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Offgrid-Ferienhaus Umbau von AGM auf LiFePO4


hPaule am 07 Jan 2022 01:24:23

Hallo zusammen,

ich bin neu hier im Forum und habe einige Fragen zu einem geplanten Projekt, aber erstmal vorab: wir haben kein Wohnmobil, aber ein Ferienhäuschen welches nicht ans Stromnetz angeschlossen ist, ich hoffe meine Anfrage ist hier trotzdem erlaubt :wink:

Aus verschiedenen Gründen möchten wir von Standard-AGM-Batterien auf LiFePO4 umsteigen, dabei haben wir uns der Einfachheit halber entschieden bei den Batterien eine „Fertiglösung“ à la Liontron/Bulltron/Ective etc. zu verwenden und keine Eigenbaulösung aus einzelnen Zellen, BMS usw. Dabei wollen wir es von vorne bis hinten vernünftig machen, sodass es immer funktioniert mit ausreichend Reserven, denn wir hatten genug Ärger mit der Stromversorgung.

Zur Anlage: Wie gesagt nicht am Stromnetz, daher bisher 3x 150Ah AGM, geladen nur über Solar, die Solaranlage liefert insgesamt 520 Wp. Verbraucherseitig sowohl 12V (Steckdosen, Licht, Kühlschrank) als auch 230V (Steckdosen, 900W Tiefbrunnenpumpe für Wasser, Lüftung und Zündung Durchlauferhitzer) über einen 1,7 kW Wechselrichter.


Ein paar Fragen kommen jedoch auf:

1. Wir haben einen Laderegler, der zwar Ladeprogramme für LiFePO4 hat und daher grundsätzlich geeignet ist (Büttner MT 550PP), es ist jedoch kein MPPT-Gerät. Diese sollen laut einigen Quellen „besser“ für LiFePO4 geeignet sein, warum verstehe ich aber nicht wirklich, denn so wie ich es verstehe geht es nur darum etwas mehr Ladestrom rauszukitzeln, wobei man dafür wohl aber auch wieder Solarpanels mit höherer Spannung braucht, was bei uns absolut nicht zur Diskussion steht, da die ganze Anlage erst ca. 6 Jahre alt ist. Also kein MPPT-Laderegler, oder übersehe ich etwas?

2. Abgesehen davon habe ich ein Problem mit dem vorhandenen Laderegler: Es wird bei LiFePO4 teilweise empfohlen, zwischen Laderegler und Batterie einen Schalter zu verbauen, um als zusätzliche Sicherheit zu verhindern, dass der Laderegler im Fall eines Defektes die Batterie konstant laden kann und damit durch Überladung --> Erhitzung --> Thermal Runaway schlimme Dinge verursacht. Das leuchtet mir ein, auch wenn LiFePO4 natürlich nicht so empfindlich ist wie Li-Ion, ist es doch etwas anderes als Blei. Gerade da das Haus auch mal 6 Monate und mehr unbeaufsichtigt sein kann, würde ich solch einen Kill switch gerne installieren, das scheint aber beim vorhandenen Laderegler nicht möglich zu sein: Laut BDA darf der Regler nicht ohne Batterie betrieben werden). Gibt es für das Problem eine Lösung, z.B. einen anderen Laderegler mit dem es funktioniert?

3. Beim Wechselrichter sollte es ja eigentlich kein Problem mit LiFePO4 geben können, oder? (Modell Büttner MT 1700 SI) Rein logisch kann dem ja die Batterie egal sein, solange es vom Maximalstrom her passt. Die Stromabnahme ist auch der Hauptgrund weshalb wir umsteigen wollen, den bei Betrieb der Pumpe fällt bei den Batterien die Spannung inzwischen so stark ab wenn sie nur zu 95% oder weniger geladen sind, dass der Wechselrichter in die Schutzabschaltung geht. Dieses Problem sollte ja durch neue LiFePO in der Größenordnung 2x 150 Ah behoben werden können, nicht?

4. Welche Batterien empfehlt ihr für unseren Einsatz? Liontron, Bulltron, etwas ganz anderes? Gewicht und Größe sind nahezu egal, wichtig wäre vor allem, dass sie bei tiefen Temperaturen lagerfähig sind, da es wenn wir nicht da sind drinnen schon mal -15°C bis -20°C werden könnte, so kalt wie draußen eben (Liontron soll ja laut Datenblatt -40°C schaffen). Ladefähigkeit bei tieferen Temperaturen ist unwichtig, zumindest solange das mit dem Kill Switch klappt, denn dann wird ja nur geladen wenn wir da sind, und dann ist es zumindest über 0 :D . Außerdem ist es natürlich wichtig, dass die Batterien hohe Ströme ohne große Spannungsabfälle gut können, auch wenn sie nicht voll sind, aber dass sollten die ja alle gleich gut können. Sehr wichtig ist natürlich eine vernünftige Qualität und technische Zuverlässigkeit. Wenn es geht sollten die Batterien auch Bluetooth haben um die Anlage ein bisschen überwachen zu können.

Also, welche könnt ihr empfehlen?


Hoffentlich hat das alles euch nicht zu sehr erschlagen, das ist alles was ich die letzten Tage an offenen Fragen angesammelt habe, die ich durch Recherche nicht beantworten konnte. Ich hoffe Ihr könnt mir mit eurer Expertise etwas davon beantworten.

Gruß Hendrik

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lonsome am 07 Jan 2022 11:37:14

Hallo,

zu den Lösungen wie Liontron: Die sollen bis -40° können. Aber hast du dir die Voraussetzung dafür angeschaut? Dazu muss dann mit einem externen Strom über Heizmatten der Akku beheizt werden, um auf eine Temperatur über 5° zu kommen. Für eine vollkommen autarke Lösung dürfte das schwierig sein? Zwar ist Entladen bis zu tieferen Temperaturen möglich, aber Probleme gab es hier aber auch schon. Wie lange braucht es außerdem, um. z. B. die Hütte bzw. den Lagerort der Batterie aufzuheizen, bzw. wann wird die Batterie durch die Umweltwärme entsprechend warm?

