Kupfer ja, Zink nein. Es gibt VERZINKTE Bleche zum Korrosionsschutz.
Die Regenrinnen und - rohre bestehen nicht aus verzinktem Stahlblech, sondern aus fast reinem Zink.
Was heißt hier "teilweise"? PE ist ein Polymer aus Ethylen, dessen Polymerisation ja irgendwie ansgestoßen werden musste.
Das ist nicht ganz richtig. PE ist ein Thermoplast und die besitzen eine kettenartige Struktur. Dadurch können Thermoplaste durch Erwärmung wieder flüssig bis teigartig werden. Beim Recycling werden diese Kunststoffe nach der Sortentrennung geschrapselt (granuliert) und können wieder zu neuen Teilen extrudiert werden. Ausnahme: Fluorkohlenwasserstoffe.
Duromere dagegen sind vernetzt und können deshalb nicht durch Erwärmung nicht wieder in den Urzustand zurück geführt werden. Durch die Vernetzung sind Festigkeit, Härte und Temperaturfestigkeit höher, nicht aber die UV-Festigkeit.
Elastomere (Kunstgummi) sind dazwischen. Bei denen entscheidet der Grad der Vernetzung, ob wweichgummiartig oder hartgummiartig.
Es gibt 4 Hauptverfahren, um PE teilweise zu vernetzen.
--> LinkDas normale unvernetzte PE ist wachsartig. Um Drähte bzw. Kabel zu isolieren, soll der Kunststoff aber elastisch sein und dafür bedarf es einer teilweisen Vernetzung der an sich kettenförmigen Moleküle. Bei einer vollständigen Vernetzung würde ein unelastisches Duromer entstehen.
Das Monomer von PVC ist giftiges Vinlychlorid und würde dieses enthalten sein und freigesetzt werden, wäre das PVC nicht verkehrsfähig.
Das ist nicht richtig. Die Polymerisation von PVC ist eine Gleichgewichtsreaktion, d.h. es pegelt sich ein Gleichgewicht zwischen Monomeren und PVC ein. Ich möchte behaupten, dass mehr als 99 % von allem PVC Restmonomere enthält. Das geht gar nicht anders (außer mit einer teuren Sondertechnologie). Durch diese nicht polymerisierten Restmonomere wird das PVC hart und spröde und erhält eine undurchsichtige rotbraune Farbe. Für andere Farben müssen Farbpigmente zugesetzt werden, die aber die Eigenschaften verschlechtern.
Weil originales PVC sehr spröde ist, werden Weichmacher zugesetzt und je nach Menge des Weichmachers erhält man Weich-PVC.
PVC ist in mehrfacher Hinsicht sehr gesundheitsschädlich:
- sehr giftige Restmonomere, krebserregend
- Weichmacher, krebserregend und wirken wie ungewollte weibliche Hormone
In den USA ist PVC schon seit Jahrzehnten generell verboten, in der EU seit einigen Jahrzehnten für Kinderspielzeug und alle Anwendungen mit längerem Hautkontakt.
Woran erkennt man PVC mit Restmonomeren und Weichmachern? Solches PVC ist immer undurchsichtig?
Mit einer Sondertechnologie kann monomerfreies PVC hergestellt werden. Die hergestellten Mengen sind aber marginal. Woran erkennt man monomerfreies und weichmacherfreies PVC?
Ist immer durchsichtig, weich und elastisch, auch ohne jede Weichmacher. Die meisten von uns dürften solches monomerfreies PVC noch nie gesehen haben oder haben es nicht als PVC erkannt.
In den USA ist PVC schon seit vielen Jahrzehnten verboten.
Seit wann genau und was exakt und wo ist das augeführt? Bitte Nachweise!
Das habe ich im Studium so gelernt und das ist schon über 40 Jahre her und da war das PVC-Verbot in den USA schon viele Jahre alt. Ich habe nämlich Materialwissenschaft studiert. Wir hatten das damals ausdrücklich gelernt, damit wir im Berufsleben niemals PVC-Teile in Exportprodukte für die USA einsetzen.
Also was jetzt? Ist es stabil, oder instabil? Siehe oben.
