Sanne123 am 27 Sep 2021 14:22:23 Hallo, Ich habe sehr spontan und naiv ein Wohnmobil gekauft, ohne dass ich mich überhaupt damit auskenne. Es hat keinen TÜV und ich habe es zu einer Werkstatt gebracht. Dort wurde beanstandet: Längsträger so sehr verrostet, dass er ausgetauscht werden müsste Radhäuser, Kotflügel müssten ausgetauscht werden Scheibe vom Wohnraum hinten müsste neu und einige angerostete Teile von unten konserviert werden, weil sie sonst auch bald kaputt gehen könnten Der Kostenvoranschlag beläuft sich auf 10 000€ So viel Geld kann ich dort leider nicht reinstecken. Nun stehe ich vor der Überlegung es zu verkaufen oder noch bei einer anderen Werkstatt zu fragen. Wobei sie dort ja wahrscheinlich etwas ähnliches sagen würden. Ich kann das preislich überhaupt nicht einschätzen. Habe nie ein KFZ besessen. Aussderem habe ich ohne TÜV natürlich das Problem, dass ich es nicht transportieren kann. Es steht zur Zeit bei der Werkstatt und dort sind sie zum Glück recht entspannt, dass es dort noch etwas stehen bleiben kann. Es handelt sich um ein Fahrzeug von 1993 und es ist 81 000 km gefahren. (Diesel) Laut Werkstatt ist der Motor gut und der Innenraum ist trocken und gefällt mir auch gut. Falls hier jemand etwas dazu schreiben könnte, was hilft zu entscheiden, wie ich nun weiter vorgehe, wäre das super! Viele Grüße Sanne
DoReNo am 27 Sep 2021 16:10:03 Beim TÜV vorbeifahren und danach weiß man was gemacht werden MUSS! Evtl.. Falls die Werkstatt selbst vor Ort vom TÜV Abnahmen machen lässt sollte dies kein Problem sein. Ich sehe aber schwarz für einen guten Ausgang der Sache bezüglich des finanziellen Aufwands. Einige dieser Mängel kann man halt nicht selbst beseitigen, andere schon wenn man etwas handwerklich geschickt ist. Günstiger wird es nur wenn man einen Freund mit Autowerkstatt hat. Dass das Womo innen schön ist und vielleicht! trocken ist und der Motor gut ist, ist nur ein schwacher Trost. Merke! Beim Verkauf muss man den Käufer auf die Mängel hinweisen wenn diese einem bekannt sind und das ist in diesem Fall ja gegeben! Viel Glück und nicht grämen....wir haben alle schon Lehrgeld bezahlt.. manche mehr manche weniger :mrgreen:
bhomburg am 27 Sep 2021 16:31:22 Der TÜV wird sich nur für den Längsträger interessieren ("Korrosion an tragenden Teilen"), und dafür sollte es beim dem Modell preiswert zu erstehende Reparaturbleche geben. Das wird nicht mehr als ein paar Hunderter kosten können. Das machen lassen, so dass die Kiste durch den TÜV kommt und gefahren werden kann. Dann weitersehen.
Wie schon meine Vorschreiber geschrieben haben - mit einem so alten/billigen Fahrzeug ist man eigentlich nur dann gut beraten wenn man selbst Hand anlegen kann bzw. Leute an der Hand hat die Arbeiten übernehmen wollen und können ohne dafür Werkstattpreise aufzurufen. Wer die nicht hat kann es mal im Ausland probieren - auf dem Balkan oder in Osteuropa sind Werkstätten sehr viel preiswerter.
Suse1976 am 27 Sep 2021 18:23:05 Fahr mit dem Ding zum TÜV und lass die Hauptuntersuchung machen. Auf die paar Euro kommt es auch nicht an. Sind die Längsträger so vergammelt, dass die Plakette nicht zugeteilt wird, ist die Arbeit das Teuerste. Die Bleche kosten nicht viel ( --> Link). Der Schweißer muss aber wissen, was er macht - z.B. dürfen sich die Träger beim Schweißen nicht verziehen ... wird tricky und nicht billig, aber zehntausend kann das eigentlich nicht sein. Radhaus und Kotflügel tauschen naja. Vielleicht kann man ein Blech draufschweißen, das hält ein paar Jahre. An den üblichen Stellen sieht man ja sowieso nichts, da kommt es auf die Optik nicht an. Rahmen und Fahrgestell konservieren kann sinnvoll sein. Kommt Dein Fahrzeug wider Erwarten doch durch die HU, würde ich das trotzdem sofort machen lassen. Ein Bekannter hat seinen Iveco just die Tage beim Spezialbetrieb abgegeben, rundum einmal sandstrahlen, grundieren, lackieren und Rostschutz drauf für etwa tausend Euro. Das kann man natürlich auch selbermachen, aber es ist eine schweinemäßig dreckige und mühsame Arbeit. Und die richtigen Produkte in der richtigen Umgebung verarbeiten schafft auch nicht jeder. Machen lassen. lg suse
Laster999 am 29 Sep 2021 20:15:19 Moin, kann sich der Bekannte hier oder per PM melden? Mich würde der Betrieb interessieren, auch weil es geeographisch ganz gut passt. Gruß Michael
teuchmc am 30 Sep 2021 16:02:50 Moin! Warst Du jetzt mal bei einer Prüfstelle mit dem Wagen? Sonnigen weiterhin. Uwe
AndyAmmer am 02 Okt 2021 21:03:30 Laster999 hat geschrieben:kann sich der Bekannte hier oder per PM melden?