Überladung etc. sollte eigentlich das BMS verhindern, das bei Überspannung abschaltet, ebenso bei Unterspannung, oder ein entsprechendes Relais, das angestgeuert wird vom BMS.

Für eine Anlage, die auch im Grenzbereich problemlos funtkioniert, bzw. die auch an einem kälteren Tag über Solar nachlädt, würde ich eher zu LiFeYPo4 greifen. HIer gibt es auch einige Anbieter, die Systeme liefern, die völlig problemlos laufen: Hinstellen, anschließen, fertig. Die sind teurer, laufen dafür aber völlig ohne Probleme.

Das gilt auch für den Wechselrichter oder die Wasserpumpe. Problem ist da nicht der Dauerbetrieb, sondern der Anlaufstrom. Auch das gab hier schon einige Probleme mit verschiedenen Systemen, da habe ich selber mich auch schon ärgern müssen. Hier würde ich auf alle Fälle mit dem Hersteller, vor allem bei Liontron, in Verbindung tretten und genau für die spezifischen Zwecke mit den entsprechenden Angabeb ein Funtkionieren zusagen zu lassen.

Gruß
Klaus

nkag16 am 07 Jan 2022 13:03:18

Moin Hendrik,
bei Deinem Lastenheft gäbe es für mich nur eine LiFeYPo-Fertiglösung von Lisunenergy. Produkte und Service absolut empfehlenswert.
Hier bist Du auch bei Minustemperaturen auf der sicheren Seite.

Anzeige vom Forum


huohler am 07 Jan 2022 13:25:43

Ich würde auch nur LiFeYPO nehmen!

hPaule hat geschrieben: ... eine „Fertiglösung“ à la Liontron/Bulltron/Ective etc. zu verwenden und keine Eigenbaulösung aus einzelnen Zellen, BMS usw. Dabei wollen wir es von vorne bis hinten vernünftig machen, sodass es immer funktioniert mit ausreichend Reserven, denn wir hatten genug Ärger mit der Stromversorgung.


Das widerspricht sich etwas. Die Fertiglösungen haben immer wieder Probleme. Nur die LiFeYPO Lösungen laufen schon seit vielen Jahren absolut Problemlos
- bei tiefen Temperaturen durch Y
- bei hohen Strömen weil die Ströme nicht durch Halbleiter geleitet werden sondern durch 500A Relais.
Den fehlenden Batterie Computer kann man aber problemlos extern anschließen. Wenn du bei Lisunenergy --> Link bestellst kannst du den direkt mit den passenden Kabeln dazu bestellen.

Der Zusammenbau der Bausätze ist auch für interessierte Laien problemlos da alle nötigen Kabel fertig vorkonfektioniert mitgeliefert werden.
Vielleicht solltest du dich doch noch mal damit beschäftigen.

Hubert

andwein am 07 Jan 2022 13:32:54

hPaule hat geschrieben:wir haben ein Ferienhäuschen welches nicht ans Stromnetz angeschlossen ist
Zur Anlage: Nicht am Stromnetz, daher 3x 150Ah AGM, Solaranlage 520 Wp. Verbraucherseitig sowohl 12V (Steckdosen, Licht, Kühlschrank) als auch 230V via 1,7 kW Wechselrichter. (Steckdosen, 900W Tiefbrunnenpumpe, Durchlauferhitzer Lüftung und Zündung. Gruß Hendrik

Antworten aus meiner Sicht für ein Haus:
1. Wir haben einen Laderegler, der zwar Ladeprogramme für LiFePO4 hat und daher grundsätzlich geeignet ist (Büttner MT 550PP), es ist jedoch kein MPPT-Gerät. Diese sollen laut einigen Quellen „besser“ für LiFePO4 geeignet sein,
Mpp Regler haben auf beweglichen Womos sicherlich ca. 5% mehr Ertrag, auf angeweglichen Hausdächern sind sie in meinen Augen nicht effektiver! Ich würde nicht wechseln
2. Abgesehen davon habe ich ein Problem mit dem vorhandenen Laderegler: Es wird bei LiFePO4 teilweise empfohlen, zwischen Laderegler und Batterie einen Schalter zu verbauen, um als zusätzliche Sicherheit zu verhindern, dass der Laderegler im Fall eines Defektes die Batterie konstant laden kann und damit durch Überladung --> Erhitzung --> Thermal Runaway schlimme Dinge verursacht.
Ich sehe das als theoretisches Gerücht, kein Hausdach hat einen Schalter dazwischen und die verwenden seit Jahren Lithiumbatterien in Off Grid Anlagen
3. Beim Wechselrichter sollte es ja eigentlich kein Problem mit LiFePO4 geben können, oder?
Das hängt von den verwendeten Li Batterien und dem angeschlossenen WR ab. Zumindest von den Löwen Batterien wurden im Zusammenhang mit WR schon von Sicherheitsabschaltungen berichtet
4. Welche Batterien empfehlt ihr für unseren Einsatz? wichtig wäre vor allem, dass sie bei tiefen Temperaturen lagerfähig sind, da es wenn wir nicht da sind drinnen schon mal -15°C bis -20°C werden könnte, so kalt wie draußen eben (Liontron soll ja laut Datenblatt -40°C schaffen).
Ja, sagen manche, aber auf jeden Fall nur mit Batterieheizung!!. Ab unter +5°C ist der Ladestom (Solar) bei allen "Drop in Lithium Batterien" auf jeden Fall sehr eingeschränkt wenn nicht gar unterbrochen. Es sei den die Batterien werden beheizt!!
Also, welche könnt ihr empfehlen?
Eigentlich keine als alleinige Versorgerbatterien! Aber wenn du 1x150Ah AGM behälst und 2x Li 150Ah parallel schaltest wird eine brauchbare und funktionsfähige Ferienhaus-Lösung draus.
Eine bereits umgesetzte Hybrid-Lösung findest du u.a. hier: --> Link.
Gruß Andreas

Hannus am 07 Jan 2022 13:46:29

Ich würde auch die Hybritlösung empfehlen. Da kannst du dann auch ohne Probleme die LiFePo bei Abwesenheit vom Laderegler trennen.

fschuen am 07 Jan 2022 17:36:16

Ich glaube, du hast da einen Konflikt formuliert: du hättest gern ein zuverlässiges, nachhaltiges System, und möchtest eine Fertigbatterie verwenden. Beliebig konfigurieren und in vielen Jahren evtl defekte Komponenten kannst du aber nur wechseln, wenn du keine verklebte Black Box kaufst. Und zuverlässig wird es nur, wenn du zumindest den Wechselrichter nicht über ein Halbleiter-BMS betreibst, wie es in den meisten Fertigbatterien drin ist.

