RK
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Ich hab ein älteres Haus gekauft und probiere gerade die Elektrik zu kapieren. Dieses Bild verstehe ich erst zum Teil. Es ist aber für jeden Farbcodefanatiker ein Albtraum: RK :eek: ja da war ein fachmann dran. das wird dauern, bis du da alles entwirrt hast. wird ja nicht nur in der dose so aussehen, also weit weg wird schon der farbenwirrwarr anfangen. grausigst. hat aber nichts mit fanatiker zu tun: farben haben ihren sinn und müsst auch so verwendet werden - na jo, müssten: wenn da der lustige funkenschuster drangeht und denkt: jetzt tausche ich in jeder dose die farben, die werden sich noch wundern, wenn die nach mir nacharbeiten müssen, dann hast das vor dir. Sehr seltsam ist der Schwarze der mit dem Grün-Gelben unten zusammengeführt ist. Das darf so nicht sein und würde normalerweise zu einem Kurzen führen. Der durchsichtige Stecker ist auch seltsam, da die Abstände zwischen normalerweise spannungsführenden Teilen und Erde sehr gering sind. 230V auf einem Art Telefonstecker? Hallo du schreibst, daß dies ein älteres Haus ist. Gelb/Grün wird erst seit 1965 genormt als Schutzleiter eingesetzt, vorher hatte er teilweise andere Bedeutung, auch warf damals teilweise rot der Schutzleiter. Siehe auch hier --> Link. Die Kabel sehen mir aber neuer aus, vielleicht hat ein Unwissender das gemacht und sich an den alten Leitungen orientiert und so die Farben weiter benutzt. Wird auf jeden Fall eine Menge Arbeit wenn du das ordentlich machen willst. at macagi: Der Stecker ist nicht seltsam, ist eine WAGO-Klemme und da liegt alles auf dem selben Potential Du verbindest also mit so einer Klemme nur gleiche Potentiale, deshalb ist auch der Abstand egal. Wenn das aus dem Zeitraum vor 1965 ist müßte eigentlich die ganze Elektrik auf den aktuellen Stand gebracht werden. Das gilt spätestens dann wenn dir ein Elektriker was am Zählerkasten machen muß. Gruß Joachim So eine Zweckentfremdung von gelb/grün findet man oft bei Lampenserienschaltern oder bei Wechsenschalter, wo man mehrere Adern braucht. Glückwunsch zum Haus! Und viel Erfolg beim Durchmessen. Die Verwendung der Klemmen sieht für mich aus wie das „mutige“ Unterfangen einer Leitungsverteilung.
Danke. Dann ist aber die Farbenkombo noch seltsamer - schwarz, blau und grün-gelb auf demselben Potential? Dann kann man den Farben ja überhaupt nicht trauen. Da hat jemand nachträglich eine Wechselschaltung umgesetzt und dafür die Erdleitung zweckentfremdet. Das ist so natürlich nicht zulässig, dennoch aber nicht unüblich und findet man häufig auch bei ansonsten korrekt aufgebauten Elektriken.
Die untere Klemme sw gbgn gehört zu einem Lichtschalter (kein Wechselschalter). Dorthin führt ein 3adriges Kabel. Nur ist unten wohl der schwarze Draht abgebrochen, also wurde der gbgn benutzt. Da die Leitung eingemauert ist (in A in Wohnhäusern nicht üblich), war das wohl die einfachste Lösung. Nur hätte ich mir eine Kennzeichnung erhofft. Anscheinend war einerseits kein Profi am Werk oder er hat den einfachsten Weg gewählt. Andererseits wurde über die Jahre einiges umgebaut und erweitert, was zu teils eigenwilligen Lösungen führte.
Das ist das Problem. Dummerweise ist diese Dose nur erreichbar, wenn das elektrische(!) Tor zu ist, das aber auch an dieser Sicherung hängt, die auch noch ein gutes Stück entfernt ist :-(. Man kann es natürlich mechanisch bedienen, aber zum Anlernen danach muß ich erstmal die Anleitung suchen. RK
Das ist eine sogenannte Wagoklemme für starre Leitungen. Aber es ist schon richtig bemerkt worden. Jede farbliche Ader würde mit dem Schwarzen Leiter= Phase einen Kurzschluss verursachen. Man könnte meinen, Hier ist mit Absicht Kurzgeschlossen worden!
