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Wechselrichter erden ja oder nein?


theom am 17 Mai 2021 16:27:57

Moin,

ich habe hier gelesen und gelesen und gelesen, bin aber dennoch unsicher. Muss beim Einbau des neuen Wechselrichters in meinem Fall zwingend geerdet werden oder kann ich darauf verzichten? Und wenn erden, dann wo?

Hier die nötigen Infos mit Fotos:

Fiat Ducato 250, EZ 08/2020, 6dTemp, Sunlight A68
Schaudt EBL 99 unter dem Fahrersitz
Solarregler und Ladebooster am EBL 99 angeschlossen
Wechselrichter novopal RockSine RS1500 Reiner Sinus, 1500\3000 Watt ohne Vorrangschaltung
Montage an der Rückwand der Viererdinette hinter dem Fahrersitz, dichter geht nicht
2x AGM-Akkus mit jeweils 95 A unter dem Beifahrersitz
Entfernung WR - Bat: Pluspol 140 cm, Minuspol 110 cm
Kabelstärke 35 mm2 (wird besorgt)
Sicherung im Pluskabel kurz vor dem Akku 140 A (wird besorgt)

Ich strebe die einfachste Variante an, also 230 V-Strom nur über die beiden Schukostecker am WR zu zapfen. Der WR wird stets über den Kippschalter an- und ausgeschaltet. Wir benötigen nur sehr selten 230 V.

Jetzt die Gretchenfrage: Erden? Und wenn ja, dann wo? Anbei lag ein ca. 30 cm langes grün/gelbes Kabel 1,5 mm mit kleiner Krokoklemme. Die Einbauanleitung hierzu ist „sehr überschaubar“. Und ist es problematisch, dass das Kabel zum Pluspol 30 cm länger ist. Wie gesagt, ich strebe die einfachste und unkomplizierteste Variante an.

Vielen Dank im Voraus,
Theom










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udo2308 am 17 Mai 2021 17:35:36

Hallo, mit solchen Kabelchen wie die Mitgelieferten würde ich keinen 1500 Watt Wechselrichter anschließen.
Desweiteren sollte man so nah wie möglich an der Batterie eine Sicherung verbauen.
Zur Erdung, ich würde die Erdung anschließen und zwar irgendwo am Fahrgestell wo man schnell und gut dran kommt.

Gruß Udo

Gast am 17 Mai 2021 17:37:09

Wie stellst du dir eine Erdung vor?

Erdspiess, Tiefenerder oder am Stellplatz an Banderder anschließen?

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Gast am 17 Mai 2021 18:11:58

Hallo,

es gibt halt immer wieder einen, der einen Clown gefrühstückt hat und mit Fachbegriffen um sich wirft um den Thread-Ersteller ganz zu verwirren anstatt eine hilfreiche Antwort zu geben.

An den Thread-Ersteller, im Wohnmobil wird die landläufig Erdanschluss genannte Klemmstelle am Wechselrichter für den Potentialausgleich verwendet.
Im Wohnmobil gibt es beim Landstromanschluss oft eine Potentialausgleichsschiene die wiederum mit der Karosserie verbunden ist.
Bei Landstromanschluss wird diese mit dem Erdpotential des Verteilerkastens verbunden. Erst jetzt kann man von einem Erdanschluss sprechen.

Mein Rat: Nimm die mitgelieferte grüngelbe Leitung und werfe sie in deine Bastelkiste. Verbinde die Klemmstelle am Wechselrichter mit einer Minimum 6qmm dicken grüngelben Leitung mit der oben beschriebenen Potentialausgleichsschiene.
Sorge für eine ordentliche Verbindung auf beiden Seiten.

fschuen am 17 Mai 2021 18:19:14

Sieht gut aus, was du planst. Kürzere Kabel wären gut, aber das weisst' vermutlich selbst. Wenn es platzmässig nicht anders geht, ist das mit 35 qmm auf jeden Fall in Ordnung. Bei kürzeren würden auch 25 locker reichen.

Wichtig: alle Verbindungen sauber machen und ordentlich festziehen. Auf jeden Fall auf die richtige Polung achten. Und beim ersten Anschluss gibt's einen ordentlichen Funken, nicht erschrecken. Kann man vielleicht verhindern, indem man den ersten Anschluss über eine 12V-Birne macht, ist mir aber in der Praxis noch nie gelungen. Wenn möglich, den WR nach Installation ordentliche belasten (Fön, Heizlüfter) und mit Wärmebildkamera oder berührungslosem Thermometer prüfen, ob was warm wird.

