lonsome am 20 Nov 2021 11:34:55 Hallo, bei mir sind Winston mit 260 Ah installiert, am Landstrom über das Victron IP22 geladen, Einstellung 30A, dazu CB300. Wenn die Batterie teilweise leer ist, lade ich mit Landstrom. Gleichzeitg schalte ich den Kühlschrank ein auf 230V zum Vorkühlen, bis ich wegfahre, dann natürlich auf Gas. Jetzt habe ich gemerkt: Wenn ich den Kühlschrank unmittelbar nach dem Anstecken an Landstrom und dem Ladebeginn für die Batterien auf 230V einschalte, dann geht er auf Störung. Schalte ich ihn eine Weile später ein, dann geht alles ohne Probleme. Auch auf Gas geht ohne Probleme. Kann es sein, dass die Batterie den ganzen Strom "verschlingt", so dass für den Kühli zu wenig bleibt und er auf Störung geht? Ist jetzt nicht das große Problem, ist nur interessant für mich, ob meine Theorie stimmen kann. Gruß Klaus
Fledermaus am 20 Nov 2021 13:05:59 Servus Kann ich mir nicht vorstellen, außer du hast ein so dünnes Kabel, davon gehe ich nicht aus, nehme an es wir 1,5 oder 2,5 Quadrat haben.
Passiert es auch wenn du den Kühlschrank auf 230V stellst und dann erst ansteckst?
lonsome am 20 Nov 2021 15:17:55 Hallo,
das passiert in allen Varianten und Einschalt- und Eisteckmöglichkeiten.
Gruß Klaus
Hannus am 20 Nov 2021 15:40:12 Passiert das an allen Landstromanschlüssen, oder nur an einem speziellen, und dann auch noch mit 50m Kabeltrommel. Wenn du zu viele Verluste auf deinem Landstromanschluß hast, kann es durchaus passieren, daß deine Netzspannung unter 200V zusammenbricht.
lonsome am 20 Nov 2021 17:08:27 Hallo,
es könnte tatsächlich an der Kabeltrommel liegen, ist ein 50m Kabel. Voher war das wohl nicht so problemtaisch, da ich mit dem CB 516 mit 15A geladen habe.
Gruß Klaus
Quibby am 20 Nov 2021 17:26:50 Hallo,
wenn das tatsächlich an deiner Kabeltrommel liegt, dann ist die brandgefährlich. Bei einer länge von 50m darf das keine solche Auswirkungen haben. Ich gehe ja mal davon aus, das du das Kabel immer schön komplett von der Trommel abrollst bevor du dieses verwendest.
Energiemacher am 20 Nov 2021 19:05:40 lonsome hat geschrieben: Kann es sein, dass die Batterie den ganzen Strom "verschlingt", so dass für den Kühli zu wenig bleibt und er auf Störung geht?
Ich kann mir kaum vorstellen, das dein Kühli eine Unterspannungsabschaltung hat. Kannst du aber bestimmt in der BDA herausfinden. Hannus hat geschrieben:Wenn du zu viele Verluste auf deinem Landstromanschluß hast, kann es durchaus passieren, daß deine Netzspannung unter 200V zusammenbricht.
Was sind denn zu viele Verluste auf dem Landstromanschluss? Die Anschlussspannung auf 200V abzusenken braucht man schon deutlich mehr als 50m und eine deutlich größere Last, als dass 30A Ladegerät. Quibby hat geschrieben:Hallo,
wenn das tatsächlich an deiner Kabeltrommel liegt, dann ist die brandgefährlich.
Diese Aussage sollte man doch stark relativieren. Sollte es einzigst am Spannungsfall liegen, ist da noch lange nichts brandgefährlich. Grüße
Fledermaus am 20 Nov 2021 20:25:23 Servus Vielleicht liegt das Problem im FZ, überprüfe ob alle Kabelverbinder bei 230V fest sind. Beim Kühlschrank, EBL, Landstrom Steckdose von der Innenseite,....
Und die Volt messen bei der Kabeltrommel, beim EBL, beim Kühlschrank
Steht das FZ halbwegs gerade?
Quibby am 20 Nov 2021 20:28:22 Wenn auf 50 m 30 V verloren gehen, dann wird es warm.
