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Moin zusammen, mache hier mal einen neuen Thread auf um nicht auf weitere Abwege im Gel/Blei Thread zu driften :mrgreen: und kopiere hier mal gleich die Fragestellungen rein.
Ausgangslage: CBE an intakte 80Ah Gel oder AGM. Kapazität für angestrebte Aktivitäten ungenügend. Welche CBE Komponenten (stecken mit der Batterie unterm Beifahrersitz) genau verbaut sind weiß ich leider nicht, da nicht meins. Eura TI BJ 2019, kein Start/Stopp daher keine abgeregelte Lima. 2,3L 150PS Ducato.
Plan: Hybridsystem mit LiFe(Y)Po4 parallel an Gel/AGM. Einbauort noch unbekannt, evtl. unter Fahrersitz mit Drehkonsole oder in Sitztruhe hinter dem Fahrersitz, ist auch noch nicht abschließend entschieden... Als ersten Schritt mal die Fragen zum CBE und Standardverkabelung....da ist der Hannus glaube ich ganz weit vorne...
Hannus hat geschrieben:Wenn ich immer lese, ich hab meinen Booster einfach parallel zum Trennrelais geschaltet und es funktioniert trotzdem, dann taugt die Verkabelung nichts.
Natürlich taugt die Standardverkabelung nix für hohe Ströme. Bei mir sind 10qmm auf 2m Länge verbaut. Deswegen geht die Hochstromladung auch mit neuen Kabeln am EBL vorbei.
Eine ordentliche Verkabelung würde den Booster durch das Trennrelais kurzschließen.
Kurzschließen verstehe ich nicht, kannst du das mal genauer beschreiben?
...solange die Spannungsunterschiede zwischen Eingang und Ausgang des Boosters nicht zu groß sind.
Soweit klar. Kleines Rechenbeispiel: Lima (Starterbatterie) liefert 14V unter Volllast, Bodycomputer hat die Spannung zum thermischen Schutz der Lima reduziert. Boostereingangsspannung entsprechend auch 14,0 oder 13,9V wegen Kabelverluste. Aufbaubatterie leer bei 11,5V. Booster liefert 50A an Aufbaubatterie. Die Spannung steigt nur langsam an, weil die Batterie mehr als 50A aufnehmen könnte, der Booster aber nicht mehr liefern kann.
Später ist die Aufbaubatterie fast voll und erreicht die eingestellte Ladeschlussspannung des Boosters z.B. 14,4V. Der Ladestrom sinkt (CV), die Lima läuft nicht mehr auf Volllast und der Bodycomputer regelt die Spannung wieder auf 14,4V hoch. Am Boostereingang liegen jetzt auch 14,3V an. Jetzt könnten theoretisch über das geschlossene (Verbindung vorhanden) Trennrelais Rückströme zur Starterbatterie fließen, wenn wir hier mal die Kabelverluste außer Acht lassen. Wären die Hoch? Ich glaube nicht. Wäre das ein technisch bedeutendes Problem beim CBE? Das wäre meine Frage...
Der große Vorteil vom Schaudt EBL besteht in seinen zwei Verbindungen zur Starterbatterie. Hier kann ich das dicke Kabel am Eingang einfach abklemmen und auf den Booster legen und es funktioniert trotzdem noch alles.
Das geht auch mit neuen Kabeln zum Booster und neuen Kabeln zur Aufbaubatterie ohne die Kabel am EBL-Eingang zu trennen...
Das geht bei CBE und fast allen anderen EBLs nicht.
Das ist der springende Punkt. Warum geht das nicht? Dem Strom und dem Trennrelais ist es doch egal, in welche Richtung er fließt (bei Rückströmen) oder gibt's da ein Steuerungs-oder Platinenproblem bei den CBE's
Ist alles noch Theorie, ist noch nichts bestellt oder gekauft. Würde aber gerne vorher mögliche Probleme und vor allem Lösungen "abklopfen". Ich kenne mich leider mit den CBE's gar nicht aus, der Womoinhaber als Neueinsteiger auch nicht und der Privatverkäufer war so zufrieden wie es ist.
Vorab schon mal vielen Dank an alle für sachliche und mehr oder weniger zielführende Beiträge...
