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Da immer wieder Bilder von sehr leichtsinnigen und sehr schusseligen Anlagen auftauchen möchte ich Euch heute einmal Bilder zeigen, wo die Katastrophe zum Glück abgewendet werden konnte. Die hier verbaute Anlage wurde von einer Firma montiert, und nicht vom Besitzer des Fernreisemobil. Durch Corona musste der Besitzer sein Fahrzeug verlassen und dies steht am anderen Ende der Welt. Was war passiert? Die Starterakkus waren leer und wurden durch neue ersetzt. Bei der Beladung durch eine Lichtmaschiene 24 volt 70 A hat plötzlich der Lifepo4 Akku geschmort. Warum das passiert ist, kann ich nicht beurteilen und die Datenlage ist sehr dünn. Was mir auffällt ist eine ziemlich wilde Verkabelung der Anlage. Ich habe eine Vermutung, die ich aber nur vermute. Die Akkus waren tiefentladen und sind dadurch kaputt gegangen. Das BMS könnte zugeschaltet haben und der Ladestrom hat die defekten Zellen geladen. Was sich mir aber nicht erschließt, ist das es 2 mal 24 volt Blöcke waren, und nur 1 hochgegangen ist. Könnt Ihr auf den Bildern noch irgendwas erkennen, was auf diese Ursache hinweist? Der Besitzer hat mir erlaubt Euch die Fotos zu zeigen.
sehe ich das richtig, dass es keine Trennung der 230V-Installation von der Bordspannungsseite gibt und alles kunterbunt gemischt ist?
Hochstromverbindungen mit 5-6 Rohrkabelschuhen übereinander...
Ist ja echt gruselig!
Gruß Herbert
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lisunenergy am 04 Jun 2021 16:21:31
Mir ist ebend auch noch nicht ganz klar, ob das BMS richtig verschaltet war. Bis es Calb Zellen so zerfledert muss schon was passieren!
stoppie am 04 Jun 2021 16:24:45
Die Wild-West-Verkabelung ist mir auch sofort aufgefallen. Das hat wirklich eine professionelle Firma fabriziert ???
Lars, wenn die Fehlerursache wirklich die sein sollte die Du vermutest, dann ist dies ja ein Grund mehr für eine Unterspannungsabschaltung. Dass bei dem Schmilzen der LiFePO-Gehäuse nicht mehr passiert ist und das WoMo offensichtlich „überlebt“ hat, ist ja fast schon ein Wunder.
lisunenergy am 04 Jun 2021 16:36:58
Ja und sogar eine bekannte. Mir geht es in erster Linie darum zu zeigen, daß auch bei den vielen blauen Zellen, die da noch empfindlicher sind eine wahnsinnige Energie dahinter steckt. Das BMS habe ich schon gefunden. Es ist ein Boostech BMS, so weit ich das erkennen kann. Bei LiIon wäre das Fahrzeug definitiv nicht mehr vorhanden!
fschuen am 04 Jun 2021 18:07:34
Tiefentladene LFP lassen sich problemlos wieder aufladen. Sollte mit geringem Strom erfolgen, sonst werden sie dick. Der Plastikklumpen lässt sich nur durch starke Hitze erklären, passend zu den schwarzen Spuren am Spanpress: Kurzschluss. Das Kabel über dem Pluspol der intakten Zellen, mit weggebrannter Isolierung, passt ins Bild. Mich würde auch mal die Zahl der verbauten Hauptsicherungen interessieren, ich hab da so einen Verdacht.
Rrchts neben dem Schrotthaufen sind auch noch Zellen, für 12V? Haben bei der Show aber nicht mitgemacht. Vielleicht sind die sogar noch ok, das ist dann ein Punkt für Calb/Winston wegen besserer thermischer Isolation. Und mit nicht eigensicheren Lithiumzellen gäb's nicht mehr viel zu betrachten, da stimm ich zu.
Gruss Manfred
Wuidsau am 04 Jun 2021 18:58:25
Ich sehe hier auch einige Stehbolzen mit einem Wust an Kabelschuhen. Dazu noch durch Spanplatten geschraubt! Ich gehe von einer Ursachenkette aus, die mit tiefentladeben Batterien begann. Die Batterien wurden mit dem irrigen Glauben einer Pb-Anlage geladen. Evtl. Brannte dabei der Stehbolzen frei was zu Übergangswiderständen und damit weiteren Problemen führte. Am Ende ging der Akku hoch
Gast am 04 Jun 2021 19:14:22
Wenn es in einem solchen Kabelchaos zum Brand kommt, hat das mit der Batterie am wenigsten zu tun.
