|
Hallo Zusammen. Ich bin neu in der Solarenergie und baue mir gerade meine eigene Solarladestation für meine LifePo4 Akkus mit integriertem BMS (eco worthy 12v / 30ah / 4stk). Ich habe bereits einen MPPT Solar-Laderegler (Schaudt LRM 1218 / 20A). Mir wurde gesagt, dass ich diesen Regler auch für meine Lithium Batterie verwenden kann. Die maximale Ladenschluss-Spannung ist 14,4v was für die Lithium Batterie ja perfekt wäre. Meines Wissens hat der Regler auch keine Ladererhaltungs-Stromspitzen. Somit müsste ich den Regler ja problemlos verwenden können oder? Oder was meint ihr hier dazu? Beste Grüße und schonmal Danke. Tobias Die Eco-Worthy 30A hat eine max. Ladespannung von 14,5V Der 1218 Regler gibt 14,4 Volt max. aus. Du solltest die Blei/Säure Einstellung wählen (Lithium kann er nicht). ![]() Die max. Solarleistung gibt Schaudt mit 275Wp an, an Modulspannung max. 32V, also geht nur Parallelschaltung bei mehreren Solar-Modulen.
Hallo RaGu Besten Dank für deine Antwort. Macht es denn einen Unterschied, ob ich auf Modus Bleisäure oder Bleigel/AGM1 bin? Also kann ich den Laderegler problemlos für die Lithium-Akkus benutzen? Macht es mir nicht die Akkus kaputt? Habe gelesen, dass die Ladeerhaltung von den Reglern anscheinend sehr schlecht ist für die Lithiumbatterie. Ich habe vor, die Batterie dauerhaft angeschlossen zu haben. Beste Grüße Tobias
Der Akku kann dauerhaft angeschlossen sein (an Solar). Eine Erhaltungsladung von 13,4V ist "schonender" wie 13,8V. Der Akku geht nicht "kaputt". Zu den Feinheiten der Ladeströme und Erhaltungsladung können hier Andere, die über weitaus mehr Wissen dazu verfügen, sicher noch was beitragen. Hallo, allein von den Spannungswerten würde ich Blei/Gel verwenden, denn die vorgeschlagenen 3,35V Zellspannung (13,4V Akku-Gesamtspannung) sind zu gering, denn die Ruhespannung einer vollen Zelle liegt bei >13,4V, damit schließt Du aus, dass bei der Inbetriebnahme eines kleinen Verbrauchers im Wohnmobil sofort die Entladung des Akkus beginnt! So habe ich es übrigens auch bei meinem EBL30 gemacht! Meine Meinung dazu! Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt. Super Danke. Dann kann ich jetzt ja beruhigt schlafen, ohne, dass meine Akkus kaputtgehen. Aber wieso braucht es denn überhaupt spezielle Lithium Laderegler, wenn, die normalen genau gleich gut funktionieren? Gruß Tobias
Wegen der Dauer der Absortionsphase, Temperaturkompensation und Ladeschlußspannung(passend zum BMS)! Übrigens Temperaturfühler - falls vorhanden - deakivieren! ... und weil sie billiger sind, ein Li-Ladegerät ist einfach eine Konstantspannungsquelle ohne T-Kompensation oder IUoU, und weil sie gekauft werden. Gruss Manfred Ich lese eben immer wieder, dass Lithium akkus bei dem Ladeerhaltungmodus eines Bleisäure Ladegeräts zerstört wird. Stimmt das nicht? Nein, das stimmt definitiv nicht. "Zerstören" kann man LFP-Zellen fast nur durch Kurzschluss, mechanisch oder extreme Tiefentladung (unter 0V). Nicht durcheinanderwerfen: - Es gibt Ladegeräte (Blei, teure Sorte) mit einem "Entsulfatierungsmodus". Der arbeitet mit Spannungsspitzen und kann LFP-Batterien auf Dauer schädigen, wenn diese voll geladen sind. Ladegeräte mit nicht abschaltbarem Entsulfatierungsmodus empfehlen sich daher für Lithiumbatterien nicht. - Ein beliebter Diskussionspunkt ist die mögliche Schädigung einer LFP-Batterie durch dauerhaftes Anlegen der Ladeschlussspannung von 14,4V. Ich will mich nicht festlegen, ob das schadet; aber Fakt ist: förderlich ist es nicht, und vor allem ist es unnötig. Also ruhig Wegschalten bei längerer Nichtbenutzung des Womos. Wir reden hier aber von Monaten, nicht von Stunden. - Die übliche Erhaltungsladung von Bleibatterien erfolgt mit reduzierter Spannung von dreizehnkommairgendwas. Das juckt die Lithiumbatterie schon deshalb nicht, weil ihre Ruhespannung höher liegt und gar kein Strom fliesst. Ist also egal. Gruss Manfred Hallo Manfred. Herzlichen dank für die ausführliche Information. Hat mir sehr geholfen! Dankeschön Tobi