Nein, die Farben sind nur etwas kreativ benutzt worden. Wenn man nur die üblichen Kabel (sw bl gbgn) für Schalter benutzt, ist mind. eine Leitung in der "falschen" Farbe. Bricht eine Ader, wird es noch interessanter. Oder man braucht bei einer geschalteten Lampe noch eine Dauerstromsteckdose, hat aber nur 3 Drähte. Dann wird gbgn plötzlich zur Phase. Wilder ist, daß sie alle richtigen Schutzleiter einfach nicht angeschlossen haben ??? Dann habe ich noch einen gefunden, wo der Draht abgebrochen war. Eine andere Verteilerdose war recht brauchbar verkabelt, nur eben ohne Schutzleiter von außen. Ein Kabel kommt an, k.A. von wo, es liegt keine Spannung drauf. Und in der Richtung habe ich noch kein anderes Ende gefunden. Vielleicht wurde es einfach eingemauert :-). RK Hallo RK, ganz ehrlich, da gibt es nichts zu kapieren! Du hast doch schon selbst festgestellt, dass das Murks ist! Da ich selbst vom Fach bin, tue ich mich immer etwas schwer dazu eine Empfehlung zu geben, außer, las einen Elektriker über die ganze Anlage einen Blick werfen! Las dir sagen ob Dir demnächst das Haus abbrennt oder Deine Frau sich beim berühren des (z.B.) Tores einen Stromschlag holen kann. Und dann ziehe daraus Konsequenzen! mfg. Mario ich sehe das wie Mario. Gibt es in A auch einen E-Check? Vieleicht heißt es dort auch anders. Jedenfalls geht es darum die Installation im Haus zu prüfen. Das schaffen wir je nach Hausgröße in 3 bis 6 Stunden, also erst mal noch recht günstig um ein Bild der Elektrik zu bekommen. Wärend der Messung und Prüfung zeige ich dem Kunden wenn nötig die Mängel. Das ist natürlich noch keine Lösung, aber man hat dann ein recht guten Überblick über den Zustand der E- inst. Die Prüfung verpflichtet auch zu nichts. Gruß Andreas Servus Schaut nach Seitenschneider aus. Oder an den Kabel mit einem großen kräftigen Ruck aus der Wand reißen und ordentlich neu mache . Wie schaut der Verteiler aus? Ich kann's mir Vorstellen. :cry: Bei so einer Installation halte ich mich nicht lange auf und mach alles neu. Oder ist das nur in einem Zimmer in einer Abzweigung, dann hilft eventuell umfärben der Kabel.
Das klingt nett ist aber nicht praktikabel. Zum einen, weil die Garagen schon vollgeräumt sind. Außerdem kommt man wegen der Garagentore und sonstiger Einbauten an manche Bereiche kaum noch ran. Sowas kann man machen, wenn alles noch leer und nicht hergerichtet ist. Und selbst dann wird es eine großer Aufwand, überall die Wände aufzureißen und nachher wieder herzurichten. Ich bin aber fast fertig. Die Dose (Bild) habe ich nur zufällig gefunden, weil einige Meßwerte falsch waren.
Der sieht einwandfrei aus. Es wurden gerade neue Zähler montiert, und da gab es keine Bemerkungen des Technikers. Lediglich die FIs muß ein Installateur noch tauschen und den Nachtstrom entfernen.
In der Form habe ich es nur in dem Raum (Garage) gesehen. Sonst sind überall Kabelrohre verlegt mit den passenden Adern. Höchstens mal 2 blaue Adern statt bl/bn. Nach etwas Forschung haben jetzt alle Kabel Beschriftungen, wozu sie gehören. Die "falschen" gbgn habe ich angemalt. RK Ja, ich hab's befürchtet. :D Schon aus reinem Selbsterhaltungstrieb solltest Du dem Techniker der Deine Fehlerstromschutzschalter wechselt mal den Verteiler zeigen und fragen, ob es normal ist, dass die Schutzleiter nicht aufgelegt sind! Und bitte jetzt nicht einfach alle grün/gelben zusammenklemmen! mfg. Mario
Das kenne ich auch. WIr haben vor 16 Jahren unser Haus mehr oder weniger kernsaniert (BJ 69) Dabei auch manch -aus heutiger Sicht- abenteuerliche Verdrahtung gefunden (zweiadriges Flachkabel, klassische Erdung/Nullung usw.). Da sowieso außer den tragwänden fast alles rausflog haben wir natürlich auch die Elektrik neu gemacht. Dieses Jahr habe ich mir Solar auf die Garage gepflastert und einen sPeicher in den Keller gestellt. Da musste dann eine neue Leitung zur Garage gelegt werden. Dort herrschete auch nich das alte Verkabelungschaos. ich gab mir einen Ruck und habe auch alles neu gemacht. Dauerte am Ende nur zwei Tage, weil Aufputz. Aber jetzt kann ich ruhig schlafen, weil die Garage jetzt auch einen FI hat. Ausputzverkabelung in der Garage, eine Idee für dich? |
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