Bilder und Mutmaßungen die nicht einmal selbst erfunden sind.
lisunenergy am 04 Jun 2021 19:42:11
Es sind 2 mal 24 volt. Die Anlage ist 6 Jahre alt. Bei der Ladung wurde das Fahrzeug nicht bewegt. Ein Kabelkurzschluss würde ich fast ausschließen, denn das wäre eher aufgetreten. Ein Akku der bei 0 Volt liegt könnte bei einer starken Ladung diesen Zustand erreichen. Die Kabel haben nicht gebrannt, da oben alles noch OK ist.
Stocki333 am 06 Jun 2021 07:06:15
fschuen hat geschrieben: Der Plastikklumpen lässt sich nur durch starke Hitze erklären, passend zu den schwarzen Spuren am Spanpress: Kurzschluss. Das Kabel über dem Pluspol der intakten Zellen, mit weggebrannter Isolierung, passt ins Bild.
Hallo Manfred. Deine Diagnose ist in meinen Augen falsch. Hier lügst du dich in den eigenen Sack. So sagt man das bei uns. :mrgreen: :mrgreen: LifePO4 Zellen wenn tiefentladen. Ladest du die mit einem kräftigen Ladegerät oder Booster, gehen die Zellen hoch.Die Sicherheitsventile öffnen, es steigt weisser Rauch auf. Die Zellen verfomen sich durch die grosse Hitze. Sieht man deutlich auf den Fotos. Die Zellen brennen nicht, das ist richtig. Aber heiß werden sie trotzdem. Auf alle Fälle so heiß, das der Kunststoff der Zellen Verformungen bekommt. Gruß Franz
Stocki333 am 06 Jun 2021 07:34:29
lisunenergy hat geschrieben: Das BMS könnte zugeschaltet haben und der Ladestrom hat die defekten Zellen geladen. Was sich mir aber nicht erschließt, ist das es 2 mal 24 volt Blöcke waren, und nur 1 hochgegangen ist.
Hallp Lars Ich sehe das so. Hast du 2 Accus parallel verschaltet. Gleicher Kapazität. So kommt es immer zu Differenzen in der Stromentnahme. Die laufen nicht absolut gleich. Bei Entladung. Die Ströme waren sehr gering. Durch das Abstellen des Fzg. Aber einer war zu tief entladen und der andere nicht. Als die LM seine Arbeit aufnahm, nahm nur ein Accu die Ladung an. Der ander stieg sofort in der Spannung hoch (ca 13 Volt). Und Somit konnte der Tiefenladene Accu Sich aus dem Vollen bedienen. Die LM und der 2 Accu lieferten jede Menge Strom. Somit war dem ganzen Desaster Tor und Tür geöffnet. Ist nur mein Gedankengang. Den durch die lange Standzeit kam auch noch ein Faktor hinzu. Das BMS schaltet ab. Aber wie lange arbeitet es noch. Und woher bekommt es seine Versorgung. Natürlich vom Accu. Und treibt den immer weiter in die Unterspannung.
Der Besitzer hat mir erlaubt Euch die Fotos zu zeigen.
Mein Hochachtung vor dieser Einstellung. Franz
Gast am 06 Jun 2021 09:18:54
Nur mal als Frage dazu: Mit einem Phillippi Schalter, wie sie bei Lars System verwendet werden, wäre das doch nicht passiert, oder? der Phillippi hätte den Akku doch bei UVP vom System getrennt und getrennt gelassen, sehe ich das so richtig?
Gruß
Gast am 06 Jun 2021 09:32:09
bigben24 hat geschrieben:Nur mal als Frage dazu: Mit einem Phillippi Schalter, wie sie bei Lars System verwendet werden, wäre das doch nicht passiert, oder? der Phillippi hätte den Akku doch bei UVP vom System getrennt und getrennt gelassen, sehe ich das so richtig?
Gruß
Endlich habt ihr die Kurve zu UVP und dem Lob des old fashioned Phillipi-Relais gefunden... :virus:
UVP? Hat irgendjemand gesagt dass die Lithium-Batterie leer war? Im TE steht Startbatterie...