Tiefe Temperaturen sind nur ein Thema, wenn man die Batterie mit hohem Strom lädt. Also im Häuschen noch weniger als beim Womo, weil Solar im Winter kaum was bringt, und es auch wohl nur im Winter so kalt wird.

Gruss Manfred

rolfk am 07 Jan 2022 18:31:16

Sehr gut!

Und ich nutze die Gelegenheit, dir dafür deine 100ste positive zu geben. :D

lonsome am 07 Jan 2022 18:49:21

Hallo,

Darum komme ich nochmals auf Lars und Lisunenergie. Der macht maßgeschneidert, was man braucht, nicht nur mit den gelben Zellen. Von ihm bekommt man fertig in der Kiste, was man braucht, und die Kiste kann man aufschrauben.

Bei ihm Anwendung schreiben, Wünsche, undvsann komt das, was man braucht. Und da der Wunsch war, dass es ohne Probleme laufen soll: Das ist wohl die Erfahrung, die hier so gut wie alle mit seinen Anlagen gemacht haben.

Gruß
Klaus

huohler am 07 Jan 2022 19:59:18

Hannus hat geschrieben:Ich würde auch die Hybritlösung empfehlen. Da kannst du dann auch ohne Probleme die LiFePo bei Abwesenheit vom Laderegler trennen.


Oder die von der Mehrheit propagierte Lösung mit LiFeYPO nehmen. Da brauchst du nichts abschalten. Einmal installieren und dann vergessen!

Hubert

andwein am 08 Jan 2022 13:24:39

huohler hat geschrieben:........Oder die von der Mehrheit propagierte Lösung mit LiFeYPO nehmen. Da brauchst du nichts abschalten. Einmal installieren und dann vergessen! Hubert

Na ja, die Mehrheit sind die LiFeYPO4 Anwender ganz bestimmt nicht, verglichen zu den Drop in Anwendern!!!!
Die LiFeYPO4 Anwender sind engagierter und schreiben hier öfters, die Drop in Plug a`PLay Anwender tauschen einfach und schreiben nicht gorß drüber. Anders lassen sich sonst die Verkaufszahlen von Drop in Li Batterien auch nicht erklären.
Und nicht vergessen: Nur eine kleine Minderheit hat Probleme mit Probleme mit den Drop in Systemen. Vergleiche mal die Posts hier im Forum. Ja, der Löwe röchelt manchmal, aber auch hier komischerweise oft bei Usern, welche die eingestellten Werte überschreiten (WR) bzw. selbst ändern. Diese Gefahr besteht in einer Konfiguration mit Phillipi Relais und Polbalancern definitiv nicht, denn du kannst nichts ändern, weder zum besseren noch zum schlechteren!!
Einfach mal über die Randfaktoren nachdenken, Gruß Andreas

hPaule am 08 Jan 2022 17:22:23

Hallo zusammen,
vielen Dank schonmal für die ganzen Antworten!

Zu den Liontron: Auch im Datenblatt der nicht beheizten Version steht, dass sie bis -40°C lagerfähig ist. Die beheizte Version schafft nur beim Laden bessere Werte, und so wie ich es verstehe geht die Heizung ja eh nur beim laden an. Und laden bei Minustemperaturen muss sie absolut nicht können, denn solange wir da sind ist es auch warm, die Batterien lagern im Wohnraum, der ist in 2-3 Stunden warm, und wenn die Batterien am ganzen ersten Tag nicht laden ist das auch nicht schlimm, im Winter kommt ja eh nicht viel über Solar. Versteht mich nicht falsch, ich bin absolut nicht auf Liontron fixiert, das ist nur die einzige die ohne Heizung bei -40°C lagern können soll. Selbst die von Lisunenergy können laut Datenblatt nur bis -20°C lagern. Ob das bei den Liontron nur ein leeres Versprechen ist und Lagerung bei allen gleich (un)schädlich ist weiß ich natürlich nicht.

Ansonsten sehen die Lisun sehr interessant aus, könnte da mal jemand einen Hinweis auf den Preis geben? Also im gleichen Bereich wie die von mir genannten oder drüber/drunter für z.B. insgesamt 300Ah?
Das einzige Problem was ich mit den Lisun habe, ist dass ich sie wohl nicht über meinen Händler bekomme, und dann im Zweifelsfall wenn irgendwas ist durch halb Deutschland fahren müsste. Das war eigentlich auch ein Grund für die Fertiglösungen, die kriege ich problemlos über meinen Händler, der kann Sie auch einzeln laden bevor ich sie zusammenschließe, und wenn was ist fahre ich 5 km und kriege Ersatz.

Daher nochmal die Frage, gibt es noch andere "bekannte" Fertiglösungen die vielleicht besser als die Liontron sind? (Mit denen scheinen ja einige Probleme zu haben, aber viele nutzen sie wohl reibungslos?) Die Bulltron z.B. sollen ja wohl ein besseres BMS und prismatische statt Rundzellen haben, ist die eher empfehlenswert als die Liontron?


Die "Hybrid-Lösung" mit 1x vorhandener 150 Ah AGM und z.B. 2x neuer 150Ah LiFePO4 sieht auch sehr interessant aus, der von Andreas verlinkte Artikel ist da auch sehr aufschlussreich. Was ich vielleicht überlesen habe: Gibt es irgendwelche Nachteile / kann es zu irgendwelchen Problemen kommen? Da es ja eigentlich immer heißt man soll 1. nur Batterien gleichen Typs und 2. Batterien gleichen Nutzungsalters parallelschalten. Wenn das vielleicht die AGM etwas schneller altern lässt als sonst wäre das ja nichtmal so schlimm, denn die ist ja sonst gar nicht dabei. Aber kann es irgendwelche "echten" Probleme geben oder es unter irgendwelchen Umständen sogar "gefährlich" werden?

