kaum startet man so ein Bastelprojekt häufen sich die Fragen. Also gibt es von mir schon wieder ein neues Thema in der Hoffnung auf viele Ideen, Einschätzungen und Vorschläge, die ich beim Suchen im Forum noch nicht entdeckt habe.
Gegebenheiten: Citroen Jumper mit Tiefrahmen, darauf Alukoffer ähnlich den Postkoffern. Die vordere Wand des Koffers ist eine weiß beschichtete 16mm Multiplexplatte. Das Fahrerhaus ist nach hinten zwischen den B-Säulen und dem Dach ohne Blech. Dort liegt direkt die vordere Wand des Koffers. Über dem Fahrerhaus ist ein Gfk-Alkoven ähnlich einer Schlafbox, jedoch mit Zugang vom Koffer aus. Das Fahrerhaus ist nach oben hin geschlossen (Blechdach). Der Alkoven liegt nicht auf dem Blechdach auf (Spalt dazwischen). Die Trennwand hat unten eine Art Durchladeöffnung. Ich versuche Fotos am Ende einzufügen.
Es soll mindestens einen Durchgang ins Fahrerhaus geben. Wenn der Platz im Koffer für den Ausbau nicht reichen sollte (bin noch am Planen), möchte ich die Trennwand im gesamten Bereich zwischen den B-Säulen und dem Dach entfernen und das Fahrerhaus mit Drehsitzen einbeziehen.
Mehrere Aspekte sind dabei zu berücksichtigen und mir bisher in ihren Auswirkungen nicht ganz klar:
1. Gewichtsersparnis: Das Leergewicht sind pompöse 2590 kg laut Papieren. Um Gewicht zu sparen könnte man die gesamte Multiplex-Platte rauszunehmen und durch ein Alublech mit Winkelblechen zu ersetzen als Verstärkung dort, wo sie wirklich gebraucht werden. Das ist natürlich eine riskante Geschichte und ihre Auswirkungen sollten vorher komplett klar sein.
2. Stabilität: Die Multiplexplatte stabilisiert den Koffer wahrscheinlich vor allem in seitlicher Richtung (quer zur Fahrtrichtung). Weiterhin trägt sie den Alkoven (laut Schild ist der mit 60kg belastbar). Wenn nun der Hauptteil der Platte entlang dem Ausschnitt des Fahrerhauses weggeschnitten wird, bleiben links, rechts und unter dem Alkoven nur noch 20cm-Stege übrig. Da stabilisiert nichts mehr. Auch bei einem Durchgang wäre der Effekt wahrscheinlich ähnlich, weil gerade die Mitte der Platte dann fehlt.
3. Anbindung des Koffers an das Fahrerhaus: Die Multiplexplatte ist auch von außen als Front der seitlich überstehenden Kastenecken zu sehen. Der Spalt zwischen ihr und dem Fahrerhaus ist dick mit Silikon, Acryl oder sowas abgedichtet. Von der Innenseite sind keine Schrauben zwischen Fahrerhaus und Koffer zu erkennen. Man blickt auch von innen direkt auf diese Silikonabdichtung. Ist dies eine halbstarre Verbindung, die leichte Verwindungen zwischen Fahrerhaus und Koffer ausgleichen soll?
4. Abstützung des sehr dünnwandigen Alkovens auf dem Fahrerhausdach: Um die Tragfähigkeit zu erhöhen bzw. eine bessere Abstützung zu erreichen als nur das Hängen an der Vorderwand des Koffers entsteht sofort die Idee, die Unterkante des Alkovens und das Dach vorne und seitlich auch mit einer dicken Silikonwurst zu verbinden. Führt das zum Verwindungs-GAU, zu Rissen im Alkoven?
Gruß
Henry
Vordere Wand oben mit Alkoven vom Koffer aus
Multiplex-Wand mit Gfk-Alkoven
Multiplex-Wand von außen mit Alkoven
Verbindung zwischen Multiplex-Wand (links) und linker B-Säule vom Fahrerhaus aus fotografiert