Dank Ladebooster wäre auch Betrieb während der Fahrt kein Problem, solltest du das mal vorhaben.

Erdung gibt's nicht im Womo. Du kannst die Masseschraube zwischen den Steckdosen mit dem Chassis verbinden, wenn du das Gehäuse nicht sowieso an ein Metallteil geschraubt hast. Ich sehe das als Kür. Wenn dir die elektrische Sicherheit ein Anliegen ist - und hier hoffe ich, dass die Elektroprofis aufhören mitzulesen, oder wenigstens ihr Herzmittelchen genommen haben - dann schraub mal die Steckdosen raus und schau, wie die Schutzleiter angeschlossen sind. Wahrscheinlich nämlich gar nicht. Die gehören eigentlich miteinander verbunden, und auch mit dem Gehäuse. Hab ich bei meinem aber auch noch nicht nachgeholt. Aufgeschraubt hab ich das Teil damals, weil was im Inneren herumflog, und die Platine schräg aus der Führung gerutscht war. Die Wechselrichter aus der Serie sind nicht gerade ein Wunderwerk an toller Verarbeitung, ich mag die aber trotzdem: sauberer Sinus, zuverlässig, und leistet locker bis zur angegebenen Spezifikation.

Einen WR aus Bleibatterien zu füttern ist alles andere als optimal, das weisst du aber wahrscheinlich ebenfalls. Das gilt auch nur bei den entsprechenden Leistungen, beim Laptop-Ladegerät ist das egal.

Gruss Manfred

Stocki333 am 17 Mai 2021 18:31:57

pfeffersalz hat geschrieben:Wie stellst du dir eine Erdung vor?

Erdspiess, Tiefenerder oder am Stellplatz an Banderder anschließen?

Wie Primitv für ein Womo.
Das macht man mit einem kleinen Metallrad und einem, mit Feder vorgespannten Arm, das unter dem Fzg, den Bodenkontakt herstellt.
So kann man auch im Fahrbetrieb die Erdung herstellen.
Franz.

Gast am 17 Mai 2021 18:47:11

Stocki333 hat geschrieben:Das macht man mit einem kleinen Metallrad und einem, mit Feder vorgespannten Arm, das unter dem Fzg, den Bodenkontakt herstellt.
So kann man auch im Fahrbetrieb die Erdung herstellen.
Franz.


Das könnte auch funktionieren.

Während der Fahrt würde ich trotzdem vorsichtshalber diesen WR nicht benutzen. Die Krokodilklemme könnte sich durch die Vibrationen lösen, dann bist du trotz Rad ungeerdet.

Acki am 17 Mai 2021 19:04:48

Und warum nicht einfach die Schleuderketten etwas verlängern?
:mrgreen:

dieter2 am 17 Mai 2021 19:34:56

Soweit ich weis braucht es keine Erde wenn der WR nur solo betrieben wird.
Also Anschluß an die Batterie und ein Verbraucher in die Steckdose im WR.

theom am 17 Mai 2021 20:51:07

Holger: Potenzialausgleichschiene hört sich schlüssig an. Wie du schreibst sitzt diese vermutlich beim Landstromanschluss. Ich habe in den Unterschrank geschaut, müsste aber Regalboden und Rückwand rausschrauben. Das habe ich jetzt noch nicht gemacht. Das Verlegen/Verstecken eines Kabels dorthin quer durch das Womo wäre schwierig. Wenn das aber die einzige Möglichkeit wäre, müsste ich das machen.

Manfred: Diese Variante ist natürlich erheblich leichter. WR aufschrauben und Schutzleiter überprüfen lasse ich, das ist nicht meine Liga. Mit dem Chassis verbinden: WR sitzt auf Holz. Zählt die Sitzkonsole des Fahrersitzes mit zum Chassis?

Dieter: Ganz ohne? Wäre natürlich super einfach. Aber auch safe?

Muss ich den Batterie-Trennschalter zum Anschließen des WR ausschalten?

Stocki333 am 18 Mai 2021 08:15:06

theom hat geschrieben:Muss ich den Batterie-Trennschalter zum Anschließen des WR ausschalten?

Ist besser so. Wenn vorhanden ausschalten und anschliessen. Spart dir eine kräftigen Funke und damit eine Schrecksecunde.
Franz

andwein am 18 Mai 2021 10:35:25

dieter2 hat geschrieben:Soweit ich weis braucht es keine Erde wenn der WR nur solo betrieben wird.
Also Anschluß an die Batterie und ein Verbraucher in die Steckdose im WR.

