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Habe heute beim Großputz ein paar seltsame Endeckungen an der GFK haut gemacht - ein paar Stellen hatten einen kleinen (ca. 1cm) Höcker welche weich und sehr klebrig war - darunter ist die erste Schicht wie weggefressen an einer anderen Stelle haben wir einen Punkt endeckt wo sich Risse Spinnennetzartig ausbreiten, da das Mobi erst zwei Jahre alt ist sind wir etwas Ratlos - hat jemand eine Idee ? Wir parken in keiner Salzmine :twisted: Bild1 = weißichnicht
Bild2 = mechanische Beschädigung / Schlagwirkung Schlag/Gewalt an der Stelle eher unwahrscheinlich ist das Dachgeländer darüber - wüssten nicht wie da was Gewalrmäßig einwirken könn´te, und heist es nicht das GFK unempfindlich sogar gegen Hagel sei ? Tippe auf eine Beschädigung der Gelcoatschicht. Das würde ich genau untersuchen und beseitigen lassen. Du hast ja bestimmt noch Garantie. Sonst auf Kulanz. Hallo.
Bild 1: vermute Osmose schau mal unter --> Link Bild 2: wie Dirk vermutet mechanische Beschädigung Hallo Oberlandcamper, sieht ja schlimm aus. Habe so etwas nicht einmal bei unseren 20 jährigen Kunststoffbombern (Segelflgzg./Motorseglern) gesehen und die sind ganz anderen Belastungen ausgesetzt. Ich selbst habe nur Erfahrung in Metallflgz., viele Flieger kennen sich mit GFK bzw. Carbonf. recht gut aus, weil sie oft selbst instandhalten bzw. reparieren. Suche die Dir nächstliegende Segelflugvereine aus, rufe diese an u. frage nach deren Spezialisten oder wo sie ihre GFK-Sachen machen lassen, da werden sich sicher einige finden u. bitte sie, Deine Schäden anzuschauen. Ansonsten hat jedes Bundesland einen Luftsportverband, bei uns in Baden-Württ. BWLV in Stuttgart, die geben Dir auch Auskunft, zumal der LV für die Vereinswerkstätten als gesetzl. verantwortliche Werft fungiert u.entspr. Fachpersonal hat. Richi Da ich ja im www immer alles lese was Womos betrifft, und mich schlau machen will, erinnere ich mich an viel größere Flächen, also spröde Stellen, die nicht von einem Mittelpunkt ausgingen. Hab nur keine Ahnung, wo das war, aber sowas gibts scheinbar öfter und ich würde mal googeln, falls hier niemand genaueres weiß.
Aber zuerst würde ich beim Hersteller nachfragen, denn es kann auch ein Materialschaden sein. Hallo,
es wird sich, in beiden Fällen, mit großer Sicherheit um Osmose handeln. Falls noch Garantie besteht, unbedingt den Hersteller informieren und auf Abhilfe pochen. Ansonsten ist die Behebung auch selbst ausführbar! Vorher aber das gesamte Womo absuch, ob nicht noch weitere "Erhebungen" vorhanden sind. Vorgehensweise: Die Beulen großflächig öffnen. (Darunter sitzt Säure (grün-braun und nach Säure reichend). Diese zersetzt das Laminat, sodaß die Stabilität der Matte/Gewebe zerstört wird.) Das zerstörte Laminat mit einem Stechbeitel vorsichtig soweit entfernen, bis man wieder auf "gesundes" Laminat kommt. Die Stellen mit einem Hochdruckreiniger reinigen und anschließend KOMPLETT austrocknen lassen. Dieses kann auch schon mal 1-2 Wochen dauern, da die Polyesterfasern das Wasser regelrecht hereinziehen (Kapilarwirkung) Danach die Stellen dick und/oder mehrfach mit Epoxyd-Harz einstreichen. Mit einem Pinsel richtig in die Fasern einmassieren! Wenn die Schichtstärke wieder fast erreicht ist, die Kanten des weißen Gelcoats fein anschleifen, da sich hier Dreck angesetzt hat. Nun neues Gelcoat flächig aufbringen. Vorher um die Stellen mit Krepp abkleben. Nach dem Aushärten kann das Gelcoat geschliffen werden. Zuerst mit 240-er Schleifpapier, dann 400-er, 600-er naß, 1.000-er naß, 1.500-er naß und zum Schluß mit 2.000-er naß. Danach die Stellen mit einer Schleif-Politur polieren und dabei RICHTIG drücken. Jetzt sollte es wieder in Ordnung sein. Hört sich nach viel Arbeit an, ist aber mehr Wartezeit beim härten als echte Arbeit. Wichtig ist, daß man gewissenhaft arbeitet! , Rolf Hallo Rolf! Vielen Dank für deine gute Beschreibung, wir haben zwar noch keinen Schaden,bei unserer GFK Haut festgestellt, aber trotzdem werden wir uns deine Erklärung aufheben. Vielen Dank erstmal habe dem Händler und dem Hersteller eine Mail geschrieben und um Erklärung gebeten, werden dann nochmal berichten. Wenn in der Dachhaut nicht gebundene Polymere sind und spritz die Wunde mit dem Hochdruckreiniger aus, dann ist es richtig das die Glasfasern das Wasser weiterleiten, nur wie soll es wieder raus. Damit verschlimmerst Du die Osmose und verschlimmerst den Vorgang der schleichenden Zersetzung. Bei so einem ähnlichen Schaden hat der Hersteller die gesammte Dachfläche lackiert, dann dringt kein Wasser mehr ein und die Sache beruhigt sich. Hallo Waldtroll,
ohne das Druckreinigen bleiben Säurereste im Laminat und dann gehts wieder los! Auch mit schleifen schmiert man noch Säurereste in das Laminat. Das Wasser verdunstet, es dauert aber, wie beschrieben, einige Zeit. Wir beheben hier ganze Schiffsrümpfe auf diese Art (abspritzen) und es gab bisher keine Reklamationen. Überlackieren ist nur vertuschen! Der Wiederaufbau mit Epoxydharz ist notwendig, da Epoxyd zu über 95 % wasserdampfundurchlässig ist. Wenn man eine Bezugsquelle hat, so sollte man sogar lösungsmittelfreies Epoxyd verwenden. Diese Möglichkeit wird aber dem Womo-Besitzer wohl nicht geboten. Das Gelcoat ist danach nur der optische Abschluß. , Rolf Also haben heute Antwort von SEA bekommen, scheint wohl so zu sein das unter der Dachhaut eine Leitung/Kabel/Schraube ist welche den Schaden durch Druckbelastung (Dach ist begehbar) verursacht hat :-( was die klebrigen Flecke und dies sich auflösenden GFK Stellen auf sich haben konnte auch nicht erklärt werden :-( aber soll in die Werstatt fahren (Servo Reisemobile) welche dann nach Kostenvoranschlag sofort den Schaden beseitigen sollen. Diese "Hochgeschwindigkeitslösung" von SEA verblüfft schon etwas - hat wohl aber auch mit der Dichtigkeitsgarantie zu tun ? Wenn die Fehler genau klassifiziert melde ich mich dazu dann wieder. |
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