Was war der Grund für den Schaden? Gibt es dafür Hinweise außerhalb Spekulationen?
lisunenergy am 06 Jun 2021 11:05:53
Wie gesagt, es ist von der Ferne sehr schwierig zu beurteilen! Eins ist aber Fakt, das die Anlage alles andere als professionell von einer Firma gebaut wurde. Wir werden es am Ende vielleicht nie erfahren, was zum Desaster geführt hat. Technische Defekte sind leider niemals auszuschließen. Mein Ziel im Vordergrund ist eine Sensibilisierung bei der Montage von Komponenten und Systemen. Der letzte blaue Akku unter dem Fahrersitz hatte mich schon sehr schwer erschüttert! Aufmerksame Leser wissen welche Anlage ich meine. Zu der Anlage kommt noch ein anderes Desaster dazu: Die Solarmodule wurden als flexible Module angeboten und in Wirklichkeit waren es Module die eigentlich für Rahmen gedacht waren. Durch den Ausfall dieser Anlage konnte auch kein Strom mehr produziert werden, der die Anlage vor der Tiefentladung bewahrt hätte.
lisunenergy am 06 Jun 2021 11:26:02
Ja die Zellen waren wirklich sehr sehr heiß!
fschuen am 07 Jun 2021 08:37:53
pfeffersalz hat geschrieben:Was war der Grund für den Schaden? Gibt es dafür Hinweise außerhalb Spekulationen?
Ja, die gibt es. Eine komplette Batterie ist betroffen mit allen acht Zellen, die Batterien daneben sehen ok aus. Man kann also alles ausschliessen, was das ganze Womo betrifft (z.B. Blitzschlag), aber auch alles, was sich auf einzelne Zellen stärker auswirkt (z.B. Tiefentladung). Ausserdem ist der ganze Block mit starker Hitzeentwicklung verschmolzen. Dafür braucht man wesentlich mehr Energie als die müden anderthalb Kilowatt von der Ladung. Der Energieinhalt der Zellen reicht dafür aber aus (es sei denn, sie sind tiefentladen :mrgreen: ). Das Schadensbild entspricht exakt einem Kurzschluss, bei dem sich der gesamte Inhalt der Zellen in recht kurzer Zeit in Wärme umwandelt. Das Szenario ist aus meiner Sicht alternativlos, da ich keinen anderen Weg kenne, Zellen so komplett zu zerstören. Und mir ist das auch schon mal passiert :oops:
Die Parallele zu den blauen Zellen unterm Fahrersitz kann ich nachvollziehen. Dort war der Fall allerdings vollkommen eindeutig, weil die Ursache - ein verbranntes Kabel ohne Sicherung an Plus, quer über der Batterie, und Brutzelspuren an Minus (Schraube vom Shunt) sich bilderbuchmässig auf den Fotos präsentierte. Das geben die Fotos in diesem Fall nicht her. Aber so als Idee: mich würde nicht überraschen, wenn die Ruine auch die sterblichen Überreste eines verirrten Nagetiers enthielte.
Ich finde auch die Ursache gar nicht so wichtig. Viel interessanter finde ich die Frage, wann das passiert ist. Meine Vermutung: länger her. Vielleicht hat auch die Hitze den Solarregler miterledigt, dann besteht sogar ein indirekter Zusammenhang mit den leeren Starterbatterien. Die wurden dann ausgetauscht, der Motor wurde angeschmissen und der Ladestrom für die Aufbaubatterien wurde über den noch bestehenden Kurzschluss in frischen Qualm umgesetzt. Bei der Ursachenforschung findet man das Malheur, entsetzte Blicke, was ist denn da passiert? Gar nichts, ist länger her. Hat mit dem Laden nichts zu tun gehabt, sieht aber so aus. Das ist jetzt natürlich ein bisschen spekulativ, aber man kann mich ja falsifizieren.
Lustig finde ich, dass die Totalschäden alle mit BMS gebaut wurden. Ein BMS ist halt kein Ersatz für eine Hauptsicherung, anders herum wird ein Schuh draus.
Gruss Manfred
Gast am 07 Jun 2021 08:54:37
So oder ähnlich könnte es gewesen sein. Wäre also genauso mit blauen Bechern, Winston Zellen, JBD-, Daly- oder Sonnentau-, Lisun- oder Superlast-BMS passiert.
Wenn es also nur eine schlampige Montage war, warum nicht Ross und Reiter nennen?