ja, geht los: :D ich habe das mit meinem Iveco bei Berg Reinigungstechnik in Westerstede machen lassen. Fahrzeug stand dann etwa eine Woche da. Arbeitsumfang: Chassis sandstrahlen, Rostumwandler drauf, Grundierung drauf und dann noch den Fahrgestell-Lack. Anschließend eine ordentliche Schicht Wachs. Felgen abgenommen (alle sechs), und (bis auf Wachs natürlich) ebenso behandelt. Kosten ~ 1.100 Euro brutto und tadellose Arbeit. Sieht von unten richtig schick aus. Links und rechts neben der Maschine kommt man in die allerletzten Eckchen aber nicht vollständig rein. Den Sandstrahlrüssel kann man ja auch nicht überall reindrücken .... Deswegen sollte bei meinem WoMO auch nur gemacht werden, was ohne demontage geht. Vorher war der Rahmen ziemlich häßlich, überall hats geblättert und gebröckelt, zum glück nur Farbe ab und kein Lochfraß. Jetzt ist er wieder schick. Hab direkt Bock auf eine vorgezogene HU :lach: Kann man wohl auch "nur" strahlen lassen ohne Lackieren, wenn man eh Löcher im Rahmen hat und zum Schweißen vorbereitet. Wenig sinnvoll da das dann praktisch in derselben Minute schon anfängt zu gammeln, muss dann zügig weiter gearbeitet werden. Die Mittelchen die der Fachbetrieb verwendet sind aufeinander abgestimmt. Selber machen für die paar Mark lohnt nicht. Die Firma ist übrigens gut ausgebucht mit Aufträgen und ich hab lange auf einen Abgabetermin warten müssen ... Empfehlung kam vom Iveco-Dealer. gruß vom Andy
Derek am 02 Okt 2021 21:13:48 Nun ich glaube da ist auch etwas anderes im argen, wenn ein 28 Jahre altes Fahrzeug angeblich erst 81.000 KM runter hat. Das würde bedeuten, dass es im Jahr weniger als 3.000 KM bewegt wurde. Wurde das Fahrzeug beim Händler gekauft? Falls die KM Leistung nicht stimmen würde könnte man über eine Rückabwicklung nachdenken
teuchmc am 03 Okt 2021 09:37:20 Moin! Man sollte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Ein Iveco hat einen LKW-Leiterrahmen drunter. Beim Transit ist es ne Art Kastenprofilrahmen, was nur so aussieht wie ein Leiterrahmen. Stichwort“Gewicht“. Und wenn der Längsträger durch ist, nützt auch das Strahlen & Versiegeln nüscht. Nach dem Strahlen könnten u.U.noch mehr Baustellen auftauchen. Und nochmal die Frage. Warst Du jetzt mal in einer Prüfstelle? Der Aufwand für eine fachgerechte Reparatur bindet Platz & Zeit. Alles kein Ding. Muß man als Kunde auch bezahlen können und gaaanz wichtig wollen. Sonnigen weiterhin. Uwe
Laster999 am 03 Okt 2021 15:23:59 Moin (ät Andy), danke für die Info. Das hilft schon mal. Gruß Michael
Sanne123 am 10 Okt 2021 14:58:16 Hallo! Vielen Dank für die Antworten. Bei der Werkstatt, wo es derzeit steht, kann man auch TÜV machen lassen, allerdings meinte der Inhaber, dass es so nicht durch den TÜV kommen würde. Ich habe mich entschlossen, es nun noch zu einer anderen Werkstatt zu bringen. Dort bin ich letzte Woche vorbei gefahren und hatte die Situation erklärt und Bilder gezeigt und sie meinten dort, dass sie es eventuell hinkriegen könnten, einiges auch zu reparieren, ohne es aus zu tauschen, müssten es sich aber natürlich erst live ansehen. Falle es dort nichts wird, werde ich es verkaufen (natürlich würde ich auf die Mängel hinweisen). Ich werde es nächste Woch hin bringen, weiß allerdings noch nicht wie, da ich ja kein Kennzeichen habe und ich ohne Tüv mit Kurzzeitzulassungnug nur zur nächsten Werkstatt fahren darf (wo es ja schon steht). Es sind nur 2 km Fahrtweg. Ich muss mich nochmal schlau machen, wie das gehen könnte. Falls es dort in nicht reariertem Zustand wieder weg muss, habe ich auch ein Problem... Viele Grüße Sanne
Sanne123 am 10 Okt 2021 14:59:45 Achja, ich habe es nicht bei einem Händler gekauft, sondern von Privat
bhomburg am 10 Okt 2021 15:50:13 Sanne123 hat geschrieben:Ich werde es nächste Woche hin bringen, weiß allerdings noch nicht wie, da ich ja kein Kennzeichen habe und ich ohne Tüv mit Kurzzeitzulassungnug nur zur nächsten Werkstatt fahren darf (wo es ja schon steht). Es sind nur 2 km Fahrtweg. Ich muss mich nochmal schlau machen, wie das gehen könnte.
