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Hallo zusammen, ich beabsichtige einen längeren Zeitraum auf einem Campingplatz zu verbringen, der Standardmäßig einen 6 Ampere Stromanschluß bietet. Ein Upgrade auf 16 Ampere kostet € 3 pro Tag. Da ich die 16 Ampere nur für den Betrieb meiner Kaffeemaschine benötigen würde, denke ich über die Anschaffung eines 2000 Watt Wechselrichters nach. Die Spitzenlast meines Kaffeeautomaten bei der Zubereitung beträgt 1580 Watt für ca. 30 Sekunden sinkt dann auf 450-350 Watt für weitere 50 Sekunden. Im Wohnmobil ist eine AGM 100Ah Batterie vorhanden. Würde diese Kombination 1-2 mal am Tag funktionieren? VG Makwaika Dir dürfte klar sein, dass das für die Batterie Quälerei ist, sonst würdest du nicht fragen. Es mag gehen, wenn sie gut ist ( und die Installation keine Fehler hat), sie leidet und geht schneller kaputt als sonst. Das ist, mehr oder weniger, deine Situation. Meine Einschätzung: Wenn die Batterie jetzt neu ist (also wirklich noch 100 Ah hat), kannst Du dir bei dieser Nutzung in 2 Jahren eine neue kaufen. Kannst ja mal mit den Kosten für den Wechselrichter und den Kosten für eine neue Batterie in 2 Jahren gegen die 3 Euro Stromaufschlag rechnen. Wenn Du das wirklich so machen willst, bau dir gleich eine zweite AGM ein und schalte sie parallel zur ersten. Wenn sich die beiden Batterien die Last teilen, halten sie wesentlich länger. Wichtig ist, dass sie sofort wieder nachgeladen werden. Hohe Belastungen und dann leer rumstehen mögen Bleibatterien gar nicht. bis denn, Uwe Wir hatten schon viele Stell-/Campingplätze mit 6A Stromanschluss. Bei ausnahmslos allen konnten wir auch unsere Kaffeemaschine (Dolce Gusto mit 1500W) betreiben. Ich glaube die 6A Sicherungen lassen für eine gewisse Zeit einen höheren Strom zu. Blöd wäre natürlich, wenn die 6A irgendwo hart in einer Steuerungslösung vom Platz beschränkt werden. Frag doch mal beim Platz nach. Grobe Rechnung: Wechselrichter Solartronic 2000W (blau) ~300€ Kabel (falls beiliegende 50 cm Kabel nicht reichen) und Sicherung ~50€ 2te AGM 100Ah: ~150€ Summe: ~500€ Damit kannst du 166 Tage lang den Aufschlag (3€/tgl.) zahlen. Umgedreht: Wenn du natürlich für künftige Reisen auch autark Kaffee kochen willst, sieht das anders aus. Inwieweit die Annahme der Kollegen stimmt, dass eine Batterie 100Ah in ca. 2 Jahren platt ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Ist es so, hast du mit der WR Lösung (~350€) in 166 Tagen Campingplatz 500€ "gespart", versus 350€ Invest plus 150€ für dann eine neue AGM, ist dann ein Nullsummengeschäft, aber du hast auch künftig einen WR im Womo. Somit rechnet es sich (definiere längere Zeit auf Campingplatz) m.E.durchaus, einen WR zu verbauen. Grob nach deinen Leistungsangaben überschlagen, braucht eine Tasse Kaffee (mit 12%WR Verlust) ca. 1,8Ah aus der Batterie, da diese ja vermutlich sofort nachgeladen wird, da ich davon ausgehe, dass dein Womo ein 230V Ladegerät verbaut hat. Wieso soll die Batterie nur 2 Jahre halten wenn man einer vollen 100Ah AGM (hängt ja am Ladegerät) einmal am Tag für ca. 30 sec. max. 140A entnimmt? Das sollte eine AGM doch locker abkönnen. Hubert Klar funktioniert sie und schadet auch der Batterie nicht. Gerade AGMs vertragen Spitzenstroeme bis zu 500A und mehr ohne Probleme. 1650Watt/220V = 7,5Ampere 220V/12V = Faktor 18,3 7,5A x 18,3 = 137 Ampere Belastung deiner Batterie Darueber laechelt eine AGM nur muede. Was anderes sind LifPos die sind da schon echt gefordert. Beste Gruesse Bernd