Plan: Hybridsystem mit LiFe(Y)Po4 parallel an Gel/AGM. Einbauort noch unbekannt, evtl. unter Fahrersitz mit Drehkonsole oder in Sitztruhe hinter dem Fahrersitz, ist auch noch nicht abschließend entschieden...
Der Löwe passt zusammen mit einer 90 Blei unter den Fahrer/Beifahrersitz. natürlich nach oben noch isolieren.
Natürlich taugt die Standardverkabelung nix für hohe Ströme. Bei mir sind 10qmm auf 2m Länge verbaut. Deswegen geht die Hochstromladung auch mit neuen Kabeln am EBL vorbei.
neues Kabel direkt von der Batterie ziehen, und ein vernünftiges Trennrelais verwenden. Der Weg von der Batterie ist gut zu erreichen, an der Batterie an dem leeren Platz mit neuer Sicherung anschließen. Auf den Booster verzichten. Mein Hybrid wird mit 50 A und mehr geladen. Beim Löwen darauf achten, daß er ersteinmal vernünftig geladen und Balanciert wird.
Gruß Joachim
Hannus am 11 Jan 2022 17:59:31
Prinzipschaltbild
Mal zwei Beispiele. Angenommen die Verbindung über das Trennrelais hat einen Widerstand von (schlechten) 0,05Ohm. Boostereingang 14V, Boosterausgang 14,4V. Der Rückstrom beträgt also 0,4V / 0,05Ohm = 8A. bei normalen 0,01 Ohm und gleichen Bedingungen sind das schon 40A die nicht in die Batterie fließen sondern zurück. Das bedeutet also, bei einem 50A Booster und 0,01Ohm kann der Spannungsunterschied zwischen Boosterein- und Ausgang nie größer werden als 0,5V. Bei den schlechteren 0,05Ohm sind es Maximal 2,5V.
Das ganze wird sich zwar irgendwie einpendeln und die Aufbaubatterie wird auch geladen, aber nie mit der vollen Leistung, nur der Booster läuft fast ständig auf Höchstleistung.
Man könnte das Ganze aber etwas korrigieren indem man zwischen B1 und EBL ein langes dünneres Kabel klemmt.
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thomker am 11 Jan 2022 19:02:17
Hallo Hannus, Danke für die prompte Antwort.
Hannus hat geschrieben: Boostereingang 14V, Boosterausgang 14,4V. Der Rückstrom beträgt also 0,4V / 0,05Ohm = 8A.
Soweit klar. Nur liegen am Boosterausgang die 14,4V doch erst an, wenn die Aufbaubatterie schon fast voll ist und der Ladestrom zurückgeht und somit auch der Rückstrom nicht so hoch ausfällt. Solange die Spannung der Aufbaubatterie unter der Boostereingangsspannung liegt, gibt's doch gar keinen Rückstrom. Oder hab ich da einen Denkfehler?
Hannus hat geschrieben: bei normalen 0,01 Ohm und gleichen Bedingungen sind das schon 40A die nicht in die Batterie fließen sondern zurück.
s.o. und die 40A müssten ja auch irgendwo hin...
Hannus hat geschrieben:Das bedeutet also, bei einem 50A Booster und 0,01Ohm kann der Spannungsunterschied zwischen Boosterein- und Ausgang nie größer werden als 0,5V.
Wird er das überhaupt jemals bei halbwegs akzeptablen Kabelqueschnitten und -längen?
Hannus hat geschrieben:Das ganze wird sich zwar irgendwie einpendeln und die Aufbaubatterie wird auch geladen, aber nie mit der vollen Leistung, nur der Booster läuft fast ständig auf Höchstleistung
Ansonsten würdest Du da kein Zerstörungspotential z.B. bei den Platinen sehen?
Hannus hat geschrieben:Man könnte das Ganze aber etwas korrigieren indem man zwischen B1 und EBL ein langes dünneres Kabel klemmt.
Na ja, Strombegrenzung über Leitungswiderstände ist nun auch nicht so mein Ding...Heizung ist da schon genug drin. :mrgreen: Weiss Du zufällig, wie groß die standardmäßig verbauten Trennrelais sind? Was könnte man da mit dicken, kurzen Kabeln ohne Booster drüber schicken. Bin eigentlich kein Freund von Boostern, außer beim Impfen. Würde dann mal die genaue Länge messen, Widerstand und Spannungsfall berechnen (lassen) und dann entsprechend abgesichert ohne Booster versuchen als Alternative. Also doch wieder Strombegrenzung durch nicht ganz so dicke Kabel... :?
