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Viele Li-Akkus arbeiten mit einem JBD-BMS. Bei mehr als 2000 möglichen Zyklen eines Li-Akkus erscheint die Zyklenangabe nicht so wichtig, sollte m.E. aber trotzdem keine Hausnummer sein. Hat das BMS einen selbständigen "Zähler", der bei Verbindung zur APP jeweils ausgelesen werden kann oder werden die Zyklen in der APP gezählt und können nur dann erfasst werden, wenn die APP verbunden ist :?: :?: :?: Dann wären diese Angaben aber völlig wertlos, da man ja das Handy nicht ständig innerhalb der BT-Reichweite zum AKKU nutzt. Außerdem unterbreche ich das rote Kabel des BT-Steckers regelmäßig, um Fremdzugriffe zum BMS zu verhindern. Mein AKKU ist seit März in Betrieb und es werden jetzt (Oktober) nur 8 Zyklen angezeigt. Ich habe anfangs mit den Tests (Belastungstest, Kapazitätstest, Laden mit verschiedenen Ladegreräten ...) einige Zyklen unter Beobachtung über die APP (mit BT-Verbindung zum eingeschalteten iPhone) gemacht. Die Zyklenanzahl habe ich anfangs nicht beachtet, aber Anfang Juni waren 6 Zyklen gespeichert - da habe ich mal einen Screenshot gemacht. Ich hätte also seit Juni nur 2 Zyklen "verbraucht". Das erscheint mir aber äußerst unwahrscheinlich, da ich viel freistehend unterwegs war und mehrmals auch die E-Bikes nachgeladen habe. Andersherum, bei 10 Zyklen in der Saison würde der AKKU 200 Jahre halten :lol: Wer weiß Genaueres? Helmut Die Logik, nach der ein BMS einen kompletten Zyklus zählt, ist oftmals unklar und es gibt wohl auch keine allgemeine Norm. Generell werden Wohnmobil-Akkus im Praxisbetrieb ja oftmals nur relativ flach entladen und nachgepuffert, wenn man z.B. mit Solarstrom tagsüber in der Sonne steht und Bordstrom nutzt. Ein einfacher Entlade-/Ladevorgang von vielleicht 5% der Kapazität kann also noch nicht als kompletter Zyklus gelten. Vermutlich definiert das BMS also einen Zyklus als "komplett", wenn ein bestimmter Prozentsatz der Akkukapazität aufsaldierend entnommen und wieder nachgepuffert wurde, sinnvoll wäre irgendwo zwischen 60 und 80% DoD. Ein Zählen des Entnahmesaldos in der App wäre kompletter Nonsens, die Gründe hast du ja schon beschrieben. Ich gehe daher davon aus, dass das irgendwo im BMS persistiert wird. Wie genau das JBD-BMS aufgebaut ist entzieht sich allerdings meiner Kenntnis. Du könntet das höchstens mal in einem Versuch selber testen (einen kompletten Zyklus ohne und einen mit aktivierter App fahren) Die Zyklenzahl wird mit Sicherheit im BMS hochgezählt. Ich nutze für den täglichen Betrieb ein eigenes Programm auf Arduino- bzw. ESP8266-Basis, und da frage ich das BMS unter anderem nach der Anzahl der Zyklen ab (bms.get_cycle_count()). Wie das BMS das zählt weiß ich aber auch nicht. Hallo, jeder Hersteller eines BMS oder BC kocht da sein eigenes Süppchen! Mein Votronic BC definiert einen Zyklus mit Entladung auf 65% und anschließende Ladung auf 95% C! Es gibt auch keine Teilzyklen! Gruß Richard
Eine solche Zählweise würde auch erklären, warum der Threadersteller so wenige Zyklen auf der Uhr hat, trotz längerfristiger Nutzung...