Naja, Fertigbatterien mit schwachem BMS vielleicht. Meine Winston von Lars lächeln darüber auch nur. :lol: Hubert
Es gibt auch AGM´s, wie z.B. die Varta Professional, die auch als Starterbatterie zugelassen sind. Da dürften die Ströme noch größer sein. Trotzdem würde ich Dir empfehlen eine 2. Batterie parallel zu setzten, das gibt Dir mehr Autarkie. LG Ich lächle über Berechnung und Vergleich. Auch nur müde... :mrgreen:
Allerdings sollte man dabei auf den Unterschied (physikalisch) zwischen einer Starterbatter (300-400A für 3 sec) und einer zyklischen Verbraucherbatterie (gleichmässig nach C-Wert) hinweisen. Über einen Kamm scheren, bloß weil sie AGM heißen ist schlecht für die Lebensdauer!!!! Gruß Andreas Frage an die Fachleute: Wenn das Womo dauerhaft auf dem CP an 230 Volt angeschlossen ist, also permanent geladen wird, dürfte die Batterie das doch locker mitmachen, oder? Gruß Was Andreas sagen wollte ist: Es gibt verschiedene AGM. Fliegt denn die 6 A Sicherung? 6 A Sind ja schon 1380 Watt. Vielleicht reicht es für die paar sekunden.
Sag doch mal um welchen Platz es geht. Vielleicht gibt es ja hier Kollegen die schon dort waren und Erfahrungen haben.
Na, da scheint sich aber jemand super auszukennen ….. :D
Und jemand geht's dadurch besser - gern geschehen. Beste Gruesse Bernd
und was du sagen wolltest ist: es gibt unterschiedliche AGM's :wink:
Mir ging’s auch vorher nicht schlecht, aber AGMs eine bessere Hochstromentnahme zu attestieren als Li-Akkus ist schon sehr weit hergeholt um nicht zu sagen Unfug, aber du kannst gern versuchen, mich zu überzeugen. Nur zur Info: ich hatte früher 2 gute AGMs und seit einigen Jahren eine Li-Akku, beide Varianten mit einem 1500W-WR betrieben, ich trau mir also zu sagen, ich weiß, wovon ich rede.
Ja, völlig richtig. Wenn sie erstens vollgeladen ist, nur kurzzeitig belastet wird und es sich um eine Starterbatterie handelt. Bei Aufbaubatterien trifft nichts davon zu, deshalb sind Wechselrichter an Blei echte Akkumörder. Bei der Stromentnahme geht da auch die Kapazität in den Keller, da bleiben von den 100 Ah vielleicht noch 10 übrig. WR nur mit Lithium, wird sonst teuer. Hab die Erfahrung leider auch selbst gemacht. Gruss Manfred Das kann ich so nicht bestätigen. Habe unser Womo 3 Jahre mit AGM und Wechselrichter benutzt. Mit 1100 Watt Kaffemaschine. Das Womo haben wir gebraucht gekauft ich weiß also nicht wie alt die Batterien schon waren. Als wir es verkauft haben funtionierten die Batterien immer noch. Vielen Dank für die rege Beteiligung. Meine AGM Batterie ist in gutem Zustand und wird ja auf dem Campingplatz dauerhaft geladen. In sofern habe ich aus euren Beiträgen verstanden, dass es funktionieren sollte. Ich benötige den Wechselrichter ausschließlich für die Kaffeemaschine. Kann ich den Wechselrichter ohne Einbau vom Fachmann direkt im Batteriefach anschließen und bei Bedarf über ein normales Verlängerungskabel im Womo nutzen. VG Makwaikwa
Fände ich durchaus mutig. Wie mehrfach geschrieben geht es hier um ca 140-160A. Das ist VIEL Strom! Bei einem 2kw WR würde ich bei der Batterieanbindung nicht unter 50mm2 gehen (Norm wäre eher 70mm2 - sehr mutige nehmen 35mm2) Das sind dicke Leitungen bei denen es sich empfiehlt die Rohrschuhe an der Batterie auch mit Drehmoment sauber anzuziehen. Solche Leistungen im 12V Netz sind eigentlich nur für den festen Einbau gedacht ;-) Die 230V mit Verlängerungskabel sehe ich aber als völlig Problemlos an!