Das ist richtig und falsch gleichzeitig. Achte mal auf meine Wortwahl:
Ein galvanisch trennender WR, an den man nur einen Verbraucher anschließen kann braucht weder Erdung (der Begriff ist sowieso falsch verwendet) noch einen FI
Ein galvanisch trennender WR, an den man mehr als einen Verbraucher anschließen kann benötigt am WR Ausgang einen FI und damit dieser funktioniert eine Nullung, eine Gehäusemasse und eine 4mm2 Verbindung zum PE Leiter der CEE Dose, die dann über 2,5mm2 mit dem Fundamenterder der Stromsäule verbunden ist (OK "pfersalz")
Und für alle, die jetzt kommen und fragen "wie soll das funktionieren wenn ich gar nicht am Landstrom hänge" die Antwort
Dieser Ersatzstromerzeuger (WR), der mit mehreren Verbrauchern betrieben wird, nie an Landstrom angeschlossen werden kann, benötigt am Ausgang einen FI, eine Nullung, eine Gehäusemasse und einen 50cm langen Erdspieß im Boden, damit darüber eine PE-Schutzleitung hergestellt werden kann.
Das ist aber keine Vorgabe der Caravan VDE sondern einer VDE für Ersatzstromerzeuger
So jetzt los mit dem Shitsturm
Gruß Andreas

Kistenmann am 18 Mai 2021 10:57:51

andwein hat geschrieben:Ein galvanisch trennender WR, an den man nur einen Verbraucher anschließen kann braucht weder Erdung (der Begriff ist sowieso falsch verwendet) noch einen FI
Weil mich das Thema ja auch interessiert.... man hat am WR nur 1 Ausgang, nicht 2, wie in dem hier vorgeschlagenen Gerät, hängt dort eine Mehrfachdose ran und dort dann den Rasierer zum Aufladen und die Kaffeemaschine...
dann die Nummer mit dem Erdspieß?
Und alle WR, die ohne Erdspieß betrieben werden, sind somit nach VDE gar nicht zulässig?

Gast am 18 Mai 2021 11:14:50

andwein hat geschrieben:Ein galvanisch trennender WR, an den man mehr als einen Verbraucher anschließen kann benötigt am WR Ausgang einen FI und damit dieser funktioniert eine Nullung, eine Gehäusemasse und eine 4mm2 Verbindung zum PE Leiter der CEE Dose, die dann über 2,5mm2 mit dem Fundamenterder der Stromsäule verbunden ist (OK "pfersalz")
Gruß Andreas



Ich habe Verständnis dafür, dass du über die Interesse weckenden Posts hier im Forum deine oldfashioned geschriebenen Ratgeber weiter vermarkten willst. Aber wenn bewusst so unpräzise geschrieben wird, hört für mich der Spaß auf.

Der Begriff Nullung ist aus den deutschen VDE-Normen weitgehend eliminiert und durch die Begriffe Schutzerdung und/oder Schutzpotentialausgleich abgelöst. Wenn du dir die Mühe machen würdest, diese Begriffe an der jeweils richtigen Stelle zu verwenden, würdest du begreifen, dass deine Empfehlungen für den WR-Einbau nicht immer hilfreich sind.

p.S. die Spielchen mit der Verballhornung des Nicknames sind vielleicht für Kindergartenkinder witzig, zeugen aber nicht von hohem Niveau.

Tinduck am 18 Mai 2021 11:32:32

...es kam, wie es kommen musste :D

1) Einen Wechselrichter wird wohl überwiegend im Nicht-Landstrom-Betrieb genutzt.

2) Bisher ist mir noch kein Mobilist begegenet, der aus seinem Mobil steigt und einen Erdungsspiess benutzt, weil Mutti sich föhnen will. Was soll das also?

3) Folgt daraus, dass man den WR nicht benutzen darf, wenn kein Landstromkabel angeschlossen ist (sinnfrei) und kein Erdungsspiess verwendet wird?

Und die Frage aller Fragen: was würde denn eigentlich Götz dazu sagen? :lol: :lol: :lol:

bis denn,

Uwe

Energiemacher am 18 Mai 2021 11:38:06

pfeffersalz hat geschrieben:
p.S. die Spielchen mit der Verballhornung des Nicknames sind vielleicht für Kindergartenkinder witzig, zeugen aber nicht von hohem Niveau.



