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Hallo zusammen, wollte von meinem 8S 105Ah Akku die Heltec Balancer Kabel entfernen (normales JBD BMS beibehalten) und habe beim wieder Festziehen festgestellt, dass eigtl. alle meine Gewinde kaputt sind. Tja, selbst Schuld, zu fest oder zu oft angezogen. Nach diversen Balancing-Odysseen, Parallel, Seriell, mit Netzteil, mit Glühlampen etc. habe ich eigentlich echt keinen Bock mehr auf Selbstbau. Aber vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, statt dem M4 ein M6 Gewinde reinzuschneiden? Problem: habe ich noch nie gemacht und habe auch Respekt davor. Hat das schonmal jemand gemacht? Hau ich die Zellen einfach weg (die echt in Ordnung sind – getestet zwischen 100Ah und 105Ah Kapazität) bzw. verkaufe diese mit defektem Gewinde oder trau ich mich doch nochmal ran mit Gewindeschneiden und Co. Eigentlich habe ich keine Lust mehr, auch weil ich stinkig auf mich selbst bin! Was mach ich nur :roll: Danke und VG, Andy Hallo, ist mir auch passiert, die Gewinde sind extrem schlecht geschnitten - ich habe einen Helicoil-Einsatz verwendet. Du brauchst einen Feingewindebohrersatz M8x1 (für M6-Innengewinde) oder das komplette Originalset. Die Pole kannst Du 6mm tief aufbohren! Hallo,
Mit einem normal geschliffenen Bohrer oder, wie an anderer Stelle im Forum erwähnt, mit einem auf fast 180° angeschliffenem Bohrer? Gruß, Manfred Klar kann man aufbohren wenn Platz ist. Was ist das für ein Material? Wenn M4 drin ist würde ich dann auf M5 gehen, nicht M6. Gewindebohrersatz besorgen, dann das kaputte M4 Gewinde mit 4,0mm Bohrer aufbohren und M5 reinschneiden. Hab ich glatt übersehen, M4 ist wirklich so? Ich dachte dass die 100Ah-Zellen zumindest M6 haben? Aber wenn dem so ist dann natürlich einen dazu passenden Helicoil-Einsatz verwenden! Bei 200Ah-Zellen konnte ich 6mm tief (Aussenkante) mit einen normalen Spiral-Bohrer aufbohren! (Da gab es mal ein Youtube Video)!
Vielleicht gibt es verschiedene. Meine 105Ah Zellen haben definitiv M4. Solltest du ein Gewinde schneiden wollen...dann brauchst du dazu einen Sackloch Gewindebohrer M4 ..?..bei einer 100Ah Accu ....ihr müsst die blauen Zellen ja wirklich sehr lieben Ich würde ebenfalls empfehlen M5 reinzuschneiden. M4 bei den Stromstärken ist echt ein Witz. Und warum nicht Loch aufbohren und das Kabel mit normaler Schraube und Mutter befestigen? oder ginge das nicht? Gruß Wolfgang Du meinst mit einer hochstromfesten Blechtreibschraube? :lach:
Nö! Du weißt schon wie LiFePO4 Zellen in prismatischer Form aussehen? ![]() Oh Sorry, ich war gedanklich bei "normalen" Batteriepolen Es gibt noch diese Möglichkeit Gewinde- Schneidschrauben Form A, mit Sechskantkopf, metrisch --> Link Die sind in M5x10 oder 5x12 (Je nach Dicke Deiner Busbars) nicht schlecht, aber nicht für zig faches ein/aus Schrauben gedacht. Jetzt bräuchte man nur so eine Werkstatt :) Die Idee mit "Gewindeschneidschrauben" gefällt mir. Gibts auch mit Torx oder Kreuzschlitz... Das muss ich mir mal genauer ansehen. Gegen verzinktes Material sollte ja nichts sprechen, oder? Ach ja bytheway: danke erstmal an alle!