Wer hat es eingebaut?
thomker am 07 Jun 2021 11:26:57
Nehme mal an, der Götz wars nicht, der Peter auch nich...
lisunenergy am 07 Jun 2021 11:58:35
Passiert ist es vor wenigen Tagen! Es wäre unfair die Firma zu nennen, da man ja nie weiß was wer wirklich gebaut hat. Schon ein kleiner Eingriff des Eigner kann zum Schaden geführt haben! Es bringt auch nie etwas jemanden anzuschwärzen. Mir ist es nur wichtig nicht nur die tollen Seiten zu zeigen, sondern auch zu sensibilisieren, das ein technischer Defekt bei Lifepo4 Ungeheuer viel Energie frei setzt.
Tinduck am 07 Jun 2021 13:48:35
lisunenergy hat geschrieben:das ein technischer Defekt bei Lifepo4 Ungeheuer viel Energie frei setzt.
Das ist sicher richtig, aber ich bezweifle, dass das Batteriefach nach einem Kurzen an 2 x 200 Ah Blei-AGMs besser aussieht. Ganz im Gegenteil, wenn die hochgehen (kochende Schwefelsäure/Knallgas-Peng), ist die Sauerei eher größer als bei einem 'friedlich' geschmolzenen LiFePO-Block.
Was ich wirklich unterirdisch finde, ist die Installationsqualität. Und sowas von Profis in einem Fernreisemobil?? Der reinste Alptraum.
bis denn,
Uwe
huohler am 07 Jun 2021 14:07:01
fschuen hat geschrieben:Aber so als Idee: mich würde nicht überraschen, wenn die Ruine auch die sterblichen Überreste eines verirrten Nagetiers enthielte.
Ich denke das Tier wäre "durchgebrannt" wie eine Sicherung oder ein dünnes Kabel - ohne dauerhaften Kurzschluss zu verursachen. Nein, da muss schon eine massiv metallische Verbindung gewesen sein sonst hätte der Kurzschluss nur wenige Sekunden gedauert was die Zellen normalerweise nicht sooo schädigen würde.
Ok, wenn das Tier ein kleines Feuer verursacht hat was dann vielleicht die Isolierung der evtl. aufeinanderliegenden Plus und Minus Leitungen zerstört hätte ...
Hubert
fschuen am 07 Jun 2021 16:02:00
huohler hat geschrieben:Ich denke das Tier wäre "durchgebrannt" wie eine Sicherung oder ein dünnes Kabel - ohne dauerhaften Kurzschluss zu verursachen.
Nach meiner Kenntnis sind Nagetiere anders konstruiert: die haben nur ein Ende, das nagt. Und eine Maus, die am verhungern ist, frisst alles, was weich genug ist. Und bei diesem zu Recht gerügtem Verhau kann man halt nur begrenzt Isolation wegfressen, bis was schiefgeht. Wenn Kabel aufeinanderliegen, reicht bereits eine winzige Brücke für einen ordentlich gemachten Kurzschluss. Der schmilzt sich das dann so hin, wie er's braucht.
Gruss Manfred
SwenyP am 07 Jun 2021 16:18:49
Tinduck hat geschrieben:Was ich wirklich unterirdisch finde, ist die Installationsqualität. Und sowas von Profis in einem Fernreisemobil?? Der reinste Alptraum.
:daumen2: :daumen2: :daumen2:
Stocki333 am 08 Jun 2021 07:33:22
Hallo zusammnen Ihr könnt Speculieren, was ihr wollt. Wenn ein Accu Tiestentladen wird. Und damit meine ich nicht leer. Sondern wirklich "tiefstentladen" Und du gibst einen Ladestrom von 0,,25 -0,3 C darauf. Dann hast du bei Kunststoff - Zellen dieses Schadensbild. Die werden dann so Heiß. das sie zusammen schmelzen. Bei Alubechern weiß ich die Auswirkungen nicht. Vielleicht versucht es mal jemand. :mrgreen: Eine Frage in diesem Zusammenhang stellt sich mir. Wenn der Acu leer ist: Wie lange nimmt sich die Schutzschaltung (BMS) noch Strom aus dem leeren Accu. Vermutlich lange. Und treibt damit den Accu in die Tiefstentladung. Durch die lange Standzeit könnte das die Ursache gewesen sein. Ich schreibe hier nicht von leeren Zellen, die sich aufblähen, weil leer aber noch Ladung aufnehmen können. Sondern wenn der Acu noch tiefer in der Spg. ist. Franz