Wir sind jedes Jahr im Oktober irgendwo in Süditalien unterwegs und gerade eben erst wieder zurück.
Die Campingplätze sind jetzt zum allergrößten Teil geschlossen. Selbst mit ACSI ist es schwer.
Freies Übernachten oder auf Stellplätzen ist in Italien nicht gefährlicher als bei uns. Wir machen das auch und stehen immer mal wieder vollkommen allein auf dem Parkplatz eines geschlossenen Banjos direkt am Meer. Natürlich sollte man seinen gesunden Menschenverstand walten lassen und z.B. das
Womo nicht in der Einsamkeit stehen lassen, um spazieren zu gehen.
Wie überall gibt es Licht und Schatten. Und Geschichten von der Mafia ... ojeh. Ein wirkliches Problem ist die häufig gut sichtbare Armut, noch verschärft durch das immense Flüchtlingselend, um so weiter man in den Süden kommt Für manch Einen können da schon ein paar Lebensmittel, die man in jedem Womo finden kann, eine Versuchung sein. Aber gemessen daran, sind wir nur wenig von Kriminität wahrnehmen können. Ganz im Gegenteil sind wir immer nur auf freundliche Menschen gestoßen.
Uns ist das Womo zweimal in mehr als 20 Jahren in I aufgebrochen worden, allerdings aber auch nur im Norden im Po-Delta. Beide Male waren wir selbst schuld, weil wir durch die vielen sorgenfreien Jahre unvorsichtig geworden sind. Einmal haben wir es für ca. 5 Stunden in einem Industriegebiet abgestellt, weil der Parkplatz eines nahen Einkaufscenters infolge Höhenbegrenzers nicht befahrbar war. Das andere Mal haben wir es unbeobachtet und ungesichert (saudämlich, da wir doch alle möglichen Zusatzverriegelungen haben) hinter einer Düne abgestellt und sind auf der anderen Seite am menschenleeren Strand schwimmen gegangen.
Zu den guten Erfahrungen gehört, dass mir freundliche Italiener mein Portemonnaie nachgetragen haben, dass ich in einer Bar in Rom hab versehentlich liegen lassen.