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Lieferfähigkeit bei Basisfahrzeugen


dietmardd am 10 Jan 2022 00:00:53

Immer wieder wird gesagt, daß fehlende Chips der Hauptgrund für die Lieferprobleme sind. Angeblich stehen viele Basisfahrzeuge halbfertig rum. Dazu kommt, daß die EU fordert, daß ab Juli 2022 alle möglichen Assistenzsysteme bei fast allen Fahrzeugen zur Pflicht werden und das bedeutet eine Unmenge zusätzlicher Chips, was die Chip-Problematik weiter verschärft.

Ein weiteres Problem ist Magnesiummangel. China ist der Hauptproduzent und hat wegen Energiemangel seine Fertigung reduziert. Nun könnte man denken, Magnesium spielt doch bei Womos keine Rolle, aber das stimmt nicht. Magnesium ist das wichtigste Legierungselement von Aluminiumlegierungen und damit sind alle Aluteile betroffen, nicht nur am Basisfahrzeug, sondern auch bei den Zulieferteilen.

Wenn man bei Womo-Vertragshändlern anfragt, so gibt es keine belastbare Auskunft, wann bestellte Womos tatsächlich ausgeliefert werden können. Hauptgrund: stark eingeschränkte Lieferfähigkeit bei Basisfahrzeugen. Und ohne Basisfahrzeuge können keine Womos gekauft werden.

Wer hat Informationen, wie sich das bei den hauptsächlichen Basisfahrzeugen in überschaubarer Zukunft gestaltet?

Oder anders gesagt, welche Womos lohnen sich noch zu bestellen?

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mv4 am 10 Jan 2022 08:43:00

Das wird dir mit Sicherheit keiner genau sagen können...nach meine heutigen Wissenstand wird sich der Mangel von Rohstoffen noch ausweiten und verstärken. Das hat mehrere Ursachen....unter anderen die extreme Verteuerung von Energie.

China baut ja nicht umsonst 400 Kohlekraftwerke die nächsten Jahre. Aber auch in Europa und Deutschland fangen jetzt schon an Industriebetriebe wegen der "Energiekrise" die Produktion enzuschränken oder gar stillzulegen. Das mag erstmal in bestimmten Branchen keinen Zusammenhang ergeben wenn dadurch bestimmte Halbleiter usw. fehlen...hat es aber durch die weltweite Globalisierung.
Zudem ist auch gerade in China Corona noch nicht vorbei...es rächt sich das dort sehr viele Produkte nur in riesigen Industriebetrieben zentral hergestellt werden...das verbilligt zwar die Produktionskosten...beeinträchtigt aber die Produktion bei Störungen (komplette Schließung wegen Corona Fälle von ganzen Millionen Städten) enorm...die Folgen spüren wir gerade.

Pechvogel am 10 Jan 2022 10:41:01

Die Krise bei den "elektronischen Ausrüstungsteilen" ist z.T. hausgemacht.
Die Auto-Konzerne haben zu Beginn ihrer Krise ( das war noch vor Corona! ) ihre Verträge mit den Zulieferern nicht eingehalten.
Das ist zwar erstmal nix neues und ist auch in der Vergangenheit schon oft so gemacht worden, nur haben die asiatischen "Chiphersteller" sich neue Märkte, z.B. in der Unterhaltungsindustrie, gesucht und auch gefunden.
Und da der Arm Europas nicht lang genug ist um die Asiaten jetzt an die bestehenden Verträge zu "erinnern" hat die Automotive-Branche ein Problem.

dietmardd hat geschrieben:...wie sich das bei den hauptsächlichen Basisfahrzeugen in überschaubarer Zukunft gestaltet?

Es gibt Branchen-Insider die gehen davon aus dass sich vor Mitte 2023 nichts ändern wird. Zumindest nichts zum positiven!

dietmardd hat geschrieben: Oder anders gesagt, welche Womos lohnen sich noch zu bestellen?

Alle die die in absehbarer Zeit gebaut und geliefert werden können! Selbst wenn Du auf das heißgeliebte Navi oder den Abstandstempomaten verzichten musst: die Frage ist neues Womo oder in absehbarer Zeit kein neues Womo?
Besser wird die Situation vorläufig nicht! Und wenn Du heute ein neues Womo bekommst, das halt keinen Tempomaten hat, und Du dieses Womo in vier oder fünf Jahren wieder verkaufen willst, dann ist dann der Markt an vier bis fünf Jahre alten Womos leer denn was heute nicht zugelassen wird ist in fünf Jahren nicht fünf Jahre alt.
Und wenn Du das Womo in 15 oder 20 Jahren verkaufen willst: dann ist es schei.egal ob das einen Tempomaten hat oder nicht.




Grüße
Dirk

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pwglobe am 10 Jan 2022 11:29:32

Hallo, unsere Firma arbeitet für mehrere Automobilhersteller weltweit.
Das Problem mit den elektronischen Bauteilen haben alle, aber besonders schlimm trifft es die europäischen Hersteller.
Ein Deutscher Hersteller von LLKW und Vans hat mittlerweile Flächen angemietet um die Fahrzeuge zwischenzulagern.
Bei einem LKW Hersteller stehen hunderte Fahrzeuge.
Eine Entspannung der Situation wird frühestens Ende 2022 erwartet, wahrscheinlich aber erst im ersten Halbjahr 2023, da zuerst der Stau abgearbeitet werden muss.
Es werden auch vorrangig Geschäftskunden und Leasing Firmen beliefert, da dort Verträge auslaufen.
Die Privatkunden oder auch die Wohnmobilhersteller stehen weiter hinten auf der Prioliste.

Andiklos am 14 Jan 2022 19:12:58

Hinzu kommt noch, dass durch die extrem stark gewachsenen Versandmärkte in den letzten Jahren auch hier der Bedarf an Transportern rapide gewachsen ist. Fiat wird einen Teufel tun und die großen Lieferdienste im Regen stehen lassen, zumal hier mehr verdient wird! Die Thematik war Hauptthema im Logistikbereich, und, wie auch schon geschrieben wurde, leckt sich zur Zeit die Lagerlogistik die Finger und mietet Stellflächen, was sie kriegen kann.

Andreas

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