Anmerkungen, Hinweise, Gedanken zu einer Sizilienreise im Oktober 2021
Ich bin bis Genua mit dem Wagen und dann mit der Fähre von GNV nach Palermo. Die Kosten beliefen sich auf ca. 300 Euro pro Weg inkl. Kabine. Überfahrt dauert ca. 20 Stunden. Service, Speisen etc. alles recht bescheiden. Nicht zu vergleichen mit den Skandinavienfähren. Bewertungen im Netzt teilen da meine Ansicht.
Rückweg von Palermo nach Genua, diesmal ein sehr großes Schiff (La Superba) aber eher noch negativer als die Hinfahrt. Kein Stuhl an Deck, sehr viele Toiletten abgeschlossen, um 14 Uhr (6 Stunden vor Ankunft) wurde der (Self) Service eingestellt. Eine Bar mit einer Servicekraft offen für Kaffee etc.
Auf der Insel dann eine Rundreise mit diversen Abstechern ins Binnenland. Ich war vor 9 Jahren mal dort , Mietwagenrundreise im Sommer mit Unterkünften über Agriturismo. Mit dem WoMo ist die Reise eigentlich auch kein Problem. Freies stehen ist an sehr vielen Stellen in der Nebensaison keinerlei Problem, auch direkt am Meer nicht. Mich hat nier einer vertrieben, habe mich auch nie unsicher gefühlt. Gestört hat mich vor allem der überall rumliegende Müll, nicht die einzelne Flasche oder Dose, große schwarze Müllsäcke werden in der Landschaft, an der Straße, an jeder beliebigen Stelle einfach abgeladen. Dazu dann der Sperrmüll (Sofa, Kleiderschrank etc.) und der Bauschutt. Da wo man mit dem Auto hinkommt liegt was. Nicht selten waren Zufahrten zum Strand oder in die Landschaft durch dicke Felsbrocken versperrt, wohl damit niemand dort seinen Müll entsorgt. Trotzdem lag genug rum. Mitunter brennt auch der Busch an Straßénrand, dann verbrennt auch der Plastianteil am Müll und es bleiben die Flaschen und Dosen zurück. Im nächsten Frühjahr sind die dann auch nicht mehr sichtbar.
Die Nebenstraßen im Land waren durchweg in einem sehr schlechten Zustand. Recht häufig ein Teil der Straße abgesackt, entweder wurde dann diese Seite gesperrt oder die entstandene Stufe wurde mit Beton oder Asphalt zu einer Minirampe abgeschrägt. Wenn man langsam genug ist gibt es ja keine Probleme.
In bekannten Touristenorten (z.B. Cefalu) war auch die Gastronomie geöffnet, in kleineren Orten dagegen war eigentlich alles geschlossen. In Tre Fontane z. B. war absolut nichts los. Ich habe am Ortsende direkt auf der zugewehten Straße am Strand gestanden und ruhig geschlafen.
Campingplätze bzw. Stellplätze gegen Gebühr sind offensichtlich oft bis in den Oktober geöffnet.
Neben dem Müll fällt negativ auf, dass recht viele Gebäude nicht mehr bewohnt sind und verfallen, das gilt auch für große Industrieanlagen. Alleine die Anzahl der verlassenen „Bergwerke“ (Schwefelminen etc.) übersteigt das Dutzend weit. Dazu kommen dann die nicht fertiggestellten Bauobjekte. Insgesamt macht das eher einen deprimierenden Eindruck und erinnert mehr an die 3. Welt als an ein EU-Land.
Fritz