Physik besteht nicht aus Gefühl und "Mut", sondern aus Formeln und Berechnung! :wink: Und 35 mm2 reichen bestens, wenn der WR direkt neben dem Akku steht! Es gibt auch Victron MultiPlus, wo Eingangsstrom einprogrammiert und begrenzt werden kann. Dann nimmt sich Wechselrichter zu erst die 6A von Außennetz und nur den fehlenden Rest von der Bordbatterie. Es ist bestimmt kein billiger Losung, ist aber eine!? Und wenn das Geld keine Rolle spielt....!? :D Gruß Gordan
Hallo, hängt auch vom Wechselrichter ab. Die Batterie liefert mit sicherheit den Strom hierfür. Dazu geht Sie aber evtl. so weit mit der Spannung in den Keller das der WR abschaltet. Hatte zum Versuch mal einen PP1002 an die PKW-Batterie angeklemmt . Trotz laufendem Motor (Euro6) hat es nicht gereicht für die alte Nespresso. Gruß Andi hallo ich wollte ähnlich wie der TE einen Wechselrichter für Föhn und Kaffemaschine , e bike laden usw habe auch nur 100 Lithium und 220 w Solar eine Erweiterung um 100 w Batterie und einen 1500 w Wechselrichter mit Vorrangschaltung .. na ja .. knapp 3000 -4000 € wird das kosten ich habe mich jetzt für eine Powerstation von eccoflow entschieden .. 1100 €.. der Nachteil ist dass das Ding irgendwo rumliegen muss und doch über 10 Kg wiegt Amazon Link LG Klaus
Weiss nicht, ob du das kannst, kommt auf dein Geschick an. Ist aber kein Hexenwerk: Am Pluspol eine ordentliche 200A Schmelzsicherung verbauen, z.B. ANL oder Würfelsicherung. Daran den WR mit möglichst kurzen Kabeln. Die Kabel sollten dabei sein und mindestens 20 qmm Querschnitt haben. Wenn du flexible Kabel brauchst, wegen der Verlegung, kannst du auch jeweils zwei 16er parallel schalten. Der WR muss irgendwie befestigt sein, Schrauben, Gurt, was auch immer, und die Luftauslässe dürfen nicht verlegt sein. Auch der Einbauort sollte belüftet und nicht abgeschlossen sein. An den Schalter musst du noch irgendwie drankommen, oder du verbaust einen Fernschalter. Wichtig: alle Anschlüsse gut festziehen und bei laufendem Betrieb auf Erwärmung überprüfen, also ein paar Minuten mit mind. 1 kW belasten. Gruss Manfred
ok ich bin in den Berechnungen von mind. 1,5m ausgegangen (z.B. Batteriefach bis unter Sitz oder Sitz zu Sitz) und habe mit 200A (2KW sind ja nur die Dauerleistung inkl Verlustleistung) gerechnet. Da wäre 50mm2 der nächstgrößere Wert. Aber ja 35mm2 können auch reichen. Ich habe mich bei dem Setup (allerdings 250A) für 70mm2 entschieden weil "nur" 20,-€ mehr für Kabel und 2kg mehr. Das war es mir Wert im Sinne Zukunftssicherheit!
Der erste und einzige Versuch probieren wir es mal: Meine Varta AGM von Hymer verbaut hat 850 Ampere Kaltstartstrom Die 100Ah Liontron z.B. hat 150 Ampere - meine Buettner 120Ah hat 200 Ampere Ist schon weit hergeholt das 850 Ampere und 200 Ampere kein Unterschied sind. Aber was BESSER ist darueber kann man trefflich streiten. Und darum geht es wohl. Beste Gruesse Bernd Moin, eine Batterie, die einen hohen Kaltstartstrom liefern kann, muss deshalb nicht zwingend für den Betrieb an einem Wechselrichter geeignet sein. Definition Kaltstartstrom: Stromstärke, die eine Batterie für 30 Sekunden abgeben kann, bis die Batteriespannung unter ein unbrauchbares Niveau fällt. Eine Senseo nuckelt am Wechselrichter länger als 30 sec.
Das ist kein Vergleich von Äpfeln mit Birnen, sondern von...... Apfelstielen mit Mondgestein.