Allerdings zweifle ich auch das hier ein entsprechender Spannungsabfall vorliegt und würde das Problem im Fahrzeug suchen.
Energiemacher am 20 Nov 2021 20:34:39 Fledermaus hat geschrieben:Steht das FZ halbwegs gerade?
Jetzt kommt zur handwerklichen Fehlersuche auch noch die Esotherik hinzu. :lol: Wollen wir evtl. auch noch den Stand der Sterne über dem Wohnmobil wissen? Vllt. laufen die Elektronen in einer Ecke zusammen, wenn das Mobil nicht gerade steht? :roll: :roll: Grüße
rkopka am 20 Nov 2021 20:37:44 Energiemacher hat geschrieben:Ich kann mir kaum vorstellen, das dein Kühli eine Unterspannungsabschaltung hat. Kannst du aber bestimmt in der BDA herausfinden.
Das hat eigentlich jeder moderne KS. Lernt man kennen, wenn man auf einem CP ist, der noch keine so tolle Verkabelung hat. Sollte es einzigst am Spannungsfall liegen, ist da noch lange nichts brandgefährlich.
Bei aufgerollter Trommel könnte es schon zu warm werden, aber dafür hat das Teil ja einen Temperaturschalter. Nur: ein 30A Ladegerät zieht gerade mal etwa 450W, der KS etwa 200W. Da brauchst du die Trommel nicht mal abrollen. Die können üblicherweise bis 1000W ohne. Sollte da die Spannung zu weit absinken, ist die Verkabelung irgendwo übel. Und dort könnte es wirklich zu Problemen kommen, wenn irgendeine Verschraubung heiß wird. Fledermaus hat geschrieben:Steht das FZ halbwegs gerade?
Energiemacher hat geschrieben:Jetzt kommt zur handwerklichen Fehlersuche auch noch die Esotherik hinzu. :lol:
Nicht ganz. In Sachen Kühlung ist das relevant. Für den Stromverbrauch oder Stromfluß aber tatsächlich nicht, falls es nicht einen Wackelkontakt gibt :-). RK
UweHD am 24 Nov 2021 20:59:37 Ist das ein AES Kühlschrank, und steht der bei der Aktion auf automatischer Energiewahl?
lonsome am 24 Nov 2021 21:51:49 Hallo, Nein, kein AES. Das Womo steht gerade, sonst würde der Kühli ja auch mit Gas nicht gehen bzw. zwei Stunden später mit Landstrom. Gruß Klaus
cinzano01 am 25 Nov 2021 09:51:20 Frage: Ist das Kabel auf der Trommel noch teilweise aufgewickelt?
Grund: Beim Einschalten des Kühlschranks nimmt die Patrone kurzfristig einen höheren Strom auf bis sie ihre Arbeitstemperstur erreicht hat. Der Kabelwickel wirkt mit seiner Induktivität als Drossel und verursacht einen Spannungsabfall, was die Elektronik bei einem AES Kühlschrank als Wegfall der Landstromquelle interpretieren kann. Ansonsten würde die Umschalterei ja gar nicht erst funktionieren.
rkopka am 25 Nov 2021 10:11:53 cinzano01 hat geschrieben:Frage: Ist das Kabel auf der Trommel noch teilweise aufgewickelt?
Fangen wir damit an, daß eine Kabeltrommel keine Induktivität hat, bzw. höchstens über Randeffekte eine kaum meßbare Induktivität. Bei 50Hz hätte sie als Spule viel zu wenige Windungen und auch keinen Magnetkern. Sowas hat man vielleicht im Kurzwellenbereich (~10MHz !). Außerdem hat man zwei Leiter, die in Gegenrichtung durchströmt werden und sich damit (magnetisch) aufheben. Es bleiben nur kleine Ungleichmäßigkeiten. D.h. kurz gesagt: eine Kabeltrommel hat für Netzstrom KEINE Induktivität. Alle Warnhinweise beziehen sich nur auf ohmsche Verluste und Erwärmung dadurch. Die Verluste hat man immer, die Erwärmung aufgewickelt. Grund: Beim Einschalten des Kühlschranks nimmt die Patrone kurzfristig einen höheren Strom auf bis sie ihre Arbeitstemperstur erreicht hat. Der Kabelwickel wirkt mit seiner Induktivität als Drossel und verursacht einen Spannungsabfall, was die Elektronik bei einem AES Kühlschrank als Wegfall der Landstromquelle interpretieren kann.