Ach du bist doch auch so schon witzig ....... oder ist es eher lächerlich? :mrgreen:

theom am 18 Mai 2021 11:39:18

Andreas, verstehe ich richtig, wenn ich eine der beiden Steckdosen ignoriere und immer nur eine einzige nutze, dann ist das Thema „Erdung“ hinfällig? Eine Steckdose würde auch reichen. Ich will das ganze so einfach wie möglich haben.

Nochmal zum Thema Chassis: Was konkret zählt zum Chassis? Der Sockel des Fahrersitzes? Der Metallbügel für die Sicherheitsgurte an der Viererdinette (rückwärts zur Fahrtrichtung)? Der WR wird auf der Holzplatte hinter der Viererdinette sitzen.

nobizi am 18 Mai 2021 12:20:22

Oder einfach so


theom am 18 Mai 2021 12:26:30

Und welche Sicherung wäre für den WR 1500/3000 Watt sinnvoll? Automatische Sicherung mit 100 A oder 150 A? Die soll ja häufig unnötig auslösen?!? Oder eine Blattsicherung mit 125 A? 150 A wären wohl zuviel?!?

Gast am 18 Mai 2021 12:36:30

pfeffersalz hat geschrieben:...p.S. die Spielchen mit der Verballhornung des Nicknames sind vielleicht für Kindergartenkinder witzig, zeugen aber nicht von hohem Niveau.


Als ich das las, habe ich vor lachen den Kaffee durch die Nase gejagt.

Wie heißt es so schön: Wer austeilt, muss auch einstecken können, sonst bekommt man schnell das Mimimi-Lable.


(So, jetzt wird erst mal aufgeputzt.)

Gast am 18 Mai 2021 12:40:56

theom hat geschrieben:Und welche Sicherung wäre für den WR 1500/3000 Watt sinnvoll? Automatische Sicherung mit 100 A oder 150 A? Die soll ja häufig unnötig auslösen?!? Oder eine Blattsicherung mit 125 A? 150 A wären wohl zuviel?!?


Hallo,

nimm keine Automaten sondern eine Schmelzsicherung. Den Grund hast du ja selbst genannt.
Die Größe der Sicherung (in A) ist abhängig von dem verlegten Leitungsquerschnitt ab, denn die Sicherung Schützt die Leitung und nicht das Gerät.
Den Leitungsquerschnitt legst du nach dem max. Gerätestrom und der Leitungslänge in Abhängigkeit von Spannungsfall aus.

dieter2 am 18 Mai 2021 12:54:07

theom hat geschrieben:Und welche Sicherung wäre für den WR 1500/3000 Watt sinnvoll? Automatische Sicherung mit 100 A oder 150 A? Die soll ja häufig unnötig auslösen?!? Oder eine Blattsicherung mit 125 A? 150 A wären wohl zuviel?!?


Abgesehen vom Kabel, das passen muß, kommt es auf den größten Verbraucher an.

Ich habe einen 150 A Automaten, damit läuft unsere Senseo Padmaschine.
Die zieht ca. 126 Ampere beim aufheizen.

Und da es der einziger Verbraucher am WR ist, keine Netzvorrangschaltung, habe ich auch keine Erde am WR.

fschuen am 18 Mai 2021 12:56:17

Ob die Sitzkonsole am Chassis hängt, kann man messen, aber wenn man das nicht will, kann man auch einfach davon ausgehen. Die Sitzkonsole ist sicherheitsrelevant und sehr massiv mit dem Fahrzeugboden verschraubt, das dürfte niemals isoliert sein. Wenn man also den WR mit mindestens einer Schraube an die Sitzkonsole schraubt, kann man sich den Erdungsdraht - sorry, die Potentialausgleichskupferlitzenleitung - auch sparen.

Die Steckdosen sind einfach parallel angeschlossen, das entspricht einer Mehrfachsteckdose. Das sollte aber überhaupt keine Rolle spielen, denn es geht ja um den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Geräte. Und den Grund dafür habe ich immer noch nicht verstanden. Geht es um den absurden Doppelfehler? Absurd deshalb, weil schon ein einzelner Isolationsfehler so gut wie nie vorkommt. Und die extremen Pechvögel, die beim Lottogewinn abholen dauernd vom Blitz getroffen werden, muss ich insofern vorwarnen, dass man auch zwei Isolationsfehler an einem Gerät haben kann.