Um die wichtigsten Vorteile der Hybridlösung zusammenzufassen:
1. ohne Mehrpreis mehr Leistung/Kapazität aus der gesamten Anlage herausgeholt im Vergleich zu nur LiFePO
2. "Notfallversorgung" falls mit den LiFePO was nicht stimmt/die nicht wollen
3. höhere Stromabgabe (z.B. für Anlaufstrom Pumpe) durch 3. Batterie, trotzdem mit der Spannungsstabilität die LiFePO bietet
4. Im Normalfall werden die LifePO genutzt, aber wenn sie in den unteren Bereich gehen hat man trotzdem noch Power
5. bei niedrigen Temperaturen wird die AGM geladen/entladen wenn die LiFePO nicht will
habe ich das alles so richtig verstanden?

wie sieht das ganze denn in der Praxis aus? Einfach ganz normal parallel schalten als hätte man 3 gleiche Batterien (evtl. abgesehen von Trennschalter)? Normal macht die Lade-/Entladeleitungen ja "diagonal", hier auch, also Plus an AGM, minus an LiFePO, umgekehrt, oder alles an eins?

Gruß Hendrik

Tinduck am 08 Jan 2022 17:35:49

andwein hat geschrieben:Diese Gefahr besteht in einer Konfiguration mit Phillipi Relais und Polbalancern definitiv nicht, denn du kannst nichts ändern, weder zum besseren noch zum schlechteren!!
Einfach mal über die Randfaktoren nachdenken, Gruß Andreas


Ja, wozu auch was dran ändern, wenns aufs System abgestimmt ist und funktioniert. Wohin ahnungslose Fummeleien an BMS-Parametern führen, durften wir hier ja schon wiederholt bewundern… und die Ahnungslosen sind dabei lustigerweise meist die Lieferanten!

Wenn das Hauptaugenmerk auf der Zuverlässigkeit liegt, sind die Gelben mit EV-Balancern und Phillippi-Relais erste Wahl. KISS, wie man so schln sagt. Keep it simple, stupid.

bis denn,

Uwe

huohler am 08 Jan 2022 17:49:26

andwein hat geschrieben:Na ja, die Mehrheit sind die LiFeYPO4 Anwender ganz bestimmt nicht, verglichen zu den Drop in Anwendern!!!!


Ich bezog mich auf die Mehrheit der Vorschläge in diesem Thema und nicht die Gesamtzahl der installierten LiFePO in Wohnmobilen. Würde es die Gelben als Fertigakku geben der unter den Ducato Sitz passt, wären es sicherlich erheblich mehr.

Hier wurde aber für ein Haus gefragt bei dem Format, Größe und Gewicht unerheblich sind und der Hauptaugenmerk auf Zuverlässigkeit in allen Situationen liegt.

Hubert

Stocki333 am 09 Jan 2022 13:22:09

Hallo Hendrik
Bin mir dein Projekt mal gedanklich durchgedacht.
Lagerfähigkeit bei tiefen Ist nicht das Problem. Vorraussetzung ist keine Ladung und Entladung.
Ich spiele mal einen Gedankengang im Winter durch. Mit LiFePo4 Accu. Artic Version.
Es ist Winter. Aussentemperatur = Innentemperatur. -10 Grad.
Du kommst zu der Hütte. Keine Sonne, bewölkter Himmel.
Du willst die Heizung in Betrieb nehmen. Geht nicht. Es bleibt Kalt.
Die Artic Version Sperrt dir beide Zweige. Laden und Entladen. ab +1 Grad. Um den Accu aufzuheizen. Brauchst du aber eine Stromquelle. Solar ist aber fast nicht vorhanden.
Woher jetzt Strom nehmen, für ein paar Std, wenn nicht stehlen. Um den Accu betriebsfähig zu bekommen.
Nächstes Beispiel.
LifePO4 Liontron, Bulltron etc. Ohne Heizung.
Selbe Bedingung wie oben beschrieben.
Meistens sind die BMS so eingestellt. das Laden bei 0 Grad gesperrt ist. Entladen so ab -5 - -10 Grad.
Selbes Problem wie mit der Artic Version.
Bist du unter der Schwelle von -10 Grad. Kannst du die Heizung in Betrieb nehmen. Mehr aber schon auch nicht. Lithium dürfen nur geringe Ströme im Minusbereich abgeben.
Das ganze ist der Lebensdauer nicht gerade förderlich.
Genaugenommen bleiben für dich 2 öptionen übrig.
Alles auf LiFeYPO4 Zellen aufbauen.
Null Probleme mit Temperatur und laden über Solar. Aber die teuerste Variante.
Andere Möglichkeit.
Hybrid:
Billigste Lösung.
AGM Batterie und LiFePo4 Accu.
Obiges Beispiel wieder als Grundlage.
Der Li-Accu wurde bei Stillegung abgeschaltet. Der AGM wurde von der Solaranlage Bei Laune gehalten.
Du startest die Heizung. Die AGM Liefert dir den nötigen Strom. Für die Heizung. Nach ein paar Std schaltet sich die Lithium automatisch dazu. Weil die Temperatur erreicht ist. Sämtliche Funktionen deiner Versorgung stehen dir zur Verfügung.
2 Möglichkeit eines Hybrid.
100 Ah Winston Zellen mit 200 A JBD BMS.
Fertigaccu auf Basis LifePo4.
Hier hättest du von Anfang an sämtliche Energie zum Volbetrieb der Hüüte zur Verfügung. Bis sich die LiFePO4 automatisch dazu schaltet.
So ist meine Sichtweise. Jetzt bist du am Zug mit dem Nachdenken.
Viele deiner Fragen sind von mir Ausgeblendet worden. Weil nicht relevant. Lassen sich durch korrektes Einstellen der BMS eleminieren.
AUsg enommen dein Solarregler. Das würde ich nochmal überdenken.
Franz

lonsome am 09 Jan 2022 13:44:07

Hallo,

Mal eine dumme Frage zu dem Hybridsystem: Die Bleibatterie muss ja auch irgendwie kontolliert und überwacht werden. Wie geht das? Wenn ich nur Bleibatterie habe, dann merke ich einfach: Kapazität lässt nach nach einigen Jahren. Aber wenn dann die LiFePo4 dranhängen? Dann merke ich doch erst, dass der Bleiakku hinüber ist, wenn ich ihn brauche? Zumal ja die gerne "voll" vorgaukeln, und erst bei Belastung zeigt sich, dass sie schnell zusammenbrechen.