Gruß Thomas
thomker am 11 Jan 2022 19:14:28
Hallo Joachim, Danke für den Tip:
Joachim170 hat geschrieben:Der Löwe passt zusammen mit einer 90 Blei unter den Fahrer/Beifahrersitz.
Aber: Das ganze Geschnassel ist jetzt mit Batterie, Lader und Verteilung unter dem Beifahrersitz. Die Fahrersitzkonsole ist unten leer...
Joachim170 hat geschrieben:Auf den Booster verzichten.
Ja, liebend gerne...
Joachim170 hat geschrieben:Mein Hybrid wird mit 50 A und mehr geladen.
Das ist doch mal ne Aussage mit der ich was anfangen kann. Ist das auch ein CBE-System? Wenn ja: schon mal erlebt, dass das Trennrelais "klebt". Wäre eine Befürchtung von mir.
Joachim170 hat geschrieben:Beim Löwen darauf achten, daß er ersteinmal vernünftig geladen und Balanciert wird.
Sorry, solange ich da noch irgendeinen Einfluss drauf habe, kommt da sicher kein Löwe rein, ist aber letztendlich nicht meine Entscheidung. Wenn's nur nach mir ginge, kämen nur Winston Zellen in Frage. Trotzdem Danke für deinen erhellenden Input und nix für ungut...
Gruß Thomas
thomker am 11 Jan 2022 19:19:10
Ich noch mal: Weiß jemand, ob man 8x130Ah Winston stehend unter den Drehkonsolensitz im Duc unterbringen kann?
Hannus am 11 Jan 2022 19:50:06
Ich muß da doch noch mal nachfragen. Ihr hab keine Probleme Sachen einzubauen, mit denen man ohne Probleme das ganze Auto abfackeln kann. Aber ihr habt Probleme damit einen Widerstand durchzukneifen, der eigendlich nur ein Stück Draht ist, und ganz einfach wieder verbunden werden kann.
Strom fließt immer von der höheren zur tieferen Spannung. Welchen Sinn macht ein Booster, wo hinten weniger Spannung rauskommt als vorne reingeht? Das ist technischer Unsinn. Und bei 6d temp würde das Ganze gar nicht mehr funktionieren.
Joachim170 am 11 Jan 2022 20:00:57
Ist das auch ein CBE-System? Wenn ja: schon mal erlebt, dass das Trennrelais "klebt". Wäre eine Befürchtung von mir.
Im Prinzip ja, aber Challenger/Chausson hat hier eine Eingene Variante mit separatem Trennrelais/Hauptrelais. Wenn mein Verbund nur über das originale Relais geladen wird, bin ich bei 20-30 A Ladestrom, geschuldet durch die magere 10 qmm Originalverkabelung. Nach zuschalten des separaten Trennrelais über die nachgerüstete 25 qmm Leitung geht die Ladung dann auf 50-60 A hoch. Ob die Batterien nun unter dem Fahrersitz oder unter dem Beifahrersitz stehen ist doch erst einmal egal, Fahrersitz ist sogar besser, da der Weg zur Fahrzeugbatterie deutlich kürzer ist.
Gruß Joachim
thomker am 11 Jan 2022 20:30:46
Tach noch mal hört sich leicht angesäuert an, warum? Oder täusche ich mich?
Hannus hat geschrieben:Ich muß da doch noch mal nachfragen. Ihr hab keine Probleme Sachen einzubauen, mit denen man ohne Probleme das ganze Auto abfackeln kann.
Nö, das kann man mit jeder alten Bleibatterie auch schaffen...
Hannus hat geschrieben:Aber ihr habt Probleme damit einen Widerstand durchzukneifen, der eigendlich nur ein Stück Draht ist, und ganz einfach wieder verbunden werden kann.
Nö, auch nicht, ich versuche nur bei einem mir unbekannten System rauszufinden, was geht und was nicht. Bei mir werkeln fast 6Kwh Speicher mit 70qmm Kabel seid fast 5 Jahren ohne Rauchzeichen und auch ohne jemals eine Sicherung getauscht zu haben. Und nein, ich habe keine 1,5qmm Leitung mit 200A abgesichert. :mrgreen:
Hannus hat geschrieben:Strom fließt immer von der höheren zur tieferen Spannung.