Er schreibt, daß es kein AES ist. Warum sollte die Patrone einen höheren Strom aufnehmen ? Sowas gibt es bei speziellen Heizelementen, die sich selbst begrenzen sollen, damit sie nicht zu heiß werden. Solche Heizpatronen gehören da aber nicht dazu. Das Widerstandsmaterial wird sogar extra so legiert, daß der Widerstand bei allen Temperaturen möglichst gleich bleibt, um solche Effekte zu verhindern. Und das Kabel ist üblicherweise für bis zu 3kW zugelassen. Da machen 100-200W nicht wirklich einen großen Effekt. Das Ladegerät mit seinen 450W auch nicht. Da müßte schon die Spannung an der Dose selbst zu niedrig sein. Oder eben ein schlechter Kontakt irgendwo. RK
lonsome am 25 Nov 2021 11:16:58 Gallo,
Kabel ist fast vollständig abgewickelt, Trommel ist aus Kunststoff. Wenn ich es richtig weiß, müsste auch ein Metallkern für Induktion da sein? Aber auf die Abwicklung achte ich trotzdem, es ist eine 25m Trommel.
Gruß Klaus
rkopka am 25 Nov 2021 12:16:47 lonsome hat geschrieben:Kabel ist fast vollständig abgewickelt, Trommel ist aus Kunststoff. Wenn ich es richtig weiß, müsste auch ein Metallkern für Induktion da sein? Aber auf die Abwicklung achte ich trotzdem, es ist eine 25m Trommel.
Normalerweise steht drauf, wieviel Leistung ohne Abwickeln geht, oft 1000W. Ein Metallkern erhöht die Induktivität, es geht aber auch ohne (Luftspulen). RK
lonsome am 25 Nov 2021 12:51:02 Hallo,
nochmal zur Erklärung: Das Problem tritt erst seit dem Umbau auf LiFePo4 auf. Alle anderen Bedingungen sind wie vorher: Es ist derselbe Kühli, dasselbe Kabel, derselbe Standplatz, alles genauso abgerollt ... Einzige Veränderungen: Ladegerät und Batterie.
Gruß Klaus
rkopka am 25 Nov 2021 12:58:37 lonsome hat geschrieben:nochmal zur Erklärung: Das Problem tritt erst seit dem Umbau auf LiFePo4 auf. Alle anderen Bedingungen sind wie vorher: Es ist derselbe Kühli, dasselbe Kabel, derselbe Standplatz, alles genauso abgerollt ... Einzige Veränderungen: Ladegerät und Batterie.
Kannst du die 230V am KS messen ? Dann wüßte man evt. mehr. Oder sonst zumindest allgemein die 230V im Womo. Zumindest wenn der mögliche Spannungseinbruch nicht sehr kurz ist, müßte man ja was sehen. Wenn da nichts ist, kommen nur noch exotische Gründe infrage: Störstrahlung vom neuen Ladegerät oder Batterie... RK
UweHD am 25 Nov 2021 17:08:22 lonsome hat geschrieben: ...Das Problem tritt erst seit dem Umbau auf LiFePo4 auf. Alle anderen Bedingungen sind wie vorher...
Da eine LiFePo4 deutlich höhere Ladeströme verdaut als ein Bleiakku, und das Problem immer nur kurz nach dem Start des Ladevorgangs auftritt, könnte das schon mit dem Stromhunger des Ladegeräts zusammenhängen. Der Kühli geht vermutlich auf Störung, weil er Unterspannung erkennt. Eine andere Erklärung fiele mir spontan auch nicht ein. Wie schon geschrieben wurde: Alle Verbindungen und Kontaktstellen mal akribisch kontrollieren und dann mal den Strom messen! P.S.: Gibt der Kühlschrank einen Fehlercode aus, den man interpretieren könnte? So ähnlich wie bei den Truma-Heizungen?
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