Hart-PVC ist zumindest gegenüber anorganischen Chemikalien sehr widerstandsfähig und wird deshalb im Säureschutzbau eingesetzt - ist chem. beständiger als Glas. Gegen diverse organische Chemikalien ist PVC nicht oder weniger beständig. Diese chemische Stabilität von Hart-PVC bedeutet aber nicht, dass PVC auch gegen UV-Strahlung beständig ist. Unter UV-Strahlung wird PVC (wie auch PE und PP) an Luft langsam oxydiert und die Weichmacher werden verdampft, so dass das PVC spröde wird und schon bei geringen Belastungen oder durch Eigenspannungen bricht. Es gibt keine Formulierung, um PVC (oder andere Kunststoffe) UV-fester zu machen. Das ist reines Marketing-Versprechen. Man kann aber anorganische Pigmente zusetzen, die erschweren, dass die UV-Strahlung in die Tiefe des Materiales eindringt. Durch die UV-Strahlung wird dann das oberflächliche Material zerstört und die Pigmente werden "ausgekreidet" wie der Fachbegriff dazu ist. Inwieweit eine teilweise Vernetzung die UV-Festigkeit verbessert, weiß ich nicht, aber bei anderen Kunststoffen wie z.B. Polyester ist eine Vernetzung ohne größere Wirkung.
Im Grunde genommen ist PVC ein sehr ressourcenschonender Kunststoff.... In einer Zeit, in der über die Endlichkeit und Verfügbarkeit von fossilen Rohstoffen für die Kunststofferzeugung diskutiert werden muss, finde ich ein Polymer, wie PVC mit einem anorganischen Massenanteil von über 50% mit Steinsalz als Quelle durchaus nachhaltig.
PVC ist kein ressourcenschonender Werkstoff. Das ist eine Legende aus der Zeit, als Erdöl aus politischen Gründen nicht nach Deutschland geliefert werden durfte, damit daraus keine Treibstoffe für das Militär hergestellt werden können. Das war zwischen den Weltkriegen der Fall und einige Zeit nach dem 2. Weltkrieg. Damals und zu DDR-Zeiten wurde PVC aus Kohle hergestellt und Kohle ist auch ein fossiler Rohstoff und Kohlechemie bedarf in D keiner Rohstoffimporte, ist aber noch umweltschädlicher als die Erdölchemie.
Im PVC ist nicht ein My an Steinsalz enthalten, also absolut nichts. Richtig ist, dass dass Steinsalz NaCl elektrolytisch getrennt wurde, weil die Natronlauge in der Chemieindustrie in großer Menge gebraucht wird. Die entstehende Salzsäure findet dagegen nur wenige Anwendungen, darunter in der Folge in kleinen Mengen zur Chlorierung des Vinylchlorids (bzw. zu deren Herstellung). Für jede Chemieindustrie ist es ein sehr großes Problem, die bei der Elektrolyse entstehende Salzsäure möglichst wenig umweltschädlich zu entsorgen. Wie wird das gemacht? Man stellt daraus Magnesiumchlorid her und sprüht dieses bei Glätte auf die Straßen bzw. verarbeitet Magnesiumchlorid zu Fußbodenausgleichsmasse. Nun sind Chloride die Hauptursachen für Korrosion von Eisenmetallen und deshalb rosten Autos im Winterbetrieb schön vor sich hin und bei der Fußbodenmasse diffundieren Chloride in die Decke und zerstören die Stahlbewehrung. Deshalb darf Magnesiumchlorid nicht auf Stahlbetondecken eingesetzt werden.
Mir geht es aber nicht darum, ein Loblied auf PVC zu singen, sondern ich finde Beiträge, die vor falschen Schlüssen, nicht verstandenen Zusammenhängen nur so strotzen, dies aber als gesetzte Wahrheit deklarieren, einfach problematisch.
Als studierter und promovierter Materialwissenschaftler kenne ich sehr wohl die Zusammenhänge und verfüge über auch über jahrzehntelange berufliche Erfahrungen mit diversen Kunststoffen, darunter in der E-Technik/Elektronikindustrie, der Luftfahrtindustrie, der Automobilindustrie, im Schienenfahrzeugbau und bei Farben und Lacken und deren Verarbeitung (auch nur Kunststoffe).