Kein Problem, außerdem scheint in der Nacht selten die Sonne :wink: . ja, aber insbesondere wegen der Dauer der Absorptionsphase wie Mountainbiker richtig erwähnt,
Die Absorptionsphase ist bei Blei/Säure kürzer (nur 4 Stunden) und daher wird die Spannung früher abgesenkt als bei GEL (12 Stunden), daher stell Blei/Säure ein wir RaGu meint
Blei/Säure Einstellung wählen und keinen Temperaturfühler anstecken, das ist auch meine bescheidene Meinung Helmut Was bedeutet denn die Absorptionsphase genau? Ist das die Zeit, wo die Batterie auf 14,4V bleibt? Hallo,
in Deinem Fall - Ja! kann aber auch ein anderer Wert sein (z.B. 14,7-14,8V bei AGM2)! Eine längere Absorptionsphase hat aber auch den Vorteil, dass BMS mit geringen Balancerstrom (z.B JDB und Daly) länger Zeit haben einen Zellausgleich durchzuführen!
Nur halt ... wenn die Zellen gut balanciert sind, dann braucht ein Li-Akku die längere Absorptionsphase nicht! Und wenn sie schlecht balanciert sind, dann schaltet das BMS die Ladung vorzeitig weg ... :wink:
nur wenn eine der Zellen OVP erreicht!
So war es gemeint :wink:
Du hast recht, hilft aber nichts bei OVP und Einstelllung "Balancieren nur beim Laden EIN" . Speziell bei diversen aus dem Ruder geratenen Liontrons hat Franz (Stocki 333) gezeigt, dass sich "die Katze in den Schwanz beißen kann", wenn nicht ausreichend hohe Balancerleistung vorliegt und OVP ansteht. Wenn der AKKU wegen disbalance einer Zelle auf OVP-Abschaltung geht und Balancen nur beim Laden auf EIN ist, dann erfolgt auch kein Balancen, wird ja nicht geladen :cry: . Wenn dann auch noch die längere Absoptionsphase der GEL-Ladeeinstellung anhält, wird nicht laaaaaange nicht Balanciert. Eine kurzzeitige Belastung könnte OVP aufheben, es wird aber nicht lange dauern, bis wieder OVP kommt. Gänzlich kontraproduktiv wäre dann noch in der Folge eine zu niedrige Floatspannung unterhalb der eingestellten Balancerspannung (4x 3,4 V = 13,6 V). Empfehlung aus der Praxis bei 1:1 Tausch mit Bleiladern: Der LiFePO4-Akku sollte vor dem Einbau ins Fahrzeug bei Ladeschlussspannung ausbalanciert sein (14,4 V, Delta < 50 mV) 1) Balancer-Konfiguration: Balancer aktiv EIN ; Balancen nur während den Laden AUS ; Startspannung 3400 mV ; Maximaler Unterschied 15 mV 2) Ladeprogramm mit LSSP 14,2-14,4 V mit kurzer Absorptionsphase (meist Blei/Nass) einstellen Der geringe Balancerstrom von 50 mA des 150A-JBD-BMS reicht bei meinem AKKU locker aus. Helmut Hallo, dann schaut halt mal genau hin: Blei-Säure hat beim EBL 29 eine Float-Spannung von 13,4V:
Hallo zusammen Ich finde das super, wie detailliert und informativ ihr mir hier geantwortet habt. Sogar so gut, dass es glaub, am ziel vorbeigeschossen hat und ich mich jetzt gar nicht mehr auskenne. Haha. Meine Frage war, geht es? Ja, Nein? Geht der Akku dabei kaputt? Ja, Nein? Soll ich Blei/Gel (13.8v) oder Blei/Säure (13.4v) Einstellung verwenden? Muss noch viel lernen, um hier alles zu verstehen. :-P Gruß Tobi Hallo Tobi
Vielleicht liegt hier die Antwort. Du verwendest ja 4 Accublöcke. Und normalerweise ist somit das Verhältnis Kapazität zu Balancerstrom sehr gut. 30 Ah zu 50 mA. (geschätzt) 280 Ah zu 50 mA. So als Vergleich. Also sollten die 4 Std ausreichend sein.