Muss dann nicht zusätzlich immer wieder die Bleibatterie getestet werden ohne die Lipos? Vor allem, wenn man aus Kostengründen vorhandene und einige Zeit gebrauchte Bleibatterie verwendet?

Gruß
Klaus

rolfk am 09 Jan 2022 14:46:52

Die Bleibatterie braucht man da nicht oft zu testen.
Die sind nur frostfest, wenn sie voll sind.

hPaule am 09 Jan 2022 15:52:40

Hallo Franz,

Stocki333 hat geschrieben:Du willst die Heizung in Betrieb nehmen. Geht nicht. Es bleibt Kalt.


Ich würde mal behaupten das ist quasi unmöglich, da wir mit einem Holzofen heizen, der übrigens einen recht guten Wirkungsgrad hat und daher die Hütte recht schnell warm bekommt. Holz ist auch immer mehr als genug da. Die Ausfallwahrscheinlichkeit der Heizung ist also sehr gering. Und wenn die Hütte auf minus -10°C bleibt weil der Holzofen ausfällt habe ich ein ganz anderes Problem, und zwar dass es mir dann zu kalt ist um dazubleiben. Außerdem soll Entladen bei den meisten Fertigbatterien bis -20°C möglich sein, oder ist das nur Marketingversprechen und stimmt in Wirklichkeit nicht? Das kann ich leider nicht einschätzen, wer da also Erfahrungen hat immer her damit.

Da ich keine Ladefähigkeit unter 0 und keine Entladefähigkeit unter -10 brauche (beides sehr großzügig gerechnet) frage ich mich eben, welchen wirklichen Vorteil mir die LiFeYPO4 bringen würden. Wenn sie genau so teuer wären wie Standardbatterien wäre das kein Thema, aber ich fürchte mal dass bei Lisun für die fertigen bestimmt das 1,5-2 fache loswerde? Selbstbau könnte ich zwar auch, aber da hab ich im Moment einfach keine Zeit zu, und so ein Bausatz wäre ja vermutlich immer noch teurer als Standardbatterien.

Wenn man jetzt die Temperatursache einfach mal außen vor lässt: Warum werde ich laut euch mit Standardbatterien nicht glücklich, mit Bausatz/Fertigbatterie aus der Kleinserienproduktion schon? Klar, die haben bestimmt ein besseres BMS, besseres Balancing etc., aber ist dass bei allen Standardbatterien wirklich Schrott? Da gibt es doch zwischen den Herstellern auch Unterschiede, z.B. schafft die Bulltron 160 Ah doch schonmal 200A Dauer / 400A Spitze, das mal 2 ist doch ein guter Wert oder nicht? Oder worum geht es bei der Sache?

Stocki333 hat geschrieben:Lagerfähigkeit bei tiefen Ist nicht das Problem. Vorraussetzung ist keine Ladung und Entladung.


Das hört sich doch schonmal gut an, heißt die Vorraussetzung denn dass ich die Batterie von Ladung und Entladung trennen muss oder reicht da das eingebaute BMS?

Gruß Hendrik

andwein am 09 Jan 2022 15:52:52

lonsome hat geschrieben:......Mal eine dumme Frage zu dem Hybridsystem: Die Bleibatterie muss ja auch irgendwie kontolliert und überwacht werden. Gruß Klaus

Mal ne Frage: Wie oft kontrollierst du deine Starterbatterie??
Was möchtest du bei der AGM kontrollieren?? Es gibt nichts. Aber wenn du kräftig genug bist kannst du die AGM ausbauen und zum Tester bei Bosch oder Werkstatt bringen. Da bekommst du sogar ein Protokoll. Ich habe das mit meinen beiden AGM nach 13 Jahren zum ersten mal gemacht und sie hatten noch rund 60% Kapazität.
Aber die Lithium stört das nicht, fließt vielleicht ein Ampere weniger raus oder rein. Aber bei einer Gesamtkapazität Li/Pb von 200Ah kann man auch das vernachlässigen. Die Blei erfüllt einfach eine Stützfunktion!! den Job erledigt im Normalfall die Li.
Gruß Andreas

basste315 am 09 Jan 2022 18:27:07

hPaule hat geschrieben:Da ich keine Ladefähigkeit unter 0 und keine Entladefähigkeit unter -10 brauche (beides sehr großzügig gerechnet) frage ich mich eben, welchen wirklichen Vorteil mir die LiFeYPO4 bringen würden.
Wenn man jetzt die Temperatursache einfach mal außen vor lässt:
Gruß Hendrik

Ich hoffe, du heizt nicht nur die kalte Hütte mit Holz sondern beleuchtest bei Inbetriebnahme auch mit Kerzen :wink: , Romantik pur :lol:

Bei diesen (jetzt von dir eingeschränkten) Temperaturen kannst du ruhig eine LiFePO4 Fertigbatterie nehmen und auf Yttrium verzichten. Bis Minus 10 Grad sollte bei fast jeder Fertigbatterie eine moderate Stromentnahme möglich sein.

Die von Andreas und Franz vorgeschlagene Hybridlösung (Blei als Stützakku) hat was und würde ich noch genauer hinterfragen, insbesondere wenn dein Solarregler nur mit angeschlossener Batterie betrieben werden soll. Was ist, wenn das BMS den Li-Akku aus irgendeinem Grund abschaltet?