Bei einer der beteiligten Werkstätten fragen ob sie dafür eine rote Nummer zur Verfügung stellen können. Wenn es nicht gerade eine ganz kleine Bude ist verfügen die über Händlerkennzeichen (='rote Nummer') bzw. können an solche rankommen. Extra ein Kurzzeitkennzeichen besorgen, dafür einen Termin machen (dauert hier bei uns drei Wochen, die sind immer noch im Corona-Modus...) ist blöd...
teuchmc am 11 Okt 2021 03:44:56 Moin! Kurz zur Info. Ohne eine gültige HU erfolgt bei uns keine Ausgabe von Kurzzeitkennzeichen. M.W.n.eine bundeseinheitliche regelung. Man möge mich berichtigen, wenn dem nicht so ist. Die Frage nach Überführungskennzeichen bei den Werkstätten kann man natürlich auch stellen. Evtl.ein örtliches Abschleppunternehmen anheuern für nen entspannten Kurs? Warum läßt Du eigentlich nicht in Deinem beisein und mit evtl.nen Zeugen(Freund/Kumpel/etc.) bei der aktuellen Werksatt eine HU machen? Da hast Du schwarz auf weiß, was der Kollege bemängelt. Dann kann Dir die Werksatt nen einen schriftlichen KV machen und Du kannst entscheiden/mußt entscheiden. Und mit dem HU-Schein kannst Du auch zu der anderen WS gehen und einen KV erfragen. Natürlich jetzt nicht unbedingt den von der Konkurrenz uffn Tisch packen. Schlechter Stil und für die eigene Position in dem Moment auch eher abträglich.Spart man sich evtl.einmal Umsetzen, wenn das Kfz dann wieder veräußert werden muß im Zweifelsfall. Sonnigen weiterhin. Uwe
WoMo81 am 11 Okt 2021 09:16:44 Derek hat geschrieben:Nun ich glaube da ist auch etwas anderes im argen, wenn ein 28 Jahre altes Fahrzeug angeblich erst 81.000 KM runter hat.
Ford Tachos dieser Baujahre sind in der Regel nur fünfstellig... Können also auch 181000, 281000, 381000 km sein! :ja: Gruß, René
bhomburg am 11 Okt 2021 09:43:10 teuchmc hat geschrieben:Moin! Kurz zur Info. Ohne eine gültige HU erfolgt bei uns keine Ausgabe von Kurzzeitkennzeichen. M.W.n.eine bundeseinheitliche regelung. Man möge mich berichtigen, wenn dem nicht so ist. Man bekommt man die auch ohne HU, darf dann aber nur innerhalb des Zulassungsbezirks zum TÜV bzw. zur Werkstatt fahren, wird dann im Fahrzeugschein eingetragen. Das haben sie nachgebessert, kurz nachdem das 2015 erschwert wurde. Es gibt wohl noch Kreise/Zulassungsstellen die sich da querstellen, da muss man im Zweifelsfall mit dem Behördenleiter ein Wörtchen reden. --> LinkWarum läßt Du eigentlich nicht in Deinem beisein und mit evtl.nen Zeugen(Freund/Kumpel/etc.) bei der aktuellen Werksatt eine HU machen? Da hast Du schwarz auf weiß, was der Kollege bemängelt.
Das wäre tatsächlich das Beste, und was am Wenigsten Aufwand macht.
teuchmc am 11 Okt 2021 18:16:57 Danke für die Info zum Kurzzeit-Kennzeichen. Sonnigen weiterhin. Uwe
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