Dazu solltest Du vielleicht schreiben wo Du suchst? :D ICH würde dir auch dringend zu Helicoil-Einsätzen raten! Gewinde tragen grundsätzlich auf einer gewissen Länge. Bei Stahl sagt man als "Faustformel" 1xD, bei "weichen" Materialien auch 2xD. Ein M4-Gewinde sollte also 4mm lang sein um bei Stahl die maximale Kraft übertragen zu können ( ein 12mm langes M4-Gewinde überträgt keine größere Kraft als ein 4mm langes Gewinde! ). Wenn die Bohrung für das M4-Gewinde in dem Batteriepol 6mm tief ist, dann geh´ mal davon aus dass unten der Kegel des Bohrers ist, oben eine Fase und letztlich hatte der ( Sackloch- ) Gewindebohrer eine Spitze und einen Anschnitt. D.h. länger wie 4mm wird das M4-Gewinde nicht gewesen sein. Wenn Du jetzt auf eine größere Bohrung aufbohrst dann wird auch der Kegel des Bohrers "länger". D.h. die effektive Tiefe für das Gewinde wird weniger. Ebenso hat der Gewindebohrer einen längeren Anschnitt was die Gewindetiefe auch reduziert und das Thema "1xD" funktioniert sowieso nicht! Bei Helicoil bohrt man zwar auch größer, hat aber ( aussen ) eine kleinere Steigung und damit mehr Gewindegänge die zum tragen kommen. Außerdem ist der Helicoil-Einsatz aus einer Art gehärtetem Draht. D.h. in dem "weichen" Batteriepol wird einmal dieser "harte" Draht geschraubt ( und vlt. mit "Loctite" eingeklebt? ) und die "immer wieder rein- und raus- gedrehte" Schraube dreht sich in dem harten Draht. Grüße Dirk Ich würde keine Coils setzen, ist ja kein Motor. Auf M5 aufbohren und Sackgewinde reinschneiden, und dann Madenschrauben bis zum Anschlag eindrehen. Die Polverbinder dann mit Muttern befestigen, so nutzt du die gesamte Gewindelänge, ohne Torsionskräfte draufzugeben und die Gewinde bleiben ganz. Und nicht rumjammern, Ausbildung kostet Zeit und Geld. Kaufen kann jeder. (Glaube ich zumindest. Es gibt Threads hier, die lassen mich zweifeln.) Gruss Manfred Würde wegen des Übergangswiderstandes keine Helicoils hernehmen. Wenn das 4er eh schon down ist brauchst nimmer viel rumbohren. Dann kannst mit etwas Fingespitzengefühl das 5er drüberschneiden. Regelmäßig rausdrehen und die Späne ausblasen. Immer wieder etwas tiefer und dann paßt´s. Hallo, ich würde beim ausgeleierten M4 Gewinde gar nicht bohren sondern das M 5 Gewinde drüberschneiden. Mit einem Satz Gewindebohrer, also 1, 2 , 3, evtl. die Spitze der Gewindbohrer etwas abschleifen um tiefer schneiden zu können. Und das Ganze mit sehr viel Gefühl nicht mit der Maschine. Spiritus als Schmiermittel passt für Alu. Vielen Dank für eure Nachrichten. Ich habe die Löcher mal gemessen und die sind teilweise schon bei 4.5 mm. Erstaunlich wie weich Alu sein kann :) Kern eines M5 liegt bei 4.2, deshalb habe ich mich entscheiden auf M6 zu gehen. Mit 5er Bohrer vorbohren, dann mit Sackloch Gewindebohrer das Gewinde reinschneiden. An einer Test-Lifepo4 (die noch rumstand) habe ich mal mit 5mm vorgebohrt, geht wunderbar. Man kann die Löcher 6.5mm tief bohren. Sackloch Gewindebohrer und Schneidöl ist bestellt. Werde berichten. Danke und VG Andy . . Es geht folgendermaßen - und du hast nur diesen einen Versuch! Kernloch für M6 bohren = 5,0 mm Tiefe 6 mm - nicht mehr! Mit einen rechtsräumenden ( also nach oben fördernd) Sacklochschneider M6 schneiden. Du brauchst 2 davon. Den einen unverändert lassen, den anderen rechtwinklig abschleifen um das Gewinde bis ganz nach unten zu bringen. Gewinde reinigen, entfernen und M6 Madenschraube aus Stahl, vernickelt oder A2 eindrehen. Dann Kontakte mit 6er Sperrzahnmuttern SW10 montieren. Die Bohrarbeiten selbstredend mit Säulenbohrmaschine, im Freien und mit Schutzbrille ausführen! Zum Abrunden: die Pfuschlösung würde darin bestehen, passende Gewindestifte (M4 oder M5) mit hitzefestem Kleber oder Knetmetall einzukleben. Das ist jetzt nicht direkt eine Empfehlung, aber eine einfache und schnelle Lösung und sicher besser als die Alternative "Wegschmeissen". Ist unter dem Aspekt Übergangswiderstand suboptimal, aber der Strom soll sowieso über die Kontaktfläche fliessen und nicht durch die Schraube. Bei Helicoil hätte ich eher Bedenken, dass man den Coil nicht ganz rein bekommt und dann noch die Löcher in den Verbindern aufbohren muss. Gruss Manfred
In so einen Fall schneide ich normal das Gewinde. Habe noch einen zweiter Gewindebohrer wo ich den Anschnitt weggeschliffen habe. Mit den räume ich den Rest bis zum Boden aus. Mit der Bohrung selber mach ich das genauso, erst bohren, dann mit flachen Bohrer, noch besser Fräser, den Grund planen. Und dann Stehbolzen mit Loktite einschrauben.