Helmut

hPaule am 09 Jan 2022 19:23:51

Moin Helmut,

basste315 hat geschrieben:Bei diesen (jetzt von dir eingeschränkten) Temperaturen kannst du ruhig eine LiFePO4 Fertigbatterie nehmen und auf Yttrium verzichten. Bis Minus 10 Grad sollte bei fast jeder Fertigbatterie eine moderate Stromentnahme möglich sein.


Ich dachte eigentlich, dass ich schon vorher klargemacht hatte, dass sie nicht unter 0 laden muss, deswegen haben wir wohl ein bisschen aneinander vorbei geredet :wink: Aber dann ist ja jetzt alles klar. Und moderate Stromentnahme bis -10°C reicht auch völlig.

basste315 hat geschrieben:Die von Andreas und Franz vorgeschlagene Hybridlösung (Blei als Stützakku) hat was und würde ich noch genauer hinterfragen, insbesondere wenn dein Solarregler nur mit angeschlossener Batterie betrieben werden soll. Was ist, wenn das BMS den Li-Akku aus irgendeinem Grund abschaltet?


Jo, das ist auf jeden Fall eine interessante Idee, ich mach mir da nur was die (Brand-)Sicherheit angeht noch ein paar Sorgen, da können ja große Ausgleichsströme fließen, da weiß ich nicht so ganz was das mit den Batterien macht. Ich frage mich da auch weshalb es immer heißt man soll es eigentlich nicht machen und jetzt geht es doch :? Andererseits wird es von Hymer ja auch so verbaut, nur die Frage ist schalten die auch einfach nur AGM und LiFePO4 parallel und fertig? Oder haben die noch eine spezielle Elektronik zwischen? Dazu konnte ich leider nichts herausfinden.

Aber die Sache mit dem Solarregler ist auf jeden Fall neben der erhöhten Ausfallsicherheit ein Argument, nur muss ich da wohl mal bei Büttner anfragen, es kann ja nicht sein dass die einen Laderegler anbieten der für LiFePO geeignet ist und der kaputtgehen würde (oder was auch immer) wenn das BMS die Batterie abschaltet. Gerade da Büttner ja auch LiFePOs mit eingebautem BMS hat.

Gruß Hendrik

Stocki333 am 09 Jan 2022 21:19:41

Hallo Hendrik
Dabei wollen wir es von vorne bis hinten vernünftig machen, sodass es immer funktioniert mit ausreichend Reserven, denn wir hatten genug Ärger mit der Stromversorgung.

Das war die Ausgangsbasis für meine Antwort. Es wurde nur die Vor und Nachteile einer LiFePO4 Anlage in einfachen Worten skizziert.
Wobei du die Reserve nicht definiert hast. Aber nicht falsch verstehen. Was verbrauchst du in 24 Std. Und was erntest du über Solar.
Und du willst es Vernünftig machen. Ohne einen Anhaltspunkt ist diese Frage nicht zu beantworten.
ch würde mal behaupten das ist quasi unmöglich, da wir mit einem Holzofen heizen,

Und woher soll ich das wissen. Oder ich habe das überlesen. Dann tuts mir leid.
Die "Hybrid-Lösung" mit 1x vorhandener 150 Ah AGM und z.B. 2x neuer 150Ah LiFePO4 sieht auch sehr interessant aus, der von Andreas verlinkte Artikel ist da auch sehr aufschlussreich.

Wenn dann aber nur mit einer Neuen. Und das wäre in deiner Situation das einfachst und günstigste.
Es macht keinen Sinn eine Hybridlösung zu installieren, wenn die AGM nicht mehr die beste ist.
Und bei deiner Situation würde ich zwischen der AGM und den Lithium einen Trennschalter einbauen. (Natoknochen.
Verlässt du die Hütte, wird die Li abgeschaltet. Solar pflegt dir die AGM Batterie. Die Lithium hat eine Selbstentladungsrate von 3 %
Also absolut kein Thema.Vom Zeitrahmen her.
Die Lithium gehört so eingestellt, das Laden und Entladen erst bei ca 7 Grad freigegeben wird. Um eine 150 Ah Lihtium von -10 Grad auf +7 Grad mit Raumwärme zu bekommen. Rechne mal mit 6 Std. Und hier bist du abhängig von der Lage des internen Tempsensors.
Und noch ein Punkt. Dein SR kommt mit der Spannung der AGM klar. Allerdings sollte es eine Batterie sein die 14,4 Ladendspannung hat. Nicht 14,7 Volt.
Die AGM hat wenn du in der Hütte ist eigentlich keine Arbeit. Den Strom liefern die LI-Accus. Erst bei ca 80% Entladung steuert die AGM Strom in die Verbraucher. Sonst wird die AGM eigentlich von den Accus gepflegt.
Der Vorteil so einer Hybridlösung ist. Sie arbeitet Vollautomatisch und ohne dein Zutun. Und mit einer 150 Ah AGM kannst du deine Hütte im Winter bei inbetriebnahme sofort versorgen mit Strom.
1. ohne Mehrpreis mehr Leistung/Kapazität aus der gesamten Anlage herausgeholt im Vergleich zu nur LiFePO

Jein. Einer Lithium sollst du max. 85 % entnehmen.
Wenn du in die Situation kommst, Natoknochen umlegen und nur auf der AGM arbeiten.
2. "Notfallversorgung" falls mit den LiFePO was nicht stimmt/die nicht wollen

Korrekt definiert.
3. höhere Stromabgabe (z.B. für Anlaufstrom Pumpe) durch 3. Batterie, trotzdem mit der Spannungsstabilität die LiFePO bietet

300 Ah Lithium Accus. Die bekommen einen Lachkrampf bei deinem Wechselrichter mit 1700 Watt.
4. Im Normalfall werden die LifePO genutzt, aber wenn sie in den unteren Bereich gehen hat man trotzdem noch Power

Die Power hast du auch bei 10% Restkapazität. Und das ist die unterste Grenze einer Entladetiefe. Das immer im Hinterkopf behalten.
5. bei niedrigen Temperaturen wird die AGM geladen/entladen wenn die LiFePO nicht will
habe ich das alles so richtig verstanden?