Nein. Wenn dann alle 4 Stück. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
13,4 Volt. Das entspricht der Ruhespannung des Acus. Macht ja keinen Sinn den unnötig auf 13,8 Volt zu halten. Der Accu soll ja auch arbeiten. Der SR wird ja auch eine Hystere haben. Ich lasse meinen Accu vom SR auf 13,4 Volt Erhaltungsspannung halten. Umschalten von Erhaltungsspannung auf Absorbationsspannung das macht er bei 13,3 Volt. (=Hysterese) Das reicht aus um 2 Kaffee zu machen. Ohne das er auf Absorbationsspannung geht. Der würde sonst oft unnötig den Accu hochladen. So pendelt der Accu immer bei 95 % und 100 % hin und her. Wenn er mal voll ist. Den eines darft du nicht vergessen. Dem Lithium ist der Ladezustand vollkommen egal. Weg mit dem Blei-Denken. Bitte Entsorgen am Wertstoffhof. :mrgreen: ;D :lach: :ja: Franz
Warum? :gruebel: Wenn ich an Landstrom angeschlossen habe, dann möchte ich sicherstellen, daß der Akku auch 100% geladen ist! Bei 13,4V Floatspannung muß dass nicht der Fall sein!
Hallo Mountainbiker, du hast Recht, das möchte ich auch sicherstellen, dem TE geht des aber um die Einstellung für den MPPT Solar-Laderegler (Schaudt LRM 1218 / 20A).:wink: Eigentlich sind beide Einstellungen nicht falsch, es scheint ja ohnehin nicht immer die Sonne, zumindestens selten in der Nacht ;D Helmut
Wenn mein (gesunder) Li-Akku die Ladeschluss-Spannung von 14.4 Volt erreicht hat, dann ist er voll und braucht keine Absorptionsphase mehr. Wenn die Zellen eine schlechte Balancierung haben, wird bei/vor 14.4 Volt schon OVP ausgelöst werden ... und dann braucht der Akku auch keine Absorptionsphase mehr ... :wink: Hallo, bei 14,4V ist ein 4s Akku natürlich voll, davon war aber nie die Rede!
Dem ist mitnichten so - eine entstehende Disbalance soll ja von den Balancern ausgeglichen werden, wenn diese entsteht - sonst bräuchte ich diese gar nicht! OVP wird nur ausgelööst wenn der Balancer aufgrund seiner Balancerkapazität (Balancerstrom x Ladedauer nach Aktivierung) nicht in der Lage ist diese Disbalance zu reduzieren oder auszugleichen. Hier gilt die Regel - je kleiner der Balancerstrom desto länger muß das Zeitfenster für das Balancieren gestaltet werden. Ist ein Akku perfekt initialisiert und wird nicht unter SoC 20 entladen, wird es mit großer Wahrscheinlichkeit zu keinen großen Disbalancen kommen, Entlädt mann aber bis UVP ausgelöst wird (so wie ich bei meinen Testreihen des MonoflopBMS und den 200Ah-Zellen), dann werden die Balancer (bei mir mit einen max. Strom von ca. 0,9A), kurz vor Ladeschluß immer wieder gefordert, dabei kommt es aufgrund der ausreichenden Dimensionierung zu keinen OVP! Das wäre bei einen JBD mit 50mA aber fraglich, vielleicht könnte das aber jemand mal testen (entladen bis Zellspannung 2,8V/UVP erreicht) und anschließend Laden bis 14,4V Ladeschluß, dann sehen wir ja wie perfekt der Akku funktioniert :D
Der Accu wird doch auf 100 % gebracht. Und geht dann auf Erhaltungsspannung. = Float. Und dazwischen liegen 1 % differenz in der Kapazität. Was solls. So meine Einschätzung. Franz
So sehe ich es eben auch! Und er widerspricht sich hier auch noch ein "wenig" ...
Mitnichten: 14,4V = Ladeschluss 13,4V = Floatspannung des Ladegerätes aufgrund der Lade-/Entladehysterese bei LiFePO4 Zellen ergibt sich daraus ein Ladungsunterschied! Ich werde mal die Ladungsmenge durch eine Messreihe ermitteln! Acki, vielleicht solltest Du mal Deinen perfekt initialiserten Akku mit JBD testen, wie bereits angesprochen Entladen bis UVP/2,8V Zellspannung und Volladen bis 14,4V (oder bis OVP auslöst)! |
Anzeige
|