Ist schon weit hergeholt, diese beiden Zahlen überhaupt als vergleichbar anzusehen. Noch mehr unsinnige Vergleiche gefällig: Winston 200 Ah dürfen (können) 4000A für 5 Sekunden oder 600A dauer ... Hubert Spielverderber. :mrgreen
Probier es einfach. 200 A Sicherung nahe dem Pol und kurze 35mm2 Kabel, Verlängerungskabel (nicht Verteiler!) zur Kaffemaschine. Akku immer sofort nachladen (Landstrom,Solar). Ich habe den 1500 W WR nur für Nespresso 3 Saisonen lang über 2x80 Ah Exide-GEL-Batterien betrieben, die GELs sind immer noch gut. Längere Hochstomentnahmen (Fön ...) oder nachlässige Nachladung würden aber den Batterietod begünstigen. Helmut
Werter Bernd, dass du hier zwei komplett unterschiedliche Dinge miteinander vergleichst dürfte dir nun hoffentlich auch klar sein. Kaltstartstrom für wenige Sekunden hat nichts mit Dauerhochstromfähigkeit über Stunden zu tun. Und BEIDES können Li-Akkus deutlich besser, darin liegt ja grad ihre Stärke!
Stimmt schon, Li ist Blei weit überlegen. Allerdings muss man bei Li-Fertigakkus beachten, für welche Dauerbelastung das BMS ausgelegt ist. Helmut
Hallo Helmut, das sollte jedem klar sein, der sich ein wenig mit der Materie beschäftigt. Es ging aber um den Batterievergleich und nicht um Starterbatterie versus Akku mit BMS. Es gibt aber auch BMS Lösungen, die keinerlei Einschränkungen zum Strom haben, nämlich die, die mit Hochlastrelais arbeiten wie Lars‘ Systeme oder meines mit REC BMS.
So ist es :wink: , oder der Selbstbauer macht es wie Manfred (fschuen) und schließt den WR direkt an und geht nicht über das BMS (wenn man weiß was man tut). Viele Wege führen nach Rom :wink: Helmut
Besten Dank! Ganz ehrlich da hatte ich eine Informationsluecke die ich so mit Googeln auch nicht erkannt habe. Wieder was gelernt Beste Gruesse Bernd
Niemand weiß alles Bernd, aber es auch im Nachhinein zuzugeben machen auch die Wenigsten, das ist mir auf alle Fälle einen Gut‘n Wert!
Deine Liontron hat ein BMS das den Strom begrenzt!!! Bau das BMS au8s und schließe die Zellen direkt an dann wirst du sehen und hören wer länger eine stabile Spannung und den größeren Strom liefert. Du vergleichst einen Jogger mit einem Sprint Läufer mit gefesselten Armen und einer Gurt um den Brustkorp!!!! Immer fair bleiben, Gruß Andreas
Sehe ich genauso.
Um mal wieder zum TE zurück zu kommen: bei meinem Knaus ist die Batterie unter dem Ducato-Fahrersitz verbaut. ICH habe den Wechselrichter selbst an die Batteriepole angeschlossen, die Kabel unter der Sitzkonsole nach „außen“ gezogen und den WR an der Rückwand der Dinette festgeschraubt. Damit ist der WR nicht in einer Box und kann uneingeschränkt „frische Luft“ zur Kühlung ansaugen. War eigentlich alles ganz easy. Allerdings habe / musste ich mir auch Rohrkabelschuhe auf den Kabeln verpressen und einen entsprechend dimensionierten Sicherungsautomaten am Batteriepol montieren. ICH wusste welche Sicherung ich wo kaufen kann und Kabel, Rohrkabelschuhe und Presse habe ich in meiner Werkstatt. „Kann ich…?“ ist also immer relativ! Und ja, 100Ah für einen 2KW Wechselrichter ist eine Vergewaltigung der Batterie. Und die wird das auf Dauer nicht mitmachen. Aber wenn die Batterie irgendwann dann wirklich „das zeitliche segnet“ dann baust Du dir das ein was Du dann für am besten geeignet hältst: eine (viel) größere AGM, zwei 100er oder gleich LiFe… ICH würde jedenfalls jetzt nicht investieren um eine alte AGM evtl. länger am Leben zu erhalten. Grüße Dirk Hallo zusammen, vielen Dank für die vielen Beiträge. Ich habe mich jetzt Aufgrund aller Informationen dazu entschlossen, diese Saison doch noch alles beim alten zu lassen. Ich werde in aller Ruhe für die nächste Saison über Solar, LiFeYPO4 und Wechselrichter nachdenken. VG Makwaikwa |
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