Hallo Richard, 1) du sprichst von deinem BC --> aber nicht von einem BMS für Lithiumbatterien 2) diese Werte sind für Bleibatteriezyklen typisch und m.E. korrekt Helmut
Das Prinzip ist für Blei und LI gleich. Und die Votronic Werte orientieren sich an der Norm (für Bleibatterien) Teilzyklen zu summieren und daraus einen Vollzyklus abzuleiten ist sinnlos, den auch hier müsste man die Untergrenze des Stromes/Soc) definieren. In diesem Zusammenhang drängt sich bei mir wieder mal die Frage auf: Wieviele der Li-Benutzer mit Batterien über 200Ah haben ihre Konfiguration schon mal mit 65% entladen??. Meine geschätzte Antwort: nicht mehr als 10%, der Rest der Konfigurationen ist halt auf Sicherheit gestrickt und total überdimensioniert. Ist aber nur meine Einschätzung, Gruß Andreas
Ja Andreas, ich kenne deine Einschätzung, aber auch du kannst ja auch mittlerweile auf zusätzliche 100Ah Li im Hybridverbund mit deinem Bleiakku zurückgreifen. Glaube mir, wenn das Fahrzeug ohne Landanschluss einige Tage im Schatten (geringer Solarertrag) steht (keine Lima) und neben dem Grundverbrauch von täglich ca. 20-30 Ah mehrmals die E-Bike-Akkus aufgeladen werden, dann bist über ausreichend Restkapazität froh. Und mein 200 Ah-AKKU war diesen Sommer bestimmt mehr als 3 oder 4 x bis zur Restkapazität von 15 % entladen. Ohne E-Bike-nachladen sind sicher 100Ah Li ausreichend. Jeder hat halt sein spezielles Nutzungsverhalten. Trotz deiner technischen Definition einer Zyklusberechnung halte ich es für ausgeschlossen, dass mein AKKU von Juni bis Oktober nur 2 zusätzliche Zyklen genutzt wurde. Helmut
Hallo Helmut, ich hab das schon mal woanders hier geschrieben: JBD hält sich anfangs an die eingestellten Kapazitätswerte und berechnet aus der SOC-Bandbreite von 0 bis 100% die Ladezyklen. Das hier ist jetzt die graue Theorie: Ladezyklen sind 100% Entladen und 100% Aufladen durch Addieren aller Vorgänge. Egal, ob zwischendurch noch geladen oder entladen wurde. Ergo wird Deine Batt. vermutlich etwa 180 Ah als Grundlage nehmen. Irgendwann verabschiedet sich die Software von den vorgegebenen Werten und rechnet sich selbst die Kapazität aus, aber wann und wie, weiß keiner. Und wie die BMS'ler dann noch Effekte wie Temperatur und Lade/Entladestrom hineinrechnen blieb bisher ein Geheimnis. Ich halte eine so niedrige Zyklenzahl durchaus für realistisch. Bei bisher zwei 'vollen' Ladezyklen wären das also minimum 360Ah bis maximum ca. 500Ah. Dein Fahrradakku hat evtl. 500Wh bei 36 Volt, das wären 14AH pro Ladung, wenn er wirklich völlig leer wäre..eher sind 10Ah anzunehmen. Das wären ca. 50 Ladungen, selbst wenn man zwei Akkus lädt, dann wären es immer noch 25 Ladungen. Nimmt man noch die Verluste durch WR hinzu, falls von 220V geladen (und nicht an der Steckdose), dann sind es immer noch 15-20 Ladungen. Die bringe ich im Urlaub nicht zusammen, nicht annähernd...und Fernsehen, Lampen, Pumpen etc. kann man fast vergessen, es sei denn, man brüht sich 10 mal am Tag einen Espresso. ...aber nur meine Meinung (und hoffentlich kein Rechenfehler)... Hallo,
Kleiner Rechenfehler: Helmut hat einen 200Ah Akku bei ca. 12,8V = 2,56kWh Ein Fahrradakku hat einen Energiegehalt von angenommen 0,5kWh -> denn kann man wenns gut geht (ohne Wandler-/Ladeverluste) 5mal laden! Noch, etwas: Komplette Zyklen kann man mit einen Akku nur "fahren", wenn man sich sicher ist, dass beim anschließenden Ladevorgang (nach Soc 0/UVP-Abschaltung) die Zellen auch "eingefangen" werden und am Ladeschluß nicht driften! Meine Beobachtung dazu (aufgrund meiner Eigenentwicklung und den Test mit dem 200Ah Zellen) - bei dem Balancerstrom des JD-BMS 30-50mA ist das nicht sicher gegeben, außer es stört nicht, dass das BMS "abschaltet"! Meine Meinung dazu!
Mag sein, nur habe ich nicht für eine Entladung gerechnet, sondern mit 'fast' drei vollen Ladezyklen. also ebenfalls "kleiner Rechenfehler" :razz: Ja, das Thema "Ladezyklen" bleibt interessant und weitgehend offen. Ich habe das Problem der Kontrolle nicht, bei der DALY App wierden keine Zyklen angezeigt. Ist mir aber ehrlicherweise egal. Meine Konfiguration hält die nächsten 10 Jahre und dann sehen wir weiter. at baste: ich gtlaube dir alles und ich kann alle Argumente nachverfolgen, nur es wird nichts ändern an der Tatsache, dass keiner weiß wie die Chinesen auf die Werte kommen. Aber wenn ich ein Produkt verkaufen will ist es schon gut wenn der Zyklenzähler nicht zu schnell auf 100 hüpft, oder Gruß Andreas Hallo ConducteurCC,
bitte lese meinen Beitrag nochmal genau durch, und berichte wo hier ein Rechenfehler ist, meine Berechnung bezieht sich auf einem Entladezyklus SoC 100 - Soc 0!