Sicherung nehm ich immer rund Leistung durch zehn, wären also 150 A. Der Unterschied zu 125 A ist aber marginal, wenn du die rumliegen hast, würde ich die auch nehmen. Mit den Sicherungsautomaten habe ich bei dieser Leistungsklasse nie keine Probleme gehabt, deshalb würde ich ANL oder Mini-ANL Streifensicherungen nehmen. Einbauen und vergessen. Ersatzsicherung danebenkleben finde ich noch eine ganz gute Idee. Interessant finde ich übrigens, dass heutzutage die Womos ab Werk meistens keine Hauptsicherung an der Aufbaubatterie haben. Scheint also nicht vorgeschrieben zu sein, ist aber schon aus Brandschutzgründen im Unfallfall eine gute Investition.

Den Ansatz mit dem Erdungsbeutel auf dem Bild finde ich nett, aber das geht optisch wesentlich hochwertiger. Ich würde einen kleinen Globus füllen.

Gruss Manfred

andwein am 18 Mai 2021 16:15:43

fschuen hat geschrieben:.....Die Steckdosen sind einfach parallel angeschlossen, das entspricht einer Mehrfachsteckdose. Das sollte aber überhaupt keine Rolle spielen, denn es geht ja um den gleichzeitigen Betrieb mehrerer Geräte. Und den Grund dafür habe ich immer noch nicht verstanden. Gruss Manfred

Hallo Manfred
Ja so ist es, nicht die Anzahl von Anschlüssen sondern die Anzahl (bzw. die Anzahl von Möglichkeiten ohne Werkzeug und Hiweiteren Hilfsmitteln) von angeschlossenen Verbrauchern. So ist die Norm! Sie drückt es allerdings weitschweifiger aus.
Und den Grund habe habe ich früher auch nicht verstanden und bis heute keine nachvollziehbare Begründung gefunden.
Es ist das Gleiche wie mit 4mm2 von Chassis zu PE CEE und dann weiter im vorgeschriebenen Anschlusskabel mit 2,5mm2.
Aber ich versuche es nicht mehr zu verstehnen, ich akzeptiere es als eine von vielen Richtlinen die dem Schutz dienen
und at "pfeffersalz"
Ich habe deinen Namen nicht verballhornen wollen, es ist einfach ein HW Fehler meiner Tastatur!!!!!!!!!
Aber mit der Vielzahl von Reaktionen hatte ich zumindest recht
Fröhliche Grüße, Andreas

EngineNear am 18 Mai 2021 20:22:04

Ich hab letzte Woche meinen 3000Watt WR fix in dem Plastikkarton verdrahtet.
Hab den PE auf das Bordnetz gehängt und mir die Frage nach dem Erdspieß auch gestellt.
Habe in dem Knaus einen Ablauf für die "alte" Gel Batterie mit dem perfekten Lochdurchmesserm,den ich schon mit 6mm² bestückt und verlegt hab.
Aber was gibt es für elegante Lösungen betreffend Potentialausgleichs Erdpflock?
Die Radstory weiter oben halte ich für einen nicht ernstgemeinten Scherz aus einem Perry Rhodan Roman nehm ich an.
Jemand schon etwas in der Richtung umgesetzt?

n groeten van de franse
AJ

ObsiDian am 11 Jun 2021 21:04:34

N'Abend zusammen,

ich schließe mich mal hier an, habe es auch noch nicht verstanden.

Habe keinen Landstrom und der Kreis der Aufbaubatterie geht nicht über Masse, ist also vollständig getrennt vom Bordnetz.

Ich hab einen Wechselrichter mit einer 230V Steckdose.

Fall a) ich nutze nur diese eine, muss ich was Erden? Wenn ja wie? Den Erdanschluss WR an Karosse?

Fall b) ich nutze zwei Steckdosen, gleiche Frage. Müsste ich was Erden?