Nur wenn das BMS dafür eingestellt wird vom Lieferanten. Und das ist ein Wichtiger Punkt. Denn bei Tiefen Temperaturen ist die Grenze von der Entladung so 0,02 C. Mit WR würdest du die Lebenszeit radikal verkürzen.
Und noch ein wichtiger Punkt. Nachdem die Li sich eingeschaltet hat. Durch gestiegene Temperatur. Wird die AGM von den Lithiumaccus geladen. Durch die höhere Spannungslage der Lithium Accus. Es fliest nur Kurzzeitig ein höherer Ladestrom zwischen Accus und AGM. Aber das ist egal. Kabel mußt du sowieso an deinen WR anpasssen.
Franz

basste315 am 09 Jan 2022 21:23:51

hPaule hat geschrieben:Hallo zusammen,
Versteht mich nicht falsch, ich bin absolut nicht auf Liontron fixiert, das ist nur die einzige die ohne Heizung bei -40°C lagern können soll. Hendrik

Das sagt deren Werbeabteilung, und die verspricht, was der Markt verlangt. Z.B. wurden die Datenblätter der unbeheizten Akkus mit der Einführung der Arctic hinsichtlich Ladefähigkeit bei tiefen Temperaturen verändert. Vorher konnte man die unbeheizten AKKUS angeblich bis -10 Grad laden ......
Aber die Löwen haben auch eine ganze Menge verkauft, das hilft auch bei der Entscheidung.
hPaule hat geschrieben:Daher nochmal die Frage, gibt es noch andere "bekannte" Fertiglösungen die vielleicht besser als die Liontron sind? (Mit denen scheinen ja einige Probleme zu haben, aber viele nutzen sie wohl reibungslos?) Die Bulltron z.B. sollen ja wohl ein besseres BMS und prismatische statt Rundzellen haben, ist die eher empfehlenswert als die Liontron?

Das musst du selbst herausfinden, wenn du nicht selber bauen willst. Von Bulltron sind im Forum weniger Probleme bekannt, die wurden aber auch nicht so oft verkauft ...

Da wäre schon "der Händler des Vertrauens" in der Nähe ein Argument - kommt darauf an, wo dein Wochenendhaus steht ....

Helmut

Stocki333 am 09 Jan 2022 21:26:33

es kann ja nicht sein dass die einen Laderegler anbieten der für LiFePO geeignet ist und der kaputtgehen würde (oder was auch immer) wenn das BMS die Batterie abschaltet.

Ein SR geht nicht Kaputt. wenn eine Lithium dranhängt.
Dass Problem liegt oft woanders. Steht sicher so iin der BA.
Anschlussreihenfolge:
Zuerst die Batterie und dann die Panelle. Damit der SR weiß welche Betriebsspannung er fahren soll. Viele SR können 12/ 24 Volt.
Und jetzt zu deinem Szenario.
Accu in Betrieb. Sonne Scheint. BMS schaltet Ab. Irgendwann schaltet sich der Accu wieder ein.
Und jetzt hast du eine Verkehrte Anschlussreihenfolge.
Bei Hybrid ist das nicht möglich. Den der SR wird auf die AGM eingestellt. 14,4 Ladeschlusspannung. Fertig.
Franz

basste315 am 09 Jan 2022 21:34:35

Stocki333 hat geschrieben:Die Lithium gehört so eingestellt, das Laden und Entladen erst bei ca 7 Grad freigegeben wird.
...
Nur wenn das BMS dafür eingestellt wird vom Lieferanten.
Franz

Nicht alle Fertigakkus erlauben Anpassungen - also nachfragen!

Helmut

Stocki333 am 09 Jan 2022 21:41:00

basste315 hat geschrieben:Nicht alle Fertigakkus erlauben Anpassungen - also nachfragen!

Dss ist sicher ein Punkt über den man diskutieren kann. Aber so wie ich das mitbekomme. Sind viele Fertigaccus auf Minus 10 Grad entladung gestellt.
Und das ist nicht richtig. Behaupten Böse Zungen. So wie meine.
Auch ein Vorführaccu von Liontron, der sonst korrekt eingestellt war, hat als Abschaltung - 10 Grad beim Entladen und -1 Grad beim Laden.
Franz

hPaule am 09 Jan 2022 22:22:52

Stocki333 hat geschrieben:Ein SR geht nicht Kaputt. wenn eine Lithium dranhängt.
Dass Problem liegt oft woanders. Steht sicher so iin der BA.
Anschlussreihenfolge:
Zuerst die Batterie und dann die Panelle. Damit der SR weiß welche Betriebsspannung er fahren soll. Viele SR können 12/ 24 Volt.
Und jetzt zu deinem Szenario.
Accu in Betrieb. Sonne Scheint. BMS schaltet Ab. Irgendwann schaltet sich der Accu wieder ein.
Und jetzt hast du eine Verkehrte Anschlussreihenfolge.
Bei Hybrid ist das nicht möglich. Den der SR wird auf die AGM eingestellt. 14,4 Ladeschlusspannung. Fertig.
Franz


Das ist ja genau der Punkt. Der Solarladeregler hat zwar genau diesen Passus in der BDA, inklusive dem Satz "nicht ohne Batterie betreiben", aber trotzdem ist er für LiFePO4 geeignet laut BDA, er hat ja auch ein extra Ladeprogramm dafür, und Büttner bietet ja auch Fertig-LiFePOs mit eingebautem BMS an, welches sicherlich auch mal abschalten können sollte. Und Büttner ist ja jetzt auch kein einfacher Kistenschieber wie Liontron sondern ein renomierter Hersteller, klar vielleicht ein wenig überteuert und oft kaufen die auch nur ein, aber Schrott verkaufen die nicht. Daher müssen die das doch eigentlich mit bedacht haben. Dass die Sache bei Hybrid eh funktioniert ist klar.

Da werde ich wohl Büttner fragen müssen, es sei denn von euch weiß irgendwer was dazu.