Ist sogar ne bessere Idee. Dann ist mit dem rumschrauben im weichen Material schluß. Wichtig ist sowieso die Auflagefläche des Kabelschuhes. Da ist es dann egal ob ein 5er oder 6er Gewinde 5 oder 6mm tief ist.
Ein Sackloch-Gewindebohrer hat 2-3 Gänge Anschnitt ( ein "normaler Gewindebohrer hat 4-5 Gänge Anschnitt ), dann etwa 1xD "fertiges Gewinde" und schließlich Auslauf und Schaft. Du schleifst jetzt, von Hand? :eek: , etwa 1/3 des Gewindebohrers vorne weg, brichst die Kante des neuen ersten Ganges damit sich dieser sauber zentrieren kann und schaffst es dann noch den Gewindebohrer im rechten Winkel so in den angeschnitten Gewindegang zu platzieren dass dieser erstmal nicht schneiden muss?!! RESPEKT!! Hast Du mal den Durchmesser des Kernlochs nach dem Gewindeschneiden gemessen? Solche Aktionen kann man dann schon eher mit Gewindefomern machen. Dann hätte man auch gleich eine gehärtete / verdichtete Oberfläche in den Gewindeflanken. Allerdings sollte man dann auf das Material achten: gegossenes Aluminium oder spezielle harte Legierungen mögen das Umformen nämlich nicht! Grüße Dirk
So was mach ich hiermit. Aber mit Hand hätte ich auch kein Problem. Ich kann auch bohrer sauber mit Hand anschleifen. ![]()
So was mach ich hiermit. Aber mit Hand hätte ich auch kein Problem. Ich kann auch bohrer sauber mit Hand anschleifen. Du kennst meine Werkstatt icht :wink: [/quote]Es soll tatsächlich noch Handwerker geben die Bohrer mit der Hand schleifen können :ja: Hat was meditatives so eine Schachtel mit runtergenudelten Bohrern wieder fit zu machen :ja:
Ich habe vor langer Zeit Blechschlosser gelernt. Fast nur mit Edelstahl gearbeitet. Da lernst du wie man einen Bohrer per Hand schleift :lol: Ich wuerde in diesem Fall auch nicht einfach M5 reinschneiden. Ich wuerde sogar nur 4.8 oder 4.9 Bohren fuer M6 und dann wie schon oben sehr gut beschrieben mit 2 Sackloch Gewindebohrern arbeiten. Vielleicht reichts ja ohne einen Gewindebohrer flach zuschleifen. Kommt auf den Hersteller an. Es gibt auch gehaertete Schrauben die ein Gewinde FORMEN, aber aufpassen die haben einen anderen Kernloch Durchmesser als zu schneidendes Gewinde. --> Link Das Drehmoment bei anziehen der Muttern/Schrauben sollte man auch nicht übersehen. Gibt sicher Werte dazu. Vorsicht ! Die LiFePO4 Batterieanschlüsse sitzen in dünnen Alublech fest und können nur einem Anzugsmoment von 5 - 10 N max. belastet werden. Gewindeschneiden dürfte da so, ohne festsetzen der Pole, nicht gelingen! Nur meine Meinung. Hallo zusammen, Es ist vollbracht. Habe neue M6 gewinde geschnitten. Habe dazu mit 5mm vorgebohrt, dann mit dem Sacklochgewindeschneider (Originalzustand) die ersten Gewindegänge eingedreht. Danach die Spitze des Gewindebohrers ca 4mm abgeflext und bis zum Boden des Lochs das Gewinde reingeschnitten. Habe mit einem Windeisen gearbeitet. Es hat wunderbar und einfach funktioniert. Hätte ich nicht gedacht. Schrauben lassen sich super einfach rein und rausdrehen. Die Schraube kann ich exakt 5mm eindrehen. Wichtig: immer mit Öl am Gewindebohrer arbeiten. Habe testweise eine alte Zelle ohne Öl bearbeitet und es ist ein Unterschied wie Tag und Nacht… Danke ans Forum! Jetzt heißt es wieder alles neu - mit mehr „Hirn“ zusammenbauen - und ins Case bringen :) ![]()
Und ich bedanke mich auch für diesen ehrlichen Tröt bei dir. War sehr Lehrreich. Dafür an Gutn. Franz |
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