VG Daniel

Wuidsau am 12 Jun 2021 03:22:06

At andwein

Klar kann man den Erdspieß setzen wenn man bspw. in Spanien im Winter vor Anker geht.
Dazu legt man von der Fahrzeug PE Schiene eine passende Leitung.
Hier liegt auch der WR auf.

andwein am 12 Jun 2021 12:26:02

ObsiDian hat geschrieben:....ich schließe mich mal hier an, habe es auch noch nicht verstanden.
VG Daniel

Die Antwort in homöopatischen Dosen:
Habe keinen Landstrom und der Kreis der Aufbaubatterie geht nicht über Masse, ist also vollständig getrennt vom Bordnetz.Ich hab einen Wechselrichter mit einer 230V Steckdose.
Dann benötigst du keine Erdung! Aber ein Potentialausgleich zwischen Aufbaubatterie, Verbrauchernetz und WR wäre sinnvoll (aber nicht unbedingt notwendig).
ich nutze zwei Steckdosen, gleiche Frage. Müsste ich was Erden?
Kein Landstromanschluss möglich, da keine CEE Anschlussdose vorhanden (Achtung VDE Sicht):
Der Einsatz eines FI Schutzschalters bringt nichts, er kann keinen Fehlerstrom gegen Erde erkennen, da es keine Erdung gibt.Werden die beiden Ausgangsklemmen des WR mit beiden Händen berührt oder ist das über fehlerhafte Geräte oder Anschlüsse möglich fließt ein Strom mit 50Hz links rein, übers Herz und rechts raus. Es folgt meist Kammerflimmern, behebbar durch Defi.
Vermeidbar durch Schutzpotentialausgleich, gemeinsame Chassismasse und diese über einen Erdspieß 50cm tief geerdet und gut gegossen.
Kein Landstromanschluss, aber die Möglichkeit, da CEE-Dose vorhanden:
Schutzpotentialausgleich zwischen Chassis, Gehäuse WR und PE CEE Dose Vorschrift, Brücke setzen im WR zwischen einer Ausgangsader und dem PE Leiter (Achtung BA des WR Herstellers lesen). Ausgang WR über FI Schutzschalter und erst dann zu den zwei x 230V Strängen. Erdung erfolgt über den PE des Landstromkabels an der Landstromquelle.
Und alles natürlich vorbehaltlich den Einwänden andere Leser!
Alles klar??
Gruß Andreas

fschuen am 12 Jun 2021 12:52:06

Eigentlich ist es nicht schwer: wenn Erdung vorhanden oder möglich (Landstrom, Gartenhütte, Dauercampingplatz): Erdung nutzen. Wenn keine Erdung möglich ist, weil es sich z.B. um ein Fahrzeug mit isolierender Bereifung handelt oder die ISS, dann braucht man sich um Erdung keine Gedanken machen, da technisch nicht realisierbar. Für diesen Fall nutzt man eine andere Netzform (IT-Netz, Schutztrennung, beide Leiter von Masse getrennt, wie auch in allen Elektroautos) und einen nicht geerdeten Potentialausgleich, der alle Metallgehäuse leitend miteinander verbindet und das Chassis einschliesst. Das ist der "PE", grün-gelb, der bei Landstromanschluss auch geerdet wird.

andwein hat geschrieben:Werden die beiden Ausgangsklemmen des WR mit beiden Händen berührt oder ist das über fehlerhafte Geräte oder Anschlüsse möglich fließt ein Strom mit 50Hz links rein, übers Herz und rechts raus. Es folgt meist Kammerflimmern, behebbar durch Defi.


Das ist korrekt, direkt in die Steckdose greifen ist gefährlich und kann tödlich enden. Das gilt aber für jede spannungsführende Steckdose, unabhängig von Netzform, Isolationsüberwachung, Erdung oder FI. Es gibt keinen Schutzmechanismus, der hier abschalten kann, weil man sich quasi zum Verbraucher macht - und einen Schutz, der auch vom Toaster ausgelöst wird, ist ja nicht so richtig hilfreich. Die einzige Möglichkeit, dieses Restrisiko auszuschliessen, ist ein Verzicht auf Netzspannung. Es gibt aber verschiedene Massnahmen, das Risiko zu minimieren. Das wichtigste Instrument ist die Isolation; jeder der beiden Leiter hat isoliert und berührungsgeschützt zu sein. Eine defekte Isolierung ist normalerweise erkennbar und im Einzelfall auch nicht gefährlich, da man ja beide Leiter berühren muss. Und aus diesem Grund sind auch WR mit eingesetzter "Erdungsbrücke" für den nichtstationären Einsatz nicht geeignet, weil sie einen Aussenleiter mit nichtisolierten Metallteilen verbinden, und das noch nicht mal erkennbar ist. In diesem Fall würde nämlich schon durch einen einzelnen Isolationsfehler eine gefährliche Situation entstehen.

Gruss Manfred

ObsiDian am 13 Jun 2021 12:06:13

Danke Euch beiden für Eure ausführlichen Antworten!

Schönen Sonntag zusammen!

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