Genau so sieht es für mich auch aus. Da wäre wohl besser, die Zyklen gar nicht zu zählen. Vermutlich wird mich mein AKKU ohnehin locker überleben :cry: Helmut
Hallo Mountainbiker, das ist zwar jetzt abseits des Trödthemas, aber .... da hast du aber bei deinem Test wohl schlechte Erfahrungen gemacht (schlechte Zellen oder schlecht initialbalanciert?) Bei meinem Akku schaut's (bisher) perfekt aus, das JBD balanciert brav ab Zellspannung 3400 mV wenn das Delta >15 mV übersteigt. Ich lade mit unveränderter Schaudt Ladetechnik bis 14,1 V (Solar LRS 1214 ) bzw. 14,3V mit dem Bleiprogramm des EBL-Laders und kriege somit den AKKU schön voll, ohne dass das BMS abschalten müßte. Abschaltungen durch das BMS habe ich nur beim Test mit den Laborlader provoziert. Der Akku ist bei Zellspannung von ca. 3550 mV (Akkuspannung 14,3V) voll und die Zellen sind auf 6-8 mV beisammen. Bei hoher Belastung über 80 A zeigt sich kurzfristig eine Delta von bis zu 80 mV, wenn man die Last wegnimmt, sind die Zellen wieder eng beisammen. Vielleicht liegt es daran, dass ich Glück mit den Zellen hatte oder weil die Zellen gut initialbalanciert sind, jedenfalls reichen derzeit die 30-50 mA des JBD-Balancers vollkommen. Helmut Hallo Helmut, hast Du die Zellen auch bis Entladeschluß (UVP) 2,6V entladen und anschließend vollgeladen auf SoC100? Ansonsten reden wir nicht von den gleichen Bedingungen! Wenn Du nur immer bis z.B. SoC10 entlädst ist das nicht ein 100% Zyklus! Die Zellen werden bei mir "sauber" eingefangen (Dank des Balancerstroms von ca. 900mA). Zellen sind perfekt initialisiert, aber wenn Du entlädst bis das BMS abschaltet (eine Zelle aus dem Verbund ist immer die schwächste) wird immer das BMS beim Ladeschluß einschreiten müssen (balancieren)! Die Zyklenzahl wird überbewertet. Es ist ein netter Anhaltspunkt, aber mehr auch nicht. Kein Hersteller weiß genau, wie viele Zyklen eine Zelle wirklich kann, und bei welcher Nutzung diese Zahl auch erreicht wird. Von daher ist so ein Zählwerk ein nettes Beiwerk, mehr nicht. Wer mehr wissen will, der muss seine Einzelzellen entsprechend überwachen, beim Ladevorgang via Innenwiderstandsmessung beim Entladevorgang via Spannungslage vs. Strombelastung. Dann erhält man ein sinnvolles Ergebnis. So etwas wird der normale Nutzer eines LiFePo aber wohl eher nicht machen wollen bzw. sollte diesen Aufwand auch nicht bestreiten. Im High-End Einsatz z.B. bei Modellfluganwendungen im Wettbewerbsbetrieb ist das hingegen Standard. Dort führt jedes halbwegs brauchbare Ladegerät eine Innenwiderstandsmessung durch und protokolliert diese, und die Motorsteller der Antriebe, also die Verbraucher, protokollieren die Zellenspannungen unter Last beim Entaldevorgang. Im Womo purer Overkill. Von daher: Kauft halbwegs brauchbare Zellen, nutzt ein sinnvolles BMS und seid einfach glücklich mit dem Strom, den eure LiFePos liefern :)
Bis UVP = Entladeschluss habe ich nur ganz am Anfang testweise entladen und anschließend hat das JBD-BMS alleine (ohne Zusatzbalancer) ab 3400 mV Zellspannung bis zum Ladeschluss bei ca. 3550 mV Zellspannung ausreichend balanciert. Das regelmäßige Entladen bis UVP ist im Praxiseinsatz nicht vorgesehen, da müßte schon eine Panne passieren :roll: Helmut Moin,
genau! Seit der BMV-712 mir "bestätigt" hat, dass ich aus meinen beiden 130 Ah (C20 ) Bleisäure je Zyklus ca. 670 Ah entnehmen kann (bei bis zu 65 % DoD) - bin ich vollends beruhigt. Das entspricht ja schließlich ca. 3 Vollzyklen - also einer zu erwartenden dreifachen Lebensdauer meiner Batterien! :lol: Seitdem bin ich