Hendrik

fschuen am 09 Jan 2022 22:55:39

Wer "immer" Strom haben will, für den launigen Regler oder ein bisschen Licht oder was auch immer, kann auch einfach vier 18650er LFP in eine Batteriehalterung klemmen. Die laufen dann parallel. Ohne Abschaltung und ohne Balancer, dadurch kann es passieren, dass sie vielleicht nur zehn Jahre halten. Vier neue kosten fünfzehn Euro. Besser und billiger als Blei.

Gruss Manfred

andwein am 10 Jan 2022 12:07:08

basste315 hat geschrieben:.....Die von Andreas und Franz vorgeschlagene Hybridlösung (Blei als Stützakku) hat was und würde ich noch genauer hinterfragen, insbesondere wenn dein Solarregler nur mit angeschlossener Batterie betrieben werden soll. Was ist, wenn das BMS den Li-Akku aus irgendeinem Grund abschaltet? Helmut

Meine Antwort dazu:
Bei nur Blei passiert garnichts, da wird nicht abgeschaltet
Bei nur Li wird abgeschaltet, die Ausgangsspannung des Solarreglers geht bei kalten Temperaturen und Sonnenschein eventuell auf 20V, die LED wirds danken.
Bei Li und Pb schaltet die Li ab, aber die Bleibatt. puffert den Solarregler und die LEDs leuchten
Gruß Andreas

DtMaahs am 10 Jan 2022 13:10:00

Hallo

Stocki333 hat geschrieben:Accu in Betrieb. Sonne Scheint. BMS schaltet Ab. Irgendwann schaltet sich der Accu wieder ein.
Und jetzt hast du eine Verkehrte Anschlussreihenfolge.


Diese Konstellation erscheint mir gar nicht ungewöhnlich bzw. selten.
Bei Inbetriebnahme der LiFePO4/Solar verstehe ja die Vorgehensweise also Reihenfolge.
LiFePO4 dann PV.

Aber im laufenden Betrieb:
Da sollte es doch eine Absicherung seitens des Solarreglers geben.
Zumindest bei den Marken wie "Victron" , .....

rolfk am 10 Jan 2022 14:28:58

Klare Ansage heisst also, keine PWM Regler ( besonders nicht die billigen China Dinger für 10 Euro) mit 12/24 V Umschaltung bei ausschließlicher Verwendung eines LiFe Akkus.

Ausser bei mir. Mein Akku hat 24 V.

Stocki333 am 10 Jan 2022 20:01:24

DtMaahs hat geschrieben:Aber im laufenden Betrieb:
Da sollte es doch eine Absicherung seitens des Solarreglers geben.
Zumindest bei den Marken wie "Victron" , .....

Bei Victron ist es so das bei korrekter Installation der die Betriebsspannung speichert.
Wichtiger Punkt bei allen SR
Ausserdem hast bei Victron noch die " Benutzerdfinierten Einstellungen" Und dort kannst du festlegen, welche Betriebsspannung vorhanden ist.
Aber aus Erfahrung bei Victron. Es sind mir keine Fälle bekannt, das der nach Notabschaltung des BMS auf eine höhere Betriebsspaannung schaltet. Modus egal.
Bei Votronic.
Gilt im Prinzip das selbe. Büttner ist Baugleich. Leichte Software Feature möglich.
an Hendrik
Bei deinem PMW Regler wäre ich Vorsichtig. Das nur mal als Tipp.
Auch wenns dir jetzt nicht gefällt, was ich schreibe. :mrgreen: :mrgreen:
Kauf dir einen Victron. Ich begründe dir das auch.
Du hast keine Externe Stromversorgung. Und fast keine Möglichkeit, deine Accus auszubalacieren. Den SR von Victron kannst du programmieren wie ein Netzteil. Falls du mal in die Situation kommst. Ausserdem kannst du deinen Accus zusätzliche Balancingzeit verschaffen. EIne Temperaturabschaltung ist auch möglich.
Und was es Arbeit ist, nicht ausbalanciert Accus wieder ins Lot zu bekommen. Scheinst du ja schon gelesen zu haben.
Denke einfach darüber nach. Über deinen SR Bei deiner Investitionssumme ist das nicht mehr das gelbe vom EI.
Franz

DtMaahs am 11 Jan 2022 09:22:26

Danke Franz

Mit aus deinen genannten Gründen bin von dem PWM CMG2420 auf den Victron MPPT 75/15 umgestiegen.
Der PWM hat neben dem Display mit Temperatur , Spannung , Ampere ,.... auch zwei schaltbare USB- und zwei 12V Klinkenstecker Ausgänge.


Also alles was der Victron MPPT nicht hat.
Trotzdem habe ich mich für den Victron MPPT entschieden weil die inneren Werte doch mehr zählen als die Äußeren Werte.

silver34 am 11 Jan 2022 11:51:13

Stocki333 hat geschrieben:Und jetzt zu deinem Szenario.
Accu in Betrieb. Sonne Scheint. BMS schaltet Ab. Irgendwann schaltet sich der Accu wieder ein.
Und jetzt hast du eine Verkehrte Anschlussreihenfolge.


Ich bin zwar auch kein Freund der 12/24V-Regler aber:

So ist es nicht!
Am Regler bleibt die Spannung
1. so erhalten weil er auf 12v-Programmläuft
2. Von Accu kommen immer noch die 12V-Spannungslage, auch wenn da nix mehr reindarf!

Stocki333 am 11 Jan 2022 17:04:08

silver34 hat geschrieben:Am Regler bleibt die Spannung
1. so erhalten weil er auf 12v-Programmläuft

Bei Victron ist es so das bei korrekter Installation der die Betriebsspannung speichert.
Wichtiger Punkt bei allen SR

Das was du schreibst ist Korrekt. Aber das habe ich auch so geschrieben.
Weder bei Victron noch bei Votronik sind mir Fälle bekannt, wo der Umgeschaltet hat.
2. Von Accu kommen immer noch die 12V-Spannungslage, auch wenn da nix mehr reindarf!

Auch bei installierten Natoknochen. ?
Franz

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