR
Ein Dokumentarfilm, Deutschland 2003, MDR, Erstausstrahlung
In ihrem Dokumentarfilm erzählt Filmemacherin Sybille Tiedemann die Geschichte des Todes ihres Bruders. Klaus Tiedemann war auf der Suche nach seinen Wurzeln in Richtung Baltikum aufgebrochen. In einem kleinen Fischerdorf im Norden Estlands an der finnischen Bucht fand er sein zweites Zuhause, dort fand er auch den Tod. Der Film erzählt auch die Geschichten von Menschen, die Klaus Tiedemann in Estland in einer Zeit des Umbruchs begegneten, als jemandem aus dem fernen Deutschland, als Sänger, aber auch als Polizeifall Nr. 221/96 und als Leiche auf dem Obduktionstisch im Krankenhaus von Rakvere.
Doch nicht zuletzt erzählt "Estland mon amour" auch eine Geschichte über das geheimnisvolle Stück Erde namens Estland, das noch vor nicht allzu langer Zeit in der geografischen Darstellung von Europa eher einen weißen Fleck ausmachte.