Ich nehme einfach, wie es kommt - egal was und wann es kommt. Schließlich muss ich dann eh entsprechend (wie auch immer) reagieren. Die Zyklenzahl ist für mich eine Zahl ohne jede Bewandnis. Soll ich bei Worst-case-Betrachtung mir womöglich einen Kopf machen "Gleich ist sie kaputt" - und das für womöglich die folgenden 5 Jahre? Oder mich bei einer zu optimistischen Betrachtung 5 Jahre lang ärgern, warum sie diese Zeit doch nicht noch durchgehalten hat? Da könnt ich ja gleich weiterarbeiten statt die Vorunruhestands-Zeit jetzt im Womo zu genießen! ;D Grüße Georg Habe ich da was falsch gelesen, Du bekomst aus 2 mal 130 Ah Bleibatterien 640Ah raus, also mehr als du reinlädst??? was verstehe ich da nicht oder ist es wundersame Energievermehrung? Moin, ich beziehe mich auf die Angaben von meinem BMV-712, die er seit dem letzten Reset (irgendwann in 2019) aufsummiert hat: Er gibt die gesamte entnommene Kapazität mit 4691 Ah an. Dies passt auch ganz gut zu der gesamt entnommenen Leistung von ca. 58 kW. Die gesamte geladene Leistung gibt er mit ca. 91 kW an, das wäre ein Ladewirkungsgrad von ca. 64 % - 'nen bischen wenig, aber ok, nehme ich mal so hin. Wie man das allerdings in den von ihm "berechneten" 7 Zyklen schaffen soll, ist mir allerdings ein Rätsel. Daher die Ironie. 4691 Ah durch 7 Zyklen wären eben 670 Ah - selbst bei gerundeten 8 Zyklen wären es immer noch 586 Ah ... Diese (vom BMV berechnete) Zykluszahl ist doch völliger Quatsch - und zu welcher max. Lebenszykluszahl sollte man sie denn überhaupt in Bezug setzen? Selbst wenn man mal ein Life Cycle Chart von einem Hersteller bekäme. Zu den 100% DoD? Das wäre eine Worst-Case-Abschätzung, da 100 % DoD ja nie gefahren wurden, da tiefste Entladung 165 Ah, also max. 65 % DoD. Aber selbst da müsste ich doch wohl eher von derzeit 18 Zyklen (4691 / 260) ausgehen - also gaukelt mir der BMV eine zu günstige Zahl vor, so dass ich - wenn ich mich wiederum darauf verlasse - sicherlich früher als erwartet "auf die Schnauze fliege". Ergo: Einfach ignorieren - und abwarten. Wahrscheinlich stelle ich eh vor deren Ableben eine 200 Ah LiFeYPo daneben. Und erst wenn die vor mir ihr Womo-Leben beendet - dann wäre ich wirklich überrascht. Oder ich bin dann doch deutlich länger als bis zu meinem 80. damit rum gefahren - kann ich mir derzeit aber kaum vorstellen. :wink: Grüße Georg Ich denke auch das die Zyklen Nebensache sind und das Ableben der Batterie sicher andere Ursachen haben wird als das Erreichen der max. Zyklenzahl. Wenn ich weis was geldden und entladen wurde ist da für mich wichtiger als wenn es 99 oder 999 Zyklen sind. Bei den FZ-Zellen aus den Autos gibt es ja auch ein "weiterleben" auch wenn die Zellen dann nur noch 60% können. Das macht bei ortsfesten Speicher auch Sinn, da nimmt man halt ein paar Zellen mehr. Gewicht und Platz sind da Nebensache.
Der Entwickler der iOS-App hat mir auf eMail-Anfrage folgendes mitgeteilt: "Die Zyklenanzahl wie auch alle andere Werte werden von dem BMS ausgelesen und 1:1 angezeigt. In der App wird nichts gerechnet. Die BT Verbindung hat nichts mit dem Zähler zu tun. Ich gebe dir aber Recht - der Wert entspricht nicht immer der geschätzten Zyklenanzahl. Die Logik ist aber im Firmware des BMS integriert - man müsste beim Hersteller nachfragen (mir haben die Chinesen noch nie eine Frage beantwortet" Na ja, wenn es so ist, auf viele ungezählte Zyklen ....... Helmut Da sicher die Meisten von uns den Akku liebevoll behandeln werden wir sicher nicht den Akkutod wegen erreichen der Zyklen erleben. Ob die Werte stimmen wissen nur die Chinesen genau. Mit Software lässt sich alles anzeigen und tricksen, siehe Dieselskandal. Ich kann beitragen, dass bei mir ein Akku, der mit ca 1,2 kWh daherkommt und mit 9 Zyklen angezeigt wird, etwa 30 kWh geliefert hat. Wann genau das BMS glaubt, einen ganzen Zylus gesehen zu haben, kann ich auch nicht sagen, ich bin dem aber bisher nicht genauer nachgegangen. Da ich fast nie auf Dauer über BT damit verbunden bin, muss das im BMS gerechnet sein, wie schon angegeben wurde. |
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