Das war selbst mir nicht ganz neu...
Hannus hat geschrieben:Welchen Sinn macht ein Booster, wo hinten weniger Spannung rauskommt als vorne reingeht?
Da kann ich jetzt nicht mehr folgen. Wo habe ich das behauptet? Oder hab ich mich missverständlich ausgedrückt? Wo?
Hannus hat geschrieben:Und bei 6d temp würde das Ganze gar nicht mehr funktionieren.
Schon klar, hat er aber nicht. Da wäre der Booster normalerweise auch schon serienmäßig drin...hoffentlich...
Hannus, ich bin sehr an Deiner Expertise interessiert, möchte aber auch gerne verstehen, was warum nicht geht, oder doch. Alle Anderen sind natürlich auch weiterhin herzlich willkommen. Einfach eine Empfehlung zu übernehmen, ohne wirklich zu verstehen, kann meiner Meinung nach schon mal komisch ausgehen. Da machste nur ne Kleinigkeit anders, weil's einem grad besser in den Kram passt und schon geht's schief und es wird hell und warm...
Also weiterhin her mit dem ganzen Schwarmwissen, selbst Meinungen sind willkommen, egal welche, ich kann damit umgehen...vielleicht...oder doch nicht...mal sehen :twisted:
Gruß Thomas
thomker am 11 Jan 2022 21:01:53
Joachim170 hat geschrieben:Wenn mein Verbund nur über das originale Relais geladen wird, bin ich bei 20-30 A Ladestrom, geschuldet durch die magere 10 qmm Originalverkabelung.
Das wird das Relais schon aushalten. Hätte mich auch gewundert, wenn da 50A drüber gingen...
Joachim170 hat geschrieben:Nach zuschalten des separaten Trennrelais über die nachgerüstete 25 qmm Leitung geht die Ladung dann auf 50-60 A hoch.
Das haste mir bisher vornehm verschwiegen, aber doch jetzt verraten... Da tut sich doch schon wieder eine weitere Option für mich auf. Die Originalverkabelung hast Du gelassen nehme ich an, oder? Welches Relais hast Du genommen?
Joachim170 hat geschrieben:Ob die Batterien nun unter dem Fahrersitz oder unter dem Beifahrersitz stehen ist doch erst einmal egal, Fahrersitz ist sogar besser, da der Weg zur Fahrzeugbatterie deutlich kürzer ist.
Genau, bei der Variante würde ich wahrscheinlich den direkten Weg gehen: Starterbatterie > neues Relais > Li und die dann einfach parallel abgesichert an die Bleibatterie. Jemand was dagegen?
Btw. bisher sind das alles nur Gedankenspiele. Wie gesagt, noch nix bestellt oder gekauft. Muss sich langsam rauskristallisieren. Das soll auch keinesfalls unbedingt billig werden, günstig darf's aber schon sein. Billig macht meist nicht lange Spaß...
Gruß Thomas
Joachim170 am 11 Jan 2022 21:48:48
Das haste mir bisher vornehm verschwiegen, aber doch jetzt verraten... Da tut sich doch schon wieder eine weitere Option für mich auf. Die Originalverkabelung hast Du gelassen nehme ich an, oder?
Ne,ne,ne, unterschlagen habe ich garnichts, hättest nur genau lesen müssen,
neues Kabel direkt von der Batterie ziehen, und ein vernünftiges Trennrelais verwenden. Der Weg von der Batterie ist gut zu erreichen, an der Batterie an dem leeren Platz mit neuer Sicherung anschließen.
Da waren die wichtigen Informationen drinnen.
Welches Relais hast Du genommen?
Originalverkabelung gelassen wie von Hersteller gebaut, neue Verteilung mit Unterspannungswächter und Neuem Trennrelais. Unterspannungswächter: Votronic Battery Protector 100 Trennrelais: 100 A Dauerleistung, finde die genaue Bezeichnung grade nicht.
Gruß Joachim
Hannus am 12 Jan 2022 09:54:24
Es währe oftmals von Vorteil, wenn man einfach eine mal eine Skizze anfertig. Es wird sonst gerne mal aneinader vorbei geredet.